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	<title>Blues Archive - Musikbegeisterung</title>
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	<title>Blues Archive - Musikbegeisterung</title>
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		<title>Bluespiano lernen: So spielst du Blues am Klavier mit Genuss!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2021 22:03:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Liedbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du möchtest am Klavier Blues lernen? Bluesmusik gehört ganz klar zu meinen Favoriten am Klavier. Doch was macht Bluespiano aus? Ich zeige dir ein paar grundlegende Gestaltungsmittel für Blues am Klavier. Denn nur mit einem bluestypischen Spielstil wird dein Blues auch wirklich wie einer klingen. Lerne Blues am Klavier, es lohnt sich! Blues am Klavier [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Bluespiano lernen: So spielst du Blues am Klavier mit Genuss!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du möchtest am Klavier Blues lernen? Bluesmusik gehört ganz klar zu meinen Favoriten am Klavier. Doch was macht Bluespiano aus? Ich zeige dir ein paar grundlegende Gestaltungsmittel für Blues am Klavier. Denn nur mit einem bluestypischen Spielstil wird dein Blues auch wirklich wie einer klingen. Lerne Blues am Klavier, es lohnt sich!</p>
<p><span id="more-8936"></span></p>
<h2>Blues am Klavier lernen: Mehr als nur Akkorde</h2>
<p>Blues ist Leidenschaft, Sinnlichkeit, Groove und Genuss. Wenn du Blues am Klavier spielen möchtest, kannst du dich ganz einfach am Standard-12-Takt-Bluesschema bedienen und einen Blues spielen. Wirklich so einfach? Naja, nicht ganz.</p>
<p>Akkordfolgen wie das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">12-Takt-Bluesschema</a> oder ganz generell das Spielen einer x‑beliebigen Folge nach Akkordsymbolen sind definitiv essentiell wichtig. Um mit Bluespiano und Bluesimprovisation zu starten, das A und O!</p>
<p>Dazu habe ich bereits einen Artikel mit <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/"><strong>Beispielakkordfolgen</strong></a> zum Nachspielen geschrieben.</p>
<p>Allerdings ist die Akkordfolge nur das nackte Grundgerüst. Du musst es mit Leben füllen! Prinzipiell gilt das für jeden Song, egal welcher Musikrichtung. Aber für Bluessongs einmal mehr! Denn viele kleine Details, verschmierte Töne, Blue-Notes und Slides machen einen Blues erst zu dem, was er ist.</p>
<h2>Entdecke die wunderbare Welt des Bluespianospiels!</h2>
<p>Als Anfänger ist es selbstverständlich völlig legitim, dass du dich erst einmal um das grundlegende Akkordgerüst am Klavier kümmerst. Ohne das geht es schließlich kaum.</p>
<p>Aber wenn du schon einen Schritt weiter bist, wünschst du dir vielleicht mehr. Und das solltest du auch! Denn es <em>gibt</em> noch so viel mehr! Grandioses. Fantastisches aus der wunderbaren Welt der Bluesmusik. Da wäre es doch wirklich schade, wenn du den spannendsten und genussvollsten Teil des Bluespianospiels weglassen würdest!</p>
<h2>Deine Motivation für Bluespiano: Kennst du dein Ziel?</h2>
<p>Weißt du überhaupt, wo du hinwillst? Führe dir dein Ziel vor Augen! Denn genau das wird deine Begeisterung anfachen, dich immens motivieren und dein Klavierspiel spürbar voranbringen.</p>
<h3>Wo willst du mit deinem Blues am Klavier hin?</h3>
<p>Frage dich also, wie du gerne spielen würdest. Hast du einen Künstler, dessen Spielstil du liebst? Ray Charles, Otis Spann, James Booker? Welche Aufnahmen faszinieren dich?</p>
<p>Achte hierbei vor allem darauf, wie der Song von den Musikern gestaltet wird. Insbesondere vom Pianisten. Es ist weniger entscheidend, <em>welcher</em> Song es ist. Wichtiger ist, <em>wie</em> er gespielt wird.</p>
<h3>Vergleiche mit deinem Bluespianospiel!</h3>
<p>Und dann mach dir bewusst, wie du den Song selbst spielen würdest. Was genau ist der Unterschied in der stilistischen Gestaltung?</p>
<p>Oft ist es gar nicht so leicht, der Sache auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Am besten probierst du es mit einem konkreten Song direkt am Klavier aus. Suche dir eine Aufnahme, bei der dich das Pianospiel fasziniert.</p>
<p>Falls du einen Vorschlag brauchst, vielleicht gefällt dir dieser 12-Takt-Bluessong, <em>Stormy Monday</em>, gespielt vom wunderbaren Bluespianisten James Booker:<br>
<iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/TNH6ckFaEJY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Oder du hörst dir die beiden Bluessongs aus einem Schema von <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">8 Takten</a> an, die ich samt Akkordfolgen bereits ausführlich beschrieben habe.</p>
<p>Falls du dich für einen anderen Song entscheidest, entschlüssele die Akkordfolge nach Gehör oder suche sie dir online oder über die App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/">iReal Pro</a>. Und dann spiele den Song zum Vergleich nach.</p>
<p>Welchen Vergleich ziehst du? Falls du damit schon zufrieden bist, bist du entweder sehr genügsam oder bereits ein leidenschaftlicher Bluespianospieler.</p>
<p>Vielleicht merkst du aber auch sehr schnell, dass du durch ein einfaches Runterspielen der Akkordfolge nicht auch nur annähernd an das Pianospiel der Aufnahme herankommst. Irgendwie klingt es so ähnlich, aber es fehlt etwas. Im Grunde fehlt eine ganze Menge! Aber was eigentlich?</p>
<p>Wenn ich es in einem Wort zusammenfassen müsste, würde ich sagen, es fehlt das Bluesfeeling.</p>
<h2>Blues lernen am Klavier: Die Sache mit dem Bluesfeeling</h2>
<p>Du kannst dir noch so viel Mühe geben, die Folge entsprechend den Akkordsymbolen exakt nachzuspielen. So vieles ist aus der simpel dahingeschriebenen Akkordfolge jedoch einfach nicht ersichtlich. Dennoch ist diese Information für einen geübten Bluespianospieler durchaus ausreichend, um mehr daraus zu machen! Und für dich bald auch!</p>
<p>Im Grunde musst du dich von den Akkordtönen ein Stück weit lösen, sie ergänzen und bereichern, um genussvollem, authentischem Bluespiano eine Chance geben zu können.</p>
<p>Klingt wie Hokuspokus?</p>
<p>Vielleicht ein bisschen. Magisch ist es definitiv. Aber kein Hexenwerk in der Umsetzung!</p>
<p>Machen wir uns auf die Suche nach dem magischen Bluesfeeling am Klavier. Was kannst du also konkret tun? Wie kommst du mit deiner Version des Bluessongs näher an die so faszinierende Bluespianoaufnahme heran?</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/bluespiano-lernen/klavier-blues-piano.jpg" alt="Blues am Klavier spielen" width="800" height="533"></p>
<h2>Bluespiano spielen: Tipps und Tricks für die Gestaltung eines Blues am Klavier</h2>
<p>Ich habe für dich ein paar grundlegende Tipps und Tricks für genussvolles Bluespiano herausgesucht, wie sie auch die Profis ausgiebig verwenden. Du kannst diese Gestaltungsmittel in zahlreichen Songs aus dem Blues und darüber hinaus hören und selbst verwenden. Oft wirken sie vielleicht wie belanglose Kleinigkeiten. Deren Wirkung ist allerdings deutlich größer!</p>
<p>Sowohl dein Spiel- als auch Hörgenuss profitieren gleichermaßen unglaublich davon. Versprochen. Nach der Bluestonleiter wirst du hier übrigens vergeblich suchen. Die brauchen wir dafür nicht.</p>
<p>Es wird spannend! Legen wir los mit ganz konkreten Tipps für Blues am Klavier.</p>
<h3>Schräge Töne beim Bluespiano</h3>
<p>Der Blues lebt davon, dass Töne beigemischt werden, die <em>nicht</em> zum Akkord oder zur entsprechenden Tonleiter gehören. Das Danebenliegen macht den Charakter eines Blues mit aus. Du bist also herzlich eingeladen, mit deinen Fingern daneben zu langen.</p>
<p>Prinzipiell kannst du jeden Ton einbauen, den du auf der Klaviatur finden kannst. Wirklich jeden! Und vielleicht ahnst du jetzt auch schon, wie hilfreich diese Tatsache für dich sein wird?</p>
<p>Naja, bis es ganz offensichtlich ungünstig klingt, muss schon einiges zusammenkommen. Wirklich falsche Töne gibt es ja nicht. Du spielst vielleicht lediglich etwas anderes als beabsichtigt.</p>
<p>Das ist dein Vorteil, den du als Riesenchance begreifen solltest! Es hilft dir, dich mutig ans Experimentieren heranzuwagen. Auch bei etwaigem Lampenfieber erweist sich diese Tatsache als äußerst beruhigend!</p>
<p>Allerdings heißt das für dich auch: Wenn dein Blues nicht wie ein Dauerlangweiler klingen soll, <em>musst</em> du die Akkordtöne mutig verlassen. Die ganz besonders betörenden Töne liegen oft gerade einen Halbton <em>über</em> oder <em>unter</em> einem Akkordton.</p>
<p>Wage dich also vor ins Tonterrain der unbegrenzten Möglichkeiten und teste beliebige Töne beim Spielen aus. Die, von denen du denkst, dass sie ganz und gar nicht passen, probierst du erst recht. Und dann lässt du deine Ohren entscheiden, ob und wie viel Sinn ein Ton an einer bestimmten Stelle macht.</p>
<p>Der schräg klingende Ton kann aufgelöst werden oder auch nicht. Und du kannst beispielsweise auch zwischen akkordfremdem Ton und Akkordton hin- und herpendeln. Wichtig ist, dass du wirklich mutig ausprobierst und dir neue Möglichkeiten erschließt. Nur wenn du deinen Horizont im Hören und Spielen erweiterst, kannst du einen kreativen Bluesstil am Klavier entwickeln.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignnone" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/bluespiano-lernen/blues-klavier-lernen.jpg" alt="Blues lernen am Klavier" width="1000" height="667"></p>
<h3>Die Blue-Note Mollterz beim Blues am Klavier</h3>
<p>Zumindest <em>einen</em> schrägen Ton, meine Lieblings-Blue-Note, möchte ich dir jetzt etwas genauer vorstellen. Und sehr ans Herz legen! Es ist die kleine Terz oder Mollterz.</p>
<p>Häufig ist die Terz nicht festgelegt auf Dur- oder Mollterz, also große oder kleine Terz. Das betrifft alle Musikrichtungen, in denen schräge Töne gerne gesehen sind. Also weite Teile des Jazz. Und ganz besonders Blues und Gospel!</p>
<p>Die kleine Terz mag ich ganz besonders gerne und dementsprechend ausgiebig kommt sie bei mir auch zum Einsatz. Wenn du dir nur einen schrägen Ton merken willst, dann sollte es die Mollterz sein! Sie wird dein Bluespianospiel revolutionieren. Sowohl bei der Melodie, als auch ganz besonders in der Harmonisierung.</p>
<h4>Merke dir die Mollterz der Tonika!</h4>
<p>Die kleine Terz der Tonika, also des Grundakkordes, darfst du dir übrigens für den ganzen Song merken! Warum? Du wirst merken, diese Taste macht sich nicht nur beim Tonikaakkord gut!</p>
<p>Wie auch immer der konkrete Bluessong strukturiert ist, er wird neben der Tonika sicherlich auch Subdominante (IV) und Dominante (V) enthalten. Die Mollterz der Tonika ist auch gleichzeitig die kleine Septime der Subdominante und die übermäßige Quinte bei der Dominante! Volltreffer. So hast du mit dieser einen Taste dein Universum der schrägen Töne schon deutlich erweitert.</p>
<h4>Mollterz der Tonika am Beispiel von F‑Dur</h4>
<p>Nehmen wir zum Beispiel einen Blues in F‑Dur. Die Durterz ist A. Die Mollterz einen Halbton tiefer, also A♭. Für diesen Song solltest du dir also A♭ merken. Der Ton A♭ erweitert den Dreiklang der Subdominante B♭ zum Septakkord B♭7. A♭ erweist sich also auch bei der Subdominante als sehr nützlich.</p>
<p>Aber es kommt noch besser. Du kannst das A♭ nämlich auch im Dominantseptakkord C7 hervorragend gebrauchen. A♭ ist hier kein Akkordton. Das wäre höchstens bei C<sup>+5</sup> der Fall. Das A♭ entspricht nämlich der übermäßigen Quinte.</p>
<p>Die Theorie ist aber gar nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, wie vortrefflich es klingt! Probiere es aus und spiele ein A♭ zum C7-Akkord. Du bekommst eine Dissonanz allererster Sahne, die Bluesherzen höher schlagen lässt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/bluespiano-lernen/klavier-blues-mollterz.jpg" alt="Bluespiano spielen: Schräge Töne" width="1000" height="667"></p>
<p>Es gibt also vielfältige Einsatzmöglichkeiten für die Mollterz der Tonika! Selbstverständlich kannst du aber dein Augenmerk auch auf die Mollterz des jeweils gespielten Akkordes legen.</p>
<h4>Die Mollterz in der Bluesbegleitung</h4>
<p>Das Pendeln zwischen kleiner und großer, also Moll- und Durterz solltest du unbedingt verinnerlichen. Im Blues wird das sehr, wirklich sehr oft verwendet. Im Akkordschema tauchen die Wechsel zwischen Dur und Moll nicht auf. Sie sind auch nicht zwingend notwendig, um den Song zu spielen. Aber sie sorgen für einen spannenden bluestypischen Sound.</p>
<h4>Wie lässt sich das am Klavier umsetzen?</h4>
<p>Die Akkorde sind in Dur aufgeschrieben. Das ist auch das Tongeschlecht, in das sich die Harmonien im Normalfall letztlich auflösen. Wenn du vorher kurz die Mollterz spielst, erzeugst du eine spannende Reibung und damit einen bluestypisch genussvollen Reiz für die Ohren.</p>
<p>Prinzipiell kannst du das Pendeln von Moll nach Dur im Einzelnen nach deinem eigenen Belieben gestalten. Eine häufig verwendete, praktische und gut klingende Variante funktioniert über Slides, also das Gleiten von einem Ton auf der Klaviatur zum anderen.</p>
<p>Wenn du einen Akkord anschlägst, gleitest du mit deinem Finger von der kleinen zur großen Terz. Kurz bevor du den Durakkord spielst, lässt du somit die Mollterz erklingen. Du rutschst also über die Mollterz in den Durakkord.</p>
<p>Slides von schwarzen zu weißen Tasten funktionieren natürlich ganz besonders gut. Einer von mehreren Gründen, warum ich F‑Dur liebe! Denn das Sliden von kleiner zu großer Terz ist hierbei nämlich auch bei Dominante (&nbsp;C&nbsp;) und Subdominante (B♭) äußerst bequem.</p>
<p>Bei häufigerem Anschlagen eines Akkordes kannst du das Sliden von Moll nach Dur gerne jedes Mal einbauen. Im Blues kann es kaum zu viel davon geben! Es ist einfach zu schön. Häufig wird der geslidete Akkord sogar durchweg zum Standard. Es lohnt sich also sehr, diesen Dauerbrenner gut zu üben und zu verinnerlichen.</p>
<p>Grundsätzlich gilt aber: Mach es, wie es deinem persönlichen Geschmack entspricht. Ob du den Moll-Dur-Slide nur gelegentlich oder intensiv nutzen möchtest, obliegt letztlich voll und ganz deiner eigenen Vorliebe. Um das entscheiden und flexibel dosieren zu können, solltest du ihn aber unbedingt kennen und parat haben.</p>
<h3>Slides für einen bluestypischen Spielstil am Klavier</h3>
<p>Slides sind ein hervorragendes Mittel, um deinen Blues stilistisch zu verfeinern. Nicht nur beim Moll-Dur-Slide. An allen möglichen Stellen kannst du Slides einbauen. Es klingt wie ein Verschmieren von Tönen und erzeugt eine spannende Chromatik. Meistens passt es besonders gut, wenn du vom akkordfremden zum akkordeigenen Ton slidest.</p>
<p>Von schwarzen nach weißen Tasten slidest du gut mit einem Finger. Wenn es dir lieber ist, kannst du aber auch zwei verschiedene Finger dafür nehmen. Von Weiß nach Schwarz geht es dagegen nur mit zwei Fingern. Aber unabhängig davon, wie genau du es umsetzt: Du solltest unbedingt Gebrauch davon machen!</p>
<p>Ich gebe es zu, Special Showacts sind Slides eher nicht. Doch diese kleinen, feinen Verzierungen heben dein Klavierspiel allgemein auf ein höheres Level. Ihre großartige Wirkung entfaltet sich insbesondere dann, wenn du sie regelmäßig in dein Bluespianospiel integrierst. Mit Slides kannst du relativ einfach einen wunderbar bluestypischen Spielstil kreieren.</p>
<h3>Vorschläge im Blues am Klavier</h3>
<p>Ähnlich wie Slides und nicht immer genau voneinander abgrenzbar sind Vorschläge. Im Gegensatz zu den Slides sind Vorschläge im Übergang weniger kontinuierlich. Die zwei Töne werden stärker als einzelne wahrgenommen. Vorschläge können außerdem auch über Ganztonschritte oder größere, beliebige Intervalle gespielt werden.</p>
<p>Auch hier landest du auf deinem Zielton erst nach kurzem Anschlagen eines anderen Tones. Du kannst es von jedem beliebigen Ton aus versuchen. Solange du nach dem Vorschlag auf einem Akkordton landest, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.</p>
<p>Deiner Experimentierfreude sind aber selbstverständlich keine Grenzen gesetzt. Ausgiebiges Experimentieren ist Pflicht. Nur so bekommst du ein Gefühl dafür, was geht und was nicht und was deine liebsten Früchte auf der Torte sind.</p>
<p>An das Spielen von Vorschlägen solltest du nicht nur bei der Melodie denken. Sie machen sich auch in der Begleitung sehr gut. Eine unkomplizierte Variante wären hier Vorschläge von einem Akkordton zu einem anderen Ton des Drei- oder Vierklangs.</p>
<h3>Doppelvorschläge und Schleifer für Bluespiano</h3>
<p>Du kannst einen Ton auch über <em>mehrere </em>andere anspielen! Es handelt sich dann nicht mehr um einen <em>einfachen </em>Vorschlag. Spielst du den Zielton über zwei andere Töne an, hast du einen Doppelvorschlag. Die Schleifer können aber auch noch länger sein und sich über mehrere Töne erstrecken.</p>
<p>Die Varianten, in Töne sozusagen hineinzurutschen ist vielfältig und faszinierend. Mit solchen Verzierungen bereicherst du dein Klavierspiel und deine Improvisation immens! Sie sind gut und einfach umzusetzen, machen beim Spielen richtig viel Spaß und passen bei vielen Musikrichtungen ganz hervorragend.</p>
<p>Gerade für Bluespiano solltest du Slides, Vorschläge, Doppelvorschläge und Schleifer – also das Anspielen von Tönen über andere – unbedingt in dein gestalterisches Standardrepertoire aufnehmen!</p>
<h3>Arpeggios oder rollende Akkorde im Voicing für Bluespiano</h3>
<p>Im Blues werden die harmonisierenden Töne gerne nacheinander gespielt. Und zwar so, als ob du in einem Schwung über die Saiten einer Harfe streichen würdest. Die einzelnen Akkordtöne werden meistens von unten nach oben schnell nacheinander gespielt. Nicht gleichzeitig, aber doch in einem Rutsch, als Einheit.</p>
<p>Egal, ob du solche Arpeggios oder rollende Akkorde nur spärlich oder exzessiv verwenden willst: Für das Spielen von Blues am Klavier solltest du sie definitiv beherrschen. Denn damit verleihst du bei deiner Bluesbegleitung selbst simpelsten Standardakkorden Laszivität, Charme und Genuss!</p>
<h3>Tremolo für Blues am Klavier</h3>
<p>Nicht immer geht es nur von unten nach oben durch die Akkordtöne. Beim Tremolo bringst du den ganzen Akkord zum Vibrieren. Dazu nutzt du die Drehbewegung deines Handgelenks.</p>
<p>Die einzelnen Akkordtöne werden schnell wechselweise in einem fort angeschlagen. Damit erzeugst du einen bebenden Klangeffekt. Die Saiten des Klaviers werden immer wieder neu angeschlagen und so kannst du hierbei auch die Lautstärke verändern und beispielsweise effektvolle Steigerungen erzeugen.</p>
<p>Setze das Tremolo von Akkorden im Bluespiano ein, wann immer du Lust darauf hast! Es kann auffällig ausgedehnt werden oder nur ganz kurz sein. Sich über eine Vielzahl von Tönen erstrecken oder sich auf nur zwei beschränken. Über größere Intervalle wie eine Oktave. Oder nur über eine Terz. Ich liebe das Tremolo beim Blues am Klavier. Du vielleicht bald auch?</p>
<p>Hier in <em>A Bit of Soul</em>, gespielt von Ray Charles, kannst du an mehreren Stellen Tremoli hören:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/tk6GlwpYqP4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Fazit: Bluespiano lernen</h2>
<p>Wenn du Bluespiano lernen möchtest, verinnerliche neben den <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Akkorden</a> auch eine bluestypische Gestaltung. Denn erst diese macht einen Blues am Klavier so richtig reizvoll, indem du eine bloße Akkordfolge kreativ ausgestaltest.</p>
<p>Bluestypische Details, beispielsweise akkordfremde Töne, Slides, Vorschläge und Tremoli, machen am Klavier den Unterschied. Sie heben dein Bluespianospiel auf ein höheres Level und sorgen dafür, dass der von dir gespielte Blues auch wirklich wie einer klingt. Voller Genuss und Leidenschaft.</p>
<p>Also ran an die Klaviatur. Teste es aus!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Bluesakkordfolgen als Grundlage für erfolgreiche Bluesimprovisation</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Bluespiano lernen: So spielst du Blues am Klavier mit Genuss!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Akkorde für Blues am Klavier: Mit einfachen 8‑Takt-Akkordfolgen zur erfolgreichen Bluesimprovisation</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2021 12:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du möchtest Blues am Klavier spielen? Mit ein paar wenigen Akkorden ist das ganz einfach möglich. Anhand von konkreten Bluessongs stelle ich dir zwei achttaktige Akkordfolgen vor, mit denen du auch abseits vom gut bekannten zwölftaktigen Bluesschema Bluesimprovisation lernen und weiterentwickeln kannst. Das 12-Takt-Bluesschema, der Klassiker! Wenn es unter Musikern spontan heißt, „Lasst uns einen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Akkorde für Blues am Klavier: Mit einfachen 8‑Takt-Akkordfolgen zur erfolgreichen Bluesimprovisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du möchtest Blues am Klavier spielen? Mit ein paar wenigen Akkorden ist das ganz einfach möglich. Anhand von konkreten Bluessongs stelle ich dir zwei achttaktige Akkordfolgen vor, mit denen du auch abseits vom gut bekannten zwölftaktigen Bluesschema Bluesimprovisation lernen und weiterentwickeln kannst.<span id="more-8746"></span></p>
<h2>Das 12-Takt-Bluesschema, der Klassiker!</h2>
<p>Wenn es unter Musikern spontan heißt, „Lasst uns einen Blues in F‑Dur spielen!“, dann ist damit das 12-Takt-Bluesschema gemeint. Dieses Akkordschema findet aber nicht nur im Blues Anwendung, sondern auch in zahlreichen anderen Musikrichtungen von Rockabilly bis Pop.</p>
<p>In aller Kürze sieht das 12-Takt-Bluesschema so aus:<br>
| I | I | I | I |<br>
| IV | IV | I | I |<br>
| V | IV | I | V7:|</p>
<p>12 Takte bestehend aus Tonika (I), Subdominante (IV) und Dominante (V). Ausführlicher findest du das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">hier</a>, wobei in diesem Beispiel eine Variation am Ende für den Turnaround enthalten ist.</p>
<h2>Varianten des 12-Takt-Bluesschemas: Vierklänge, Quick Change, Turnaround</h2>
<p>Das Akkordschema kann durch viele verschiedene, größere und kleinere Variationen abgeändert, bereichert und weiterentwickelt werden. Beispielsweise können Dreiklänge ganz oft zu Septakkorden ergänzt werden. Oder du fügst immer wieder Sexten hinzu.</p>
<p>Im zweiten Takt wird die Tonika häufig durch die Subdominante ersetzt, was als Quick Change bezeichnet wird. Du findest den Quick Change beispielsweise im bekannten und wunderschönen Song <em>St. Louis Blues</em>.</p>
<p>Auch der Turnaround am Ende kann unterschiedlich gestaltet werden und sich über einen oder zwei Takte erstrecken. Das erkläre ich dir <a href="#turnaround">weiter unten im Artikel</a> genauer.</p>
<p>Aber ganz egal, was du veränderst, hinzufügst oder weglässt – das Grundschema der 12 Takte bleibt stets vorhanden. Es sind IMMER 12 Takte. Sonst ist es kein 12-Takt-Bluesschema. Eigentlich logisch, oder?</p>
<h2>Bluesschema aus 8&nbsp;Takten</h2>
<p>Wer jetzt allerdings meint, ein Blues besteht immer aus 12 Takten, der irrt sich gewaltig! Mindestens genauso häufig, vermutlich sogar deutlich häufiger, besteht ein Bluessong aus einem Schema mit 8&nbsp;Takten, die sich stets wiederholen. Nein, eine Statistik zur Häufigkeit der Akkordschemata ist mir nicht bekannt. Aber du kannst ja selbst einmal zuhören, auf die Takte aufpassen und dir einen Überblick verschaffen.</p>
<p>8 Takte sind unsere Ohren meist sogar besser gewohnt, was dir beim Spielen definitiv entgegenkommt. Außerdem musst du dir nur Akkorde für 8 Takte merken. Statt ganze 12. Klingt gut, oder? Wir sollten uns also 8‑Takt-Schemata einmal genauer ansehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/blues-akkordfolgen-klavier/akkordfolgen-blues-8-takte-klavier.jpg" alt="Blues am Klavier spielen mit Beispielsongs für Improvisation" width="800" height="533"></p>
<h2>Blues spielen mit Bluesfeeling</h2>
<p>Eines noch vorneweg: Nicht allein die Akkordfolge macht einen Song zu einem Blues. Wichtig sind ein charakteristisch bluesiger Rhythmus, die Melodie, schräge Töne, typische Gestaltungsmittel wie Slides und vieles mehr. Wie du einen <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">bluestypischen Spielstil</a> entwickelst, erkläre ich ausführlich in einem anderen Artikel.</p>
<p>Aber am Anfang davon steht für ein Harmonieinstrument wie <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">Klavier</a>, Akkordeon, Gitarre oder <a href="https://musikbegeisterung.de/melodica-lernen/">Melodica</a> das Akkordschema! Darauf aufbauend kannst du einen Blues kreieren, der unter die Haut geht.</p>
<p>Bereit?</p>
<h2>Beispiele für 8‑Takt-Akkordschemata in Bluessongs</h2>
<p>Ich möchte dir zwei 8‑Takt-Akkordschemata vorstellen, die sich großartig für einen Blues eignen. Das Praktische an den beiden Akkordfolgen ist, dass sie sich nur in der ersten Hälfte unterscheiden. Genau genommen sogar nur in Takt&nbsp;2 und 3.</p>
<p>Die zweite Hälfte ist ein ganz normaler, typischer Abschluss mit Überleitung zur nächsten Runde und ist nicht nur bei den beiden von mir gewählten Songs gleich. Auch ganz viele andere gehen so oder so ähnlich zu Ende. Jetzt aber zu den konkreten Songs.</p>
<h3>Beispiel 1: 8‑Takt-Akkordschema <em>How Long Blues<br>
</em></h3>
<p>Als erstes stelle ich dir ein Akkordschema aus 8 Takten vor, wie es im Song <em>How Long Blues</em> in folgender Aufnahme von Jools Holland am Piano zu hören ist:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/3AAS9uasHCE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Akkordschema 8‑Takt-Blues <em>How Long Blues</em>:</span></p>
<p>| I | I7 | IV7 | I |</p>
<p>| I | V7 | I IV7 | I V7:|</p>
<p>Für <strong>F‑Dur</strong> wären das dann die folgenden Akkorde:</p>
<p>| F | F(7)/E♭ | B♭7 | F |</p>
<p>| F | C7 | F B♭7 | F C7:|</p>
<p>Das ganze Akkordschema besteht lediglich aus Tonika, Dominante und Subdominante. Der Septakkord im zweiten Takt erzeugt eine reizvolle Steigerung und Überleitung zur Subdominante in Takt 3. Dabei klingt es sehr gut, die Septime auf der Klaviatur im Bass zu greifen.</p>
<p>Auch wenn das Akkordsymbol dafür auf den ersten Blick etwas kompliziert aussieht, ist es also gar keine große Sache. Die Septime ist lediglich ein kleiner Zusatz, aber mit großer Wirkung! Eine enorme Bereicherung gerade für Bluessongs im Stil des betrachteten Beispielsongs.</p>
<h3>Beispiel 2: 8‑Takt-Blues <em>Tain’t Nobody’s Biz’ness if I do</em></h3>
<p>Und ich habe noch ein zweites 8‑Takt-Akkordschema für dich, das sich ebenso hervorragend für einen Blues eignet. Darauf beruht der Song <em>Tain’t Nobody’s Biz’ness if I do</em>. Die folgende Aufnahme von Jay McShann ist ein wunderbares Beispiel für einen genussvollen langsamen Blues:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/HvDS3evYc0k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Akkordschema 8‑Takt-Blues <em>Tain’t Nobody’s Biz’ness if I do</em>:</span></p>
<p>| I | III7 | IV | I |</p>
<p>| I | V7 | I IV7 | I V7:|</p>
<p>Für <strong>G‑Dur</strong> wie in der Aufnahme hast du dann folgende Akkorde:</p>
<p>| G | H7 | C | G |</p>
<p>| G | D7 | G C7 | G D7:|</p>
<p>Die Spannung in dieser Akkordfolge wird im zweiten Takt mit der dritten Stufe erzeugt. Die Harmonien in Takt&nbsp;2 und 3 charakterisieren die Akkordfolge. Den Rest kennst du schon aus dem ersten Beispiel. Eine solche Ähnlichkeit ist gerade im Blues kein großer Zufall.</p>
<p>Die beiden Beispiellieder sind nur zwei aus einer riesigen Fülle an Songs, die sich an genau dem gleichen oder einem ganz ähnlichen Akkordschema bedienen.</p>
<h2>Songaufbau bei 8‑Takt-Bluesschemata</h2>
<p>Die 8 Takte werden in der Regel stets wiederholt. Oft für den ganzen Song. Ohne Unterteilung in Verse und Chorus.&nbsp; Auch bei den beiden Beispielsongs ist das so.</p>
<p>Das macht das Improvisieren besonders einfach. Auch beim völlig spontanen Spielen bei Jam Sessions kommt dir das sehr entgegen. Denn nach spätestens 8&nbsp;Takten kennst du den ganzen Song!</p>
<h3>Die ersten vier Takte einer 8‑Takt-Akkordfolge</h3>
<p>Das Akkordschema ist wie eine Erzählung oder ein Gespräch aufgebaut. Im ersten Teil wird ein Sachverhalt geschildert, eine Frage gestellt oder auf eine Problematik hingewiesen. Der erste Part baut Spannung auf und fordert somit eine Antwort oder Erklärung.</p>
<h3>Die zweiten vier Takte einer 8‑Takt-Akkordfolge</h3>
<p>In der zweiten Hälfte des Akkordschemas folgt die Antwort. Es ist zunächst der erklärende, beschwichtigende Part. Die Spannung wird herausgenommen. Erst ganz am Ende erfolgt mit dem Turnaround wieder ein Spannungsaufbau. Es ist wie eine Nachfrage anzusehen, die den ersten Part dazu bringt, wieder loszulegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/blues-akkordfolgen-klavier/bluespiano-akkordfolge-f-dur.jpg" alt="Bluesakkordfolgen am Klavier: Beispiel F-Dur" width="800" height="533"></p>
<h2 id="turnaround">Turnaround in Bluesakkordfolgen</h2>
<p>Der Turnaround befindet sich zwar ganz am Ende einer Akkordfolge, nimmt aber eine zentrale Rolle in einem Song ein. Er ist sozusagen der Motor, der die Geschichte oder das Gespräch antreibt und stets für eine neue Runde sorgt. Fällt er weg, wird das Ende des Songs erwartet. Das betrifft das 12-Takt-Bluesschema genauso wie 8‑Takt-Akkordfolgen.</p>
<p>Der Turnaround kann in vielen verschiedenen Varianten gespielt werden. Zwei einfache Turnarounds, die im Grunde immer passen, stelle ich dir im Folgenden kurz vor.</p>
<p>Ziel des Turnarounds ist allgemein, am Ende zum Dominantseptakkord (V7) zu gelangen. Dieser leitet zur Tonika über und verlangt einen Start von vorn.</p>
<h3>Einfacher eintaktiger Turnaround</h3>
<p>Es geht ganz simpel, indem du einfach im letzten Takt den Dominantseptakkord spielst. Für den ganzen letzten Takt oder auch nur für die Schläge 3 und 4 dieses Taktes. Die Akkorde in den letzten beiden Takten sehen dann so aus:</p>
<p>| I | V7 | oder</p>
<p>| I | I V7 |</p>
<p>In <strong>F‑Dur</strong>:</p>
<p>| F | C7 | oder</p>
<p>| F | F C7 |</p>
<p>Beim 8‑Takt-Bluesschema wären das also die Takte 7 und 8. Beim 12-Takt-Bluesschema die Takte 11 und 12. Zum besseren Überblick und Vergleich mit einem zweitaktigen Turnaround habe ich den letzten und vorletzten Takt aufgeschrieben. Der eigentliche Turnaround findet allerdings erst mit dem Dominantseptakkord im allerletzten Takt statt. Deshalb eintaktiger Turnaround.</p>
<p>Es ist der einfachste Turnaround, den du auf jeden Fall auf Lager haben solltest. Denn du kannst ihn im Grunde immer verwenden. Insbesondere ist er dann super geeignet, wenn du eine Vereinfachung brauchst oder du es für einen konkreten Song weniger schnörkelig, dafür direkter magst. Bei schnelleren Tempi ist diese Variante außerdem sehr zu empfehlen, da ein Turnaround mit häufigeren Akkordwechseln (wie im folgenden zweiten Beispiel) dann viel zu gehetzt wirkt.</p>
<p>Die beiden beschriebenen Akkordfolgen verwenden einen zweitaktigen Turnaround, wie er in langsamen Bluessongs gut zur Geltung kommt. Nichtsdestotrotz könntest du die beiden letzten Takte auch mit der einfachen Variante ersetzen. Probiere es einfach mal aus.</p>
<h3>Zweitaktiger Turnaround im Blues</h3>
<p>Der Turnaround kann auch mehrere Akkordwechsel beinhalten und sich über zwei Takte erstrecken. Die Überleitung in die neue Runde wird dadurch frühzeitig angedeutet und ausgekostet. Dieser Turnaround kann zu einem wahren Höhepunkt des Songs ausgestaltet werden.</p>
<p>Gerade für langsameren Blues eignet sich ein zweitaktiger Turnaround wahnsinnig gut. Da hast du viel Zeit, um die zusätzlichen Akkordwechsel zu genießen und damit zu spielen.</p>
<p>Und weil die folgende Variante einfach so wunderbar ist, findest du sie auch in zahlreichen Bluessongs wieder:</p>
<p>| I IV7 | I V7 |</p>
<p>In <strong>F‑Dur</strong> als Beispiel:</p>
<p>| F B♭7 | F C7 |</p>
<p>Schon im vorletzten Takt wird die Überleitung vorbereitet. Durch die häufigeren Akkordwechsel wird mit dem Spannungsaufbau etwas gespielt, bevor der Dominantseptakkord erreicht wird und ein eindeutiges Signal zur Überleitung in die neue Runde gibt.</p>
<p>Dieser Turnaround wird auch in den beiden Beispielsongs verwendet. Höre dir die Songs am besten noch einmal an und pass auf, wie der Turnaround klingt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/blues-akkordfolgen-klavier/blues-improvisation-akkordschema.jpg" alt="Bluespiano mit 8-Takt-Akkordschemata" width="800" height="533"></p>
<h2>Improvisieren über 8‑Takt-Bluesakkordfolgen am Klavier</h2>
<p>Die beiden vorgestellten Songs mit ihren Akkordfolgen kannst du hervorragend als Grundlage für Bluesimprovisationen am Klavier nutzen. Spiele zunächst die Songs mit ihrer Melodie oder einer Variation davon nach. Vielleicht magst du zu deiner Begleitung auch summen oder singen.</p>
<p>Ein konkreter Song im Ohr ist oft äußerst hilfreich. Denn du kannst dich davon inspirieren lassen. Meistens fällt es leichter, davon ausgehend in die <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Improvisation zu starten</a>.</p>
<p>Sobald du die Akkordfolge in den Fingern und im Ohr hast, ist Improvisieren in Endlosschleife angesagt. Eigene Melodien und deine persönlichen Akzente in Bass und Begleitung. Einmal zart mit höheren Tönen. Dann wieder kräftig in der mittleren Lage mit starker Bassunterstützung.</p>
<p>Welche Töne passen besonders gut? Wie kannst du akkord- und tonartfremde Töne in Begleitung und Melodie für dich nutzen? Wie lässt sich der Rhythmus spannend gestalten? Mit einem Harmonieinstrument wie dem Klavier hast du einen riesigen Spielraum zur Songgestaltung, den du unbedingt austesten solltest.</p>
<p>Spiele mit der Vielzahl an Möglichkeiten zur musikalischen Gestaltung. Bringe deine Kreativität zu Gehör und experimentiere mutig! Probiere meine Tipps aus und teste deine eigenen Ideen. Eine Runde nach der anderen. Unpassende Töne bringen dir ebenso neue Erkenntnisse wie exzellent getroffene.</p>
<p>Das Sammeln von Erfahrungen ist beim Improvisieren Pflicht. Ausdauernde Wiederholungen geben dir zahlreiche Chancen für Tests. Und ganz nebenbei wird die Akkordfolge deinen Ohren und Fingern bestens geläufig und verselbstständigt sich schließlich auf wundersame Art und Weise. Zum intensiven Hör- und Spielgenuss deiner eigenen Performance ist es dann nicht mehr weit.</p>
<p>Ich persönlich genieße es auch ganz besonders, zu meiner Klavierbegleitung zu <strong>singen</strong>. Warum, das erzähle ich dir <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">in diesem Artikel</a>.</p>
<p>Falls du dein Klavierspiel nach Akkorden mit einem Onlinekurs weiterentwickeln möchtest, schau dir meinen Artikel zu <a href="https://musikbegeisterung.de/online-klavier-lernen-freiklavierspielen-erfahrungen/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Freiklavierspielen</a> an.<br>
👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Tipps für einen kreativen Bluesstil am Klavier</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Akkorde für Blues am Klavier: Mit einfachen 8‑Takt-Akkordfolgen zur erfolgreichen Bluesimprovisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Akkordbegleitung am Klavier: 5 gute Gründe, warum du freie Liedbegleitung lernen solltest</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Aug 2017 17:21:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[als Erwachsener ein Musikinstrument lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[kostenlose Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Liedbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<category><![CDATA[Singen]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du kannst auf dem Klavier nach Noten spielen? Aber bei der Akkordbegleitung bekommst du Probleme? Das solltest du dringend ändern! Lerne Akkorde am Klavier! Ich erkläre dir hier, warum sich die Klavierbegleitung über Akkorde für dich lohnt. Außerdem bekommst du kostenlose Noten für eine einfache Liedbegleitung mit Akkorden, damit du auch sofort loslegen kannst. Was [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Akkordbegleitung am Klavier: 5 gute Gründe, warum du freie Liedbegleitung lernen solltest</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du kannst auf dem Klavier nach Noten spielen? Aber bei der Akkordbegleitung bekommst du Probleme? Das solltest du dringend ändern! Lerne Akkorde am Klavier! Ich erkläre dir hier, warum sich die Klavierbegleitung über Akkorde für dich lohnt. Außerdem bekommst du kostenlose Noten für eine einfache Liedbegleitung mit Akkorden, damit du auch sofort loslegen kannst.<br>
<span id="more-10429"></span></p>
<h2>Was ist Liedbegleitung am Klavier über Akkorde?</h2>
<p>Bei der Liedbegleitung über Akkorde orientierst du dich höchstens für die Melodie an Noten. Alle anderen Töne zur Begleitung der Melodie sind nicht als Noten aufgeschrieben. Akkordsymbole über der Melodie geben an, welche Harmonien dazu gespielt werden sollen. Diese kannst du dir auch selbst überlegen, aber das muss nicht sein.</p>
<p>Nutze für die Liedbegleitung zu Beginn gerne die angegebenen Akkorde als Grundlage. Sie geben Basstöne und Drei- bzw. Vierklänge an. Wenn du weißt, welche drei oder vier Töne sich hinter den Buchstaben und Symbolen verbergen, kannst du daraus eine Klavierbegleitung machen. Du kannst die Töne alle zusammen greifen oder nacheinander in <em>Arpeggios</em>. Oder in jedem beliebigen Muster und Rhythmus, der dir gerade passend erscheint.</p>
<p>Ein und dieselbe Melodie kann durch unterschiedliche Akkorde harmonisiert werden. Wenn dir ein Akkord nicht gefällt, darfst du ihn gerne tauschen. Oder wenn dir eine Variante der Harmonisierung nicht gefällt, macht es vielleicht Sinn, dass du dir eine andere Variante suchst.</p>
<p>Die Akkordbegleitung am Klavier ist abseits der Klassik absolut üblich. Wenn du Lust auf Popmusik oder Jazz hast, lege ich dir Akkorde am Klavier sehr ans Herz! Hier kommst du mit Akkorden in den meisten Fällen weiter als mit fundierten Notenkenntnissen.</p>
<p>Trotz allem macht es durchaus Sinn, beides zu beherrschen! Gerade für Melodien, die du nicht oder noch nicht so gut kennst, kann es auch bei Popsongs sehr hilfreich sein, wenn du die Melodienoten lesen kannst.</p>
<h2>Die Akkordbegleitung am Klavier ist logisch!</h2>
<p>Die Akkorde sind ganz logisch aufgebaut. Weißt du für <em>eine</em> Tonart, was sich hinter den Akkordsymbolen, zum Beispiel einem Durakkord, einem Mollakkord, einem Septakkord mit kleiner oder großer Septime, verminderten oder halb verminderten Akkorden verbirgt, kannst du das auf jede andere Tonart übertragen.</p>
<p>Am Klavier funktioniert das, anders als zum Beispiel bei der Gitarre, sehr gut, weil die Klaviatur logisch aufgebaut ist. Es geht von links nach rechts von einer Taste zur nächsten immer zum nächsthöheren Ton. Immer einen halben Ton weiter.</p>
<p>Das Spielen von Akkorden am Klavier öffnet dir viele Türen. Von der schnellen und kreativen Liedbegleitung am Klavier bis hin zur Improvisation. Ich empfehle dir sehr, dich mit der Akkordbegleitung am Klavier vertraut zu machen. Akkorde am Klavier lassen dich ganz neue Möglichkeiten und vielleicht sogar das ganze Instrument völlig neu entdecken.</p>
<p>Welche Vorteile die Akkordbegleitung am Klavier für dich hat, erfährst du jetzt!</p>
<h2>1. Über Klavierbegleitung mit Akkorden schneller Songs am Klavier erarbeiten</h2>
<p>Du bist ein super vom Blatt Spieler? Herzlichen Glückwunsch! Dann darfst du gleich mit Punkt 2 weitermachen. Falls dir das Noten Lesen nicht ganz so super leicht fällt, dann tu dir etwas Gutes und lerne Songbegleitung mit Akkorden!</p>
<p>Am Klavier zwei Notenzeilen parallel zu lesen ist nun einmal eine Herausforderung. Für Anfänger sowieso und für geübtere Spieler beim spontanen <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vom Blatt Spielen</a> meistens auch. Wenn du Beethoven oder Mozart spielen willst, musst du da <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">ganz klar durch</a>. Sorry!</p>
<p>Wenn du aber einen Song von den Beatles, Queen, Robbie Williams oder wem auch immer spielen willst, dann nicht! Dann machst du dir nur das Leben schwer, wenn du jede einzelne Note und den Begleitrhythmus exakt lesen willst. Dafür ist die Liedbegleitung am Klavier über Akkorden eine sehr gute Alternative.</p>
<p>Am Anfang ist es für dich vielleicht etwas ungewohnt. Aber was du hier investierst, wirst du tausendfach zurückbekommen! Du wirst dir damit in Zukunft viel leichter einen neuen Song erarbeiten oder sogar direkt vom Blatt spielen können. Das hilft dir auch ungemein, wenn du <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit anderen zusammen</a> (spontan) Musik machen möchtest.</p>
<h2>2. Akkorde am Klavier als Grundlage für Improvisation und Kreativität</h2>
<p>Mit freier Liedbegleitung gehst du deinen ersten Schritt zur Improvisation am Klavier. Selbst wenn du vorgegebene Akkorde spielst, darfst du kreativ sein. Du entscheidest selbst, wie du die Klavierakkorde rhythmisierst und welche (Akkord-)Töne du in welcher Reihenfolge spielen möchtest.</p>
<p>Da steht vielleicht F‑Dur. Ein Dreiklang mit den Tönen f, a und c. Wie genau du die Töne nacheinander, gleichzeitig oder in welchem Rhythmus am Klavier spielst, bleibt dir selbst überlassen. Nach und nach kannst du später sogar noch weitere Töne mit einbauen. Mach es ganz nach deinem Geschmack. Wie es dir gefällt! Du darfst kreativ sein!</p>
<p>Okay, f als Basston zu berücksichtigen wäre empfehlenswert. Aber das wirst du sowieso richtig machen, wenn du auf dein Ohr hörst.</p>
<p>Nicht nur bei der Begleitung zu einem Song darfst du auf dem Klavier improvisieren. Du kannst zu deiner Akkordbegleitung auch <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine eigene Melodie improvisieren</a>. Und aus einer gelungenen Improvisation kann ein toller Song oder eine <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Komposition</a> werden!</p>
<h2>3. Mit Klavierakkorden zum eigenen Song</h2>
<p>Die freie Klavierbegleitung öffnet dir die Tür zu deinem eigenen Song! Du denkst nicht mehr in einzelnen Noten, sondern achtest auf die Akkordfolge. Sie ist die Grundlage für deinen Song.</p>
<p>Dafür reichen dir schon zwei Akkorde, z. B. Tonika und Subdominante. Probier es doch mal aus. Such dir deine Lieblingstonart und spiele die zwei Akkorde im Wechsel. Beispielsweise einen F‑Dur- und B♭-Dur-Akkord. Hör dir an, wie das klingt. Zur ersten gesummten oder gespielten Melodie ist es dann auch nicht mehr weit.</p>
<p>Wenn du auf drei Akkorde erweiterst und die Dominante, idealerweise als Septakkord (passend zum oben genannten Beispiel C<sup>7</sup>) mit verwendest, hast du schon die Grundlage für einen wunderschönen Blues. Oder für ganz viele andere Stücke.</p>
<h2>4. Liedbegleitung und Singen für maximale Vereinfachung und Spaß</h2>
<p>Indem du freie Liedbegleitung lernst, verschaffst du dir Zugang zu der wohl simpelsten Art, einen Song zu spielen: Du spielst nur die Akkorde und <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">singst die Melodie</a>. Einfacher bekommst du einen Song nicht hin! Das kann ich dir versprechen! Allen, für die das Singen zum Klavierspielen noch ungewohnt ist, empfehle ich meine <a href="https://musikbegeisterung.de/klavier-spielen-singen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Einstiegstipps</a>.</p>
<p>Wenn du die Melodie nicht auf deinem Musikinstrument spielen musst, ist es sehr, sehr viel leichter! Ich habe mir damit am Anfang nicht nur einen Stein aus dem Weg geräumt, sondern eine ganze Mauer.</p>
<p>Ganz nebenbei merkst du vielleicht auch, dass dir das <a href="https://musikbegeisterung.de/stimme-singen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Singen unheimlich Spaß macht und gut tut</a>. So wie es mir passiert ist. Gut möglich, dass es auch dich trifft!</p>
<p>Einen ganz praktischen Vorteil hat diese Spielweise auch: Wenn du einen Song kennst, brauchst du <a href="https://musikbegeisterung.de/klavier-spielen-ohne-noten/">keine Noten</a>. Es reicht dir ein Text mit Akkordsymbolen. Und sowas kannst du dir viel schneller beschaffen als einen voll ausnotierten Song. Akkordfolgen gibt es beispielsweise auch jede Menge in der App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/">iReal Pro</a>.</p>
<h2>5. Spontanität und Freiheit durch freies Klavierspiel mit Akkorden</h2>
<p>Wo auch immer du bist, wenn du auf ein Klavier triffst, kannst du etwas spielen. Auch wenn deine <a href="https://musikbegeisterung.de/klavier-spielen-ohne-noten/">Noten zu Hause liegen</a> und du „Für Elise“ gerade nicht auswendig parat hast. Ein paar Akkorde wirst du auf dem Klavier immer aneinanderreihen können!</p>
<p>Vielleicht denkst du jetzt, wo soll ich denn einfach so auf ein Klavier treffen? Die wachsen doch nicht auf Bäumen!</p>
<p>Auf Bäumen habe ich in der Tat noch kein Klavier gefunden. Aber dafür im Urlaub in der Unterkunft, in einem Musikgeschäft und immer wieder auch bei tollen Aktionen auf der Straße (<a href="http://www.streetpianos.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Play Me, I’m Yours</a>).</p>
<p>Wenn du bei einer <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session</a> mitspielen möchtest, ist das Spielen nach Akkorden außerdem unverzichtbar.</p>
<p>Und auch wenn du zu Hause spielst: Aus den 4 oben genannten Gründen gewinnst du sehr viel Freiheit. Freiheit in der kreativen Songgestaltung. Freiheit bei der Auswahl von Songs. Freiheit genau das zu spielen, worauf du gerade Lust hast.</p>
<p>Erlaube dir, frei und spontan zu sein!</p>
<h2 id="kostenlosenoten">Kostenlose Noten mit Akkorden zum Loslegen mit der Klavierbegleitung</h2>
<p>Hast du Lust bekommen? Damit du auch sofort praktisch loslegen kannst, schenke ich dir einen Blues. Es handelt sich dabei um das <strong>12-Takt-Bluesschema</strong>. Du kannst dir die Noten mit Akkordsymbolen kostenlos herunterladen. Wähle einfach aus, ob du den Blues in <a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-c-dur-melodie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">C‑Dur</a> oder in <a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-f-dur-melodie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">F‑Dur</a> spielen möchtest:</p>
<div class="row">
<div class="col-md-4 col-xs-12">
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-c-dur-melodie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="img-responsive alignnone" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-c-dur-melodie-e1501456061143.jpg" alt="Akkorde am Klavier üben: Blues in C-Dur" width="424" height="300"></a></p>
</div>
<div class="col-md-4 col-xs-12">
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-f-dur-melodie.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="img-responsive alignnone" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-f-dur-melodie-e1501456163502.jpg" alt="Akkorde am Klavier üben: Blues in F-Dur" width="424" height="312"></a></p>
</div>
</div>
<div style="clear: both;">&nbsp;</div>
<div class="wp_b_box" style="margin-bottom: 40px;">
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Erläuterungen zu den Noten:</strong></span></p>
<h2>Klavierakkorde für Anfänger</h2>
<p>Akkorde für den Blues in C‑Dur: <span style="color: #ff6600;"><strong>C</strong></span>, <span style="color: #ff6600;"><strong>F</strong></span> und <span style="color: #ff6600;"><strong>G<sup>7</sup></strong></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-801" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/akkorde-blues-c-dur.jpg" alt="Akkorde für einen Blues in C-Dur am Klavier mit Noten erklärt" width="290" height="149"></p>
<div style="clear: both;">&nbsp;</div>
<p>Akkorde für den Blues in F‑Dur: <span style="color: #ff6600;"><strong>F</strong></span>, <span style="color: #ff6600;"><strong>B♭</strong></span> und <span style="color: #ff6600;"><strong>C<sup>7</sup></strong></span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-800" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/akkorde-blues-f-dur-e1501508600829.jpg" alt="Klavierakkorde für einen Blues in F-Dur für Anfänger" width="316" height="150" srcset="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/akkorde-blues-f-dur-e1501508600829.jpg 382w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/akkorde-blues-f-dur-e1501508600829-300x142.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 316px) 100vw, 316px"></p>
<div style="clear: both;">&nbsp;</div>
<p>&nbsp;</p>
<p>Eine einfache Begleitung könnte dann beispielsweise so für <a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-c-dur-klavier.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">C‑Dur</a> bzw. <a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-f-dur-klavier.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">F‑Dur</a> aussehen:</p>
<div class="row">
<div class="col-md-4 col-xs-12">
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-c-dur-klavier.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="img-responsive alignnone" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-c-dur-klavier-e1501507352826.jpg" alt="12-Takt-Bluesschema Noten Beispiel" width="424" height="354"></a></p>
</div>
<div class="col-md-4 col-xs-12">
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/noten-blues-f-dur-klavier.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" class="img-responsive alignnone" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-f-dur-klavier-e1501507496366.jpg" alt="Akkorde 12-Takt-Bluesschema Beispiel" width="424" height="354"></a></p>
</div>
</div>
<p>Und könnte sich so anhören:</p>
<div class="row">
<div class="col-md-4 col-xs-12">
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-10429-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-c-dur-klavierbegleitung.mp3?_=1"><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-c-dur-klavierbegleitung.mp3">https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-c-dur-klavierbegleitung.mp3</a></audio>
</div>
<div class="col-md-4 col-xs-12">
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-10429-2" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/mpeg" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-f-dur-klavierbegleitung.mp3?_=2"><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-f-dur-klavierbegleitung.mp3">https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2017/06/blues-f-dur-klavierbegleitung.mp3</a></audio>
</div>
</div>
<div style="clear: both;">&nbsp;</div>
<p>Oder auch ganz anders. Spiele, wie es dir gefällt oder auch einfach, was du für den Anfang hinbekommst. Verinnerliche die Akkordfolge. Am besten mit beiden Händen. Spiele dann mit der rechten Hand die Melodie und mit der linken die Akkorde. Natürlich darfst du auch eine eigene Melodie spielen.</p>
<p>Sei kreativ! Viel Spaß!</p>
</div>
<h2>Mehr zu Bluesschemata</h2>
<p>Das 12-Takt-Bluesschema kann an vielen Stellen variiert werden, was ich <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">hier</a> erkläre. Auch für den <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/#turnaround">Turnaround</a> am Ende des Schemas gibt es mehrere Möglichkeiten. Der Turnaround aus den obigen Akkordschemata lässt sich beispielsweise auch vereinfachen.</p>
<h2>Fang an, Akkorde am Klavier zu spielen!</h2>
<p>Wie du siehst eröffnen sich für dich durch das Lernen von freier Klavierbegleitung mit Akkorden viele großartige Möglichkeiten. Ich bin sehr froh, dass ich eines Tages damit angefangen habe. Die Freiheit und das Kreativsein, das ich dadurch gewonnen habe, möchte ich niemals wieder hergeben.</p>
<p>Du solltest damit anfangen. Am besten heute.</p>
<p>Du möchtest dabei an die Hand genommen werden? <a href="https://musikbegeisterung.de/online-klavier-lernen-freiklavierspielen-erfahrungen/">Hier</a> berichte ich über das <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/online-klavier-lernen-freiklavierspielen-erfahrungen/">Online Kursangebot</a></strong> von Diplom-Klavierlehrer Daniel Hunziker. Schau vorbei!</p>
<p>Wenn manchmal der Frust über dich kommt, weil alles nicht so schnell klappt, wie du es dir wünschst, dann empfehle ich dir <a href="https://musikbegeisterung.de/freude-beim-erlernen-eines-musikinstrumentes/">diesen Artikel</a>. Oder brauchst du weitere <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">praktische Inspirationen</a> für dich und dein Klavier? Beispielsweise ist ein gutes <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/">Spielen nach Gehör</a> nützlich, um deine Ideen für die Songbegleitung bestmöglich umzusetzen.</p>
<p>Was schätzt du an der freien Liedbegleitung am meisten? Spiel dich frei und sag es weiter! Ich freue mich, wenn du diesen Artikel auf Facebook teilst!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/"><strong>Singe zu deiner Klavierbegleitung!</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Akkordbegleitung am Klavier: 5 gute Gründe, warum du freie Liedbegleitung lernen solltest</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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