Ein Musikinstrument spielen

Vorteile eines singenden Klavierspielers: Warum du zu deiner Klavierbegleitung singen solltest!

5. März 2018

Warst du schon einmal hin und weg von einem lässig singenden Klavierspieler? Klavier spielen und singen ist etwas Wunderbares. Nicht nur für andere Menschen, die mit Respekt und Bewunderung zuhören. Sondern auch für dich selbst. Aber was genau ist so toll daran, wenn du Klavier spielst und dazu singst?

Im Folgenden werde ich dir 10 unschlagbare Vorteile der Klavierbegleitung mit eigenem Gesang vorstellen. Also Achtung: Das Lesen meines Artikels birgt die Gefahr, dass bei dir zum Klavierspielen ein weiteres lautes Hobby hinzukommt!

1. Zusammenspiel, ohne dass du jemand anderen dafür brauchst

Wenn du Klavier spielst und selbst dazu singst, hast du immer einen Begleitpartner! Also jemanden, den du auf dem Klavier begleiten darfst und jemanden, der dich beim Singen begleitet. Du brauchst dafür niemand anderen, der vielleicht wieder einmal keine Zeit hat. Sobald du Zeit hast, reicht das! Und auf ein Playalong bist du auch nicht angewiesen. Klingt das nicht toll? Ist es auch! Kein anderer Spielpartner wird so flexibel sein wie du selbst.

Was am Anfang vielleicht eher eine Zweckgemeinschaft ist, wirst du bald sehr schätzen und nicht mehr hergeben wollen! Wenn du dann mal erkältet bist und auf das Singen verzichtest, wirst du als Klavierspieler dich als Sänger vermissen.

2. Freiheit und spontane Experimente beim Zusammenspiel

Wenn du dich selbst begleitest, brauchst du dich nicht absprechen. Du musst am Anfang nicht einzählen, wiederholst, sooft du willst, und hörst auf, wann du willst. Gesangs‐ und Pianosoli kommen völlig spontan. Und du darfst sogar ganz unvermittelt die Lautstärke variieren und experimentieren. Du darfst im Tempo anziehen oder ein Ritardando einlegen, ohne dass du jemanden aus dem Takt bringst. Das bietet dir eine enorme Freiheit, Spontanität und ein Ausleben deiner Kreativität.

Schöpfe aus dem Vollen! Und das Gute daran ist, du kannst ganz ohne Hemmungen üben, ausprobieren und im Zusammenspiel experimentieren. Niemand wird ungeduldig, weil du ihn aufhältst!

Zur eigenen Klavierbegleitung singen macht dich flexibel.

3. Du bist immer dran

Wenn du selbst mit dir und nicht mit jemand anderem zusammen spielst, musst du nie warten, bis du dran bist. Du kannst dich mit deiner Stimme und am Klavier austoben so lange du möchtest und musst nicht warten, bis du mit deinem Solo an der Reihe bist. Du bist immer dran!

4. Entlastung für das Klavierspielen

Wenn du die Melodie singst, brauchst du sie nicht auf dem Klavier spielen. Du kannst dich mit deinem Klavierspiel also ganz auf die Begleitung konzentrieren. Die Melodie, oft sogar das Schwierigste bei einem Song, fällt am Klavier weg. Du spielst einfach nur die Akkorde.

Das ist eine große Erleichterung für dich. So wirst du dir Songs viel schneller erarbeiten oder sogar spontan spielen können. Wenn du zu deiner Klavierbegleitung singst, ist das die einfachste Variante, einen Song zu spielen!

5. Neue musikalische Herausforderungen beim Singen mit Klavierbegleitung

Bei aller Vereinfachung, die du dir beim Singen zur Klavierbegleitung gerne erlauben darfst, findest du hier aber auch genügend spannende Herausforderungen. Wenn du also die Begleitung und das Singen gut hinbekommst und Lust auf mehr hast, dann darfst du dein Spiel gerne aufpeppen und kreativer gestalten.

Du kannst an deiner Klavierbegleitung arbeiten, indem du beispielsweise den Bass als Oktave greifst. Oder du spielst auf dem Klavier abschnittsweise eine zweite Melodielinie dazu. Oder du gestaltest dein Begleitmuster individueller, je nachdem, was für eine bestimmte Stelle des Stückes gerade passt.

Du kannst ganz bewusst auf das Wechselspiel zwischen Gesang und Begleitung achten. Bei langen Noten oder Pausen ist es schön, mit dem Klavier etwas mehr zu spielen, Zwischenmelodien hinzuzufügen oder die Akkorde etwas voller zu spielen. Wenn dagegen in der Melodiestimme viel passiert, dann ist es gut, wenn du die Klavierbegleitung etwas sparsamer gestaltest.

Deine Klavierbegleitung kannst du auch einmal so weit reduzieren, dass du fast gar nichts mehr spielst. Nur noch in den Pausen etwas mehr. So rückst du deine Stimme in den Vordergrund. Experimente wie dieses hüllen einen Song in ein völlig neues Gewand. Ich bin selbst immer wieder beeindruckt, dass so viele unterschiedliche Varianten eines Songs ihren ganz eigenen Zauber haben. Und dass eine minimalistische Begleitung, wenn sie mit Bedacht eingesetzt wird, oft völlig ausreicht.

Klavier spielen und singen mit neuen musikalischen Herausforderungen.

Auch wenn es dir vielleicht am Anfang schwer fällt, kreativ zu werden und zu interagieren: Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür bekommen. Du wirst es richtig genießen, das Zusammenspiel so zu gestalten, wie es dir im jetzigen Moment gerade gefällt.

Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und das ist einfach toll. Es gibt genügend Herausforderungen, denen du dich annehmen kannst, wenn du das möchtest. Du musst aber nicht. Eine einfache Variante der Klavierbegleitung ist völlig okay! Wenn du noch ganz am Anfang stehst, erkläre ich dir in diesem Artikel, was du grundlegend tun kannst.

6. Deine Stimme entdecken

Wenn du zum Klavierspielen singst, ist das eine hervorragende Möglichkeit, deine Stimme zu entdecken. Mit Begleitung macht das Singen einfach viel mehr Spaß. Eine einzelne Melodie wird doch schnell zu einer trockenen Angelegenheit. Wenn du singen möchtest und bereits Klavier spielen kannst, darfst du dich sehr glücklich schätzen!

Am Klavier kannst du dir zur Hilfestellung Töne vorgeben, an denen du dich festhalten kannst. Du kannst dich freier singen lassen, aber dir auch wieder mehr Unterstützung geben, sobald du sie brauchst. Und das alles ohne Hemmungen, ganz in Ruhe nur mit dir selbst.

Du wirst dich viel sicherer fühlen, wenn du am Klavier singst und nicht einzeln dastehst. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ich am Klavier viel kräftiger und selbstbewusster, auch selbstverständlicher singe, als wenn ich nicht am Klavier sitze. Und das haben mir auch schon andere Klavierspieler berichtet!

7. Singen zur eigenen Klavierbegleitung tut gut

Klavier spielen und dazu zu singen tut einfach gut. Dazu tragen die vielen verschiedenen Aspekte bei, die ich in diesem Artikel bereits erklärt habe. Wenn du zu deiner eigenen Klavierbegleitung singst, bist du frei und unabhängig. Du spielst alleine, aber dir fehlt nichts. Weder die Begleitung zum Gesang noch die Melodie zur Begleitung.

Was du tust, ist ja auch schon ein Zusammenspiel. Eben mit dir selbst. Das ist eine äußerst wertvolle Interaktion, die dir vielfältige Möglichkeiten bietet. Du kannst es ganz einfach halten, aber ebenso Herausforderungen finden und experimentieren.

Wenn du Klavier spielst und dazu singst, hast du alles selbst im Griff. Darauf darfst du stolz sein.

8. Singende Klavierspieler erhalten Komplimente und Anerkennung

Es hat einfach Stil, wenn du dich selbst am Klavier begleitest. Ein singender Klavierspieler birgt großes Potential für einen Wow‐Effekt!

Wenn du ganz lässig am Klavier singst, macht das einfach Eindruck. Bei deinem Nachbarn auf der anderen Seite der Wand einen schlechten. Der rauft sich nämlich die Haare, weil er neben dem Klavier jetzt auch noch deine Stimme mithören muss. Aber bei allen anderen Menschen einen guten! Sogar einen sehr guten, gar bewundernden!

Auch wenn das nicht der Grund sein sollte, weshalb du damit anfängst, zum Klavierspielen zu singen: Ehrliche Komplimente darfst du trotzdem dankbar annehmen! Du darfst dich ruhig darüber freuen, wenn dir Respekt, Bewunderung und Anerkennung entgegengebracht werden. Ein zusätzlicher positiver Effekt, der dir eine Extraportion Motivation gibt, ist das allemal!

Anerkennung für singende Klavierspieler.

9. Übung für die Begleitung anderer Solisten

Vielleicht möchtest du auch irgendwann einmal zusammen mit anderen Musikern spielen. Wenn du dich selbst auf dem Klavier begleitest, ist das eine super Übung dafür.

Natürlich kannst du auch die Begleitung üben, ohne dazu zu singen. Aber es macht einfach nicht so viel Spaß. Außerdem läufst du Gefahr, dass du auf dem Klavier zu viel spielst. Dass du meinst, du müsstest die Melodie mitspielen. Oder dass du dem Sänger zu wenig Raum lässt, weil du das Wechselspiel von Melodiestimme und Begleitung nicht gewohnt bist.

10. Interaktion bringt zusätzlichen Spaß

Klavierspielen macht Spaß. Du darfst mit deinen Händen Tasten drücken und einen Song kreativ gestalten. Singen macht auch Spaß. Du spürst, wie die Töne direkt in deinem Körper erzeugt werden. Klavierspielen und Singen zusammen macht noch mehr Spaß! Die Interaktion zwischen der Klavierbegleitung und dem Singen ist ein tolles Erlebnis, sorgt für frischen Wind und neue Herausforderungen für dich.

Jetzt brauchst du nur noch Songs, auf die du richtig große Lust hast, und dann kann es losgehen. Wenn du zu deiner Klavierbegleitung singen möchtest, es aber noch nicht richtig klappt, dann empfehle ich dir diesen Artikel. Oder möchtest du doch lieber mit anderen zusammen Musik machen?

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