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	<title>Interview Archive - Musikbegeisterung</title>
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	<title>Interview Archive - Musikbegeisterung</title>
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		<title>Marliina im Interview: Traumhafte Musik, eine starke Stimme und ein Unterwasservideo</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/marliina-interview/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 27 Nov 2021 22:40:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reingehört]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Singen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heute stelle ich euch im Interview die fabelhafte Künstlerin Marliina vor. Mit ihrer großartigen Stimme, ihrem zauberhaften Klavierspiel und starken Eigenkompositionen entführt sie ihre Zuhörer in eine fantastische Traumwelt. Passend dazu fasziniert die ausgebildete Sängerin und Multiinstrumentalistin auch äußerlich mit ihren magentafarbenen Haaren, Federschmuck sowie Kriegsbemalung im Gesicht. Marliina drückt sich selbst voll und ganz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/marliina-interview/">Marliina im Interview: Traumhafte Musik, eine starke Stimme und ein Unterwasservideo</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Heute stelle ich euch im Interview die fabelhafte Künstlerin Marliina vor. Mit ihrer großartigen Stimme, ihrem zauberhaften Klavierspiel und starken Eigenkompositionen entführt sie ihre Zuhörer in eine fantastische Traumwelt. <span id="more-9225"></span>Passend dazu fasziniert die ausgebildete Sängerin und Multiinstrumentalistin auch äußerlich mit ihren magentafarbenen Haaren, Federschmuck sowie Kriegsbemalung im Gesicht.</p>
<p>Marliina drückt sich selbst voll und ganz kreativ aus. Die vielseitige Künstlerin zeichnet außerdem leidenschaftlich gerne, hat Papageien zu Hause und widmet sich neben verschiedenen Musikprojekten auch dem Gesangs- und Instrumentalunterricht.</p>
<h2>Marliinas Debütalbum From Another World</h2>
<p>Marliina geht ihren ganz eigenen Weg und hat mich dadurch umso neugieriger gemacht. Kürzlich ist ihr Debütalbum <em>From Another World</em> erschienen. Es finden sich darauf Klavierinstrumentalstücke, bei den meisten ist aber ihre wundervolle Gesangsstimme zu hören.</p>
<p>Die Künstlerin beeindruckt mit ungewöhnlichen künstlerischen Projekten. Für das Musikvideo zum Song <em>Moody</em> ließ sie ein Klavier in einem alten Hallenbad versenken. Und so singt sie ihren Song ganz traumhaft und verblüffend wie eine wunderschöne Meerjungfrau am Klavier unter Wasser.</p>
<p>Marliinas Melodien und Harmonien mit unerwarteten Wendungen und Reibungen haben mich definitiv in ihren Bann gezogen. Wenn du ein paar Hintergründe zur Entstehung des Albums erfahren möchtest, lies das Interview in diesem Artikel! Hier kannst du außerdem in Marliinas Album <em>From Another World</em> direkt reinhören:</p>
<p><iframe src="https://open.spotify.com/embed/album/60Fm838GpmfQdfKaZjpDS6" width="100%" height="380" frameborder="0"></iframe></p>
<h2>Musikerin Marliina im Interview</h2>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/marliina-interview/saengerin-marliina-federschmuck.jpg" alt="Interview mit Musikerin Marliina" width="494" height="741">Ich wollte mehr über die kreative Musikerin wissen, die eine wundervolle Stimme und große Begabung für die Kreation zauberhafter Klänge hat. Und so habe ich ihr im Interview ein paar Fragen gestellt. Es freut mich sehr, dass Marliina sich Zeit genommen hat, uns einen ausführlichen Blick hinter die Kulissen ihres künstlerischen Schaffens zu geben.</p>
<p>Sie verrät uns im Interview, wie sie beim Komponieren vorgeht und wie sie beim Dreh unter Wasser Luft bekommen hat. Außerdem hat Sie einen echt guten und einfachen Tipp für alle, die singen und an ihrer Stimme arbeiten möchten.</p>
<p>Viel Spaß beim Lesen des Interviews mit der großartigen Marliina!</p>
<h3>Welche Musikinstrumente kannst du spielen? Erzählst du uns von deinem musikalischen Werdegang?</h3>
<p>Hauptsächlich spiele ich Geige, Gitarre und <a href="https://musikbegeisterung.de/warum-klavier-lernen/">Klavier</a>. Ich kann die Grundlagen am Schlagzeug und auch etwas Bass spielen, da hatte ich während meiner Gesangsausbildung Unterricht genommen. Mit sieben Jahren habe ich begonnen Geige zu spielen, Klavier und Gitarre kamen im Alter von 12 und 13 Jahren hinzu. Meine große Liebe zum <a href="https://musikbegeisterung.de/stimme-singen/">Singen</a> habe ich ein Jahr später entdeckt.</p>
<p>Ich war auf einem musischen Gymnasium im Taunus, wo ich die ersten zwei Jahre Unterricht am Cello bekam, habe nach meinem Abitur ein Jahr lang Musikwissenschaften und Skandinavistik neben einer Chorleiterausbildung am Konservatorium Frankfurt absolviert und bereits Klavierstunden gegeben, bis ich 2016 nach Dinkelsbühl an die Berufsfachschule für Musik gegangen bin. Dort habe ich meine professionelle Gesangsausbildung gemacht, im Nebenfach Klavier.</p>
<p>Heute bin ich freischaffende Künstlerin.</p>
<h3>Welches Instrument spielst du momentan am liebsten und warum? Und welches Instrument würdest du wählen, wenn du dich für ein neues entscheiden würdest?</h3>
<p>Am liebsten sitze ich am Klavier. Mit diesem Instrument kann ich mich am besten ausdrücken, obwohl die Geige auch einen sehr hohen Stellenwert bei mir hat.</p>
<p>Es gibt noch so viele schöne Instrumente zu entdecken, daher fällt mir die Wahl sehr schwer. Ich möchte auf jeden Fall wieder Schlagzeugunterricht nehmen, die Harfe würde mich auch sehr interessieren. Momentan habe ich leider nicht genug Platz, aber das wird sich im nächsten Jahr vielleicht ändern. Dann wird erst einmal gesammelt.</p>
<h3>Du hast eine unglaublich schöne, starke Stimme. Was hat dir geholfen, deine Stimme weiterzuentwickeln? Hast du einen kurzen und einfachen Tipp für Gesangsschüler, worauf sie ganz bewusst achten können, um mehr aus ihrer Stimme herauszuholen?</h3>
<p>Erst einmal vielen Dank! Es freut mich sehr das zu hören! 🙂</p>
<p>Worauf ihr auf jeden Fall achten solltet, ist die Haltung und richtiges Atmen. Darauf baut eine gute Technik auf. Oft scheitert es an der Atmung, da man hier nicht direkt dran denkt. Achtet darauf, dass ihr immer ordentlich und auch wirklich tief Luft holt. Meistens kann man noch viel tiefer einatmen, als man denkt! Und den Effekt dürftet ihr auch direkt hören. Probiert es doch mal aus!</p>
<p>Außerdem ebenso wichtig: Seid gut zu euch und stresst euch nicht. Achtsamkeit ist gerade beim <a href="https://musikbegeisterung.de/stimme-singen/">Singen</a> unglaublich wichtig, denn unsere Stimme hängt an unserem Körper. Leistungsdruck und Stress beim Musizieren kann einen in eine Krampfhaltung treiben und es ist wirklich schwer, diese wieder loszuwerden.</p>
<p>Das gilt selbstverständlich auch für andere Instrumente, allerdings wirkt sich bei uns Sängern die falsche Haltung oder ungesunde Anspannung direkt auf den Klang der Stimme und unser Wohlbefinden aus. Wir werden schneller heiser und haben nicht die Energie, die wir gerne aufbringen würden, um den nächsten hohen Ton richtig strahlen zu lassen.</p>
<h3>Das Klavier ist neben deinem Gesang zentraler Bestandteil deiner Musik. Warum hast du dich entschieden, Klavier zu lernen? Was macht das Klavier für dich besonders? Und was bedeutet das Klavier für dich in Verbindung mit deinem eigenen Gesang?</h3>
<p>Schon als ich klein war, stand ein Klavier in unserem Haus, doch niemand spielte darauf. Ich komme aus keiner Musikerfamilie, an Geburtstagen stellen wir bis heute die Geschenke auf dieses schöne Instrument. Es stand somit immer im Mittelpunkt, seit meiner Kindheit.</p>
<p>Bei keinem anderen Instrument passiert das, was ich am Schreiben so liebe. Ich greife einen Akkord und plötzlich erscheinen Farben in meinem Kopf. Diese Farben lassen mich eintauchen in eine ganz andere Welt, ich habe als Jugendliche Stunden an diesem Klavier verbracht. Jeden Tag habe ich mich nach der Schule an die Tasten gesetzt, jeden Tag bin ich in diesem Meer aus Farben verloren gegangen. Ich bin Synästhetikerin, das habe ich erst vor ein paar Monaten erfahren, denn mir war nicht bewusst, dass nicht jeder Farben beim Musizieren sehen kann.</p>
<p>Ich hatte mir daraufhin Klavierstunden gewünscht, die ich mir später mit Straßenmusik auch verdient hatte. Eines meiner Lieblingsstücke ist <em>One Summer’s Day</em> von Joe Hisaishi. Ihr kennt vielleicht den Film <em>Spirited Away</em>, es ist die Filmmusik dazu. Dieses Stück wollte ich immer spielen können und genau das war mein Ansporn, zu üben.</p>
<p>Singen war für mich schon immer sehr befreiend und das Natürlichste auf der Welt. In der <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">Kombination mit dem Klavier</a> fühlt es sich jedes Mal an wie ein Feuerwerk. Es macht mich unglaublich glücklich.</p>
<p>Seit meiner frühen Kindheit bin ich ein großer Fan der Band Evanescence. Bis heute bin ich begeistert von der Sängerin Amy Lee, von ihrer Stimme und von ihrem Klavierspiel. Mir gefällt die Farbe, die diese Band in mir auslöst. Es hat etwas Mystisches und Verträumtes, die Balladen sind unglaublich emotional. Amy Lee inspiriert mich bis heute.</p>
<h3>Du unterrichtest ja auch Klavier, ein Instrument, das gerade am Anfang einiges an Geduld und Ausdauer erfordert. Welchen Tipp hast du für Klavierschüler, von Anfang an Spaß am Klavierspielen zu haben und sich diesen zu bewahren?</h3>
<p>Geduld zu erlernen ist nicht ganz einfach. Hierfür braucht man einen guten Lehrer, der einen anleitet. Ein guter Lehrer wird seine Methoden geschickt in spielerische Übungen verpacken, sodass der Schüler es erst einmal vielleicht gar nicht merkt.</p>
<p>Vorbilder haben eine unglaublich starke Kraft auf junge Musiker. Bei mir waren es Filmmusiken wie <em>One Summer’s Day</em> oder die Band Evanescence, die mich sehr motiviert haben zu üben. Man sollte sich überlegen, warum man dieses Instrument denn lernen möchte.</p>
<p>Ein Kind äußert diesen Wunsch vielleicht, weil eine Mitschülerin ein Weihnachts- oder Kinderlied spielen konnte, oder weil es den Opa hat spielen hören. Ein Erwachsener hört vielleicht gerne Mozart oder hat ebenfalls eine Band im Kopf, die ihn begeistert.</p>
<p>Der Spaß steht und fällt aber auch oft mit dem Lehrer. Hier solltet ihr auch wirklich schauen, ob euer Lehrer zu euch passt. Sollte es keinen Spaß mehr machen, dann würde ich nicht aufhören Klavier zu lernen, sondern nach einem geeigneteren Lehrer Ausschau halten. Oder den Lehrer darauf ansprechen, mal etwas Neues auszuprobieren.</p>
<p>Ich empfehle unbedingt, Unterricht zu nehmen, da man sich auch schnell mal eine falsche Haltung angewöhnen kann. Damals hatte ich mir die ersten Stücke via YouTube beigebracht und mir eine Sehnenentzündung in beiden Armen zugezogen. Die sollte sobald nicht verschwinden und es hat auch sehr lange gedauert, mir diese Fehlhaltung wieder abzutrainieren. Das habe ich erst acht Jahre später so richtig verinnerlicht gehabt.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/marliina-interview/saengerin-marliina-maja-dreamer.jpg" alt="Marliina und Maja - Song Dreamer" width="800" height="533"></p>
<h3>Seit wann ist klar, dass du von Beruf Musikerin sein möchtest und warum hast du dich dafür entschieden? Was machst du von deinen vielfältigen musikalischen Tätigkeiten, eigene Songs schreiben, aufnehmen, auftreten, unterrichten, besonders gerne, was weniger gerne?</h3>
<p>Ich wusste schon mit 12 Jahren, dass ich Berufsmusikerin werden möchte. Damals dachte ich, es wäre nur ein Traum und ich würde mal Biologin werden. Durch tägliche Straßenmusik und meine erste Band, der ich mit 14 Jahren beigetreten bin, habe ich unglaublich schönes Feedback von Zuschauern bekommen. Seither war ich jedes Wochenende mit Bands unterwegs und habe zahlreiche Konzerte gegeben.</p>
<p>Damals hatte ich noch keine eigenen Songs geschrieben, allerdings mit dem Komponieren angefangen. Ich dachte, vielleicht werde ich auch einmal Komponistin für Filmmusik. Nach meinem Abitur habe ich mich an verschiedenen Hochschulen beworben, studiert und war am Konservatorium in Frankfurt. Ich wusste nicht, ob ich eine Aufnahmeprüfung schaffe, wollte es aber unbedingt ausprobieren. Hätte es nicht geklappt, wäre ich entweder Richtung Game Design gegangen oder hätte Biologie studiert. Musik hätte ich aber trotzdem nicht aufgegeben, man braucht nicht unbedingt ein Studium, um als Sängerin damit Geld zu verdienen.</p>
<p>Was ich heute wirklich sehr gerne mache: Ich setze mich morgens mit einem Kaffee an mein Klavier, spiele Stücke von Joe Hisaishi oder schreibe selber an eigenen Kompositionen und Songs. Das ist meine Lieblingszeit am Tag, die ist nur für mich alleine. Ich liebe es aufzutreten, mit meiner Band <em>A Purple Sky</em> zu proben und neue Sounds an meinem Keyboard zu entdecken. In meinem Homestudio nehme ich zurzeit viel auf und probiere vieles aus, arrangiere für die Geige und überlege mir, wie ich meine Musik visuell umsetzen kann.</p>
<p>Ich habe keine eine Lieblingsaufgabe, es ist die Mischung aus all diesen Dingen, die ich wirklich sehr an meinem Alltag schätze. Momentan arbeite ich an unserem kommenden Album <em>Journey Pt.II</em>, meiner Band <em>A Purple Sky</em>. Ich erstelle das Konzept, arrangiere die Songs mit meinem Partner und Gitarristen unserer Band Shawn Enigma und werde bald in die Planung der neuen Musikvideos gehen.</p>
<p>Auch das Unterrichten gibt mir sehr viel zurück. Es ist so schön zu sehen, welche Fortschritte meine Schüler durch meine Anleitung machen. Es macht einfach sehr viel Spaß. Rechnungen schreibe ich allerdings nicht so gerne. Ich freue mich zwar sehr, dieses Geld in neues Equipment investieren zu können, allerdings beschäftige ich mich nicht so gerne mit Zahlen.</p>
<h3>Noten, Akkordsymbole oder ganz nach Gehör – was ist dir am liebsten? In welcher Form schreibst du deine Songs auf?</h3>
<p>Meine Songs und Stücke notiere ich, wenn sie komplett fertig sind, immer aus. An meinem Klavier steht immer ein Block, in den ich Akkordsymbole und Texte reinschreibe. Bei meinen Klavierstücken schreibe ich nie etwas auf, mir ist es schon immer leichtgefallen, mir neue Ideen zu merken.</p>
<p>Wenn ein Formteil ausgearbeitet wird, nehme ich den aber auch gerne mit meinem Handy auf, um ihn mir beim Spazierengehen anzuhören und zu überlegen, woran ich noch feilen könnte.</p>
<h3>Woher kommen die Ideen für deine Songs und was machst du, wenn du einmal nicht so kreativ bist?</h3>
<p>Meine Ideen kommen oft aus dem Alltag. Es sind Dinge, die mich beschäftigen, über die ich viel nachdenke. Manchmal sind es auch Wünsche. Ich setze diese Ideen immer gerne in neue Kontexte, die ich mir ausdenke. Mein Ziel ist es, dass sich jeder Hörer in meinen Songs wiederfinden kann und nicht meine Geschichte aufgebunden bekommt.</p>
<p>Wenn ich mal nicht so kreativ bin, dann verbringe ich gerne Zeit mit meinen Freunden, gehe spazieren und mache Sport. Momentan spiele ich wieder Skyrim, das streame ich auch auf Twitch, und tausche mich mit meiner Community aus. Das hilft mir immer sehr, die Batterie wieder aufzufüllen.</p>
<p>Danach kommt meistens ein kreativer Schub, die Ideen schreibe ich dann alle auf und arbeite mich an der Liste entlang. Dabei entstehen auch oft noch mehr Ideen, oder sie verändern sich, bis etwas dabei herauskommt, was ursprünglich nicht geplant war. Sowas finde ich immer sehr schön.</p>
<p>Das kann auch mal länger dauern, bis wieder so ein Schub kommt, aber das ist auch in Ordnung. Wenn mein Körper Ruhe braucht, dann bekommt er diese auch.</p>
<h3>Wie machst du aus einer ersten Idee einen vollständig ausgearbeiteten Song? Was überlegst du dir zuerst, Harmonien, die Melodie oder den Text?</h3>
<p>Manchmal ist es eine Textzeile, manchmal eine Melodie. Ich setze mich auch oft ans Klavier und haue einmal in die Tasten und schaue, was ich spontan gegriffen habe. Sobald ich einen Akkord spiele, geht das Farbenspiel in meinem Kopf los. Ich bleibe kurz bei dem ersten Akkord und weiß durch die Farben meistens, wo ich als nächstes hinmöchte. Es fühlt sich oft an wie ein Tagtraum und funktioniert nur, solange ich mich mit den Harmonien befasse. Beim Texten muss ich mich mehr konzentrieren, da gehen die Farben wieder etwas verloren.</p>
<p>Wenn ich mit dem Text beginne, dann oft mit einem Satz. Ich schreibe alles auf, was mir zu dem Thema einfällt und reduziere die verschiedenen Sachen auf die Aussagen, die mir am besten gefallen. Wenn ich die ersten vier Verse habe, dann setze ich mich oft schon ans Klavier oder die Gitarre und suche nach einer passenden Begleitung.</p>
<p>Ich finde, es klingt unglaublich kompliziert, wie ich meine Herangehensweise beschreibe, allerdings ist es in den Momenten, in denen ich schreibe, das Natürlichste und Einfachste der Welt. Ich denke nicht so viel nach und mache einfach. Das schaue ich mir dann an, wenn es passt, dann passts und wenn nicht, dann ändere ich etwas. Den Text arbeite ich erst richtig aus, wenn der Rest steht. Das fällt mir leichter als umgekehrt.</p>
<h3>Wie gehst du beim Aufnehmen eines Songs vor? Wie bereitest du dich auf einen Studiotag vor und was ist bei der Arbeit im Studio und bei der Nachbearbeitung wichtig?</h3>
<p>Ich nehme alle Instrumente nacheinander auf, da ich vieles auch selbst einspiele. Auf meinem Debütalbum <em>From Another World</em> bin ich an Klavier, Gitarre, Geige und Gesang zu hören. Ich übe bereits Monate vorm Tonstudio, um auch wirklich alles exakt und so perfekt wie möglich einspielen zu können. Dafür habe ich im letzten Jahr täglich zwei bis vier Stunden vor allem an meiner Gesangstechnik und an meinem Klavierspiel gearbeitet.</p>
<p>Mir ist es sehr wichtig, dass meine Aufnahmen professionell verarbeitet werden. Ich habe einen Engineer fürs Mixing und einen fürs Mastering. Das Editing habe ich überwiegend selbst in die Hand genommen. Es ist bemerkenswert, was die beiden aus meinen Aufnahmen rausgeholt haben.</p>
<p>Ich kenne auch viele Musiker, die selbst mischen und mastern, allerdings kann ich euch nur empfehlen, es professionell machen zu lassen. Hätte ich das selbst in die Hand genommen, und ich kenne mich auch ein bisschen aus, dann hätte es nicht annähernd so schön geklungen.</p>
<h3>Herzlichen Glückwunsch zu deinem wirklich gelungenen Album <em>From Another World</em>! Worum geht es darin inhaltlich und wie würdest du deine Musik beschreiben?</h3>
<p>Vielen lieben Dank! 🙂</p>
<p>Inhaltlich habe ich in diesem Album sehr viel Persönliches verarbeitet. Ich habe seit ein paar Jahren starke Entzündungen im Rücken, die mich beim Singen und Musikmachen extrem einschränken. Diese wurden durch enormen Stress verursacht, dem ich mich teilweise selbst durch Leistungsdruck ausgesetzt habe.</p>
<p>Vorweg möchte ich euch erzählen, dass es mir heute viel besser geht und dass ich einen Weg gefunden habe, die Schmerzen zu lindern und sogar (fast) loszuwerden. Daran arbeite ich noch, ich bin aber sehr zuversichtlich! Nicht so wie damals, denn ich wusste gar nicht, woher das kommt und ob es jemals weggehen würde.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/marliina-interview/marliina-album-from-another-world.jpg" alt="Marliinas Album From Another World" width="800" height="800"></p>
<p>Bevor Corona losging, war ich praktisch in einem eigenen kleinen Lockdown. Ich habe kaum meine Wohnung verlassen, weil es mir durch die Schmerzen, die ich hatte, sehr schlecht ging. Mein letztes Ausbildungsjahr habe ich mich damit rumgeschlagen und ich wusste nicht, wo es hingehen soll, ob ich überhaupt noch das Zeug dazu hatte, eine Berufsmusikerin zu werden. Mir wurde von meinen Ärzten auch geraten, einfach etwas anderes zu machen.</p>
<p>Diese fürchterlichen Gedanken gingen mir nicht aus dem Kopf, ich wollte einfach nur gesund werden. Zu diesem Thema sind regelmäßig und ungefragt viele Kommentare gefallen.</p>
<p>„Geh doch mal raus spazieren, dann wird das schon wieder.“</p>
<p>„Du bist zu emotional.“</p>
<p>„Du willst ja gar nicht, dass es besser wird.“</p>
<p>Das betraf auch die Musik, die ich damals geschrieben habe.</p>
<p>„Das ist aber schwermütig.“</p>
<p>„Viel zu melancholisch.“</p>
<p>„Nicht kommerziell genug, um damit Erfolg zu haben.“</p>
<p>„Schreib doch mal was Fröhliches.“</p>
<p>Oder mein persönlicher Favorit. Nicht.</p>
<p>„Lache und die Welt lacht mit dir, weine und du weinst allein.“</p>
<p>Ich bin auch nicht kritikfähig, wenn man nach diesen Sprüchen geht, denn ich bin mir und meiner Musik bis heute treu geblieben. Außerdem bin ich ein sehr lebensfroher Mensch. Doch wie soll man das zum Ausdruck bringen, wenn einem alles wehtut, selbst das Atmen. Das war schrecklich, aber keine persönliche Entscheidung, nicht mehr aufstehen zu wollen, faul zu sein, ganz im Gegenteil.</p>
<p>Es war einfach ein Alptraum, aus dem ich aufwachen wollte. Ich habe mich sehr lange sehr einsam gefühlt und durch die Schmerzen konnte ich kaum singen oder Klavier spielen. Das waren immer die zwei Dinge, die mir geholfen haben, aus dem Alltag zu fliehen. Ich habe mich so sehr nach Ruhe gesehnt.</p>
<p>Dann ist im Sommer 2019 mein Song <em>Infinite</em> einfach passiert. Wenn ich diesen Song singe, dann bin ich an diesem Ort der Ruhe endlich angekommen. Meine Insel in diesem ganzen Chaos. Und dann dachte ich an eine andere Welt voller Frieden, wunderschön, wie ein Paradies. Da kommen auch noch wundervolle Musikvideos, die diese Stimmung perfekt unterstreichen. Mit der Hilfe eines Crowdfundings sind wir nach Dänemark gefahren und haben einige Songs dort verfilmt.</p>
<p>Ich finde es sehr schwer, meine Musik zu beschreiben. Beim Schreiben habe ich mir oft ein Meer voller Sirenen vorgestellt. Es ist definitiv auch etwas Cinematisches, aber auch wie Evanescence, nur in Acoustic. Und ich verspreche euch, diese Musik hat die Kraft, euch diese Ruhe zu schenken, wenn ihr euch darauf einlasst. Meine Stücke und Songs sind nicht so kurz, wie wir es heutzutage von anderen Künstlern gewohnt sind. Aber ich liebe diese Musik, jeden einzelnen Ton. Das bin zu 100&nbsp;% ich.</p>
<h3>Zum Song <em>Moody</em> hast du ein faszinierendes Unterwasservideo gedreht, Kompliment! Wie bist du darauf gekommen und wieso hast du gerade diesen Song dafür ausgewählt?</h3>
<p>Auch hier, vielen lieben Dank! Auf die Idee kam ich eines Nachts, als ich mal wieder nicht schlafen konnte. Ich dachte, wenn ich eh wach bin, dann kann ich auch einfach baden gehen. Das habe ich getan und dabei habe ich mir die Skizze von <em>Moody</em> auf meinem Handy angehört.</p>
<p>Nachts an Songs zu arbeiten, das hat wirklich etwas Magisches. Die Stimmung, wenn alles schläft, das ist so unglaublich inspirierend.<br>
Schon im Intro habe ich mich in einer Unterwasserwelt wiedergefunden. Der Song entstand vor der Idee, ein Unterwasservideo zu drehen. Somit hat sich die Musik diese Kulisse selbst ausgesucht. Ich habe viele dunkle Farben gesehen, eine Mischung aus Schwarz, Grün und Lila.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignnone" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/marliina-interview/musikerin-marliina-unterwasservideo-moody.jpg" alt="Unterwasserdreh zu Marliinas Song Moody" width="1000" height="750"></p>
<h3>Was war für dich die spannendste Erfahrung und was die größte Herausforderung beim Singen und Drehen unter Wasser? Hattest du gar keine Angst, nicht genug Luft zu bekommen?</h3>
<p>Tatsächlich hatte ich am meisten Angst vor der Dunkelheit, denn die 16&nbsp;x&nbsp;10&nbsp;m große schwarze Teichfolie hat sämtliches Licht geschluckt. Meine guten Freunde Manu und Julia, zwei von vier Tauchern, haben auf mich aufgepasst. Auf ein Handzeichen hin hat mir Manu immer Luft zum Atmen gegeben, ich hatte keine Angst, ich vertraue ihm.</p>
<p>Hierfür hatten wir ein Mundstück der Taucherflasche an einem langen Holzstab befestigt, damit er nicht immer ins Bild und wieder hinausschwimmen musste. Das hat hervorragend funktioniert, auf meinem YouTube Kanal gibt es dazu auch ein Video:</p>
<p></p><center><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/OxeyY9ei0sU" allowfullscreen="allowfullscreen" width="560" height="315" frameborder="0"></iframe></center>&nbsp;
<p>Am spannendsten fand ich den ersten Tauchgang. Da sollte sich herausstellen, ob ich diese Aufgabe nun schaffe, oder nicht. Das Becken war 3,5&nbsp;m tief und am Anfang stand das Klavier noch nicht am Grund. Somit war wirklich alles schwarz, als wir unten ankamen. Ich habe die Orientierung verloren, wo oben und unten ist, ich konnte nichts sehen, alles war verschwommen.</p>
<p>Dort unten zogen mich die vier Taucher an die Stelle, an der ich gefilmt werden sollte. Das war total komisch, Unterwasser kann man ja auch nicht sprechen. Ich habe einfach die Augen geschlossen, bis ich wieder hochgezogen wurde. Wir wollten die Kamera richtig einstellen, das war also nur ein Probetauchgang gewesen, noch bevor ich in die Maske kam.</p>
<p>Als später das Klavier am Grund stand, hatte ich keine Angst mehr. Ich muss sagen, es war schon super nice und faszinierend, dass ich mit dem Klavier gar kein Problem mehr hatte, dort unten zu bleiben. Ich wäre am liebsten immer dort unten gewesen, nach einer Weile war es das Natürlichste der Welt.</p>
<h3>Hat sich der aufwändige Dreh unter Wasser für dich gelohnt? Ist das Video so geworden, wie du es dir vorgestellt hast?</h3>
<p>Das Video ist ganz anders geworden, als ich es mir in der Nacht, wo ich auf die Idee kam, vorgestellt hatte. Ursprünglich wollte ich nur mein Profil und Portrait Unterwasser filmen. Dass wir ein Klavier versenken durften, wusste ich erst eine Woche vor dem Dreh, da wir relativ spontan dieses Hallenbad fanden, welches abgerissen werden sollte. Die Vorbereitungen mussten sehr schnell gehen.</p>
<p>Ich bin unglaublich zufrieden mit dem Ergebnis. Es ist viel schöner geworden, als ich es mir ursprünglich gedacht habe. Und diese Nacht im Schwimmbad war eine unvergessliche Aktion. Wir hatten alle sehr viel Spaß.</p>
<p></p><center><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/pOPQjihg9TQ" allowfullscreen="allowfullscreen" width="840" height="472.5" frameborder="0"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></center>&nbsp;
<h3>Passend zu deiner Musik kreierst du auch bei deinem äußeren Erscheinungsbild einen ganz persönlichen, ausdrucksstarken Stil. Woher kommen die Ideen dafür?</h3>
<p>Seit meiner frühen Kindheit bin ich ein großer Fantasyfan. Ich liebe Mittelaltermärkte, Fantasyromane, Videospiele wie Skyrim, Zelda, Spyro, die Liste ist lang… Tatsächlich seht ihr hier mein inneres Kind. Ich wäre am liebsten in einem Universum voller Magie, Drachen und anderen Abenteuern aufgewachsen. Dass ich mich in dieser Richtung mal als Musikerin ausleben würde, das hätte ich niemals gedacht.</p>
<p>Dieser Look ist auch erst im November 2020 entstanden und wurde dann 2021 umgesetzt. Ich liebe die Mischung aus dem starken und kriegerischen Make-up im Kontrast mit meiner zarten Musik.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/marliina-interview/musikerin-saengerin-marliina-interview.jpg" alt="Interview mit Komponistin und Sängerin Marliina" width="800" height="533"></p>
<h3>Was planst und wünschst du dir für 2022 und was für die nächsten 5 Jahre?</h3>
<p>Ich möchte mit meinen beiden Projekten mehr auftreten. Mit meiner Band <em>A Purple Sky</em> gehen wir nächstes Jahr wieder ins Tonstudio und als Solistin möchte ich meine neuen Stücke und Songs weiter ausarbeiten und aufnehmen. Ich werde über das ganze nächste Jahr meinen <a href="https://www.youtube.com/channel/UCiq4-ThJ6rZCU7bTyHSE30g" target="_blank" rel="nofollow noopener">YouTube Kanal</a> ausbauen und da wünsche ich mir, dass dort eine Community wächst, die für meinen Tribe genauso brennt wie ich.</p>
<p>In den nächsten fünf Jahren möchte ich viel reisen, aufnehmen und spannende Künstler kennenlernen und auf großen Bühnen stehen. Ich wünsche mir sehr, dass ich meine Gesundheit weiterhin im Griff habe und meine Schmerzen nicht mehr in unkontrollierten Schüben kommen. Das ist die Voraussetzung, um wieder ordentlich auftreten zu können. Aber das bekomme ich definitiv hin. Das weiß ich. 🙂</p>
<h2>Vielen Dank, Marliina, für das Interview!</h2>
<p>Herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung der Fragen für die Leser von <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/">Musikbegeisterung</a></strong>. Mehr zu Marliina erfahrt ihr auf ihrer <a href="https://www.marliinasmusic.com/" target="_blank" rel="noopener">Website</a>. Alles Gute, viel Erfolg und Kreativität, Marliina, für alle deine weiteren musikalischen Projekte!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">Warum du zu deiner Klavierbegleitung singen solltest!</a></strong></p>
<p class="copyrightangabe">Fotos: Elmas Bagci</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/marliina-interview/">Marliina im Interview: Traumhafte Musik, eine starke Stimme und ein Unterwasservideo</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Goldmeister verzaubert mit charmantem deutschen Swing: Interview mit den Sängern Chris und Phil</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/goldmeister-interview/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Oct 2018 13:32:08 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Stilvolle moderne Swingmusik mit deutschen Texten und guter Laune. Das bringen die beiden Sänger Chris Dunker und Phil Ohleyer von der Band Goldmeister wunderbar charmant auf die Bühne. Unterstützt werden sie von den Musikern der Ragtime Bandits und Lutz Krajenski, der auch schon mit Roger Cicero zusammengearbeitet hat. Chris und Phil haben Musikbegeisterung ein Interview [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/goldmeister-interview/">Goldmeister verzaubert mit charmantem deutschen Swing: Interview mit den Sängern Chris und Phil</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Stilvolle moderne Swingmusik mit deutschen Texten und guter Laune. Das bringen die beiden Sänger Chris Dunker und Phil Ohleyer von der Band Goldmeister wunderbar charmant auf die Bühne. Unterstützt werden sie von den Musikern der Ragtime Bandits und Lutz Krajenski, der auch schon mit Roger Cicero zusammengearbeitet hat.<span id="more-3712"></span></p>
<p>Chris und Phil haben <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a> ein Interview gegeben. Du darfst also gespannt sein!</p>
<p>Als ich Goldmeister zum ersten Mal gehört habe, habe ich sofort an den großartigen Roger Cicero gedacht. Der wunderbare moderne Swing mit sattem Bläsersound, unterhaltsamen deutschen Texten, Witz und Charme ist wieder da! Fast schien es, als hätte Roger Cicero ihn mit ins Grab genommen. Wohl doch nicht! Goldmeister bringen ihn wieder auf die Bühne. Was für ein Glück!</p>
<h2>Goldmeister: Zwei starke Sänger</h2>
<p>Trotzdem machen Goldmeister aber ihr eigenes Ding. Mit Chris und Phil stehen gleich zwei starke Sänger auf der Bühne. Dabei bildet Chris mit seiner tiefen Stimme einen wirkungsvollen Gegenpol zu Phil, der mit seiner deutlich höheren Stimme im wahrsten Sinne des Wortes wunderbare Höhepunkte setzt.</p>
<p>Durch wechselseitigen Gesang bringen die beiden authentische und außerdem gereimte und pointierte Dialoge zu Gehör. So kommt in vielen Songs eine äußerst amüsante Unterhaltung zwischen den beiden zustande, die dem Zuhörer ziemlich schnell ein breites Grinsen ins Gesicht zaubert.</p>
<p>Wenn beide gleichzeitig singen, beeindrucken sie mit einem kraftvollen Gesangssound oder sorgen durch zweistimmiges Singen für echte Bereicherungen.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/U6oNrC0rW_I?rel=0" width="700" height="393.75" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Coverjuwelen und grandiose eigene Songs</h2>
<p>Goldmeister verswingen deutschen Hip Hop wie <em>Hamma!</em> Von Culcha Candela, <em>Haus am See</em> von Peter Fox, <em>Sie ist weg</em> von den Fantastischen Vier oder auch den Song <em>Cello</em> von Udo Lindenberg. Dabei sind fantastische Coverjuwelen herausgekommen. Außerdem schreiben die beiden aber bereits auch eigene Songs, die ebenso richtig gut sind.</p>
<p>Am 22. Juni 2018 ist das erste Album von Goldmeister mit dem Titel <a href="https://www.amazon.de/gp/product/B07BLGSH5R/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B07BLGSH5R&amp;linkId=a4fabf5fdd71981f7f9dce328eee8197" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Alles Gold</em> (*)</a> herausgekommen. Mit ihrem Album und ebenso live bei einem Konzert haben sie mich voll und ganz überzeugt, sodass ich unbedingt mehr über Goldmeister wissen wollte und die beiden Herren um ein Interview gebeten habe.</p>
<h2>Interview mit Chris und Phil von Goldmeister</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/goldmeister-interview/interview-goldmeister.jpg" alt="Goldmeister im Interview für Musikbegeisterung" width="337" height="261">Chris und Phil haben auf meine Interviewanfrage hin sofort zugesagt und alle meine neugierigen Fragen goldmeisterlich beantwortet! Im Folgenden plaudern die beiden über ihr Gesangs‑, Musizier- und Tanztalent und verraten uns außerdem ihre größte Herausforderung beim Erstellen ihres Albums <a href="https://www.amazon.de/gp/product/B07BLGSH5R/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B07BLGSH5R&amp;linkId=a4fabf5fdd71981f7f9dce328eee8197" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Alles Gold</em> (*)</a><em>:</em></p>
<h3>1. Seit wann macht ihr gemeinsam Musik? Wo habt ihr euch kennengelernt?</h3>
<p>Wir machen seit ca. vier Jahren gemeinsam Musik. Kennengelernt haben wir uns auf einer Party unseres Bandkollegen Steffen von Phoenix West.</p>
<h3>2. Seit wann singt ihr? Hattet ihr Gesangsunterricht? Seit wann singt ihr auf der Bühne?</h3>
<p><strong>Chris:</strong> Ich habe schon in meiner Kindheit jedes mir angebotene Musikprojekt wahrgenommen. Gesang war immer schon etwas, das mich besonders fasziniert hat. Zwischendurch hatte ich mal ein paar Workshops bei guten Gesangslehrern, aber regelmäßigen Unterricht hatte ich nie. Auf der Bühne stehe ich jetzt seit 2004.</p>
<p><strong>Phil:</strong> Ich singe, seitdem ich denken kann. Ernstzunehmender als einfacher Sing-Sang zu Hause wurde es 2004, mit der Gründung meiner ersten Band als Leadsänger. Zudem habe ich früh eigene Songs geschrieben und diese aufgenommen. Gesangsunterricht hatte ich zu Popkurs-Zeiten an der HfMT Hamburg und in meiner Heimat vier oder fünf Mal bei einer Freundin meiner Mutter.</p>
<h3>3. Welche Musikinstrumente spielt ihr und wie seid ihr dazu gekommen?</h3>
<p>Ich (<strong>Phil</strong>) spiele seit meinem 7. Lebensjahr Klavier. Angefangen habe ich, weil meine Mutter und dann mein Bruder bereits spielten, da wollte ich natürlich auch. Das Gitarrespielen habe ich mir mit 19, auf der Gitarre, die ich mir zu diesem Geburtstag gewünscht hatte und die mir seitdem heilig ist, selbst beigebracht.</p>
<p>Ich (<strong>Chris</strong>) habe meine erste Heimorgel zu meinem fünften Lebensjahr bekommen. Da hatte ich anfangs ein bisschen Unterricht. Später dann Klavierunterricht. Da ich nie der Typ war, der nach Noten spielen wollte, habe ich das irgendwann aufgehört und lieber nach Gehör gespielt.</p>
<h3>4. Habt ihr Vorbilder? Verratet ihr uns, wer es ist und warum? Wenn man eure Musik hört, würde ich sagen Roger Cicero?</h3>
<p>Roger Cicero ist auf jeden Fall einer der Großen. Neben ihm würden wir aber noch zustimmen, dass Frank Sinatra, Michael Bublé, und noch viele andere Künstler aus verschiedensten Genres uns musikalisch beeinflussen.</p>
<h3>5. Wie seid ihr mit Lutz Krajenski zusammengekommen? Wie sieht eure Zusammenarbeit mit ihm aus? Welche Rolle spielt er für eure Musik?</h3>
<p>Den Kontakt zu Lutz haben wir über unseren Produzenten Matthias hergestellt, uns dann in Hamburg in einer Bar getroffen, ein paar gute Drinks zu uns genommen und ihn mit unserer Idee angesteckt. Lutz ist der Papa unserer Goldmeister-Truppe und außerdem Fels in der Brandung, sowohl auf der Bühne als auch „hinter den Kulissen“.</p>
<p>Wir möchten ihn nicht missen und sind schon ein bisschen stolz, dass er mit von der Partie ist. Musikalisch ist er natürlich ebenso unentbehrlich wie menschlich, da er als musikalischer Leiter schon bei den Proben den Ton angibt. Einem Lutz Krajenski entgeht kein falscher Ton!</p>
<h3>6. Herzlichen Glückwunsch zu eurem Album <em>Alles Gold</em>! Was war für euch beim Erstellen des Albums die schwierigste Herausforderung? Was hat euch am meisten Spaß gemacht?</h3>
<p>­­­­­­­Die schwierigste Herausforderung war für uns, die richtigen Titel für das Album auszuwählen Wir haben wahnsinnig viel probiert, hatten dann eine Auswahl von 30 Songs. Und da mussten wir uns dann entscheiden, welche wir nehmen.</p>
<p>Besonderen Spaß haben uns natürlich die Studioarbeiten gemacht. Hier nimmt dann so langsam alles Formen an und das, was sich Monate vorher schon in unseren Köpfen zusammengebraut hat, bekommt endlich ein Gesicht. Das war eine tolle Zeit.</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/UJIoe9Q9DfA?rel=0" width="700" height="393.75" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h3>7. Ihr habt bereits gezeigt, dass ihr fantastisch covern könnt, habt aber auch schon erste eigene, ebenso grandiose Songs präsentiert. Was macht euch mehr Spaß? Wo werdet ihr künftig euren Schwerpunkt setzen?</h3>
<p>Mehr Spaß machen natürlich schon eigene Nummern, aber da wir die neu interpretierten Lieder irgendwie zu unseren eigenen gemacht haben, fühlt sich das auf der Bühne gar nicht so anders an wie mit eigenen Stücken. Den Schwerpunkt werden wir in Zukunft aber trotzdem mehr auf eigene Songs legen. Wir wollen ja auch zeigen, was wir songschreibermäßig draufhaben.</p>
<h3>8. Was inspiriert euch textlich beim Songschreiben?</h3>
<p>Das Leben gibt einem immer genug Stoff zum Verarbeiten…</p>
<h3>9. Eure Musik ist wunderbar zum Swingtanzen geeignet. Was haltet ihr als Musiker von (swing)tanzendem Publikum? Könnt ihr selbst tanzen, z. B. Lindy Hop oder Charleston?</h3>
<p>Unbedingt! Wir würden uns riesig freuen, wenn ihr beim nächsten Konzert ALLE tanzt! Wir haben vor kurzem noch einen Tap-Dance Workshop mitgemacht. War lustig, aber in unseren Augen noch nicht qualitativ und bühnentauglich. 🙂</p>
<h3>10. Was plant und wünscht ihr euch für die Zukunft von Goldmeister?</h3>
<p>Erstmal planen wir derzeit und freuen uns auf die Tour im Herbst. Da spielen wir ungefähr zehn Konzerte in ganz Deutschland. Dass die ausverkauft sind, wäre schonmal ein Grund zur Freude. Ansonsten schauen wir noch gar nicht so viel weiter und sind ebenso gespannt, was da noch auf uns zukommt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/goldmeister-interview/goldmeister-interview.jpg" alt="Goldmeister aus Hamburg im Interview: Moderner deutscher Swing à la Roger Cicero" width="737" height="491"></p>
<h2>Musikbegeisterung empfiehlt Goldmeister!</h2>
<p><a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a> bedankt sich bei Goldmeister für das Interview, wünscht alles Gute und hofft auf viele weitere tolle Songs! Wer die Band Goldmeister noch nicht kennt, sollte sie dringend kennenlernen!</p>
<p>Mit dem absolut empfehlenswerten Album <strong><a href="https://www.amazon.de/gp/product/B07BLGSH5R/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B07BLGSH5R&amp;linkId=a4fabf5fdd71981f7f9dce328eee8197" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Alles Gold</em></a></strong><a href="https://www.amazon.de/gp/product/B07BLGSH5R/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B07BLGSH5R&amp;linkId=a4fabf5fdd71981f7f9dce328eee8197" target="_blank" rel="noopener noreferrer"> (*)</a> kannst du die wunderbare Musik von Goldmeister hören, sooft du willst! Mehr Informationen zu Goldmeister gibt es auf der <a href="https://goldmeister.info" target="_blank" rel="noopener noreferrer">offiziellen Homepage</a> und auf <a href="https://www.facebook.com/GoldmeisterOfficial/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Facebook</a>.</p>
<p>Bei Goldmeister ist eine unglaubliche <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a> zu spüren. Zu sehen und zu hören. Die gute Laune überträgt sich unweigerlich auch auf die Zuhörer. Und das tut richtig gut. Bitte mehr davon!</p>
<h2>Neues von der Band Goldmeister 2020</h2>
<p>Im Jahr 2020 gibt es tatsächlich mehr! Die Band Goldmeister hat ihr neues Album <strong><a href="https://www.amazon.de/gp/product/B08B78JZJZ/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B08B78JZJZ&amp;linkCode=as2&amp;tag=kath0fe-21&amp;linkId=006ccde90e862af5138537bcd9bea326" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Willkommen in den Zwanzigern</em></a> </strong><a href="https://www.amazon.de/gp/product/B08B78JZJZ/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;creativeASIN=B08B78JZJZ&amp;linkCode=as2&amp;tag=kath0fe-21&amp;linkId=006ccde90e862af5138537bcd9bea326" target="_blank" rel="noopener noreferrer">(*)</a> veröffentlicht, auf dem auch sieben eigene Songs zu hören sind. Hört hier <em>Der Himmel soll warten</em>:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/m9WjDCBJSAM" width="840" height="475" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Tipp zum Weiterlesen</span>: <a href="https://musikbegeisterung.de/john-paciga-interview/">Interview mit John Paciga</a>, einem amerikanischen Singer-Songwriter mit großem pianistischen Talent.</p>
<p class="copyrightangabe">Fotos: © Christoph Köstlin (2017)</p>
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		<title>Die deutsche Pop-Rock-Band Meine Zeit auf einer musikalischen Reise von hier nach Glück</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/band-meine-zeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jan 2018 12:18:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Reingehört]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>
		<category><![CDATA[Musik hören]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die deutsche Newcomer-Band Meine Zeit begeistert ihr Publikum mit persönlichen und stimmungsvollen Songs. Heute stelle ich euch die Band und ihre Musik vor. Im Interview verrät Keyboarder Sebastian Kuck, wie er zum Klavierspielen gekommen ist und was ihn am Musikmachen und insbesondere am Klavier- und Keyboardspielen bis heute fasziniert. Die Band Meine Zeit Meine Zeit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/band-meine-zeit/">Die deutsche Pop-Rock-Band Meine Zeit auf einer musikalischen Reise von hier nach Glück</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die deutsche Newcomer-Band <em>Meine Zeit</em> begeistert ihr Publikum mit persönlichen und stimmungsvollen Songs. Heute stelle ich euch die Band und ihre Musik vor. Im Interview verrät Keyboarder Sebastian Kuck, wie er zum Klavierspielen gekommen ist und was ihn am Musikmachen und insbesondere am Klavier- und Keyboardspielen bis heute fasziniert.<span id="more-2001"></span></p>
<h2>Die Band <em>Meine Zeit</em></h2>
<p><em>Meine Zeit</em> ist eine 2013 gegründete deutsche Band aus Wesel in Nordrhein-Westfalen. Mit Sebastian Kuck am Keyboard, Tilo Hellmann am Schlagzeug und Daniel Gilberg als Sänger und Gitarrist spielen die drei Jungs gefühlsbetonten Pop-Rock mit tiefgründigen deutschen Texten.</p>
<h2>Die Musik</h2>
<p>Die Songs, von der Band selbst geschrieben, sind sehr emotional. <em>Meine Zeit</em> spiegelt in ihrer Musik das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen wider. Die Songs leben von einem kräftigen Sound, sind lebhaft, kommen aber auch immer wieder zur Ruhe. Das erzeugt eine ganz besondere Dynamik, wodurch sich die Achterbahn des Lebens sehr gut nachempfinden lässt.</p>
<p>Es ist eine Musik zum Reflektieren, Innehalten, zum Ankommen bei sich selbst. Eine Musik, die dazu einlädt, das Leben trotz aller Ängste und Schwierigkeiten zu schätzen. <em>Meine Zeit</em> feiert in ihren Songs das Leben auf eine sehr achtsame und tiefgründige Art und Weise.</p>
<h2>Die Songtexte</h2>
<p>Die Songs handeln von grundlegenden Lebensthemen. Von Liebe, Verlust, Verlangen, Ohnmacht und Enttäuschung. Und vom Heimkommen und dem so wichtigen Versöhnen mit sich selbst. Es geht um das Meistern des Lebens mit all seinen wohltuenden, aber auch schmerzhaften Erlebnissen und insbesondere um die <a href="https://musikbegeisterung.de/gefuehle-musizieren/">Gefühle</a>, die damit verbunden sind.</p>
<p>Die Texte transportieren ihre Botschaft auf eine subtile Art und Weise, tiefgründig und teils metaphorisch. Es lohnt sich sehr, bewusst auf den Text zu achten. So manche versteckte Botschaft erschließt sich dem Hörer erst nach mehrmaligem Anhören!</p>
<h2><em>Von hier nach Glück</em></h2>
<p>Die 2017 erschienene EP beschreibt mit den 5 Songs <em>Feuer und Meer</em>, <em>Echolot</em>, <em>Hinter den Spiegeln</em>, <em>Landungsbrücken</em> und <em>Briefe (Von damals)</em> die Lebensreise eines jungen Erwachsenen. Es lohnt sich definitiv, hier einmal reinzuhören, in persönliche und emotionale Lebenserfahrungen einzutauchen und sie nachzuempfinden. Wenn du aufmerksam zuhörst, wirst du viele liebevolle Details heraushören, beispielsweise ein Cello, eine Ukulele oder die Töne eines Echolots.</p>
<p>Hier kannst du dir den Song <em>Hinter den Spiegeln</em> anhören:</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/flVMx9DO0Go?rel=0" allowfullscreen="allowfullscreen" width="840" height="472.5" frameborder="0"></iframe></p>
<h2>Interview mit Keyboarder Sebastian Kuck</h2>
<p>Die drei Jungs von <em>Meine Zeit</em> machen Musik mit Leib und Seele, legen viel Gefühl in ihre Songs. Das hat mich neugierig gemacht. Ich wollte mehr über die Band erfahren und habe deshalb nachgefragt.</p>
<p>Sebastian Kuck, der Keyboarder der Band <em>Meine Zeit</em>, hat sich meinen Fragen gestellt und verrät im Interview, wie er zum Klavierspielen gekommen ist, was ihn an seinem Instrument fasziniert und noch vieles mehr:</p>
<h3>Wieso hast du dich für das Musikinstrument Klavier bzw. Keyboard entschieden? Was genau fasziniert dich an diesem Instrument?</h3>
<p>Um ehrlich zu sein, hatte ich keinen leichten Start mit meinem Instrument, dem Klavier. Denn in einem Vorkurs zur musikalischen Früherziehung wurde ich als „nicht geeignet“ für das Klavier bezeichnet. Ich sollte mich eher am Cello versuchen. Meine Eltern haben das aber nicht eingesehen und mir schon in frühen Kindheitstagen klassischen Klavierunterricht bezahlt.</p>
<p>So richtig ging es dann erst mit 13, 14 los, als erste Banderfahrungen dazukamen und man die ganze Fülle des Instruments kennen lernen konnte. Am Klavier/Keyboard fasziniert mich am meisten, dass es so vielseitig ist. Man kann Melodien spielen, aber auch mächtige <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Akkorde</a> legen. Ob Barpiano, Klassik, Pop oder Jazz. Jede Musikrichtung hört sich klanglich sehr voll an.</p>
<h3>Könnt ihr auch andere Instrumente spielen oder habt ihr welche ausprobiert?</h3>
<p>Ich spiele auch etwas Gitarre, kann zumindest die Grundakkorde spielen und damit die meisten Popsongs. Tilo spielt ebenfalls ziemlich gut Gitarre. Daniel kann auch etwas Schlagzeug spielen.</p>
<h3>Wann habt ihr angefangen, ein Musikinstrument zu spielen?</h3>
<p>Wir fingen alle in frühen Kindheitstagen an. Also zwischen 7 und 10 Jahren.</p>
<h3>Welches weitere Instrument würdest du lernen wollen, wenn du die Zeit dafür hättest?</h3>
<p>Wenn man es wirklich will, dann findet man immer Zeit, etwas Neues zu lernen. Man muss sich die Zeit dann einfach dafür nehmen und dranbleiben. Ich bin relativ zufrieden mit meinem Instrument, da ich mich hier immer weiterentwickeln konnte, und bin hier auch durch die Keyboardsounds unheimlich vielseitig.</p>
<h3>Was fasziniert dich daran, selbst Musik zu machen?</h3>
<p>Wenn man das Glück hat, <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/">mit anderen Menschen Musik zu machen</a>, die genauso viel Bock darauf haben wie man selbst, dann ist das ein großer Antreiber, Musik zu machen. Denn erst in der Gruppe merkt man, wie man sich entfalten kann, aber auch, wo es besser ist, sich mit seinem Instrument etwas zurückzunehmen.</p>
<p>Und auch das Songwriting trägt dazu bei, dass wir uns immer wieder mit der Musik beschäftigen. Denn man hat jedes Mal erneut das Gefühl: Jetzt könnte man den besten Song überhaupt schreiben.</p>
<h3>Welchen Tipp hast du für Menschen, die ein Musikinstrument spielen und auf der Suche nach neuen Inspirationen sind, vielleicht auch einmal, um einen eigenen Song zu schreiben?</h3>
<p>Das ist schwierig zu sagen. Speziell beim Songwriting kann manchmal eine neue Umgebung helfen. Also die Gitarre einfach mal in den Urlaub mitnehmen zum Beispiel.</p>
<p>Aber vieles kann man auch hier nicht erzwingen. Bei uns ist es manchmal so, dass ganz plötzlich neue Songs entstehen, manchmal auch gegeben durch krasse Schicksalsschläge. Aber man entwickelt sich ja auch mit der Zeit und neue Themen werden interessant, die man früher gar nicht in Betracht gezogen hat.</p>
<p>Also nicht verzweifeln, wenn einem zurzeit nichts einfällt, sondern versuchen dranzubleiben.</p>
<h3>Wie wichtig ist euch für das Musikmachen das Musikhören?</h3>
<p>Wir alle hören sehr viel Musik aus vielen unterschiedlichen Genres. Natürlich gibt es da auch Einflüsse bei uns, wir versuchen aber auch immer etwas Neues zu kreieren, was man vielleicht so noch nicht gehört hat.</p>
<h3>Wie schreibt ihr eure Songs? Alleine oder zusammen? Was ist bei euch zuerst da: Akkorde, Melodie oder Text?</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/band-meine-zeit/meine-zeit-band.jpg" alt="Die Band Meine Zeit, Interview mit Sebastian Kuck" width="353" height="530">Das ist von Song zu Song unterschiedlich. Manchmal ist es so, dass ein Text zuerst entsteht und darauf Akkorde und Melodie angepasst werden. Öfter ist es aber tatsächlich andersrum, dass also zuerst die Musik entsteht und dann die Texte. Im Proberaum werden diese Fragmente dann zusammengefügt und zu fertigen Songs entwickelt. Text und Melodie werden also immer von einer Person vorgestellt und wenn es allen gefällt, wird daran gearbeitet.</p>
<h3>War es für euch immer klar, dass ihr eure Songs auf Deutsch schreiben und singen wollt?</h3>
<p>Das war tatsächlich von Anfang an klar und 2013, im ersten Bandjahr, zumindest in unserer Heimat Wesel, auch fast ein Alleinstellungsmerkmal. Mittlerweile machen immer mehr Bands Musik auf Deutsch, was wir aber ziemlich cool finden. Denn deutsche Bands, die auf Englisch singen, wirken oft etwas künstlich. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber oft wirken die Texte dann gezwungen oder der Gesang ist im wahrsten Sinne des Wortes „denglisch“.</p>
<h3>Warum habt ihr eure neue EP <em>Von hier nach Glück</em> genannt?</h3>
<p>Da wir mit den Songs und den dazugehörigen Videosingles eine Geschichte erzählen wollen, in der die Protagonisten durch dick und dünn gehen und am Ende vielleicht sogar das wahre Glück finden.</p>
<h3>Was wünscht ihr euch für 2018?</h3>
<p>Viele schöne Konzerte, neue Gesichter vor und hinter der Bühne und vor allem: Neue Songs. Seid gespannt.</p>
<p><a href="https://musikbegeisterung.de/">Musikbegeisterung</a> bedankt sich bei Sebastian Kuck von <em>Meine Zeit</em> für das Interview und wünscht der Band viele neue Erfahrungen und Inspirationen und weiterhin eine große Leidenschaft für das Musikmachen!</p>
<h2>Neues von der Band Meine Zeit 2020</h2>
<p>Mit dem neuen festen Bandmitglied Moritz Hippich am Bass ist <em>Meine Zeit</em> jetzt zu viert auf Erfolgskurs. Im Jahr 2020 veröffentlichte die Band mit <em>Lawine</em>, <em>Darf ich</em> und <em>Die Guten gewinnen</em> drei starke neue Songs. Hört rein!</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/YXIvCS1twpU" allowfullscreen="allowfullscreen" width="840" height="472.5" frameborder="0"></iframe></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Tipp zum Weiterlesen</span>: <a href="https://musikbegeisterung.de/john-paciga-interview/">Interview mit John Paciga</a>, einem jungen amerikanischen Pianisten, Sänger und Songwriter mit einem wunderbaren Gespür für positive, kreative Songs.</p>
<p class="copyrightangabe">Fotos und Video: Dennis Weck und Till von Mallinckrodt; <em>Meine Zeit</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/band-meine-zeit/">Die deutsche Pop-Rock-Band Meine Zeit auf einer musikalischen Reise von hier nach Glück</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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