Musikinstrument lernen: Klavier mit Herz und Freude lernen
Ein Musikinstrument spielen

Ein Instrument lernen: So hast du Freude am Musizieren

8. Juni 2017

Wenn das Spielen eines Musikinstrumentes dein Hobby sein soll, dann soll es dir in erster Linie Spaß machen. Allerdings kannst du dich dabei auch leicht in irgendwelche Ziele verstricken. In diesem Artikel gebe ich dir Impulse, wie du beim Erlernen eines Musikinstrumentes nachhaltig (mehr) Freude entwickeln kannst. Nur wer mit Freude musiziert, bleibt längerfristig dabei und hat Erfolg!

Freude am Musizieren als Erwachsener

Dass ein Hobby Spaß machen soll, klingt eigentlich völlig logisch und selbstverständlich. Aber ich möchte das trotzdem immer wieder betonen, weil das Erlernen eines Musikinstrumentes — egal ob Klavier, Gitarre, Geige oder Trompete — doch ein vielschichtiges und anspruchsvolles Hobby ist. Übermäßiger Ehrgeiz — insbesondere bei Erwachsenen — kann die Freude daran schnell trüben.

Was kannst du tun, um mit Leichtigkeit und Freude zu musizieren? Das erfährst du jetzt!

Musiziere mit Freude am Weg zum Ziel!

Es ist ein völlig berechtigter Wunsch, dass du dich mit deinem Musikinstrument weiterentwickeln möchtest.

Und dass du dir dafür Ziele setzt.

Wirklich Spaß wirst du insbesondere als Anfänger aber nur dann haben, wenn du Freude am Weg zu deinem Ziel hast. Also Freude am Ausprobieren und daran, an deinen Aufgaben zu wachsen. Freude im Augenblick, im Hier und Jetzt. Genau diese Freude ist für eine längerfristige Begeisterung ganz entscheidend. Denn sonst siehst du die Freude immer nur in der Zukunft, aber gegenwärtig erlebst du sie nicht.

Welches Ziel du mit deinem Musikinstrument auch immer verfolgst, genieße den Weg dorthin. Sieh diesen Weg nicht als lästiges Üben!

Nehmen wir an, dein Etappenziel ist es, ein Stück mit vier Kreuzen zu spielen. Bisher hast du aber nur Stücke mit einem oder zwei Kreuzen gespielt. Dann freue dich nicht nur darauf, das Stück bald mit all den Vorzeichen zu beherrschen, sondern erfreue dich an der Herausforderung, jedes Mal wenn du eine Note als g oder d geschrieben siehst, ein gis bzw. dis zu spielen.

Du wirst viel mehr Spaß haben, wenn du dich AN etwas erfreust und nicht immer nur AUF etwas.

Instrument lernen: Der Weg ist das Ziel am Klavier

Genieße beim Erlernen eines Musikinstrumentes den Prozess deines Fortschritts!

Das Erlernen eines Musikinstrumentes ist ein Prozess. Er fordert und fördert deine Motorik, Koordination, deine Musikalität und Kreativität. Und gerade am Anfang wirst du ganz deutlich merken, wie sich diese Fähigkeiten bei dir entwickeln.

Das ist ein sehr spannender Prozess und wenn du dich darauf einlässt und gerade an diesem Prozess Freude hast, dann wirst du am Musikmachen Spaß haben. Du wirst entspannt und auf spielerische Art und Weise Fortschritte machen und Erfolge sehen.

Ja, spielerisch im doppelten Sinne!

Achte beim Lernen eines Instrumentes auf deine Songauswahl!

Welches Stück oder welchen Song du spielst, beeinflusst deine Freude am Musizieren immens. Musik, die dir nur mäßig gefällt, entlockt dir auch nur mäßigen Enthusiasmus beim Musizieren. Das geht auf jeden Fall besser!

Spiele genau die Musik, die dir richtig gut gefällt. Du brauchst Stücke, die dich tief berühren. Songs, die dich begeistern. Diese für dich persönlich zu finden, erfordert sicherlich etwas Mühe. Aber es lohnt sich sehr, sich diese Mühe zu machen!

Wenn du Musikunterricht hast, bringe dein Lieblingsstück mit. Oder lass dir von deinem Musiklehrer eine Auswahl an Stücken vorspielen. Und suche dir dann raus, was dir am allerbesten gefällt.

Höre deiner Musik zu und genieße sie!

Du darfst und sollst die von dir gespielte Musik nach deinem Geschmack gestalten und genießen. Höre dir selbst zu und genieße deine persönliche Livemusik! Sonst könntest du auch Computerschreiben nach dem 10-Finger-System lernen. An Stelle von Klavier.

Manchmal gerät das Zuhören und Genießen in Vergessenheit, wenn du dich sehr darauf konzentrieren musst, die richtigen Tasten oder Griffe zu finden, den aufgeschriebenen Rhythmus richtig wiederzugeben und zusätzliche Gestaltungshinweise wie crescendo, legato oder ritardando zu beachten. Am Anfang ist das ganz schön viel auf einmal!

Und dann soll ich auch noch freie Kapazitäten haben, um zuzuhören und das ganze so entspannt, dass ich die Musik auch wirklich genießen kann?

Ja, unbedingt! Aber wie? Deine Kapazitäten sind zwar begrenzt, aber du kannst den Fokus verändern.

Du teilst beim Spielen deine Aufmerksamkeit zwischen dem richtigen Lesen des Notentextes, der musikalischen Gestaltung und dem Zuhören auf. Jedem dieser Bereiche kannst du immer wieder einen unterschiedlich großen Anteil deiner Aufmerksamkeit schenken. So kannst du auch bewusst deinen Fokus auf die musikalische Gestaltung oder das Zuhören legen und den richtigen Notentext in den Hintergrund stellen.

Mein Orgellehrer hat mir den Tipp gegeben, neben den ganzen Übeversionen mit primärer Aufmerksamkeit auf den Notentext schon während des Übeprozesses (nicht erst am Ende, wenn das Stück fertig ist!) immer wieder eine Version zum Genießen zu spielen.

Diesen Tipp gebe ich an dieser Stelle gerne an dich weiter, denn so verhinderst du gerade bei komplizierten Stücken demotivierende Durststrecken. Denke daran, deinen Durst nach Musikgenuss unbedingt rechtzeitig zu stillen!

Musikinstrument lernen mit Zielen und Freude: Höre dir zu!

Freude am Musizieren mit Noten oder durch Improvisieren?

Finde heraus, welche Art des Musizierens dir gefällt! Musizieren ist äußerst vielfältig. Du kannst nach Noten spielen. Dir ein Stück bis ins letzte Detail wundervoller musikalischer Nuancen erarbeiten. Oder du brauchst öfter mal was Neues und spielst verschiedene Stücke einfach vom Blatt. Vielleicht liegt dir auch mehr das Spielen nach Gehör oder das Improvisieren, um in der Musik aufzugehen?

Es lohnt sich, die verschiedenen Arten des Musikmachens auszuprobieren, um herauszufinden, was dir Spaß macht! Vielleicht ist es alles im Wechsel. Oder womöglich hast du doch einen Favoriten? Deine Freude am Musizieren fördert es ungemein, wenn du die Möglichkeiten und deine Bedürfnisse kennst. Nicht, dass du am Ende jahrelang nur nach Noten spielst, doch Improvisieren macht dir noch viel mehr Spaß!

Mach dir bewusst, was das Musizieren dir Schönes gibt!

Oft machen wir uns eher bewusst, wie sehr uns etwas anstrengt oder Geduld abverlangt. Doch wir sollten auch immer wieder daran denken, was wir an einer Sache schätzen und genießen!

Was macht uns Freude beim Musizieren? Warum tut uns das Musikmachen gut? Wir haben es hier schließlich eher mit einem Marathon statt mit einem Sprint zu tun. Das Musikmachen verlangt in der Tat so einiges an Geduld. Viele Früchte beim Üben eines Musikinstrumentes kannst du erst Jahre später ernten!

Deshalb ist ein Blick auf die Vorteile und Erfolge, egal ob groß oder klein, immens wichtig. Musikgenuss, Entspannung, die Chance zur Weiterentwicklung, motorische Fortschritte, neue Erkenntnisse, Kreativsein. Was gibt dir persönlich das Musikmachen?

Mach dir immer wieder bewusst, WARUM du dein Instrument spielst und warum du es noch besser können möchtest. Dann weißt du auch, warum es sich lohnt, die eine oder andere Sache geduldig zu wiederholen und zu üben. Das WARUM ist einer der stärksten Antriebe überhaupt und eine fast unerschöpfliche Quelle für Elan und Freude am Musizieren.

Mehr Freude am Musizieren durch weniger Druck!

Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde üben. Das ist die Empfehlung vieler Musiklehrer. Ja, es macht natürlich Sinn, beim Erlernen eines Musikinstrumentes dranzubleiben. Vielleicht hast du auch so viel Enthusiasmus, dass du dich jeden Tag schon morgens darauf freust.

Aber auch, wenn der Elan für dein Musikinstrument nicht ganz so stark ausgeprägt ist, brauchst du es nicht gleich in der Ecke verstauben lassen oder gar verkaufen. Übe lieber so, wie es dir guttut.

Kein Hobby soll dich in irgendeiner Weise einschnüren. Ganz im Gegenteil. Passe das Musizieren deinen Bedürfnissen an und integriere es so in dein Leben, dass es dir Spaß bringt und dein Leben auf Dauer bereichert. Du bist Hobbymusiker und musst auf keiner Bühne der Welt Glanzleistungen abliefern, sieh das ruhig als Privileg!

Tausche dich mit anderen Musikern aus!

Mit Gleichgesinnten die eigene Begeisterung teilen. So banal und doch so wertvoll! Gegenseitige Wertschätzung, ein wohlwollendes Gemeinschaftsgefühl und musikalische Inspiration lassen dich als Mensch und Musiker wachsen. Vielleicht hast du zusammen mit anderen Musikern viel mehr Freude am Musizieren als alleine?

Es gibt viele Möglichkeiten, mit anderen zusammen zu musizieren. Ob in einem Orchester, einer Band, einem Musikschulensemble, bei einer Jam Session oder im Rahmen einer musikalischen Privatverabredung. Gemeinsame Treffen und Musikprojekte können maßgeblich zu deiner Freude und Begeisterung am Musizieren beitragen!

Ohne Lernziel auf deinem Musikinstrument spielen

Egal, wo du mit deinem Musikinstrument stehst, nimm dir immer wieder Zeit, etwas zu spielen, ohne irgendein Lernziel im Kopf zu haben.

Nur weil es dir gefällt! Drücke dein momentanes Gefühl in deiner Musik aus!

Genieße die erklingende Musik, deine Gestaltungsfreiheit und ‑hoheit und deine Beteiligung an der Tonerzeugung. Ob du nun mit dem Bogen über eine Saite streichst, die Luft aus deinem Körper ins Instrument bläst oder mit allen Fingern, die du hast, mal nacheinander, mal gleichzeitig die verschiedenen Tasten drückst: Genieße es, mit verschiedenen Sinnen aktiv zu sein.

Werde dir bewusst, dass genau darin der so wertvolle Unterschied zum Hören einer Aufnahme liegt. Dein aktives Spielerlebnis kann durch das (vermutlich) bessere Endergebnis der Aufnahme nicht wettgemacht werden!

Wie so oft sind es auch beim Erlernen eines Musikinstrumentes nur kleine Veränderungen in deiner Herangehensweise, die eine große Wirkung erzielen. Nutze meine Impulse, um herauszufinden, an welcher Stellschraube du bei dir drehen musst!

Musikinstrument lernen mit 50?

Aber sicher! Lass dich nicht von deinem Alter abhalten. Auch mit 60, 70 oder 80 lohnt es sich sehr, mit dem Erlernen eines Instrumentes zu beginnen. Musizieren hält den Geist fit, macht Freude und tut einfach gut. Und nachdem du meinen Artikel gelesen hast, weißt du jetzt auch, wie du dir deine Freude langfristig bewahren kannst.

Du möchtest mit Freude und Gelassenheit ein Instrument lernen?

Vielleicht hilft es dir auch, intensiver an deiner Einstellung und einer nachhaltigen Motivation zu arbeiten. Oder vielleicht ist meditativ entspanntes Musizieren etwas für dich? Wenn du noch nicht weißt, welches Instrument du lernen möchtest, dann helfe ich dir in diesem Artikel.

👉 Weiterlesen: Meditativ Musizieren: So entspannst du dich!

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Kommentare

  1. Toller Artikel! Ich denke, dass Leidenschaft und Freude an der Musik immens wichtig sind. Wenn man schwierige Lieder nach harter Übungszeit dann beherrscht, dann macht es doppelt soviel Spaß. Es ist eben keine Freizeitbeschäftigung, die man mal so nebenbei auf die Schnelle macht.

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