Die deutsche Pop-Rock-Band Meine Zeit
Reingehört

Die deutsche Pop-Rock-Band Meine Zeit auf einer musikalischen Reise von hier nach Glück

8. Januar 2018

Die deutsche Newcomer-Band Meine Zeit begeistert ihr Publikum mit persönlichen und stimmungsvollen Songs. Heute stelle ich euch die Band und ihre Musik vor. Im Interview verrät Keyboarder Sebastian Kuck, wie er zum Klavierspielen gekommen ist und was ihn am Musikmachen und insbesondere am Klavier- und Keyboardspielen bis heute fasziniert.

Die Band Meine Zeit

Meine Zeit ist eine 2013 gegründete deutsche Band aus Wesel in Nordrhein-Westfalen. Mit Sebastian Kuck am Keyboard, Tilo Hellmann am Schlagzeug und Daniel Gilberg als Sänger und Gitarrist spielen die drei Jungs gefühlsbetonten Pop-Rock mit tiefgründigen deutschen Texten.

Die Musik

Die Songs, von der Band selbst geschrieben, sind sehr emotional. Meine Zeit spiegelt in ihrer Musik das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen wider. Die Songs leben von einem kräftigen Sound, sind lebhaft, kommen aber auch immer wieder zur Ruhe. Das erzeugt eine ganz besondere Dynamik, wodurch sich die Achterbahn des Lebens sehr gut nachempfinden lässt.

Es ist eine Musik zum Reflektieren, Innehalten, zum Ankommen bei sich selbst. Eine Musik, die dazu einlädt, das Leben trotz aller Ängste und Schwierigkeiten zu schätzen. Meine Zeit feiert in ihren Songs das Leben auf eine sehr achtsame und tiefgründige Art und Weise.

Die Songtexte

Die Songs handeln von grundlegenden Lebensthemen. Von Liebe, Verlust, Verlangen, Ohnmacht und Enttäuschung. Und vom Heimkommen und dem so wichtigen Versöhnen mit sich selbst. Es geht um das Meistern des Lebens mit all seinen wohltuenden, aber auch schmerzhaften Erlebnissen und insbesondere um die Gefühle, die damit verbunden sind.

Die Texte transportieren ihre Botschaft auf eine subtile Art und Weise, tiefgründig und teils metaphorisch. Es lohnt sich sehr, bewusst auf den Text zu achten. So manche versteckte Botschaft erschließt sich dem Hörer erst nach mehrmaligem Anhören!

Von hier nach Glück

Die 2017 erschienene EP beschreibt mit den 5 Songs Feuer und Meer, Echolot, Hinter den Spiegeln, Landungsbrücken und Briefe (Von damals) die Lebensreise eines jungen Erwachsenen. Es lohnt sich definitiv, hier einmal reinzuhören, in persönliche und emotionale Lebenserfahrungen einzutauchen und sie nachzuempfinden. Wenn du aufmerksam zuhörst, wirst du viele liebevolle Details heraushören, beispielsweise ein Cello, eine Ukulele oder die Töne eines Echolots.

Hier kannst du dir den Song Hinter den Spiegeln anhören:

Interview mit Keyboarder Sebastian Kuck

Die drei Jungs von Meine Zeit machen Musik mit Leib und Seele, legen viel Gefühl in ihre Songs. Das hat mich neugierig gemacht. Ich wollte mehr über die Band erfahren und habe deshalb nachgefragt.

Sebastian Kuck, der Keyboarder der Band Meine Zeit, hat sich meinen Fragen gestellt und verrät im Interview, wie er zum Klavierspielen gekommen ist, was ihn an seinem Instrument fasziniert und noch vieles mehr:

Wieso hast du dich für das Musikinstrument Klavier bzw. Keyboard entschieden? Was genau fasziniert dich an diesem Instrument?

Um ehrlich zu sein, hatte ich keinen leichten Start mit meinem Instrument, dem Klavier. Denn in einem Vorkurs zur musikalischen Früherziehung wurde ich als „nicht geeignet“ für das Klavier bezeichnet. Ich sollte mich eher am Cello versuchen. Meine Eltern haben das aber nicht eingesehen und mir schon in frühen Kindheitstagen klassischen Klavierunterricht bezahlt.

So richtig ging es dann erst mit 13, 14 los, als erste Banderfahrungen dazukamen und man die ganze Fülle des Instruments kennen lernen konnte. Am Klavier/Keyboard fasziniert mich am meisten, dass es so vielseitig ist. Man kann Melodien spielen, aber auch mächtige Akkorde legen. Ob Barpiano, Klassik, Pop oder Jazz. Jede Musikrichtung hört sich klanglich sehr voll an.

Könnt ihr auch andere Instrumente spielen oder habt ihr welche ausprobiert?

Ich spiele auch etwas Gitarre, kann zumindest die Grundakkorde spielen und damit die meisten Popsongs. Tilo spielt ebenfalls ziemlich gut Gitarre. Daniel kann auch etwas Schlagzeug spielen.

Wann habt ihr angefangen, ein Musikinstrument zu spielen?

Wir fingen alle in frühen Kindheitstagen an. Also zwischen 7 und 10 Jahren.

Welches weitere Instrument würdest du lernen wollen, wenn du die Zeit dafür hättest?

Wenn man es wirklich will, dann findet man immer Zeit, etwas Neues zu lernen. Man muss sich die Zeit dann einfach dafür nehmen und dranbleiben. Ich bin relativ zufrieden mit meinem Instrument, da ich mich hier immer weiterentwickeln konnte, und bin hier auch durch die Keyboardsounds unheimlich vielseitig.

Was fasziniert dich daran, selbst Musik zu machen?

Wenn man das Glück hat, mit anderen Menschen Musik zu machen, die genauso viel Bock darauf haben wie man selbst, dann ist das ein großer Antreiber, Musik zu machen. Denn erst in der Gruppe merkt man, wie man sich entfalten kann, aber auch, wo es besser ist, sich mit seinem Instrument etwas zurückzunehmen.

Und auch das Songwriting trägt dazu bei, dass wir uns immer wieder mit der Musik beschäftigen. Denn man hat jedes Mal erneut das Gefühl: Jetzt könnte man den besten Song überhaupt schreiben.

Welchen Tipp hast du für Menschen, die ein Musikinstrument spielen und auf der Suche nach neuen Inspirationen sind, vielleicht auch einmal, um einen eigenen Song zu schreiben?

Das ist schwierig zu sagen. Speziell beim Songwriting kann manchmal eine neue Umgebung helfen. Also die Gitarre einfach mal in den Urlaub mitnehmen zum Beispiel.

Aber vieles kann man auch hier nicht erzwingen. Bei uns ist es manchmal so, dass ganz plötzlich neue Songs entstehen, manchmal auch gegeben durch krasse Schicksalsschläge. Aber man entwickelt sich ja auch mit der Zeit und neue Themen werden interessant, die man früher gar nicht in Betracht gezogen hat.

Also nicht verzweifeln, wenn einem zurzeit nichts einfällt, sondern versuchen dranzubleiben.

Wie wichtig ist euch für das Musikmachen das Musikhören?

Wir alle hören sehr viel Musik aus vielen unterschiedlichen Genres. Natürlich gibt es da auch Einflüsse bei uns, wir versuchen aber auch immer etwas Neues zu kreieren, was man vielleicht so noch nicht gehört hat.

Wie schreibt ihr eure Songs? Alleine oder zusammen? Was ist bei euch zuerst da: Akkorde, Melodie oder Text?

Die Band Meine Zeit, Interview mit Sebastian KuckDas ist von Song zu Song unterschiedlich. Manchmal ist es so, dass ein Text zuerst entsteht und darauf Akkorde und Melodie angepasst werden. Öfter ist es aber tatsächlich andersrum, dass also zuerst die Musik entsteht und dann die Texte. Im Proberaum werden diese Fragmente dann zusammengefügt und zu fertigen Songs entwickelt. Text und Melodie werden also immer von einer Person vorgestellt und wenn es allen gefällt, wird daran gearbeitet.

War es für euch immer klar, dass ihr eure Songs auf Deutsch schreiben und singen wollt?

Das war tatsächlich von Anfang an klar und 2013, im ersten Bandjahr, zumindest in unserer Heimat Wesel, auch fast ein Alleinstellungsmerkmal. Mittlerweile machen immer mehr Bands Musik auf Deutsch, was wir aber ziemlich cool finden. Denn deutsche Bands, die auf Englisch singen, wirken oft etwas künstlich. Es gibt natürlich auch Ausnahmen, aber oft wirken die Texte dann gezwungen oder der Gesang ist im wahrsten Sinne des Wortes „denglisch“.

Warum habt ihr eure neue EP Von hier nach Glück genannt?

Da wir mit den Songs und den dazugehörigen Videosingles eine Geschichte erzählen wollen, in der die Protagonisten durch dick und dünn gehen und am Ende vielleicht sogar das wahre Glück finden.

Was wünscht ihr euch für 2018?

Viele schöne Konzerte, neue Gesichter vor und hinter der Bühne und vor allem: Neue Songs. Seid gespannt.

Weitere Infos findest du auf der offiziellen Homepage der Band Meine Zeit. Musikbegeisterung bedankt sich bei Sebastian Kuck von Meine Zeit für das Interview und wünscht der Band viele neue Erfahrungen und Inspirationen und weiterhin eine große Leidenschaft für das Musikmachen!

Fotos und Video: Dennis Weck und Till von Mallinckrodt; Meine Zeit (meinezeitmusik.de)

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