Die richtigen Noten für tolle Musik in der Musikbibliothek finden.
Ein Musikinstrument spielen

Wie du die richtige Musik für fantastische Hochgefühle beim Musikmachen findest

3. Oktober 2017

Musik, die uns berührt, ist etwas Wunderbares. Gib dich nicht mit mittelmäßig schönen Stücken zufrieden! Mach dich unbedingt auf die Suche nach Musik, die dich tief berührt oder mitreißt. Aber wie findest du Stücke mit Potential für dein ganz persönliches Hochgefühl und Gänsehautmomente?

Wer hat nicht Lust, sich einfach nur gut zu fühlen? Den faszinierenden Effekt zu erleben, dass dir ein Stück nach einer Endlosschleife von mehr als 15 Minuten immer noch nicht zu den Ohren heraushängt? Du hast das noch nicht erlebt? Dann wird es aber höchste Zeit!

Aber Vorsicht: Bei dieser Methode drohen Suchtgefahr und genervte Mitbewohner. Dafür nimmt Musikbegeisterung keine Haftung!

Wenn du dir dieser Gefahren bewusst bist, dann darfst du gerne weiterlesen! Wie findest du also Musikstücke mit einem enormen Potential für Endlosschleifen? Eine garantiert sichere Methode gibt es nicht, aber du kannst einiges tun, um die Chancen zu erhöhen.

1. Sei aufmerksam und nutze Gelegenheiten

Höre in verschiedenen Situationen bewusst hin, sei es im Konzert, bei Straßenmusik, beim Tanzen oder beim Einkaufen in einem Geschäft. Wann immer du ein Stück hörst, das dir wirklich gefällt, finde heraus, welches Stück das ist, damit du es zu Hause nachspielen kannst.

Achte in Konzerten auf die Ansagen und merke dir, wie das Stück heißt. Oder wenn du ein Stück mit gesungenem Text hörst, merke dir einen Vers. Damit kannst du den Song nachher gut recherchieren.

Junge Männer machen Straßenmusik.

Wenn jemand einen tollen Song spielt, dann frage nach, wie der Song heißt. Und wenn dein Tanzlehrer einen schönen Song ausgewählt hat, dann frag ihn nach dem Titel. Ergreife in solchen Situationen unbedingt die Initiative! Es wäre schade, wenn du es nicht tust. Genauso schade wie wenn du einen interessanten Menschen einfach gehen lässt, ohne nach seinen Kontaktdaten zu fragen!

Oder sing eine schöne Melodie unterwegs in dein Smartphone ein. Später kannst du dann die Melodie nach Gehör nachspielen. Oder vielleicht fällt dir oder jemand anderem später ein, wie der Song heißt.

Eine weitere Möglichkeit sind Onlinedienste zur Musikerkennung. Beispielsweise kannst du online bei midomi eine Melodie summen und bekommst dann Songvorschläge, die du dir anhören kannst. Die Musikerkennung bei midomi ist übrigens kostenlos! 

2. Lerne dich und deinen Musikgeschmack kennen

Kennst du dich selbst und deinen Musikgeschmack? Wenn ja, dann kannst du beim nächsten Punkt weiterlesen. Wenn nicht, dann pass jetzt auf. Ich erlebe immer wieder in Gesprächen mit Menschen, dass sie gar nicht wissen, welche Musik sie begeistert. Dann ist es auch schwierig, schöne Musik zum Spielen mit deinem Instrument zu finden!

Wichtig ist, dass du Musik hörst. Und wenn dir etwas besonders gut gefällt, ordne es in eine Stilrichtung ein. Es gibt zwar mittlerweile viele Crossover-Stilrichtungen, bei denen die Sache schwierig wird. Trotzdem wird ein Unterschied wie der zwischen Salsa- und Swingrhythmen bleiben.

Wenn du dich selbst kennst und deinen Musikgeschmack ein wenig einordnen kannst, hilft dir das bei der Musikauswahl enorm. Egal ob zum Hören oder zum selbst Spielen.

3. Höre aktiv neue Musik

Musik hören mit einem modernen Vintage Radio und MP3-Player.

Oft gefallen uns Stücke, die wir schon gut kennen, besser als ungewohnte. Trotzdem empfehle ich dir, aktiv neue Musik zu hören. Geh zu Konzerten oder mach im Radio oder auf Youtube neue Entdeckungen. Radio kannst du auch online hören. Für Jazzfans ist die Radiosendung von Jamie Cullum auf BBC Radio 2 sehr zu empfehlen.

Oder schau einmal deine eigene Musiksammlung durch. Vielleicht schlummert der ein oder andere Juwel seit Jahren unentdeckt in der Musiksammlung auf deinem Laptop oder Smartphone!

4. Geh in die Musikbibliothek

Viele größere Bibliotheken haben auch eine Musikbibliothek. Ein Eldorado für Musik Hörende sowie Spielende. Perfekt, um neue Stücke oder Songs zu finden. Entweder über CDs, die du dir dort anhören oder ausleihen kannst, oder direkt über Notenbücher.

Die richtige Musik in den Regalen der Musikbibliothek finden.

Wenn du dich für ein konkretes Stück, einen Künstler oder Komponisten interessierst, kannst du direkt nach Noten dazu suchen. Die Suche führt dich dann meistens auch zu einem Regal, in dem noch viele andere Notenbücher in deinem Musikgeschmack stehen.

Ansonsten kannst du einfach im Katalog nach Musikrichtungen suchen oder entsprechend den Regalbeschriftungen eine für dich interessante Musikrichtung aufsuchen. Nimm dir Zeit zum Schmökern!

Oft gibt es vor Ort sogar ein Digitalpiano, auf dem du Stücke anspielen kannst. Oder du nimmst die Noten mit nach Hause und spielst sie dort in aller Ruhe durch. Es lohnt sich, in etwaige Ausleihgebühren zu investieren! Und denke unbedingt daran, kopierte Noten ordentlich zusammenzukleben!

Wenn du dich von der großen Auswahl nicht überfordern lässt, ist eine Musikbibliothek eine super Möglichkeit für neue Entdeckungen!

5. Frag deinen Musiklehrer oder andere Menschen

Wenn du Musikunterricht hast, frag deinen Lehrer, was er dir empfehlen kann. Du kannst dich inspirieren lassen und in Musikrichtungen hineinschnuppern, die dir bisher weniger bekannt sind. Oder du kennst schon deine Lieblingsmusik und kannst so Noten finden, die für dein Instrument und in deinem Spielniveau arrangiert sind. Du kannst dir auch verschiedene Stücke vorspielen lassen und dir dann heraussuchen, was dir am besten gefällt.

Oft ist es auch inspirierend, sich mit anderen Musikbegeisterten auszutauschen. Und wenn jemand sogar das gleiche Instrument wie du spielt, umso besser!

Jetzt bist du dran!

Mach dich auf die Suche und finde Stücke, die dir richtig gut gefallen! Wenn du einmal dieses wunderbare Hochgefühl beim Spielen eines wunderschönen Stückes erlebt hast, wirst du es immer wieder haben wollen. Es gibt dir Energie und Motivation! Tu dir den Gefallen! Du brauchst nur immer wieder aufs Neue Stücke, die das Zeug dazu haben.

Wichtig ist außerdem, dass du dich beim Spielen entspannst und nicht verkrampfst. Mach den Kopf frei mit einer gelassenen Einstellung und genieße es! Berichte mir von deinen Erfahrungen zur Stückauswahl im Kommentar!

Kommentare

  1. Hallo Katharina,

    vielen Dank für diesen Artikel.
    Lustigerweise habe ich gerade letzte Woche wieder drei Titel, zwei im Radio und einen im Kino, gehört, die ich unbedingt haben wollte.
    Die Lautten Companey habe ich mir als CD bestellt, Ravels „Pavane pour une infante défunte“ habe ich auf einer eigenen CD wiederentdeckt und Laura Marling https://www.youtube.com/watch?v=HU2ts1IUByA habe ich mir bei YouTube runtergeladen und auf mp3 konvertiert. Eigentlich wollte ich mir auch diese CD kaufen, aber dieses Stück ist eigentlich das einzige, welches mir richtig gut gefällt, so, dass ich es jetzt für unterwegs auf meinem Handy habe.
    Ich würde dir eigentlich auch den Film empfehlen (obwohl ich das Ende etwas enttäuschend fand), aber du gehst ja nicht ins Kino!???

    Du hast mich mit dem Artikel aber motiviert, noch mal nach einer Dokumentation über finnischen Tango zu suchen, die ich vor einigen Jahren mal auf 3Sat gesehen habe. Ich habe sie tatsächlich gefunden!!!
    https://www.youtube.com/watch?v=O3CqSZLL4uU&pbjreload=10 Besonders toll finde ich „Muista Minua“, was Anne Tanskanen am Anfang summt. Mit Orchester finde ich es nicht so toll, lieber mit Piano-Begleitung. Bei Spotify findet man reichlich Versionen, habe zwar noch nicht alle gehört, aber bisher gefällt mir nur die von Satuo recht gut. Vielleicht schreibe ich die Anne Tanskanen mal bei Facebook an und frage nach einer Version mit Piano/Gesang.
    Außerdem habe ich noch „If“ von Michael Nyman wieder mal gehört, interpretiert von Fretwork und Clare Wilkinson beim NDR im Dez. 2009.
    Würde ich dir auch noch gern zukommen lassen, aber, da ich Probleme habe mich bei web.de einzuloggen, schicke ich es dir vielleicht doch als WhatsApp.

    Nochmals Danke und liebe Grüße

    Stefan Sauer

    PS: Die Grüße nach Braunschweig sind dort nicht angekommen, da war ich schon wieder auf St.Pauli.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


Benachrichtige mich über neue Kommentare per E-Mail. Du kannst dich auch ohne eigenen Kommentar eintragen.