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	<title>Kreativität Archive - Musikbegeisterung</title>
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	<title>Kreativität Archive - Musikbegeisterung</title>
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		<title>Bluespiano lernen: So spielst du Blues am Klavier mit Genuss!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Aug 2021 22:03:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Liedbegleitung]]></category>
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		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du möchtest am Klavier Blues lernen? Bluesmusik gehört ganz klar zu meinen Favoriten am Klavier. Doch was macht Bluespiano aus? Ich zeige dir ein paar grundlegende Gestaltungsmittel für Blues am Klavier. Denn nur mit einem bluestypischen Spielstil wird dein Blues auch wirklich wie einer klingen. Lerne Blues am Klavier, es lohnt sich! Blues am Klavier [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Bluespiano lernen: So spielst du Blues am Klavier mit Genuss!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du möchtest am Klavier Blues lernen? Bluesmusik gehört ganz klar zu meinen Favoriten am Klavier. Doch was macht Bluespiano aus? Ich zeige dir ein paar grundlegende Gestaltungsmittel für Blues am Klavier. Denn nur mit einem bluestypischen Spielstil wird dein Blues auch wirklich wie einer klingen. Lerne Blues am Klavier, es lohnt sich!</p>
<p><span id="more-8936"></span></p>
<h2>Blues am Klavier lernen: Mehr als nur Akkorde</h2>
<p>Blues ist Leidenschaft, Sinnlichkeit, Groove und Genuss. Wenn du Blues am Klavier spielen möchtest, kannst du dich ganz einfach am Standard-12-Takt-Bluesschema bedienen und einen Blues spielen. Wirklich so einfach? Naja, nicht ganz.</p>
<p>Akkordfolgen wie das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">12-Takt-Bluesschema</a> oder ganz generell das Spielen einer x‑beliebigen Folge nach Akkordsymbolen sind definitiv essentiell wichtig. Um mit Bluespiano und Bluesimprovisation zu starten, das A und O!</p>
<p>Dazu habe ich bereits einen Artikel mit <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/"><strong>Beispielakkordfolgen</strong></a> zum Nachspielen geschrieben.</p>
<p>Allerdings ist die Akkordfolge nur das nackte Grundgerüst. Du musst es mit Leben füllen! Prinzipiell gilt das für jeden Song, egal welcher Musikrichtung. Aber für Bluessongs einmal mehr! Denn viele kleine Details, verschmierte Töne, Blue-Notes und Slides machen einen Blues erst zu dem, was er ist.</p>
<h2>Entdecke die wunderbare Welt des Bluespianospiels!</h2>
<p>Als Anfänger ist es selbstverständlich völlig legitim, dass du dich erst einmal um das grundlegende Akkordgerüst am Klavier kümmerst. Ohne das geht es schließlich kaum.</p>
<p>Aber wenn du schon einen Schritt weiter bist, wünschst du dir vielleicht mehr. Und das solltest du auch! Denn es <em>gibt</em> noch so viel mehr! Grandioses. Fantastisches aus der wunderbaren Welt der Bluesmusik. Da wäre es doch wirklich schade, wenn du den spannendsten und genussvollsten Teil des Bluespianospiels weglassen würdest!</p>
<h2>Deine Motivation für Bluespiano: Kennst du dein Ziel?</h2>
<p>Weißt du überhaupt, wo du hinwillst? Führe dir dein Ziel vor Augen! Denn genau das wird deine Begeisterung anfachen, dich immens motivieren und dein Klavierspiel spürbar voranbringen.</p>
<h3>Wo willst du mit deinem Blues am Klavier hin?</h3>
<p>Frage dich also, wie du gerne spielen würdest. Hast du einen Künstler, dessen Spielstil du liebst? Ray Charles, Otis Spann, James Booker? Welche Aufnahmen faszinieren dich?</p>
<p>Achte hierbei vor allem darauf, wie der Song von den Musikern gestaltet wird. Insbesondere vom Pianisten. Es ist weniger entscheidend, <em>welcher</em> Song es ist. Wichtiger ist, <em>wie</em> er gespielt wird.</p>
<h3>Vergleiche mit deinem Bluespianospiel!</h3>
<p>Und dann mach dir bewusst, wie du den Song selbst spielen würdest. Was genau ist der Unterschied in der stilistischen Gestaltung?</p>
<p>Oft ist es gar nicht so leicht, der Sache auf den Grund zu gehen.</p>
<p>Am besten probierst du es mit einem konkreten Song direkt am Klavier aus. Suche dir eine Aufnahme, bei der dich das Pianospiel fasziniert.</p>
<p>Falls du einen Vorschlag brauchst, vielleicht gefällt dir dieser 12-Takt-Bluessong, <em>Stormy Monday</em>, gespielt vom wunderbaren Bluespianisten James Booker:<br>
<iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/TNH6ckFaEJY" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p>Oder du hörst dir die beiden Bluessongs aus einem Schema von <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">8 Takten</a> an, die ich samt Akkordfolgen bereits ausführlich beschrieben habe.</p>
<p>Falls du dich für einen anderen Song entscheidest, entschlüssele die Akkordfolge nach Gehör oder suche sie dir online oder über die App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/">iReal Pro</a>. Und dann spiele den Song zum Vergleich nach.</p>
<p>Welchen Vergleich ziehst du? Falls du damit schon zufrieden bist, bist du entweder sehr genügsam oder bereits ein leidenschaftlicher Bluespianospieler.</p>
<p>Vielleicht merkst du aber auch sehr schnell, dass du durch ein einfaches Runterspielen der Akkordfolge nicht auch nur annähernd an das Pianospiel der Aufnahme herankommst. Irgendwie klingt es so ähnlich, aber es fehlt etwas. Im Grunde fehlt eine ganze Menge! Aber was eigentlich?</p>
<p>Wenn ich es in einem Wort zusammenfassen müsste, würde ich sagen, es fehlt das Bluesfeeling.</p>
<h2>Blues lernen am Klavier: Die Sache mit dem Bluesfeeling</h2>
<p>Du kannst dir noch so viel Mühe geben, die Folge entsprechend den Akkordsymbolen exakt nachzuspielen. So vieles ist aus der simpel dahingeschriebenen Akkordfolge jedoch einfach nicht ersichtlich. Dennoch ist diese Information für einen geübten Bluespianospieler durchaus ausreichend, um mehr daraus zu machen! Und für dich bald auch!</p>
<p>Im Grunde musst du dich von den Akkordtönen ein Stück weit lösen, sie ergänzen und bereichern, um genussvollem, authentischem Bluespiano eine Chance geben zu können.</p>
<p>Klingt wie Hokuspokus?</p>
<p>Vielleicht ein bisschen. Magisch ist es definitiv. Aber kein Hexenwerk in der Umsetzung!</p>
<p>Machen wir uns auf die Suche nach dem magischen Bluesfeeling am Klavier. Was kannst du also konkret tun? Wie kommst du mit deiner Version des Bluessongs näher an die so faszinierende Bluespianoaufnahme heran?</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/bluespiano-lernen/klavier-blues-piano.jpg" alt="Blues am Klavier spielen" width="800" height="533"></p>
<h2>Bluespiano spielen: Tipps und Tricks für die Gestaltung eines Blues am Klavier</h2>
<p>Ich habe für dich ein paar grundlegende Tipps und Tricks für genussvolles Bluespiano herausgesucht, wie sie auch die Profis ausgiebig verwenden. Du kannst diese Gestaltungsmittel in zahlreichen Songs aus dem Blues und darüber hinaus hören und selbst verwenden. Oft wirken sie vielleicht wie belanglose Kleinigkeiten. Deren Wirkung ist allerdings deutlich größer!</p>
<p>Sowohl dein Spiel- als auch Hörgenuss profitieren gleichermaßen unglaublich davon. Versprochen. Nach der Bluestonleiter wirst du hier übrigens vergeblich suchen. Die brauchen wir dafür nicht.</p>
<p>Es wird spannend! Legen wir los mit ganz konkreten Tipps für Blues am Klavier.</p>
<h3>Schräge Töne beim Bluespiano</h3>
<p>Der Blues lebt davon, dass Töne beigemischt werden, die <em>nicht</em> zum Akkord oder zur entsprechenden Tonleiter gehören. Das Danebenliegen macht den Charakter eines Blues mit aus. Du bist also herzlich eingeladen, mit deinen Fingern daneben zu langen.</p>
<p>Prinzipiell kannst du jeden Ton einbauen, den du auf der Klaviatur finden kannst. Wirklich jeden! Und vielleicht ahnst du jetzt auch schon, wie hilfreich diese Tatsache für dich sein wird?</p>
<p>Naja, bis es ganz offensichtlich ungünstig klingt, muss schon einiges zusammenkommen. Wirklich falsche Töne gibt es ja nicht. Du spielst vielleicht lediglich etwas anderes als beabsichtigt.</p>
<p>Das ist dein Vorteil, den du als Riesenchance begreifen solltest! Es hilft dir, dich mutig ans Experimentieren heranzuwagen. Auch bei etwaigem Lampenfieber erweist sich diese Tatsache als äußerst beruhigend!</p>
<p>Allerdings heißt das für dich auch: Wenn dein Blues nicht wie ein Dauerlangweiler klingen soll, <em>musst</em> du die Akkordtöne mutig verlassen. Die ganz besonders betörenden Töne liegen oft gerade einen Halbton <em>über</em> oder <em>unter</em> einem Akkordton.</p>
<p>Wage dich also vor ins Tonterrain der unbegrenzten Möglichkeiten und teste beliebige Töne beim Spielen aus. Die, von denen du denkst, dass sie ganz und gar nicht passen, probierst du erst recht. Und dann lässt du deine Ohren entscheiden, ob und wie viel Sinn ein Ton an einer bestimmten Stelle macht.</p>
<p>Der schräg klingende Ton kann aufgelöst werden oder auch nicht. Und du kannst beispielsweise auch zwischen akkordfremdem Ton und Akkordton hin- und herpendeln. Wichtig ist, dass du wirklich mutig ausprobierst und dir neue Möglichkeiten erschließt. Nur wenn du deinen Horizont im Hören und Spielen erweiterst, kannst du einen kreativen Bluesstil am Klavier entwickeln.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignnone" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/bluespiano-lernen/blues-klavier-lernen.jpg" alt="Blues lernen am Klavier" width="1000" height="667"></p>
<h3>Die Blue-Note Mollterz beim Blues am Klavier</h3>
<p>Zumindest <em>einen</em> schrägen Ton, meine Lieblings-Blue-Note, möchte ich dir jetzt etwas genauer vorstellen. Und sehr ans Herz legen! Es ist die kleine Terz oder Mollterz.</p>
<p>Häufig ist die Terz nicht festgelegt auf Dur- oder Mollterz, also große oder kleine Terz. Das betrifft alle Musikrichtungen, in denen schräge Töne gerne gesehen sind. Also weite Teile des Jazz. Und ganz besonders Blues und Gospel!</p>
<p>Die kleine Terz mag ich ganz besonders gerne und dementsprechend ausgiebig kommt sie bei mir auch zum Einsatz. Wenn du dir nur einen schrägen Ton merken willst, dann sollte es die Mollterz sein! Sie wird dein Bluespianospiel revolutionieren. Sowohl bei der Melodie, als auch ganz besonders in der Harmonisierung.</p>
<h4>Merke dir die Mollterz der Tonika!</h4>
<p>Die kleine Terz der Tonika, also des Grundakkordes, darfst du dir übrigens für den ganzen Song merken! Warum? Du wirst merken, diese Taste macht sich nicht nur beim Tonikaakkord gut!</p>
<p>Wie auch immer der konkrete Bluessong strukturiert ist, er wird neben der Tonika sicherlich auch Subdominante (IV) und Dominante (V) enthalten. Die Mollterz der Tonika ist auch gleichzeitig die kleine Septime der Subdominante und die übermäßige Quinte bei der Dominante! Volltreffer. So hast du mit dieser einen Taste dein Universum der schrägen Töne schon deutlich erweitert.</p>
<h4>Mollterz der Tonika am Beispiel von F‑Dur</h4>
<p>Nehmen wir zum Beispiel einen Blues in F‑Dur. Die Durterz ist A. Die Mollterz einen Halbton tiefer, also A♭. Für diesen Song solltest du dir also A♭ merken. Der Ton A♭ erweitert den Dreiklang der Subdominante B♭ zum Septakkord B♭7. A♭ erweist sich also auch bei der Subdominante als sehr nützlich.</p>
<p>Aber es kommt noch besser. Du kannst das A♭ nämlich auch im Dominantseptakkord C7 hervorragend gebrauchen. A♭ ist hier kein Akkordton. Das wäre höchstens bei C<sup>+5</sup> der Fall. Das A♭ entspricht nämlich der übermäßigen Quinte.</p>
<p>Die Theorie ist aber gar nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, wie vortrefflich es klingt! Probiere es aus und spiele ein A♭ zum C7-Akkord. Du bekommst eine Dissonanz allererster Sahne, die Bluesherzen höher schlagen lässt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/bluespiano-lernen/klavier-blues-mollterz.jpg" alt="Bluespiano spielen: Schräge Töne" width="1000" height="667"></p>
<p>Es gibt also vielfältige Einsatzmöglichkeiten für die Mollterz der Tonika! Selbstverständlich kannst du aber dein Augenmerk auch auf die Mollterz des jeweils gespielten Akkordes legen.</p>
<h4>Die Mollterz in der Bluesbegleitung</h4>
<p>Das Pendeln zwischen kleiner und großer, also Moll- und Durterz solltest du unbedingt verinnerlichen. Im Blues wird das sehr, wirklich sehr oft verwendet. Im Akkordschema tauchen die Wechsel zwischen Dur und Moll nicht auf. Sie sind auch nicht zwingend notwendig, um den Song zu spielen. Aber sie sorgen für einen spannenden bluestypischen Sound.</p>
<h4>Wie lässt sich das am Klavier umsetzen?</h4>
<p>Die Akkorde sind in Dur aufgeschrieben. Das ist auch das Tongeschlecht, in das sich die Harmonien im Normalfall letztlich auflösen. Wenn du vorher kurz die Mollterz spielst, erzeugst du eine spannende Reibung und damit einen bluestypisch genussvollen Reiz für die Ohren.</p>
<p>Prinzipiell kannst du das Pendeln von Moll nach Dur im Einzelnen nach deinem eigenen Belieben gestalten. Eine häufig verwendete, praktische und gut klingende Variante funktioniert über Slides, also das Gleiten von einem Ton auf der Klaviatur zum anderen.</p>
<p>Wenn du einen Akkord anschlägst, gleitest du mit deinem Finger von der kleinen zur großen Terz. Kurz bevor du den Durakkord spielst, lässt du somit die Mollterz erklingen. Du rutschst also über die Mollterz in den Durakkord.</p>
<p>Slides von schwarzen zu weißen Tasten funktionieren natürlich ganz besonders gut. Einer von mehreren Gründen, warum ich F‑Dur liebe! Denn das Sliden von kleiner zu großer Terz ist hierbei nämlich auch bei Dominante (&nbsp;C&nbsp;) und Subdominante (B♭) äußerst bequem.</p>
<p>Bei häufigerem Anschlagen eines Akkordes kannst du das Sliden von Moll nach Dur gerne jedes Mal einbauen. Im Blues kann es kaum zu viel davon geben! Es ist einfach zu schön. Häufig wird der geslidete Akkord sogar durchweg zum Standard. Es lohnt sich also sehr, diesen Dauerbrenner gut zu üben und zu verinnerlichen.</p>
<p>Grundsätzlich gilt aber: Mach es, wie es deinem persönlichen Geschmack entspricht. Ob du den Moll-Dur-Slide nur gelegentlich oder intensiv nutzen möchtest, obliegt letztlich voll und ganz deiner eigenen Vorliebe. Um das entscheiden und flexibel dosieren zu können, solltest du ihn aber unbedingt kennen und parat haben.</p>
<h3>Slides für einen bluestypischen Spielstil am Klavier</h3>
<p>Slides sind ein hervorragendes Mittel, um deinen Blues stilistisch zu verfeinern. Nicht nur beim Moll-Dur-Slide. An allen möglichen Stellen kannst du Slides einbauen. Es klingt wie ein Verschmieren von Tönen und erzeugt eine spannende Chromatik. Meistens passt es besonders gut, wenn du vom akkordfremden zum akkordeigenen Ton slidest.</p>
<p>Von schwarzen nach weißen Tasten slidest du gut mit einem Finger. Wenn es dir lieber ist, kannst du aber auch zwei verschiedene Finger dafür nehmen. Von Weiß nach Schwarz geht es dagegen nur mit zwei Fingern. Aber unabhängig davon, wie genau du es umsetzt: Du solltest unbedingt Gebrauch davon machen!</p>
<p>Ich gebe es zu, Special Showacts sind Slides eher nicht. Doch diese kleinen, feinen Verzierungen heben dein Klavierspiel allgemein auf ein höheres Level. Ihre großartige Wirkung entfaltet sich insbesondere dann, wenn du sie regelmäßig in dein Bluespianospiel integrierst. Mit Slides kannst du relativ einfach einen wunderbar bluestypischen Spielstil kreieren.</p>
<h3>Vorschläge im Blues am Klavier</h3>
<p>Ähnlich wie Slides und nicht immer genau voneinander abgrenzbar sind Vorschläge. Im Gegensatz zu den Slides sind Vorschläge im Übergang weniger kontinuierlich. Die zwei Töne werden stärker als einzelne wahrgenommen. Vorschläge können außerdem auch über Ganztonschritte oder größere, beliebige Intervalle gespielt werden.</p>
<p>Auch hier landest du auf deinem Zielton erst nach kurzem Anschlagen eines anderen Tones. Du kannst es von jedem beliebigen Ton aus versuchen. Solange du nach dem Vorschlag auf einem Akkordton landest, bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite.</p>
<p>Deiner Experimentierfreude sind aber selbstverständlich keine Grenzen gesetzt. Ausgiebiges Experimentieren ist Pflicht. Nur so bekommst du ein Gefühl dafür, was geht und was nicht und was deine liebsten Früchte auf der Torte sind.</p>
<p>An das Spielen von Vorschlägen solltest du nicht nur bei der Melodie denken. Sie machen sich auch in der Begleitung sehr gut. Eine unkomplizierte Variante wären hier Vorschläge von einem Akkordton zu einem anderen Ton des Drei- oder Vierklangs.</p>
<h3>Doppelvorschläge und Schleifer für Bluespiano</h3>
<p>Du kannst einen Ton auch über <em>mehrere </em>andere anspielen! Es handelt sich dann nicht mehr um einen <em>einfachen </em>Vorschlag. Spielst du den Zielton über zwei andere Töne an, hast du einen Doppelvorschlag. Die Schleifer können aber auch noch länger sein und sich über mehrere Töne erstrecken.</p>
<p>Die Varianten, in Töne sozusagen hineinzurutschen ist vielfältig und faszinierend. Mit solchen Verzierungen bereicherst du dein Klavierspiel und deine Improvisation immens! Sie sind gut und einfach umzusetzen, machen beim Spielen richtig viel Spaß und passen bei vielen Musikrichtungen ganz hervorragend.</p>
<p>Gerade für Bluespiano solltest du Slides, Vorschläge, Doppelvorschläge und Schleifer – also das Anspielen von Tönen über andere – unbedingt in dein gestalterisches Standardrepertoire aufnehmen!</p>
<h3>Arpeggios oder rollende Akkorde im Voicing für Bluespiano</h3>
<p>Im Blues werden die harmonisierenden Töne gerne nacheinander gespielt. Und zwar so, als ob du in einem Schwung über die Saiten einer Harfe streichen würdest. Die einzelnen Akkordtöne werden meistens von unten nach oben schnell nacheinander gespielt. Nicht gleichzeitig, aber doch in einem Rutsch, als Einheit.</p>
<p>Egal, ob du solche Arpeggios oder rollende Akkorde nur spärlich oder exzessiv verwenden willst: Für das Spielen von Blues am Klavier solltest du sie definitiv beherrschen. Denn damit verleihst du bei deiner Bluesbegleitung selbst simpelsten Standardakkorden Laszivität, Charme und Genuss!</p>
<h3>Tremolo für Blues am Klavier</h3>
<p>Nicht immer geht es nur von unten nach oben durch die Akkordtöne. Beim Tremolo bringst du den ganzen Akkord zum Vibrieren. Dazu nutzt du die Drehbewegung deines Handgelenks.</p>
<p>Die einzelnen Akkordtöne werden schnell wechselweise in einem fort angeschlagen. Damit erzeugst du einen bebenden Klangeffekt. Die Saiten des Klaviers werden immer wieder neu angeschlagen und so kannst du hierbei auch die Lautstärke verändern und beispielsweise effektvolle Steigerungen erzeugen.</p>
<p>Setze das Tremolo von Akkorden im Bluespiano ein, wann immer du Lust darauf hast! Es kann auffällig ausgedehnt werden oder nur ganz kurz sein. Sich über eine Vielzahl von Tönen erstrecken oder sich auf nur zwei beschränken. Über größere Intervalle wie eine Oktave. Oder nur über eine Terz. Ich liebe das Tremolo beim Blues am Klavier. Du vielleicht bald auch?</p>
<p>Hier in <em>A Bit of Soul</em>, gespielt von Ray Charles, kannst du an mehreren Stellen Tremoli hören:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/tk6GlwpYqP4" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<h2>Fazit: Bluespiano lernen</h2>
<p>Wenn du Bluespiano lernen möchtest, verinnerliche neben den <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Akkorden</a> auch eine bluestypische Gestaltung. Denn erst diese macht einen Blues am Klavier so richtig reizvoll, indem du eine bloße Akkordfolge kreativ ausgestaltest.</p>
<p>Bluestypische Details, beispielsweise akkordfremde Töne, Slides, Vorschläge und Tremoli, machen am Klavier den Unterschied. Sie heben dein Bluespianospiel auf ein höheres Level und sorgen dafür, dass der von dir gespielte Blues auch wirklich wie einer klingt. Voller Genuss und Leidenschaft.</p>
<p>Also ran an die Klaviatur. Teste es aus!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Bluesakkordfolgen als Grundlage für erfolgreiche Bluesimprovisation</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Bluespiano lernen: So spielst du Blues am Klavier mit Genuss!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Akkorde für Blues am Klavier: Mit einfachen 8‑Takt-Akkordfolgen zur erfolgreichen Bluesimprovisation</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 14 May 2021 12:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[Blues]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du möchtest Blues am Klavier spielen? Mit ein paar wenigen Akkorden ist das ganz einfach möglich. Anhand von konkreten Bluessongs stelle ich dir zwei achttaktige Akkordfolgen vor, mit denen du auch abseits vom gut bekannten zwölftaktigen Bluesschema Bluesimprovisation lernen und weiterentwickeln kannst. Das 12-Takt-Bluesschema, der Klassiker! Wenn es unter Musikern spontan heißt, „Lasst uns einen [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Akkorde für Blues am Klavier: Mit einfachen 8‑Takt-Akkordfolgen zur erfolgreichen Bluesimprovisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du möchtest Blues am Klavier spielen? Mit ein paar wenigen Akkorden ist das ganz einfach möglich. Anhand von konkreten Bluessongs stelle ich dir zwei achttaktige Akkordfolgen vor, mit denen du auch abseits vom gut bekannten zwölftaktigen Bluesschema Bluesimprovisation lernen und weiterentwickeln kannst.<span id="more-8746"></span></p>
<h2>Das 12-Takt-Bluesschema, der Klassiker!</h2>
<p>Wenn es unter Musikern spontan heißt, „Lasst uns einen Blues in F‑Dur spielen!“, dann ist damit das 12-Takt-Bluesschema gemeint. Dieses Akkordschema findet aber nicht nur im Blues Anwendung, sondern auch in zahlreichen anderen Musikrichtungen von Rockabilly bis Pop.</p>
<p>In aller Kürze sieht das 12-Takt-Bluesschema so aus:<br>
| I | I | I | I |<br>
| IV | IV | I | I |<br>
| V | IV | I | V7:|</p>
<p>12 Takte bestehend aus Tonika (I), Subdominante (IV) und Dominante (V). Ausführlicher findest du das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">hier</a>, wobei in diesem Beispiel eine Variation am Ende für den Turnaround enthalten ist.</p>
<h2>Varianten des 12-Takt-Bluesschemas: Vierklänge, Quick Change, Turnaround</h2>
<p>Das Akkordschema kann durch viele verschiedene, größere und kleinere Variationen abgeändert, bereichert und weiterentwickelt werden. Beispielsweise können Dreiklänge ganz oft zu Septakkorden ergänzt werden. Oder du fügst immer wieder Sexten hinzu.</p>
<p>Im zweiten Takt wird die Tonika häufig durch die Subdominante ersetzt, was als Quick Change bezeichnet wird. Du findest den Quick Change beispielsweise im bekannten und wunderschönen Song <em>St. Louis Blues</em>.</p>
<p>Auch der Turnaround am Ende kann unterschiedlich gestaltet werden und sich über einen oder zwei Takte erstrecken. Das erkläre ich dir <a href="#turnaround">weiter unten im Artikel</a> genauer.</p>
<p>Aber ganz egal, was du veränderst, hinzufügst oder weglässt – das Grundschema der 12 Takte bleibt stets vorhanden. Es sind IMMER 12 Takte. Sonst ist es kein 12-Takt-Bluesschema. Eigentlich logisch, oder?</p>
<h2>Bluesschema aus 8&nbsp;Takten</h2>
<p>Wer jetzt allerdings meint, ein Blues besteht immer aus 12 Takten, der irrt sich gewaltig! Mindestens genauso häufig, vermutlich sogar deutlich häufiger, besteht ein Bluessong aus einem Schema mit 8&nbsp;Takten, die sich stets wiederholen. Nein, eine Statistik zur Häufigkeit der Akkordschemata ist mir nicht bekannt. Aber du kannst ja selbst einmal zuhören, auf die Takte aufpassen und dir einen Überblick verschaffen.</p>
<p>8 Takte sind unsere Ohren meist sogar besser gewohnt, was dir beim Spielen definitiv entgegenkommt. Außerdem musst du dir nur Akkorde für 8 Takte merken. Statt ganze 12. Klingt gut, oder? Wir sollten uns also 8‑Takt-Schemata einmal genauer ansehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/blues-akkordfolgen-klavier/akkordfolgen-blues-8-takte-klavier.jpg" alt="Blues am Klavier spielen mit Beispielsongs für Improvisation" width="800" height="533"></p>
<h2>Blues spielen mit Bluesfeeling</h2>
<p>Eines noch vorneweg: Nicht allein die Akkordfolge macht einen Song zu einem Blues. Wichtig sind ein charakteristisch bluesiger Rhythmus, die Melodie, schräge Töne, typische Gestaltungsmittel wie Slides und vieles mehr. Wie du einen <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">bluestypischen Spielstil</a> entwickelst, erkläre ich ausführlich in einem anderen Artikel.</p>
<p>Aber am Anfang davon steht für ein Harmonieinstrument wie <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">Klavier</a>, Akkordeon, Gitarre oder <a href="https://musikbegeisterung.de/melodica-lernen/">Melodica</a> das Akkordschema! Darauf aufbauend kannst du einen Blues kreieren, der unter die Haut geht.</p>
<p>Bereit?</p>
<h2>Beispiele für 8‑Takt-Akkordschemata in Bluessongs</h2>
<p>Ich möchte dir zwei 8‑Takt-Akkordschemata vorstellen, die sich großartig für einen Blues eignen. Das Praktische an den beiden Akkordfolgen ist, dass sie sich nur in der ersten Hälfte unterscheiden. Genau genommen sogar nur in Takt&nbsp;2 und 3.</p>
<p>Die zweite Hälfte ist ein ganz normaler, typischer Abschluss mit Überleitung zur nächsten Runde und ist nicht nur bei den beiden von mir gewählten Songs gleich. Auch ganz viele andere gehen so oder so ähnlich zu Ende. Jetzt aber zu den konkreten Songs.</p>
<h3>Beispiel 1: 8‑Takt-Akkordschema <em>How Long Blues<br>
</em></h3>
<p>Als erstes stelle ich dir ein Akkordschema aus 8 Takten vor, wie es im Song <em>How Long Blues</em> in folgender Aufnahme von Jools Holland am Piano zu hören ist:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/3AAS9uasHCE" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"><span style="display: inline-block; width: 0px; overflow: hidden; line-height: 0;" data-mce-type="bookmark" class="mce_SELRES_start">﻿</span></iframe></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Akkordschema 8‑Takt-Blues <em>How Long Blues</em>:</span></p>
<p>| I | I7 | IV7 | I |</p>
<p>| I | V7 | I IV7 | I V7:|</p>
<p>Für <strong>F‑Dur</strong> wären das dann die folgenden Akkorde:</p>
<p>| F | F(7)/E♭ | B♭7 | F |</p>
<p>| F | C7 | F B♭7 | F C7:|</p>
<p>Das ganze Akkordschema besteht lediglich aus Tonika, Dominante und Subdominante. Der Septakkord im zweiten Takt erzeugt eine reizvolle Steigerung und Überleitung zur Subdominante in Takt 3. Dabei klingt es sehr gut, die Septime auf der Klaviatur im Bass zu greifen.</p>
<p>Auch wenn das Akkordsymbol dafür auf den ersten Blick etwas kompliziert aussieht, ist es also gar keine große Sache. Die Septime ist lediglich ein kleiner Zusatz, aber mit großer Wirkung! Eine enorme Bereicherung gerade für Bluessongs im Stil des betrachteten Beispielsongs.</p>
<h3>Beispiel 2: 8‑Takt-Blues <em>Tain’t Nobody’s Biz’ness if I do</em></h3>
<p>Und ich habe noch ein zweites 8‑Takt-Akkordschema für dich, das sich ebenso hervorragend für einen Blues eignet. Darauf beruht der Song <em>Tain’t Nobody’s Biz’ness if I do</em>. Die folgende Aufnahme von Jay McShann ist ein wunderbares Beispiel für einen genussvollen langsamen Blues:</p>
<p><iframe loading="lazy" title="YouTube video player" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/HvDS3evYc0k" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Akkordschema 8‑Takt-Blues <em>Tain’t Nobody’s Biz’ness if I do</em>:</span></p>
<p>| I | III7 | IV | I |</p>
<p>| I | V7 | I IV7 | I V7:|</p>
<p>Für <strong>G‑Dur</strong> wie in der Aufnahme hast du dann folgende Akkorde:</p>
<p>| G | H7 | C | G |</p>
<p>| G | D7 | G C7 | G D7:|</p>
<p>Die Spannung in dieser Akkordfolge wird im zweiten Takt mit der dritten Stufe erzeugt. Die Harmonien in Takt&nbsp;2 und 3 charakterisieren die Akkordfolge. Den Rest kennst du schon aus dem ersten Beispiel. Eine solche Ähnlichkeit ist gerade im Blues kein großer Zufall.</p>
<p>Die beiden Beispiellieder sind nur zwei aus einer riesigen Fülle an Songs, die sich an genau dem gleichen oder einem ganz ähnlichen Akkordschema bedienen.</p>
<h2>Songaufbau bei 8‑Takt-Bluesschemata</h2>
<p>Die 8 Takte werden in der Regel stets wiederholt. Oft für den ganzen Song. Ohne Unterteilung in Verse und Chorus.&nbsp; Auch bei den beiden Beispielsongs ist das so.</p>
<p>Das macht das Improvisieren besonders einfach. Auch beim völlig spontanen Spielen bei Jam Sessions kommt dir das sehr entgegen. Denn nach spätestens 8&nbsp;Takten kennst du den ganzen Song!</p>
<h3>Die ersten vier Takte einer 8‑Takt-Akkordfolge</h3>
<p>Das Akkordschema ist wie eine Erzählung oder ein Gespräch aufgebaut. Im ersten Teil wird ein Sachverhalt geschildert, eine Frage gestellt oder auf eine Problematik hingewiesen. Der erste Part baut Spannung auf und fordert somit eine Antwort oder Erklärung.</p>
<h3>Die zweiten vier Takte einer 8‑Takt-Akkordfolge</h3>
<p>In der zweiten Hälfte des Akkordschemas folgt die Antwort. Es ist zunächst der erklärende, beschwichtigende Part. Die Spannung wird herausgenommen. Erst ganz am Ende erfolgt mit dem Turnaround wieder ein Spannungsaufbau. Es ist wie eine Nachfrage anzusehen, die den ersten Part dazu bringt, wieder loszulegen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/blues-akkordfolgen-klavier/bluespiano-akkordfolge-f-dur.jpg" alt="Bluesakkordfolgen am Klavier: Beispiel F-Dur" width="800" height="533"></p>
<h2 id="turnaround">Turnaround in Bluesakkordfolgen</h2>
<p>Der Turnaround befindet sich zwar ganz am Ende einer Akkordfolge, nimmt aber eine zentrale Rolle in einem Song ein. Er ist sozusagen der Motor, der die Geschichte oder das Gespräch antreibt und stets für eine neue Runde sorgt. Fällt er weg, wird das Ende des Songs erwartet. Das betrifft das 12-Takt-Bluesschema genauso wie 8‑Takt-Akkordfolgen.</p>
<p>Der Turnaround kann in vielen verschiedenen Varianten gespielt werden. Zwei einfache Turnarounds, die im Grunde immer passen, stelle ich dir im Folgenden kurz vor.</p>
<p>Ziel des Turnarounds ist allgemein, am Ende zum Dominantseptakkord (V7) zu gelangen. Dieser leitet zur Tonika über und verlangt einen Start von vorn.</p>
<h3>Einfacher eintaktiger Turnaround</h3>
<p>Es geht ganz simpel, indem du einfach im letzten Takt den Dominantseptakkord spielst. Für den ganzen letzten Takt oder auch nur für die Schläge 3 und 4 dieses Taktes. Die Akkorde in den letzten beiden Takten sehen dann so aus:</p>
<p>| I | V7 | oder</p>
<p>| I | I V7 |</p>
<p>In <strong>F‑Dur</strong>:</p>
<p>| F | C7 | oder</p>
<p>| F | F C7 |</p>
<p>Beim 8‑Takt-Bluesschema wären das also die Takte 7 und 8. Beim 12-Takt-Bluesschema die Takte 11 und 12. Zum besseren Überblick und Vergleich mit einem zweitaktigen Turnaround habe ich den letzten und vorletzten Takt aufgeschrieben. Der eigentliche Turnaround findet allerdings erst mit dem Dominantseptakkord im allerletzten Takt statt. Deshalb eintaktiger Turnaround.</p>
<p>Es ist der einfachste Turnaround, den du auf jeden Fall auf Lager haben solltest. Denn du kannst ihn im Grunde immer verwenden. Insbesondere ist er dann super geeignet, wenn du eine Vereinfachung brauchst oder du es für einen konkreten Song weniger schnörkelig, dafür direkter magst. Bei schnelleren Tempi ist diese Variante außerdem sehr zu empfehlen, da ein Turnaround mit häufigeren Akkordwechseln (wie im folgenden zweiten Beispiel) dann viel zu gehetzt wirkt.</p>
<p>Die beiden beschriebenen Akkordfolgen verwenden einen zweitaktigen Turnaround, wie er in langsamen Bluessongs gut zur Geltung kommt. Nichtsdestotrotz könntest du die beiden letzten Takte auch mit der einfachen Variante ersetzen. Probiere es einfach mal aus.</p>
<h3>Zweitaktiger Turnaround im Blues</h3>
<p>Der Turnaround kann auch mehrere Akkordwechsel beinhalten und sich über zwei Takte erstrecken. Die Überleitung in die neue Runde wird dadurch frühzeitig angedeutet und ausgekostet. Dieser Turnaround kann zu einem wahren Höhepunkt des Songs ausgestaltet werden.</p>
<p>Gerade für langsameren Blues eignet sich ein zweitaktiger Turnaround wahnsinnig gut. Da hast du viel Zeit, um die zusätzlichen Akkordwechsel zu genießen und damit zu spielen.</p>
<p>Und weil die folgende Variante einfach so wunderbar ist, findest du sie auch in zahlreichen Bluessongs wieder:</p>
<p>| I IV7 | I V7 |</p>
<p>In <strong>F‑Dur</strong> als Beispiel:</p>
<p>| F B♭7 | F C7 |</p>
<p>Schon im vorletzten Takt wird die Überleitung vorbereitet. Durch die häufigeren Akkordwechsel wird mit dem Spannungsaufbau etwas gespielt, bevor der Dominantseptakkord erreicht wird und ein eindeutiges Signal zur Überleitung in die neue Runde gibt.</p>
<p>Dieser Turnaround wird auch in den beiden Beispielsongs verwendet. Höre dir die Songs am besten noch einmal an und pass auf, wie der Turnaround klingt.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/blues-akkordfolgen-klavier/blues-improvisation-akkordschema.jpg" alt="Bluespiano mit 8-Takt-Akkordschemata" width="800" height="533"></p>
<h2>Improvisieren über 8‑Takt-Bluesakkordfolgen am Klavier</h2>
<p>Die beiden vorgestellten Songs mit ihren Akkordfolgen kannst du hervorragend als Grundlage für Bluesimprovisationen am Klavier nutzen. Spiele zunächst die Songs mit ihrer Melodie oder einer Variation davon nach. Vielleicht magst du zu deiner Begleitung auch summen oder singen.</p>
<p>Ein konkreter Song im Ohr ist oft äußerst hilfreich. Denn du kannst dich davon inspirieren lassen. Meistens fällt es leichter, davon ausgehend in die <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Improvisation zu starten</a>.</p>
<p>Sobald du die Akkordfolge in den Fingern und im Ohr hast, ist Improvisieren in Endlosschleife angesagt. Eigene Melodien und deine persönlichen Akzente in Bass und Begleitung. Einmal zart mit höheren Tönen. Dann wieder kräftig in der mittleren Lage mit starker Bassunterstützung.</p>
<p>Welche Töne passen besonders gut? Wie kannst du akkord- und tonartfremde Töne in Begleitung und Melodie für dich nutzen? Wie lässt sich der Rhythmus spannend gestalten? Mit einem Harmonieinstrument wie dem Klavier hast du einen riesigen Spielraum zur Songgestaltung, den du unbedingt austesten solltest.</p>
<p>Spiele mit der Vielzahl an Möglichkeiten zur musikalischen Gestaltung. Bringe deine Kreativität zu Gehör und experimentiere mutig! Probiere meine Tipps aus und teste deine eigenen Ideen. Eine Runde nach der anderen. Unpassende Töne bringen dir ebenso neue Erkenntnisse wie exzellent getroffene.</p>
<p>Das Sammeln von Erfahrungen ist beim Improvisieren Pflicht. Ausdauernde Wiederholungen geben dir zahlreiche Chancen für Tests. Und ganz nebenbei wird die Akkordfolge deinen Ohren und Fingern bestens geläufig und verselbstständigt sich schließlich auf wundersame Art und Weise. Zum intensiven Hör- und Spielgenuss deiner eigenen Performance ist es dann nicht mehr weit.</p>
<p>Ich persönlich genieße es auch ganz besonders, zu meiner Klavierbegleitung zu <strong>singen</strong>. Warum, das erzähle ich dir <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">in diesem Artikel</a>.</p>
<p>Falls du dein Klavierspiel nach Akkorden mit einem Onlinekurs weiterentwickeln möchtest, schau dir meinen Artikel zu <a href="https://musikbegeisterung.de/online-klavier-lernen-freiklavierspielen-erfahrungen/" target="_blank" rel="nofollow noopener">Freiklavierspielen</a> an.<br>
👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Tipps für einen kreativen Bluesstil am Klavier</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Akkorde für Blues am Klavier: Mit einfachen 8‑Takt-Akkordfolgen zur erfolgreichen Bluesimprovisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Jam Session für Anfänger: Warum du dich trauen solltest und was du dabei lernst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 23:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hast du schon einmal bei einer Jam Session mitgespielt? Oder wenigstens bei einer Jam Session zugehört? Musiker treffen sich und spielen spontan, worauf sie gerade Lust haben. Der Gedanke, mitzuspielen zaubert dir ein sehnsüchtiges Lächeln ins Gesicht? Mit diesem Artikel möchte ich dich ermutigen, dich zu trauen! Du erfährst, warum es sich definitiv lohnt, bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session für Anfänger: Warum du dich trauen solltest und was du dabei lernst</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hast du schon einmal bei einer Jam Session mitgespielt? Oder wenigstens bei einer Jam Session zugehört? Musiker treffen sich und spielen spontan, worauf sie gerade Lust haben. Der Gedanke, mitzuspielen zaubert dir ein sehnsüchtiges Lächeln ins Gesicht? Mit diesem Artikel möchte ich dich ermutigen, dich zu trauen!<span id="more-5061"></span></p>
<p>Du erfährst, warum es sich definitiv lohnt, bei einer Jam Session mitzuspielen. Außerdem zeige ich dir, welche wertvollen Erfahrungen du dabei sammeln kannst. Was genau du für Jam Sessions nachhaltig üben kannst, erfährst du ausführlich <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">in diesem Artikel</a>. Darüber hinaus habe ich auch ein paar <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">kurzfristige Übetipps</a> für dich.</p>
<p>Es wird sich auf einen Song geeinigt, Tonart und Tempo abgestimmt und dann geht es auch schon los. Soli werden reihum gespielt oder wer gerade Lust hat, spielt spontan eines. Wie viele Durchläufe es gibt und wann ihr den Song beendet – das steht noch nicht fest. Lass dich auf die Musik ein, höre zu und spiele mit!</p>
<h2>Was ist eine Jam Session?</h2>
<p>Vielleicht fragst du dich, was genau eine Jam Session ausmacht? Musiker treffen sich und spielen (mehr oder weniger) spontan zusammen. Manchmal ist ein Notenrepertoire zur Auswahl von Songs vorhanden. Manchmal nicht. Eine Jam Session kann öffentlich oder privat stattfinden. Mit oder ohne Publikum. Auf Profi- oder Hobbyniveau.</p>
<p>Wie du siehst, können die Rahmenbedingungen einer Jam Session ganz unterschiedlich sein. Doch eines ist bei aller Vielfalt gleich: Der Grundgedanke, beim lockeren Zusammentreffen und gemeinsamen Musizieren ganz ungezwungen Spaß miteinander zu haben.</p>
<p>Vielleicht hast du schon einmal bei einer Jam Session zugehört und der Spaß, den die Musiker untereinander hatten, die Spontanität und Lockerheit haben dich sofort angesteckt?</p>
<p>Die Grenze zwischen Bühne und Publikum wird verwischt. Die Mitspielenden wechseln sich ab, wer nicht mehr auf die Bühne passt, spielt einfach vom Publikum aus mit. Immer wieder kommen weitere Gäste mit auffällig geformten Taschen herein, bei denen die Spannung steigt, welches Instrument hier ausgepackt wird.</p>
<p>Und du träumst davon, auch einmal bei einer Jam Session mitzuspielen? Das solltest du. Definitiv. Eine Jam Session ist lustig, inspirierend und lehrreich zugleich. Am Anfang brauchst du etwas Mut, aber es lohnt sich sehr, wenn du dich traust! Im Folgenden erkläre ich dir, warum.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-lustig-inspirierend-lehrreich.jpg" alt="Bei einer Jam Session mitspielen: lustig, inspirierend, lehrreich" width="650" height="433"></p>
<h2>Warum solltest du bei einer Jam Session mitspielen?</h2>
<p>Dafür nenne ich dir <strong>4 gute Gründe</strong>:</p>
<h3>1. Vielfältige Überraschungen für dich</h3>
<p>Eine Jam Session ist eine Wundertüte. Immer eine Überraschung. Die Musiker spielen spontan zusammen und du weißt nie genau, was dich eigentlich erwartet. Welche Songs werden gespielt? Wer kommt? Welche Ideen haben die anderen Musiker? Was fällt dir selbst zum Spielen ein? Du darfst bei einer Jam Session auf jeden Fall gespannt sein.</p>
<p>Falls du dich noch nicht so sicher fühlst, würdest du vielleicht genau auf diese Unvorhersehbarkeit lieber verzichten. Doch das spontane Zusammenspiel hat einen ganz besonderen Reiz, den du vielleicht erst einmal für dich entdecken musst!</p>
<p>Wenn du mit einer entspannten Erwartungshaltung hingehst und zunächst nicht den Anspruch einer konzertreifen Vorstellung erhebst, wird es dir deutlich leichter fallen, das ungezwungene Zusammenspiel zu genießen und an der spontanen Spielfreude teilzuhaben. Sei gespannt, was dich an diesem Abend erwartet. Auf alle Fälle ist dir eines sicher: Du wirst viele neue, wertvolle Eindrücke und Erfahrungen gewinnen.</p>
<h3>2. Ungezwungenes gemeinsames Musizieren</h3>
<p>Eine Jam Session bietet dir die Gelegenheit, ungezwungen und ohne weitere Verpflichtung mit anderen zusammen Musik zu machen. Ziel ist hier nicht, für einen Auftritt zu proben, sondern einfach das gemeinsame Musizieren im Hier und Jetzt zu genießen und die Kreativität und Spielfreude gemeinsam auszuleben.</p>
<p>Du darfst dafür <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">üben</a>, wenn du möchtest. Aber du musst nicht. Du trägst bei, was du kannst. Aber du musst keine vorgegebene Leistung erbringen. Eine regelmäßige Probe‑, Konzert- und Übeverpflichtung gibt es nicht. Wer also ohne jeglichen Druck gemeinsam mit anderen musizieren möchte, ist bei einer Jam Session genau richtig.</p>
<p>Einen ganzen Abend lang gibt es Livemusik, die du selbst mitgestalten darfst! Das ist einfach großartig. Ihr inspiriert euch gegenseitig und reagiert auf eure Spielideen. Zusammen kreiert ihr eure ganz eigene Version eines Songs – genau so, wie er euch gerade gefällt. Auch wenn sicherlich nicht jeder Song und jedes Solo gleichermaßen gelungen ist – zauberhafte Momente wird es für dich bestimmt geben!</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-spielen-barbesuch.jpg" alt="Eine Jam Session stellt einen normalen Barbesuch in den Schatten." width="650" height="433"></h3>
<h3>3. Geselliges Treffen mit Gleichgesinnten</h3>
<p>Dich mit anderen Musikern auf ein paar Songs zu treffen und einen geselligen Abend verbringen – was will man mehr? Wer Musik liebt und selbst Musik macht, bei dem stellt eine Jam Session einen normalen Barbesuch schnell in den Schatten.</p>
<p>Gute Musik trägt ganz erheblich zu guter Laune bei und erzeugt Glücksgefühle. Selbst musikalisch mitzuwirken, ist eine Herausforderung und verlangt Konzentration. Es ist also nicht die bequemste Variante, aber definitiv die inspirierendste und intensivste Art, Musik zu erleben.</p>
<p>Wenn du deine Leidenschaft mit anderen teilen kannst, ist das etwas Wunderbares. Bei einer Jam Session triffst du Gleichgesinnte, die fürs Musizieren genauso brennen wie du. Freu dich darauf, deine Mitmusiker kennen zu lernen und dich mit ihnen auszutauschen. Sowohl musikalisch beim gemeinsamen Spielen als auch bei unterhaltsamen – häufig musikspezifischen – Gesprächen am Rande der Session. Genieße einen inspirierenden und geselligen Abend zusammen mit anderen Musikbegeisterten!</p>
<h3>4. Lehrreiche Weiterentwicklung für dich</h3>
<p>Bei einer Jam Session kannst du einiges lernen. In vielerlei Hinsicht! Ganz besonders am Anfang, wenn das Spielen von Jam Sessions noch nicht zu deinem routinierten Tagesgeschäft gehört.</p>
<p>Du übst das Zusammenspiel mit anderen – mit allem, was dazugehört. Vom Einzählen bis zum gemeinsamen Abschluss. Du verbesserst das Spiel mit deinem Instrument, entwickelst dich musikalisch weiter, wirst mit der Zeit kreativer und mutiger. Nebenbei schulst du auch dein Gehör. Im <a href="#lernen">zweiten Abschnitt</a> dieses Artikels erfährst du ausführlich, was du bei einer Jam Session alles lernst.</p>
<p>Ein wesentlicher und unglaublich wertvoller Punkt ist auch, dass du merkst, welche Fähigkeiten für eine Jam Session erforderlich sind. Welche du bereits hast. Und welche du noch ausbauen solltest.</p>
<p>Aber bitte fühl dich auf keinen Fall schlecht dabei, wenn du dir deine Defizite bewusst machst. Ganz im Gegenteil: Es ist sehr hilfreich zu wissen, wo du mit deinem Musikinstrument hinmöchtest und eine Idee bekommst, was du dafür tun kannst.</p>
<p>Hierbei solltest du unbedingt kreativ werden und alle möglichen Lösungen in Betracht ziehen. Bei einer ungezwungenen Jam Session gibt es nämlich meistens <strong>viele verschiedene Möglichkeiten</strong>, einem Problem zu begegnen. Auch jede Menge wunderbar unkonventionelle, die aber keineswegs weniger zielführend sind.</p>
<h4><span style="text-decoration: underline;">Hierzu ein Beispiel:</span></h4>
<p>Ihr habt Noten für die Melodie, du spielst ein Melodieinstrument, aber was da steht, ist für dich zu kompliziert. Du hast das Gefühl, dass deine Fähigkeiten hierfür nicht ausreichen. Was kannst du tun, um trotzdem mitspielen zu können?</p>
<h4>1. Du übst das Stück zu Hause</h4>
<p>Wenn du das Stück zu Hause übst, bis du es kannst, bist du beim nächsten Mal gut vorbereitet. Keine schlechte Idee. Auch beim Format einer Jam Session ist es vorteilhaft, Fleiß zu zeigen.</p>
<p>Das Problem ist allerdings: Dir hilft das zwar bei diesem einen Stück, aber beim nächsten, das ihr spontan spielen wollt, hast du das gleiche Problem wieder.</p>
<h4>2. Du übst, besser vom Blatt zu spielen</h4>
<p>Eine sehr gute Idee, die du unbedingt langfristig verfolgen solltest! Wie du hier am besten vorgehst, erkläre ich dir in einem <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/">anderen Artikel</a>. Kurzfristig bringt dich diese Strategie leider nicht weiter.</p>
<h4>3. Du improvisierst völlig frei</h4>
<p>Bei einer Jam Session ist Improvisieren immer gut! Du musst nicht die Melodie spielen. Vielleicht kann sie ja jemand anderes. Höre zu und spiele, was dir einfällt.</p>
<p>Falls du noch keinerlei Erfahrung im Improvisieren hast, wäre auch das eine Fähigkeit, die es lohnt, sich langfristig anzueignen. Wie du dich hier am besten herantastest, erfährst du in <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">diesem Artikel</a>.</p>
<h4>4. Du vereinfachst die Melodie</h4>
<p>Bei einer Jam Session musst du nicht genau das spielen, was notiert steht. Lass komplizierte Details weg und vereinfache die Melodie so weit, dass du gut mitkommst. Eine gute Lösung für alle, die sich im völlig freien Improvisieren noch nicht so sicher fühlen und sich gerne <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">an einem Notengerüst orientieren</a>. Kurzfristig umsetzbar!</p>
<h4>Wähle deinen Weg!</h4>
<p>Wie du siehst, kannst du dich der Fragestellung mit ganz unterschiedlichen Ansätzen nähern. Bei einer Jam Session bekommst du nichts vorgeschrieben. Du darfst selbst entscheiden, in welcher Form du zu einem Song beitragen möchtest. Einen Königsweg gibt es nicht.</p>
<p>Verschiedene Optionen im Repertoire zu haben, ist definitiv von Vorteil. Es lohnt sich für dich, wenn du dich aus deiner Komfortzone zu wagst und dich austestest. Genauso okay ist es aber, (erstmal) den Weg zu wählen, mit dem du dich gerade am wohlsten fühlst und am einfachsten mitspielen kannst.</p>
<p>Und ganz egal, ob du konkret bestimmte Fähigkeiten weiterentwickelst oder sie anders ausgleichst: Sei raffiniert, steh mit Humor zu deinem (nicht) vorhandenen Können und hab Spaß!</p>
<p>Jedes Mal aufs Neue kannst du beim Spielen einer Jam Session vielfältige Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Welche das im Einzelnen sind, erfährst du jetzt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-mitspielen-wundertuete.jpg" alt="Eine Jam Session ist eine Wundertüte!" width="650" height="433"></p>
<h2 id="lernen">Was lernst du bei einer Jam Session?</h2>
<h3>Der Einstieg in einen Song: Tempo finden und einzählen</h3>
<p>One –, two –, one, two, three, four – und los geht’s! Einer übernimmt das Einzählen. Meistens der Perkussionist, wenn ihr einen habt. Sonst jemand anderes.</p>
<p>Vielleicht bist auch du es! Um ein passendes Tempo zu wählen, kann es sehr hilfreich sein, den Verse oder Chorus durchzugehen und dir zu überlegen, wie schnell du hier spielen willst. Beim häufig weniger bekannten Intro vergreift man sich sonst oft bei der Tempovorgabe. Außerdem kannst du dich – wenn vorhanden – an der Tempoangabe am Chord- oder Leadsheet orientieren oder dich mit deinen Mitmusikern abstimmen und nach Vorschlägen und Wünschen fragen.</p>
<p>Prinzipiell kann aber auch nicht so viel schief gehen, da ein Song in vielen verschiedenen Tempi gespielt werden und so seinen ganz eigenen Reiz bekommen kann. Im schlechtesten Fall groovt es nicht so richtig oder es hört sich etwas durchgehetzt an. Aber das alles ist nicht schlimm. Nicht bei einer Jam Session.</p>
<p>Wenn jemand anderes das Einzählen übernimmt, reicht es, wenn du aufmerksam auf das vorgegebene Tempo achtest und deinen Einsatz nicht verpasst. Falls du einen Auftakt spielen möchtest, gib ganz besonders Acht – denn wie du dir denken kannst, beginnst du, noch bevor one, two, three, four zu Ende gezählt ist. Du wärst aber auch nicht der erste, der den Auftakt vergeigt.</p>
<h3>Aufmerksam zuhören</h3>
<p>So aufmerksam wie bei meiner letzten Jam Session mit meinem Saxophon habe ich lange nirgendwo mehr zugehört! Gerade wenn du mit einem Melodieinstrument ohne Noten spielst und den Song noch nicht einmal kennst, bist du schlichtweg darauf angewiesen, den Song oder wenigstens dessen Harmoniefolge möglichst schnell zu erfassen, um selbst einsteigen zu können.</p>
<p>Harmonieinstrumente sind bei vorhandenen Chordsheets nicht ganz so stark auf das Hören angewiesen. Trotzdem fördert es euer Zusammenspiel enorm, wenn du dich nicht nur auf dich konzentrierst, sondern auch den anderen Instrumenten zuhörst. So könnt ihr besser interagieren und kreiert leichter gemeinsame Genussmomente.</p>
<p>Grundsätzlich hilft aufmerksames Zuhören auch zur Orientierung, wo ihr euch in der Struktur des Songs befindet. Ob der Chorus gerade nochmal dran ist oder schon wieder der Verse. Nur, falls du dir mal nicht sicher bist. Darf ja vorkommen!</p>
<h3>Dein Solo: Ergreife die Gelegenheit!</h3>
<p>Wann spielst du dein Solo? Wenn keine Reihenfolge festgelegt ist, fragst du dich das ganz zu Recht. Kein Wunder. Schließlich wird uns von klein auf beigebracht, den Finger zu heben, wenn wir etwas sagen wollen. Oder dass wir uns in einer Reihe anstellen und warten sollen, bis wir dran sind. Bei einer Jam Session kann es aber gut sein, dass es anders läuft!</p>
<p>Wenn ihr nichts abgemacht habt und auch keine gegenseitige Aufforderung durch Augenkontakt, Gesten oder Zuruf erfolgt, dann musst du dich selbst darum kümmern, dass du zu deinem Solo kommst. Das braucht am Anfang Entscheidungskraft und Mut. Zögere aber nicht zu lange, sonst wartest du womöglich, bis der Song vorbei ist!</p>
<p>Vielleicht willst du mit deinem Solo starten, bist dir aber nicht 100&nbsp;%ig sicher, ob nochmal der A‑Teil oder schon der B‑Teil kommt. Egal, trau dich trotzdem! Wenn du dich getäuscht hast, kannst du dein Spiel immer noch anpassen.</p>
<p>Vielleicht rechnest du damit, dass gleich jemand anderes sein Solo spielen will und startest deshalb nicht durch. Tu das nicht! Ohne dass jemand schon deutlich darauf hinspielt, kannst du das gar nicht wissen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Mein Tipp:</strong></span> Wie wäre es im Übrigen, wenn du selbst dein Solo rechtzeitig in die Hand nimmst? Kündige dich im letzten oder in den letzten beiden Takten durch dominantes Spielen an! Meistens schafft das viel Klarheit, wer dran ist, was ich dir sehr empfehle!</p>
<p>Vielleicht setzen trotzdem zwei Spieler gleichzeitig zum Solo an und das lautere Instrument gewinnt. Der zweite hat dann aber dafür bereits Anspruch auf sein Solo in der nächsten Runde erhoben. Das ist also kein Beinbruch, sondern sorgt eher für wohlwollendes Schmunzeln in der Runde.</p>
<p>Es ist völlig normal, wenn diese Spontanität bei dir zu Beginn Unsicherheit hervorruft. Sicherlich brauchst du anfangs Mut, Selbstvertrauen und vielleicht auch Durchsetzungsstärke beim Ergreifen des Solos. Schließlich ist es aber auch ein tolles Gefühl, wenn du dich dann tatsächlich getraut hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-spielen-reiz.jpg" alt="Spontan gemeinesam zu musizieren hat einen ganz besonderen Reiz zu entdecken." width="650" height="433"></p>
<h3>Gestalte dein Solo!</h3>
<p>Jetzt hast du es also geschafft und du setzt zum Solo an. Aber was spielst du? Die Melodie, eine <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Variation</a> davon, eine völlig freie Improvisation – das darfst du selbst entscheiden! <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Tipps zum Improvisieren</a> findest du in einem anderen Artikel.</p>
<p>Nimm dir gerne die Freiheit, nur wenige Töne zu spielen. Mach es simpel. Einfache Phrasen und Wiederholungen fördern oft sogar den Hörgenuss! Mach dir also auf keinen Fall Druck, hier etwas Außergewöhnliches zu Ohren bringen zu müssen. Versuche, dich mehr auf deine Musikalität zu verlassen und dich weniger auf deinen Kopf zu konzentrieren.</p>
<p>Zeige außerdem Mut für falsche Töne. Nur so kannst du selbstsicher und gelassen ein Solo spielen. Häufig fallen vermeintliche Fehler dir von allen Anwesenden am meisten auf.</p>
<p>Oft kannst du unerwünschte Töne durch dein nachfolgendes Spiel sogar wieder ausbügeln. Und falls doch einmal alle dein ungünstiges Spiel mitbekommen, ist dir das bei einer Jam Session mit willkommener Experimentierfreude durchaus vergönnt.</p>
<h3>Was spielst du, wenn andere ihr Solo spielen?</h3>
<p>Was, wie viel und wie laut spielst du, wenn andere ihr Solo spielen? Das ist ganz individuell, abhängig von eurer Besetzung, deinem Musikinstrument und dem jeweils solierenden Instrument. Du wirst beim Spielen ein Gefühl dafür entwickeln, wenn du auf die anderen Instrumente hörst.</p>
<p>Spielt der Bass ein Solo, sollten sich alle stark zurückhalten. Soliert dagegen die Trompete, darf sich die Rhythmusgruppe trotzdem ins Zeug legen. Als weiteres Melodieinstrument solltest du dich sicherlich nicht in den Vordergrund drängen. Trotzdem musst du nicht immer vollständig pausieren.</p>
<p>Eine Stimme im Hintergrund oder im Wechselspiel zum Soloinstrument kann euer Spiel sehr bereichern. Wenn du dich in der Lautstärke zurücknimmst, kürzere oder weniger auffällige Phrasen bzw. nur ab und zu ein paar Töne spielst, kann das sehr gut passen.</p>
<p>Testet euch aus und finde deine Position im gemeinsamen Zusammenspiel. Füge dich flexibel in das musikalische Gesamtgeflecht ein, aber zeige trotzdem mutig deinen individuellen Spielstil!</p>
<h3>Profitiere bei einer Jam Session von deinen Mitmusikern!</h3>
<p>Die anderen Musiker haben vielleicht schon etwas mehr Erfahrung als du oder einfach andere Ideen. Nutze die Chance einer Jam Session, um von ihnen zu profitieren.</p>
<p>Es kann die Herangehensweise an einen neuen Song sein oder die Art, wie deine Mitmusiker den Charakter eines Songs gestalten. Lass dich von deren Kreativität bei den Soli, der Begleitung, von Ideen zur Interaktion oder auch einfach deren Selbstvertrauen anstecken und inspirieren! Du wirst Erfahrungen sammeln, die oft über diese eine Jam Session hinausreichen und dein Spiel langfristig bereichern.</p>
<h3>Das Ende eines Songs: Gemeinsam einen gelungenen Abschluss finden</h3>
<p>Alleine einen Song zu Ende zu bringen, ist nicht so schwierig. Ein gemeinsames Ende zu finden, ist schon etwas anspruchsvoller. Und ja, wenn ihr noch keine Profis seid, kann es leicht sein, dass sich euer Ende im Vergleich zum restlichen Song ziemlich bescheiden anhört. Aber das macht erstmal nichts.</p>
<p>Dass das Ende naht, sollte einer der Musiker entscheiden und ankündigen. Verbal, mit Mimik und Gestik oder musikalisch. Bei letzterem hat jemand aus der Rhythmusgruppe sicherlich mehr Möglichkeiten als ein Melodieinstrument. Vielleicht habt ihr ja sowieso einen Session Leader, der sich darum kümmert.</p>
<p>Falls du den Abschluss nicht selbst initiierst, gilt es für dich lediglich, aufmerksam zu sein. Achte gut auf die anderen Musiker und reagiere entsprechend mit deinem Spiel. Der Schlusspunkt bietet häufig noch Überraschungen und viele Möglichkeiten, den Song auf die letzten Meter zu vergeigen.</p>
<p>Aber hab keine Angst davor, sonst verkrampfst du und das Vergeigen ist vorprogrammiert. Bleib bis zum Schluss konzentriert, aber auch gelassen und nimm, egal was kommt, mit Humor!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-spielen-abenteuer.jpg" alt="Mit deinem Musikinstrument an einer Jam Session teilnehmen: Vielleicht dein nächstes Abenteuer?" width="650" height="433"></p>
<h2>Bei einer Jam Session mitspielen: Vielleicht dein nächstes Abenteuer?</h2>
<p>Eine Jam Session ist eine ganz besonders faszinierende Art des Musikmachens. Sicherlich ist sie nicht jedermanns Sache. Aber falls deine Augen beim Gedanken, einmal bei einer Jam Session mitzuspielen, leuchten, dann trau dich! Fang mit einer nicht öffentlichen Session an und spiele zusammen mit anderen Hobbymusikern.</p>
<p>Möchtest du wissen, was du üben kannst, um bei Jam Sessions besser mitspielen zu können? In meinem Artikel zur <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Vorbereitung auf Jam Sessions</a> findest du jede Menge Tipps dazu. Für euer Jammen zu üben lohnt sich mit einigen Methoden auch noch <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">kurzfristig</a>.</p>
<p>Es kann gut sein, dass du mit deinem Musikinstrument gefordert bist. Aber so entwickelst du dich weiter. Ich habe bei Jam Sessions schon zahlreiche wunderbare Eindrücke und Erfahrungen gesammelt, die ich nicht missen möchte. Wie sieht es bei dir aus?</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil 1 meiner Artikelserie zum Thema Jam Sessions. Wenn du noch mehr wissen möchtest, empfehle ich dir folgende Artikel:</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/"><strong>Jam Sessions Teil 2: So jammst du nachhaltig besser</strong></a><br>
👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">Jam Sessions Teil 3: Kurzfristige Übetipps</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session für Anfänger: Warum du dich trauen solltest und was du dabei lernst</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Lächeln und Lachen beim Musikmachen: Wie du dich glücklich spielst</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/laecheln-musikmachen-gluecklich/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Oct 2019 18:06:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[als Erwachsener ein Musikinstrument lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<category><![CDATA[Psychologie]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps fürs Musikmachen]]></category>
		<category><![CDATA[Ziele]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Du hast beim Musizieren momentan nicht mehr so viel Spaß? Höchste Zeit, das zu ändern! Wer mit seinem Musikinstrument offen für Unkonventionelles ist, heitert sich definitiv auf und gewinnt neue Begeisterung und Glücksgefühle. Bist du bereit? Es ist sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen durchaus normal, dass die anfängliche Faszination für ein [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/laecheln-musikmachen-gluecklich/">Lächeln und Lachen beim Musikmachen: Wie du dich glücklich spielst</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast beim Musizieren momentan nicht mehr so viel Spaß? Höchste Zeit, das zu ändern! Wer mit seinem Musikinstrument offen für Unkonventionelles ist, heitert sich definitiv auf und gewinnt neue Begeisterung und Glücksgefühle. Bist du bereit?<span id="more-4819"></span></p>
<p>Es ist sowohl bei Kindern und Jugendlichen als auch bei Erwachsenen durchaus normal, dass die anfängliche Faszination für ein Instrument vielleicht irgendwann nachlässt. Du hast bereits einiges erreicht, bist technisch besser geworden, kannst dir ein einfaches Stück schnell erarbeiten oder <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/">vom Blatt spielen</a>.</p>
<p>Eigentlich toll.</p>
<p>Moment. Nicht <em>eigentlich</em>! Das ist in der Tat toll. Darauf kannst du sehr stolz sein!</p>
<p>Jeder Anfänger wäre froh, wenn er schon so gut spielen könnte wie du! Das solltest du dir erst einmal bewusst machen.</p>
<h2>Da ist mehr Spaß drin!</h2>
<p>Trotzdem kann ich dich gut verstehen, wenn dir dabei vielleicht doch etwas fehlt. Sowas wie unbändige Begeisterung, große Gefühle, ein Riesenspaß, grenzenloser Genuss, ein starker innerer Antrieb.</p>
<p>Du fühlst dich gut beim Spielen. Es ist ganz nett. Aber du sprühst nicht (mehr) vor Begeisterung.</p>
<p>Wunderbar, wenn du das erkannt hast. Denn nur dann kannst du auch etwas für mehr Musikbegeisterung tun. Auf meinem <a href="https://musikbegeisterung.de">Blog</a> Musikbegeisterung bist du – wer hätte das gedacht – dafür genau richtig. Herzlichen Glückwunsch, dass du bei meinem Artikel gelandet bist!</p>
<p>Was kannst du also tun, wenn du dir wieder (mehr) Spaß und <a href="https://musikbegeisterung.de/motivation-musikinstrument-lernkurve-flacht-ab/">Motivation</a> fürs Musikmachen wünschst?</p>
<h2>Viel Spaß beim Musizieren! — Mein wirkungsvollster Tipp</h2>
<p>Die positive Psychologie soll unbedingt auch in dein Musizieren einfließen.</p>
<p>Mein heutiger Ratschlag – egal ob für <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">Erwachsene</a> oder Kinder – ist kurz und prägnant, aber sehr entscheidend: <strong>Bringe dich zum Lächeln!</strong></p>
<p>Ja, setze dir zum Ziel, dich beim Musizieren zum Schmunzeln, Lächeln oder Grinsen zu bringen. Und gewinne eine weitere Prise Glück für dein Leben.</p>
<p>Das ist ein wunderbares Ziel, das in allen Lebensbereichen anwendbar ist und im Übrigen viel öfter verfolgt werden sollte. Oft reicht es schon, solch ein eigenwilliges Ziel im Kopf zu haben und der Spaß ergibt sich dann aus der Unkonventionalität und Verrücktheit des Zieles wie von selbst.</p>
<p>Falls das für dich doch noch nicht ganz reicht, habe ich im Folgenden einige Vorschläge für dich, wie du dich deinem Ziel, dich beim Musizieren zum Lächeln zu bringen, gezielt nähern kannst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/musizieren-spass/musizieren-freude-ideen.jpg" alt="Musikmachen mit Spaß und Begeisterung" width="753" height="502"></p>
<h2>Spiele Unerwartetes, überrasche dich!</h2>
<p>Prinzipiell sind es die unerwarteten Dinge, die dich schmunzeln oder sogar breit grinsen lassen. Du solltest also ein Stück einmal ganz anders spielen als sonst. Oder du baust an einzelnen Stellen kleine Raffinessen ein, die dich aufhorchen lassen. Überrasche dich!</p>
<p>Sicherlich bewegt ein und dieselbe raffinierte Gestaltung nicht jeden Menschen in gleicher Weise. Schließlich hat jeder Mensch seinen eigenen Geschmack und Humor. Welche Techniken du verwenden kannst oder möchtest, hängt außerdem von deinem Können und deiner Art zu musizieren ab, ob zu z.&nbsp;B. gerne <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">improvisierst</a> oder nicht.</p>
<p>Aber ganz egal, welcher Musikertyp du bist und wie viel du kannst: Wenn du offen für <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">Experimente</a> bist, wirst du für dich herausfinden, wie du dich mit deiner eigenen Musik zum Lächeln bringen kannst. Am besten funktioniert das, wenn du nicht so viel denkst, sondern mit innerlicher <a href="https://musikbegeisterung.de/freude-beim-erlernen-eines-musikinstrumentes/">Vorfreude</a> und dem Schalk im Nacken loslegst.</p>
<p>Gib dich der Musik hin, lass dich von deinen Spontaneinfällen leiten und schöpfe voll und ganz aus deiner eigenen Kreativität. Falls es an einem Tag nicht klappt, probiere es am nächsten Tag wieder!</p>
<h2>Finde Inspiration beim Musikhören</h2>
<p>Ergründe deinen eigenen Geschmack! Passe beim Hören von Musik ganz bewusst auf, um dich inspirieren zu lassen. Welche Stelle in einem Stück findest du besonders gut und warum? Was genau fasziniert dich an der Musik von anderen? Sammle Ideen, die du dann auf dein eigenes Spiel überträgst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/musizieren-spass/musikinstrument-begeisterung-tipps.jpg" alt="Viel Spaß beim Musizieren!" width="753" height="502"></p>
<h2>Ideen zum Ausprobieren mit deinem Musikinstrument</h2>
<p>Für den Fall, dass du deiner Kreativität auf die Sprünge helfen möchtest, gebe ich dir im Folgenden ein paar konkrete Beispiele, wie du aus deinem bisher gewohnten Spiel mehr herauskitzeln kannst.</p>
<p>Behalte aber immer im Hinterkopf, dass es ganz individuell ist, was dich zum Lächeln bringt. Außerdem gibt es viele instrumentenspezifische Gestaltungsmittel, sodass nicht alle meine Vorschläge auf dein Instrument anwendbar sind. Nichtsdestotrotz, legen wir los!</p>
<h3>Besonderheiten deutlich hervorheben</h3>
<p>Widme dich der musikalischen Gestaltung in all ihren Facetten. Hebe die Besonderheiten eines Stückes deutlich hervor. Koste ein Ritardando, Accelerando oder Crescendo voll aus, spiele das Fortissimo richtig laut und das Pianissimo kaum hörbar. Du darfst hier gerne übertreiben. Je mehr Enthusiasmus du an den Tag legst, umso besser!</p>
<h3>Tempo variieren</h3>
<p>Spiele ein Stück in einer anderen Geschwindigkeit als sonst. Gib Gas, spiele so schnell du kannst. Egal, was die Tempoangabe sagt. Höre zu und sei gespannt, was dabei herauskommt.</p>
<p>Oder lass dir Zeit. Ganz viel. Vielleicht kostest du das Stück bei halbem Tempo genussvoll aus? Das verändert den Charakter eines Stückes ungemein. Du hast mehr Zeit zum Hinhören, zur Ausgestaltung einzelner Töne und für kreative <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Variationen</a> oder Zwischenspiele. Das setzt ganz andere Emotionen frei. Lass dich darauf ein und genieße es!</p>
<p>Du kannst auch innerhalb eines Stückes variieren und einzelne Abschnitte schneller oder langsamer spielen. Sei experimentierfreudig. Alles ist erlaubt.</p>
<h3>Rhythmus ändern</h3>
<p>Wähle einen anderen Rhythmus. Bringe einen Song zum Schwingen, indem du Swingachtel statt den sonst geraden Achteln spielst. Mir persönlich macht das ganz besonders viel Spaß.</p>
<p>Experimentiere mit Basslauf oder Begleitrhythmus. Falls du ein Digitalpiano oder Keyboard hast, kannst du dich von den dort auswählbaren Beats inspirieren lassen. Stecke eine getragene Ballade doch einmal in das Gewand eines Reggaes oder Tangos. Verwandle einen zackigen Charleston in einen genussvollen Blues. Oder andersherum! Worauf hast du Lust?</p>
<h3>Instrumentenspezifische Effekte</h3>
<p>Je nach Instrument kannst du Spezialeffekte verwenden. Blasinstrumente eignen sich mit diversen quieckenden, quackenden und trötenden Tönen ganz besonders gut dafür. Experimentiere mit Vibrato und teste unterschiedlich große Schwingungsamplituden. Lass einzelne Töne laut herausplatzen.</p>
<p>Spiele Töne von unten oder oben an. Probiere Glissandi aus, indem du die Tonhöhe über ein größeres Intervall kontinuierlich veränderst. Auf dem Klavier kannst du das nachahmen, indem du mit der Hand über die Klaviatur fährst. Überlege, probiere aus oder informiere dich, was speziell mit deinem Instrument möglich ist!</p>
<h3>Breaks und Minimalismus</h3>
<p>Die größte Überraschung ist es, wenn plötzlich nichts mehr kommt! Mit gekonnt gesetzten Breaks ist dir ein Lächeln sicher. Übe dich grundsätzlich in <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Minimalismus</a>. Lüfte ab und zu deinen Klangsumpf und spiele in der Begleitung zur Abwechslung nur so viele Töne wie gerade nötig. Oder spiele bei der Melodie einzelne Phrasen und mache dazwischen großzügige Pausen.</p>
<h3>Frage und Antwort</h3>
<p>Ein grundlegendes Gestaltungsmittel in der Musik ist das Wechselspiel aus Frage und Antwort. Fokussiere dich darauf und gestalte die beiden Parts ganz besonders individuell.</p>
<h3>Kreative Zwischenspiele</h3>
<p>Oft beeindruckt am meisten das, was sich dazwischenschiebt. Spiele lustige Melodien zwischen die Hauptmelodie. Sei der Clown im Kasperltheater, der immer wieder auftaucht und sich kurz einmischt.</p>
<h3>Tipp für Klavierspieler</h3>
<p>Du spielst Klavier? Verschiebe deine Hände um ein paar Oktaven. Nimm deine linke und rechte Hand überkreuzt und lass die Melodie im Bass erklingen, die Begleitung im Diskant. Lass dich faszinieren von dem, was erklingt.</p>
<h2>Musizieren macht glücklich!</h2>
<p>Jetzt aber mit Experimentierfreude ran an dein Musikinstrument! Ganz viel Spaß beim Musizieren! Sei offen für Neues, auch Unkonventionelles. Trau dich. Überrasche dich. Und du wirst – amüsiert von deinem eigenen Spiel – lächeln.</p>
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		<title>Kreativ Komposition Workshop in der Elbphilharmonie: Erfahrungen im Musizieren mit Alltagsgegenständen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Jul 2019 12:10:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Erfahrungsbericht]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Hamburger Elbphilharmonie bietet immer wieder den Workshop Kreativ Komposition an. Doch um was geht es da genau? Ich habe den Workshop besucht und berichte hier von meinen Erfahrungen. Tauche ein in die Welt der Geräusche und lerne, damit zu komponieren! Finde anhand meines Erfahrungsberichtes heraus, ob der Workshop Kreativ Komposition in der Elphi etwas [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Hamburger Elbphilharmonie bietet immer wieder den Workshop <em>Kreativ Komposition</em> an. Doch um was geht es da genau? Ich habe den Workshop besucht und berichte hier von meinen Erfahrungen. Tauche ein in die Welt der Geräusche und lerne, damit zu komponieren! <span id="more-4703"></span>Finde anhand meines Erfahrungsberichtes heraus, ob der Workshop <em>Kreativ Komposition</em> in der Elphi etwas für dich ist.</p>
<h2>Geräusche mit Alltagsgegenständen bewusst wahrnehmen</h2>
<p>Musizieren und komponieren. Das macht man mit Musikinstrumenten. Ist ja logisch. Oder etwa nicht?</p>
<p>Nicht unbedingt.</p>
<p>Denn Musik ist mehr, als wir zumeist denken. Sie deckt einen breiten Bereich unserer akustischen Wahrnehmung ab. Auch Töne und Geräusche aus dem Alltag können als Musik empfunden werden. Wer sich darauf einlässt, wird faszinierende Entdeckungen machen.</p>
<p>Alltagsgeräusche umgeben uns ständig. Nimm dir kurz Zeit und stelle dir die folgenden Geräusche vor. Oder wenn du magst, gehe in deiner Wohnung umher und probiere sie aus:</p>
<ul style="list-style-type: circle;">
<li>Den Kochlöffel am Rand eines Topfes abklopfen</li>
<li>Eine Porzellantasse auf einen Holztisch stellen</li>
<li>Besteck heraussuchen</li>
<li>Den Lichtschalter betätigen</li>
<li>Unter die Bettdecke kriechen</li>
<li>Einen Brief aufschlitzen</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hast du die Geräusche gehört oder sie dir vorgestellt? Dann hast du dein Bewusstsein für das, was im Folgenden kommt, schon ein wenig geschärft.</p>
<h2>Mit Geräuschen experimentieren und komponieren</h2>
<p>Musik ist – ganz technisch gesehen – eine Aneinanderreihung und Überlagerung von Geräuschen. Es gibt kurze und lang anhaltende Geräusche. Ihre Wiederkehr entscheidet, ob wir einen Rhythmus wahrnehmen und Musik empfinden oder ob wir uns auf einer Baustelle oder beim Kochen in einer Küche befinden.</p>
<p>Auch mit ganz alltäglichen Geräuschen kann man komponieren. Das ist völlig ernst gemeint. Diesem Thema widmet sich auch die Instrumentenwelt der Hamburger Elbphilharmonie in einem ihrer Workshops.</p>
<h2>Workshops in den Kaistudios der Elbphilharmonie</h2>
<p>Die Elbphilharmonie, Hamburgs markantes Wahrzeichen an der Elbe. Ein Konzerthaus der Superlative mit dem Kleinen und Großen Saal, wo weltberühmte Musiker gastieren. Aber das ist lange nicht alles. Die Elbphilharmonie bietet mit ihrer <a href="https://www.elbphilharmonie.de/de/instrumentwelt" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Instrumentenwelt</a> für Kinder und Erwachsene ein vielfältiges Musiziervermittlungsprogramm an.</p>
<p>Für solche Projekte sind die Kaistudios gedacht. Der Eingang zu den Kaistudios bleibt dem unwissenden Besucher meist verborgen. Dorthin gelangt man nicht über die lange, gewölbte Rolltreppe, die zur Plaza und den beiden Konzertsälen führt. Nein, zu den Kaistudios geht es über den langen Gang rechts der Rolltreppe, an der Konzertkasse vorbei, dann links und mit dem Aufzug nach oben.</p>
<p>Die Kaistudios sind schlicht und mit viel hellem Eichenholz gestaltet, genau wie im Großen Saal und dessen Foyer. Sie befinden sich innerhalb des Backsteinsockels des Konzerthauses. Ein Balkon lässt die Besucher der Kaistudios die besondere Atmosphäre von Elbe und Hafen mit allen Sinnen spüren.</p>
<p>An einem Sonntagnachmittag, wenn vielleicht nur ein kleiner Workshop mit etwa 10 Teilnehmern stattfindet, herrscht friedliche Ruhe in den Kaistudios. Das Foyer und die weiten Gänge, die sonst auch Schulklassen ausreichend Platz bieten müssen, wirken an solchen Tagen sehr großzügig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/kreativ-komposition-elbphilharmonie-erfahrungen/kaistudio-elbphilharmonie-kreativ-komposition.jpg" alt="Kaistudio 1 Elbphilharmonie: Erfahrungsbericht zum Instrumentenwelt-Workshop Kreativ Komposition" width="1000" height="668"></p>
<h2>Der Instrumentenwelt–Workshop Kreativ Komposition in der Elbphilharmonie</h2>
<p>Vor kurzem habe ich den Workshop <em>Kreativ Komposition</em> in den Kaistudios der Elbphilharmonie besucht. Da auf der offiziellen Homepage der Elbphilharmonie nur wenige Informationen dazu angegeben sind, berichte ich hier von meinen Erfahrungen.</p>
<p>Den meisten Besuchern ist im Vorfeld nicht genau klar, was sie erwartet. Für die einen ist das sicherlich spannend, sie kommen aus Neugierde, so wie ich!</p>
<p>Andere fragen sich, ob und welche musikalischen Vorkenntnisse erforderlich sind oder worum es bei diesem Workshop überhaupt geht. Sie können nicht einschätzen, ob der Workshop etwas für sie ist und zögern. Und das sogar völlig zu Recht, denn der Workshop ist in der Tat speziell und nicht jedermanns Sache, wie ich es in unserer Gruppe auch miterlebt habe. Mit meinem Erfahrungsbericht kannst du den Workshop <em>Kreativ Komposition</em> vorab besser einschätzen.</p>
<p>Wir wurden im Foyer abgeholt und ins Studio gebracht, wo bereits zwei Tische mit den verschiedensten Gegenständen vorbereitet waren. Sympathisch und mit eigenem Spieltrieb stets dabei weckten die beiden Workshopleiterinnen den Entdeckergeist der Teilnehmer.</p>
<h3>Kreativität entfalten beim Bewegen durch den Raum</h3>
<p>Los ging es mit einer Aufwärmübung zur Entfaltung der Kreativität. Das funktioniert im Gehen viel besser als im Sitzen. Und so bewegten wir uns durch den Raum. Mit Anweisungen wie <em>Stop</em>, <em>Go</em> oder <em>Jump</em> wurden unsere Aufmerksamkeit und Konzentration geweckt.</p>
<p>Unsere Wahrnehmung von Geräuschen wurde mit einer weiteren Übung sensibilisiert: Wir blieben stehen, schlossen die Augen und nahmen wahr, wie sich andere Teilnehmer durch den Raum bewegten. Es war erstaunlich, welch individuelle Geräusche dadurch entstehen. Eigentlich ein Aufruf, sich auch im Alltag häufiger davon faszinieren zu lassen!</p>
<h3>Ohrkino</h3>
<p>Lass dich im Ohrkino verwöhnen! Der eine Teilnehmer schloss die Augen, während der andere mit den Händen Geräusche machte. Vom linken zum rechten Ohr und über dem Kopf. Wer die Augen schließt und sich darauf einlässt, kommt in den spannenden Genuss geheimnisvoller Geräusche aus sich verändernden Richtungen. Natürlich wurde danach gewechselt, damit jeder die faszinierende Erfahrung des Ohrkinos erleben durfte.</p>
<h3>Geräusche mit einem Blatt Papier</h3>
<p>Bis jetzt hatten wir nur unseren Körper zur Erzeugung von Geräuschen verwendet. Nun ging es einen Schritt weiter: Wir nahmen uns Gegenstände zur Hilfe. Zunächst bekam jeder ein Stück Papier.</p>
<p>Voller Faszination entdeckten wir, welche Geräusche mit solch einem einfachen, alltäglichen Gegenstand möglich sind. Durch Falten, Knüllen, Reißen, Wedeln, ruckartiges Spannen – die Vielfalt an Geräuschen ist allein mit diesem einzigen, simplen Gegenstand riesig!</p>
<h3>Gegenstände entdecken und Geräusche kreieren</h3>
<p>Schließlich durften wir ein Sammelsurium verschiedenster Alltagsgegenstände und Klanginstrumente entdecken. Hierunter waren ein Eierschneider, eine runden Regentonne, eine Eisenkette, ein Regenstab, ein Donnerrohr, ein Kunststoffrohr, Füllmaterial aus Plastik, eine Metallplatte, ein Kochtopf und viele weitere Gegenstände. Manche waren aus dem Alltag gut bekannt, bei anderen musste man erst einmal überlegen, was man da eigentlich gerade in der Hand hält.</p>
<p>Wir bekamen Zeit, um die Gegenstände zu erkunden und zu experimentieren, welche Geräusche jeweils damit – oder in Kombination – möglich sind. Jeder Teilnehmer suchte sich einen Gegenstand aus, überlegte sich ein kurzes und langes Geräusch damit und malte es auf. Im Anschluss daran versuchten wir, dem jeweils vorgetragenen Geräusch seine bildliche Darstellung zuzuordnen.</p>
<h3>Gemeinsames Jammen</h3>
<p>Weiter ging es mit <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/">gemeinsamem</a> Jammen. Es wurde eine Uhr simuliert, deren Zeiger von 1 bis 12 im Kreis liefen. Jeder ließ sein Geräusch an oder zwischen zwei selbst gewählten Zahlen erklingen.</p>
<p>In der nächsten Runde ging es reihum. Die wiederkehrende Geräuschabfolge prägte sich bald ein und die Alltagsgeräusche fügten sich zu einem musikalischen Kunstwerk zusammen. Wir experimentierten mit Frage und Antwort, Höhepunkten und dem Ausklingen des Stückes.</p>
<p>Wie bei einem Musikstück mit richtigen Musikinstrumenten. Das hat mir bewusst gemacht, wie grundlegend die Konzepte in der Musik doch sind. Ein Musikinstrument muss für diese Spontanimprovisation keiner beherrschen.</p>
<h3>Abschlusspräsentation in kleinen Gruppen</h3>
<p>Dann fanden wir uns in kleineren Gruppen zusammen und bereiteten unsere Abschlusspräsentation vor. Auf bunten Zetteln hielten wir unsere Komposition bildlich fest. Und so schufen wir aus der Aneinanderreihung von Geräuschen eine musikalische Darbietung: Zack — Bumbum — Zack — Bumbum — Raschelraschelraschelraschel — Knall!</p>
<h2>Häufig gestellte Fragen zum Workshop Kreativ Komposition</h2>
<h3>Wie lange dauert der Workshop?</h3>
<p>Plane lieber etwas mehr Zeit für den Besuch ein. Der Workshop dauert ca. 3 bis 3,5 Stunden.</p>
<h3>Welche Vorkenntnisse oder Voraussetzungen sind erforderlich?</h3>
<p>Du musst kein Musikinstrument spielen können. Auch Erfahrungen im Komponieren sind nicht erforderlich. Wichtig ist lediglich die Bereitschaft, sich auf Neues einzulassen, kreativ zu werden und musikalisch zu experimentieren.</p>
<h3>Wo findet der Workshop statt?</h3>
<p>In den Kaistudios der Hamburger Elbphilharmonie am Platz der Deutschen Einheit. Zu den Kaistudios gelangt man über den Gang rechts der Rolltreppe, an der Konzertkasse vorbei, dann nach links und über die Aufzüge nach oben.</p>
<h3>Wie viel kostet es?</h3>
<p>Aktuell 5 € (Stand Juni 2019). Aktuelle Preise bitte direkt bei der <a href="https://www.elbphilharmonie.de/de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Elbphilharmonie</a> erfragen.</p>
<h2>Fazit zu meinen Erfahrungen: Kreativ Komposition in der Elbphilharmonie</h2>
<p>Der Instrumentenwelt-Workshop <em>Kreativ Komposition</em> in der Elbphilharmonie stärkt das Bewusstsein für Geräusche und lässt deren klangliche Schönheit entdecken. Hier wird der Übergang von Geräuschen zu Musik deutlich gemacht. Man beschäftigt sich hierbei sozusagen mit dem Keim des Musikmachens.</p>
<p>Der Workshop geht über das hinaus, was wir normalerweise unter Musikmachen und <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/">Komponieren</a> verstehen. Mit der Vielfalt der Geräusche wurde meine Faszination geweckt und mir so manches Aha-Erlebnis beschert.</p>
<p>Erweitere im Workshop <em>Kreativ Komposition</em> der Elphi deinen <a href="https://musikbegeisterung.de/neues-erleben-musik/">Horizont</a>! Künftig wirst du auch im Alltag bewusster hinhören und dich an banalen Geräuschen erfreuen können! Bist du beim nächsten Workshop <em>Kreativ Komposition</em> mit&nbsp; dabei?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/kreativ-komposition-workshop-elbphilharmonie/">Kreativ Komposition Workshop in der Elbphilharmonie: Erfahrungen im Musizieren mit Alltagsgegenständen</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Weihnachtliches Musizieren: Musikfavoriten für Weihnachten von traditionell bis unkonventionell</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/musizieren-weihnachten/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2018 14:00:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[entspannen]]></category>
		<category><![CDATA[fühlen]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was möchtest du in der Weihnachtszeit mit deinem Musikinstrument spielen? Jahr für Jahr stellen wir uns diese Frage. Die besten Ratschläge und Tipps für dein persönliches weihnachtliches Musizieren von traditionell bis modern liest du hier im Artikel. So findest du Inspiration und Orientierung, auch wenn Weihnachten einmal wieder viel zu plötzlich kommt! Musik zur Weihnachtszeit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/musizieren-weihnachten/">Weihnachtliches Musizieren: Musikfavoriten für Weihnachten von traditionell bis unkonventionell</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Was möchtest du in der Weihnachtszeit mit deinem Musikinstrument spielen? Jahr für Jahr stellen wir uns diese Frage. Die besten Ratschläge und Tipps für dein persönliches weihnachtliches Musizieren von traditionell bis modern liest du hier im Artikel. <span id="more-3998"></span>So findest du Inspiration und Orientierung, auch wenn Weihnachten einmal wieder viel zu plötzlich kommt!</p>
<h2>Musik zur Weihnachtszeit</h2>
<p>Weihnachten ist ein Fest. Ein Fest, das Millionen von Menschen zelebrieren. Nicht nur Christen, sondern auch Menschen, die nie in der Kirche waren, sind davon fasziniert! Denn der Weihnachtsgedanke beinhaltet ganz grundsätzliche menschliche Bedürfnisse wie Nächstenliebe, Zusammenhalt, Geborgenheit, gegenseitige Unterstützung, Familie, Miteinander, Besinnung auf das, was einem wichtig ist.</p>
<p>Weihnachten ist ein emotionales Fest, das zwar jeder von uns ganz individuell empfindet, aber doch alle Menschen verbindet. Zu solch einem Fest gehört, ohne Frage, auch Musik!</p>
<p>Was wäre ein festlicher Weihnachtsgottesdienst ohne Musik? Er hätte das Wort <em>festlich</em> vermutlich nicht verdient! Was wäre eine Adventszeit ohne Musik in Geschäften, auf Weihnachtsmärkten, im Fernsehen, Radio oder aus deiner persönlichen Musiksammlung bei dir zu Hause? Wir würden es sehr vermissen!</p>
<p>In der Musik leben wir unsere <a href="https://musikbegeisterung.de/gefuehle-musizieren/">Gefühle</a> aus. Da die Weihnachtszeit für viele Menschen eine besonders emotionale Zeit ist, darf Musik hier auf keinen Fall fehlen! In diesem Artikel gebe ich dir einige Tipps zum Musizieren in der Weihnachtszeit. Wie gewohnt auch unkonventionelle!</p>
<h2>Spiele Weihnachtslieder mit deinem Instrument!</h2>
<p>Da sich auf meinem Blog <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a> ganz viele Instrumentenspieler tummeln, ist der Artikel speziell für diejenigen geschrieben, die in der Weihnachtszeit selbst Musik machen möchten. Die meisten Punkte lassen sich aber auf Musikhörer gut übertragen! Lass dich inspirieren!</p>
<h2>1. Wohlbekannte festliche deutsche Weihnachtsklassiker</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/musizieren-weihnachten/weihnachtslieder-spielen.jpg" alt="Weihnachtsklassiker zum Musizieren an Weihnachten und im Advent " width="320" height="481">Feierliche, besinnliche deutsche Weihnachtslieder sind der Klassiker. <em>Stille Nacht, Heilige Nacht</em>, <em>Oh du fröhliche</em>, <em>Ihr Kinderlein kommet</em>, <em>Vom Himmel hoch</em>.</p>
<p><em>Alle Jahre wieder</em> zeitlos schön und immer wieder etwas Besonderes. Diese Stücke findest du in zauberhaften, leichten Arrangements im Klavierband <a href="https://www.amazon.de/gp/product/3795709423/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=3795709423&amp;linkId=d21d61e5aab916d647a8c7e6783e9315" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer"><em><strong>Mein Weihnachtsbuch </strong></em>(*)</a>. Darin sind auch Arrangements für vier Hände enthalten.</p>
<p>Wer am Klavier gerade erst gestartet ist und es noch etwas einfacher braucht, sollte sich das Klavieralbum <strong><em><a href="https://www.amazon.de/gp/product/B00006M22Z/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B00006M22Z&amp;linkId=7ee33d8bb799fdf0ea054f2b23874edf" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Morgen kommt der Weihnachtsmann </a></em></strong><a href="https://www.amazon.de/gp/product/B00006M22Z/ref=as_li_tl?ie=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;camp=1638&amp;creative=6742&amp;linkCode=as2&amp;creativeASIN=B00006M22Z&amp;linkId=7ee33d8bb799fdf0ea054f2b23874edf" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">(*)</a> ansehen. Die Noten sind sehr leicht, aber gerade Kinder haben mit diesem Notenheft ihren Spaß, weil sie damit schon ganz bald ihre ersten Weihnachtslieder am neuen Instrument spielen können. Über Akkordsymbole ist auch eine Begleitung mit der Gitarre möglich.</p>
<p>Es lohnt sich, ein paar Noten für traditionelle Weihnachtslieder griffbereit zu Hause zu haben und sie Jahr für Jahr hervorzuholen.</p>
<p>Für viele Menschen sind diese Lieder seit ihrer Kindheit vom Weihnachtsfest nicht wegzudenken. Sie sind Teil weihnachtlicher Besinnung und zugleich Ritual. Wecken Erinnerungen an vergangene Weihnachtsfeste. Da sie vielen Menschen so gut bekannt sind, laden sie zum spontanen <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gemeinsamen Musizieren</a> und <a href="https://musikbegeisterung.de/stimme-singen/">Singen</a> ein.</p>
<h2>2. Altbekannte Weihnachtslieder neu interpretiert</h2>
<p>Du kennst die altbekannten Weihnachtsklassiker schon etwas zu gut? Besser als dir lieb ist? Andererseits sind diese Melodien mit vielen wertvollen Erinnerungen verbunden, sodass du die Tradition dieser Lieder gerne fortführen möchtest?</p>
<p>Du brauchst <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Abwechslung</a>! Spiele eine andere Variante von diesen Weihnachtsliedern! Oder gerne auch viele <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschiedene Varianten</a>!</p>
<h3>Variiere und individualisiere!</h3>
<p>Wenn du dir andere Noten von altbekannten Weihnachtsliedern besorgst, werden diese Versionen auch wieder ein wenig anders klingen und deine Aufmerksamkeit zurückgewinnen. Oder du <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">variierst</a> ein Stück selbst anhand der bereits vorhandenen Noten, wie es dir gerade gefällt. Mach eine spannende Neuinterpretation daraus!</p>
<p>Auf dem Klavier kannst du beispielsweise die Harmonien verändern oder neue Zweitstimmen spielen. Halte Ausschau nach Noten mit <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Akkordsymbolen</a>, da diese dafür sehr hilfreich sind! Mit einem Melodieinstrument kannst du dich an das <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Variieren der Melodie</a> wagen.</p>
<p>Je nach Lust und Laune sind natürlich auch freiere <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Improvisationen</a> erlaubt, die aus einem traditionellen Weihnachtslied für den Moment etwas völlig Neues machen. Auf diesen Moment solltest du dich voll und ganz <a href="https://musikbegeisterung.de/gefuehle-musizieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">einlassen</a>. Spiele das Stück individuell und einzigartig! Ganz nach deinem persönlichen Bedürfnis in genau diesem Augenblick. In der Computersprache würde man es <em>benutzerdefiniert</em> nennen!</p>
<p>Vielleicht willst du <em>Leise rieselt der Schnee</em> jetzt gerade einfach ein bisschen schwungvoller spielen und mit jazzigen Tönen <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufpeppen</a>. Am nächsten Tag hast du vielleicht Lust auf eine langsame, feierliche Variante mit viel Zeit für Ausschmückungen und ausgedehnte Zwischenspiele.</p>
<p>Wie auch immer du es machst, schon hast du einem wunderschönen Klassiker einen ganz individuellen neuen Zauber eingehaucht! Sei mutig und schmücke deine Musik mit deinem persönlichen Stil!</p>
<h3>Ein Lied ist wie ein Weihnachtsbaum</h3>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/musizieren-weihnachten/weihnachtssongs-spielen.jpg" alt="Weihnachtslieder in der Weihnachtszeit spielen und individuell gestalten." width="447" height="298"></p>
<p>Und wo wir gerade beim Schmücken sind: Ein Lied ist vergleichbar mit einem Weihnachtsbaum! Du kannst beide auf viele völlig unterschiedliche Arten schmücken. Und du selbst darfst dir entsprechend deinem Geschmack und deiner momentanen <a href="https://musikbegeisterung.de/gefuehle-musizieren/">Stimmung</a> aussuchen, wie viel und welchen Schmuck du verwenden möchtest. Schlicht, nur mit Kerzen oder ein paar Strohsternen? Oder festlich pompös mit bunten Kugeln und Lametta?</p>
<h2>3. Neue Weihnachtssongs gefällig?</h2>
<p>Vielleicht möchtest du aber auch völlig neue Weihnachtssongs kennen und lieben lernen! Unbekannte Songs werden dir zunächst schwerer fallen als die altbekannten. Und du wirst mit Sicherheit auch nicht an allen Songs Gefallen finden. Wenn du aber nichts ausprobierst, wirst du nichts <a href="https://musikbegeisterung.de/neues-erleben-musik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Neues entdecken</a>! Schnapp dir also ein Weihnachtsnotenbuch und spiele dich kreuz und quer durch das, was dir dargeboten wird!</p>
<h3>Amerikanische Christmas Songs</h3>
<p>Hast du amerikanische Christmas Songs schon für dich entdeckt? Viele dieser Songs sind weniger besinnlich, dafür jedoch äußerst fröhlich. Da an Weihnachten aber schließlich ein Geburtstag gefeiert wird, sind lebensfrohe Weihnachtssongs durchaus angebracht. Die Freude am Leben kannst du zu diesem Anlass wunderbar musikalisch ausdrücken. Wenn du diese Fröhlichkeit in dir spürst, dann spiele sie!</p>
<p>Wie wäre es mit <em>Santa Claus is Coming to Town</em>, <em>Let it Snow! Let it Snow! Let it Snow!, Rudolph the Red Nosed Reindeer</em>, <em>Sleigh Ride</em> oder <em>Winter Wonderland</em>? Dann nichts wie ran an dein Instrument!</p>
<p>Ich selbst hatte dieses Jahr ganz besondere Lust auf amerikanische Christmas Songs. Und deshalb habe ich mich frühzeitig in die <a href="https://musikbegeisterung.de/instrument-musik-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Musikbibliothek</a> begeben, um dort noch eine schöne Auswahl an Christmas Songs vorzufinden. Und es hat sich sehr gelohnt!</p>
<h3>Notenbuchempfehlung für amerikanische Weihnachtssongs</h3>
<p>In der Musikbibliothek habe ich für Klavier ein Buch gefunden, das leicht gesetzt, aber trotzdem nicht langweilig ist. Es heißt <em><strong><a href="https://www.amazon.de/-/en/Dan-Coates/dp/0739047361?&amp;_encoding=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;linkCode=ur2&amp;linkId=d97e550826354a57406c6ed8f9a32b61&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" rel="nofollow noopener">The Christmas Songbook </a></strong></em><a href="https://www.amazon.de/-/en/Dan-Coates/dp/0739047361?&amp;_encoding=UTF8&amp;tag=kath0fe-21&amp;linkCode=ur2&amp;linkId=d97e550826354a57406c6ed8f9a32b61&amp;camp=1638&amp;creative=6742" target="_blank" rel="nofollow noopener">(*)</a> von Dan Coates. Weniger geübte Spieler können die Stücke gut erlernen. Geübte <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vom-Blatt-Spieler</a> können die Noten auch erst spontan am Heiligen Abend hervorholen.</p>
<p>Die zusätzlich angegebenen Akkordsymbole, die ebenso nicht kompliziert sind, aber trotzdem einen schönen Harmonieverlauf bieten, machen das Notenbuch zu einem wunderbaren Allrounder. All die eben genannten Stücke von <em>Santa Claus is Coming to Town </em>bis <em>Winter Wonderland</em> (insgesamt 17 Stück) sind in diesem Notenbuch enthalten.</p>
<h3>Kostenlose Noten für amerikanische Weihnachtslieder</h3>
<p>Eine große Sammlung jazziger Christmas Songs mit Melodie und Akkordsymbolen bietet auch <em>The Real Christmas Book</em>. Für C‑Instrumente steht dieses online zum <a href="https://epdf.pub/the-real-christmas-book-c-edition.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">kostenlosen Download</a>&nbsp;zur Verfügung.</p>
<h3>Weihnachtslieder mit der Playalong-App iReal Pro</h3>
<p>Wenn du dir für deine Weihnachtslieder Begleitmusik wünschst, aber kein menschlicher Mitspieler vorhanden ist, empfehle ich dir die Playalong-App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iReal Pro</a>. Im integrierten Forum kannst du nach „Christmas“ suchen und dir Wiedergabelisten mit Weihnachtsliedern herunterladen. Außerdem kannst du nach einzelnen Songs suchen oder für jedes beliebige Lied selbst die Akkorde eingeben.</p>
<p>Das Tolle daran ist: Deine Begleitung ist jederzeit verfügbar und du kannst dir sogar einen Stil aussuchen. Hier geswingt, da in lateinamerikanischem Rhythmus. So wirst du mit verschiedenen Musikstilen vertraut und förderst deine musikalische Kreativität. Lass dich inspirieren und wähle aus, worauf du gerade Lust hast!</p>
<p>Falls du die App iReal Pro noch nicht kennst, kannst du dich <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> ausführlich darüber informieren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/musizieren-weihnachten/musizieren-weihnachten.jpg" alt="Weihnachtliches Musizieren mit traditionellen und neuen Weihnachtssongs" width="533" height="355"></p>
<h3>4. Spiele, was dir guttut</h3>
<p>Ja, es ist Weihnachtszeit. Aber bist du auch in Weihnachtsstimmung? Hast du auch wirklich Lust auf <em>Oh Tannenbaum</em> &amp; Co?</p>
<p>Du solltest Weihnachtslieder nicht einfach deshalb spielen, weil Weihnachten ist. Falls du in diesem Jahr keine Lust auf Weihnachtslieder hast, dann spiele sie auch nicht!</p>
<p>Weihnachten ist ein Fest der Liebe. Auch zu dir selbst. Also verbiege dich nicht! Nimm dir Zeit für dich und dein Instrument und spiele, was dir jetzt im Moment guttut. Was dich in diesem Augenblick begeistert und berührt. Wenn das trotz Advent und Weihnachten keine Winter- und Weihnachtslieder sind, dann sind es eben andere Lieder!</p>
<p>Vielleicht hast du Lust auf das Noten-E-Book <a href="https://musikbegeisterung.de/notenbuch-gefuehle/"><strong><em>Gefühle durch eigene Musik ausdrücken</em></strong></a>! Oder vielleicht kennst du jemanden, dem du damit zu Weihnachten eine Freude bereiten möchtest? Ich habe dieses Notenbuch geschrieben, um den Menschen bewusst zu machen, wie schön es ist, das Musizieren mit dem Fühlen zu verbinden.</p>
<p>Aber nochmal zurück zu den Weihnachtsliedern, für die auch umgekehrt gilt: Falls du zu einer anderen Zeit im Jahr Lust hast, Weihnachtslieder zu spielen oder zu hören, dann solltest du dir auch das nicht verbieten!</p>
<p>Ich wünsche dir ein wunderschönes Weihnachtsfest mit ganz viel Musik, in der du <a href="https://musikbegeisterung.de/gefuehle-musizieren/">dich selbst ausdrückst</a>!</p>
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		<title>Über Variationen spielerisch improvisieren lernen: Improvisierte Musik über einen empirischen Weg ohne Theorie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2018 13:12:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[als Erwachsener ein Musikinstrument lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie kannst du mit deinem Instrument improvisieren lernen? Wer bisher immer nach Noten gespielt hat, für den hat Improvisieren oft etwas Mysteriöses, Unerreichbares an sich. Tatsächlich kann aber jeder relativ einfach improvisieren lernen. Wie? Das erfährst du jetzt! Trockene Theorie wird ersetzt durch spontane Variationen der Melodie und musikalische Experimentierfreude. Von Noten zur Improvisation ohne [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kannst du mit deinem Instrument improvisieren lernen? Wer bisher immer nach Noten gespielt hat, für den hat Improvisieren oft etwas Mysteriöses, Unerreichbares an sich. Tatsächlich kann aber jeder relativ einfach improvisieren lernen. Wie? Das erfährst du jetzt! Trockene Theorie wird ersetzt durch spontane Variationen der Melodie und musikalische Experimentierfreude.</p>
<p><span id="more-3693"></span></p>
<h2>Von Noten zur Improvisation ohne Noten</h2>
<p>Es ist eine Kunst, Noten exakt so zu spielen, wie sie notiert sind. Sehr wahrscheinlich übst du genau das im Musikunterricht am allermeisten. Das <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Notenlesen</a> hat auch seine Berechtigung. Denn durch das Aufschreiben von Noten können musikalische Ideen über Jahre und Jahrhunderte bewahrt und wiedergegeben werden. Auch für dich ist das ohne Zweifel sinnvoll!</p>
<p>Trotzdem soll es darum heute nicht gehen. Oder vielleicht nur als Ausgangspunkt, von dem wir uns ganz bewusst wegbewegen wollen. Denn genauso wichtig, wie das Notenlesen, ist es, sich davon lösen zu können. Eine Melodie zu variieren und letztlich über einen Song zu improvisieren.</p>
<p>Vorneweg muss ich dich allerdings warnen: Wenn du ein sturer Theoriefuchs bist, wird dich dieser Artikel nicht weiterbringen!</p>
<p>Wenn du stattdessen gerne ohne Theorie, dafür aber experimentierfreudig ins Improvisieren einsteigen möchtest, dann bist du hier genau richtig!</p>
<p>Wer mit den Grundlagen musikalischer Improvisation bereits vertraut ist, kann sich in <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">diesem Artikel</a> mit weiterführenden Tipps und Tricks inspirieren lassen.</p>
<h2>Wie kann man improvisieren lernen?</h2>
<p>Es gibt viele Wege, sich mit Klavier, Gitarre, Geige, Saxophon oder welchem Musikinstrument auch immer dem Improvisieren zu nähern. In diesem Artikel stelle ich dir eine praktische Methode vor, die den Fokus auf das <strong>Improvisieren einer Melodie</strong> legt.</p>
<p>Der Vorteil hierbei ist, dass du Schritt für Schritt vorgehen kannst. Die Vorgehensweise ist außerdem leicht umzusetzen und macht von Anfang an Spaß. Wenn du also improvisieren lernen möchtest, solltest du diesen Weg, der über Variationen der Melodie führt, unbedingt ausprobieren! Perfekt geeignet für alle Anfänger beim Improvisieren oder Spieler, die den Zugang zum Improvisieren über andere Wege noch nicht gefunden haben.</p>
<h2>Variation im Unterschied zur Improvisation in der Musik</h2>
<p>Was unterscheidet eine musikalische Variation von einer Improvisation? Manch einer mag es bereits Improvisation nennen, sobald man sich nur ein wenig von der ursprünglichen Melodie eines Songs wegbewegt. In diesem Artikel bezeichne ich eine sehr melodienahe Improvisation aber als Variation. Die ursprüngliche Melodie wird hier nur ein wenig abgeändert.</p>
<p>Den Begriff Improvisation verwende ich, wenn sich das Spiel weiter von der ursprünglichen Melodie wegbewegt. Eine völlig freie Improvisation orientiert sich fast nur noch an der Harmoniefolge und die ursprüngliche Melodie ist nicht mehr zu erkennen. Der Übergang von einer Variation zu einer Improvisation ist aber selbstverständlich fließend.</p>
<p>Über das Variieren einer Melodie kannst du dir sehr gut den Weg zum Improvisieren bahnen. Verändere die Melodie Schritt für Schritt und entferne dich immer weiter davon.</p>
<p>Et voilà: Ehe du dich versiehst, bist du bei einer Improvisation angelangt, die für dich am Anfang vielleicht noch unendlich weit weg und unglaublich schwierig erschien. Aber eines nach dem anderen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/variationen-spielen/melodie-variieren.jpg" alt="Variationen und Improvisationen in der Musik." width="749" height="499"></p>
<h2>Der Nutzen von Variationen in der Musik</h2>
<p>Variationen mit deinem Musikinstrument bringen Abwechslung und eine persönliche Note in dein Spiel. Du änderst einen Song ein wenig ab und spielst ihn so, wie du ihn gerade hören möchtest. Du spielst spontan, was du fühlst. Auch wenn es beim exakten Notenspiel durchaus auch Möglichkeiten für eine individuelle musikalische Gestaltung gibt, so sind diese doch begrenzt.</p>
<p>Anders bei Variationen. Hier gehst du bewusst einen Schritt weiter und nimmst dir beim Spielen deutlich mehr Freiheiten. Du darfst kreativer sein und deine ganz persönliche Variante des Songs spielen. Genau das ist beim Covern eines Songs üblich.</p>
<p>Probiere es doch selbst einmal aus! Damit kannst du dem ursprünglichen Song ein schickes neues Gewand verpassen oder tolle neue Akzente setzen. Alles ganz nach deinem eigenen Geschmack!</p>
<h2>Wie funktioniert improvisieren? — Variationen zur Improvisation weiterentwickeln</h2>
<p>Wie oben bereits erwähnt, hat das Spielen von Variationen noch einen weiteren fantastischen Nutzen. Denn du kannst mit deinen Variationen auch Stück für Stück mehr wagen und dich auf diese Weise ans Improvisieren herantasten. Es ist ein sehr <strong>wirkungsvoller Weg zur Improvisation</strong>.</p>
<p>Das Grandiose daran ist, dass es spielerisch passiert. Du musst dafür keine Theoriebücher wälzen und keine Tonleitern üben, sondern lernst empirisch. Also durch Ausprobieren und deine dabei gemachten Erfahrungen. Und außerdem anhand eines <a href="https://musikbegeisterung.de/instrument-musik-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Songs, den du gerne magst</a>!</p>
<p>Nutze Variationen als Wegbereiter zu einer freien Improvisation! Klingt das für dich spannend? Im Folgenden erkläre ich dir, was du dafür brauchst und wie du es schaffst.</p>
<h3>1. Grundlage für deine Improvisation: Einen Song wählen, der dir gut gefällt</h3>
<p>Zuerst brauchst du einen Song. Und zwar einen, der dir persönlich richtig gut gefällt. Denn so wirst du automatisch viel ausdauernder experimentieren. Und genau das ist hier auch dringend erforderlich. Deshalb lohnt es sich definitiv, einige Energie in die Songsuche zu stecken. Da ich dieses Thema so unglaublich wichtig finde, habe ich sogar einen eigenen <a href="https://musikbegeisterung.de/instrument-musik-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel</a> dazu geschrieben.</p>
<p>Wähle für das erste Ausprobieren von Variationen und Improvisationen einen Song, der dir leichtfällt. Du solltest die Melodie entsprechend den aufgeschriebenen Noten (oder <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach Gehör</a>) ohne große Anstrengung spielen können.</p>
<p>Falls dir die Melodie Mühe bereitet, spiele sie einige Male durch, bis du sie gut spielen kannst. Oder wähle einen anderen Song, bei dem du mit der Melodie besser zurechtkommst.</p>
<p>Außerdem solltest du den Song vom Hören her gut kennen. Wenn du direkt auf einen deiner Lieblingssongs zurückgreifen kannst, wird das kein Problem sein. Falls das nicht so ist, mach dich mit der Melodie gut vertraut. Durch eigenes Spielen oder durch Anhören einer Aufnahme. Denn wenn du einen Song im Ohr hast, werden dir auch das Variieren und Improvisieren viel leichter von der Hand gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/variationen-spielen/variieren-improvisieren.jpg" alt="Improvisieren lernen durch Variationen einer Melodie." width="750" height="500"></p>
<h3>2. Von der Melodie zur Variation</h3>
<p>Jetzt wagst du dich ans Variieren. Spiele zunächst (noch einmal) die ursprüngliche Melodie. Beim nächsten Durchgang spielst du die Melodie dann etwas freier. Baue kleine Änderungen ein, vielleicht erst im Rhythmus der Melodie, später dann auch in den Tonhöhen.</p>
<p>Du darfst Töne auslassen und kannst das auch nutzen, um schwierige Stellen zu vereinfachen. Stell dir einfach vor, du spielst mit anderen Musikern auf einer <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session</a>. Hier geht es vorrangig nicht um jeden einzelnen Ton, sondern darum, dass die Musik im Fluss bleibt.</p>
<p>Du darfst die Melodie auch anders als aufgeschrieben fortführen. Ob bewusst oder aus der Not heraus, ist völlig egal! Für ein mehr oder weniger spontanes <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zusammenspiel</a> ist diese Fähigkeit eine der wichtigsten überhaupt.</p>
<p>Vielleicht ist dir die Melodie aber auch zu langweilig oder eintönig. Dann kannst du sie durch zusätzliche Verzierungen <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufpeppen</a>. Nimm dir die Freiheit, den Song nach deinen Vorstellungen zu verändern! Vielleicht brauchst du einige Anläufe, bis du deine Kreativität voll entfaltest. Das ist am Anfang aber völlig normal.</p>
<h3>3. Zeit für viele Durchgänge und Ideen mit deinem Instrument</h3>
<p>Nimm dir Zeit! Gerade wenn du mit Variationen und Improvisationen noch nicht so vertraut bist. Wenn du nur noch 10 Minuten hast, bevor du außer Haus musst oder Besuch bekommst, wird es schwierig, einen Song mit Kreativität und einer gelassenen Mentalität des Ausprobierens zu entwickeln.</p>
<p>Lass dich ohne Zeit- und Erfolgsdruck auf den Song ein. Wenn du neu an einem Song arbeitest, spiele einfach ein paar mehr Durchgänge hintereinander. Nur so kannst du <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschiedene Ideen</a> ausprobieren, hören und daraus lernen.</p>
<p>Dabei können durchaus 10 oder mehr Durchgänge zusammenkommen. Selbstverständlich darfst du dir auch 20, 30 oder wie viele auch immer gönnen! Unzählige eben. Und am besten ungezählt. Du solltest dir nach oben keine Grenze setzen.</p>
<p>Spiele, solange es dir gefällt oder bis dir die Ideen ausgehen! Neue Inspirationen zum Improvisieren findest du übrigens <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<h3>4. Mit Mut für Experimente Fortschritte hin zum Improvisieren machen</h3>
<p>Fasse Mut für Experimente! Probiere aus, was geht und was nicht. Auf diese Weise lernst du unglaublich viel. Und das Schöne ist, du lernst es spielerisch. Direkt durch das Anwenden.</p>
<p>Wenn du beim Musizieren aus deinen eigenen Erfahrungen lernst, verankerst du das Gelernte in deiner Motorik und in deinem Hören. Du musst also kein theoretisches Wissen später mühsam zur Anwendung bringen.</p>
<p>Wage dich immer wieder neu aus deiner Komfortzone und probiere Neues aus. Wer hier nichts wagt, kann auch nichts gewinnen. Mit Sicherheit werden nicht alle deine Ideen funktionieren. Aber wenn du vorankommen willst, musst du sie ausprobieren!</p>
<p>Misslungene Experimente gehören dazu. Du solltest sie tolerant in Kauf nehmen und dich über die daraus gewonnene Erkenntnis freuen.</p>
<p>Falls du weitere Ideen für dein Spiel brauchst, dann höre dir verschiedene Aufnahmen des von dir gewählten Songs an und lass dich davon inspirieren!</p>
<p>Vielleicht findest du auch gecoverte Versionen, die weiter vom Original entfernt sind. Oder vielleicht gibt es Aufnahmen, bei denen verschiedene Instrumente Improvisationssoli spielen. Das ist eine großartige Möglichkeit, um <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neue Ideen</a> für deine eigene Interpretation zu gewinnen.</p>
<h3>5. Von der Variation zur Improvisation und zurück</h3>
<p>Wenn du ein gutes Gefühl für Variationen deines Songs gewonnen hast, kannst du dich einen Schritt weiter Richtung Improvisation wagen. Lass dir nach wie vor viel Zeit und plane beliebig viele Durchläufe des Songs ein. Wage nach und nach immer mehr. Bewege dich weiter weg von der Melodie.</p>
<p>Bring deine eigenen Ideen voll und ganz ein, auch wenn sie völlig losgelöst von der Melodie sind. Entferne dich am besten so weit von der ursprünglichen Melodie, bis diese nicht mehr zu erkennen ist und du im Grunde nur noch der Akkordfolge folgst.</p>
<p>Für Zuhörer ist es oft angenehmer, wenn noch Reste der Melodie vorhanden sind und der Charakter des Stückes erhalten bleibt. Aus dieser Sicht ist deshalb zu empfehlen, letztlich etwas mehr als die bloße <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Akkordfolge</a> in die Improvisation einzubeziehen.</p>
<p>Trotzdem ist aber natürlich alles möglich und du solltest es auch ausprobieren! Denn es wird dich sehr weiterbringen, wenn du die gesamte Bandbreite an Variationen und Improvisationen beherrschst. Dann kannst du später ganz bewusst wählen, wie frei deine Variante werden soll.</p>
<p>Und wenn du es erst einmal bis zu einer völlig freien Improvisation geschafft hast, wird das Zurückkehren zu einer melodienäheren Variante ein Leichtes für dich sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/variationen-spielen/variation-musikinstrument.jpg" alt="Eine Melodie variieren hilft beim musikalischen Improvisieren." width="749" height="499"></p>
<h2>Mutiger improvisieren: Tipp zum Loslassen der aufgeschriebenen Noten</h2>
<p>Die Noten loszulassen ist manchmal gar nicht so einfach. Du bewegst dich von sicheren Tönen weg ins Ungewisse! Deshalb gebe ich dir zum Schluss noch einen praktischen Tipp dafür.</p>
<p>Hast du bereits einige Durchläufe gespielt? Und dich mit ersten Variationen von den aufgeschriebenen Noten weggewagt? Gut.</p>
<p>Dann schau jetzt einfach einmal nicht mehr auf die Noten. Beim Klavier vielleicht in die Luft. Bei anderen, mobileren Musikinstrumenten dreh dich von den Noten weg, schau zum Fenster hinaus oder geh mit deinem Instrument ein paar Schritte spazieren.</p>
<p>Oft ist das sehr hilfreich, um sich besser und mutiger von der Melodie zu lösen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dadurch weg vom visuellen Notenlesen hin zum Hören und zu deinen Fingerbewegungen. Du fokussierst dich auf den Spielvorgang und baust eine stärkere Verbindung zu deinem Instrument auf.</p>
<p>Du hörst dir selbst besser zu. Achtest viel stärker auf die erklingende Musik und kommst in einen Spielfluss. Spielst ohne nachzudenken spontan, was aus dir herauskommt. Und du wirst deine eigenen Experimente aufmerksamer beurteilen. Du wirst ganz klar merken, was dir gefällt. Was wiederholenswert ist und was nicht.</p>
<p>Ganz nebenbei ist es natürlich auch einfach ein tolles Gefühl, keine Noten zu benötigen!</p>
<p>Wage dich an <a href="https://musikbegeisterung.de/kreativ-komposition-workshop-elbphilharmonie/">Experimente</a>, variiere und <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">improvisiere</a> mutig und <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">gelassen</a> und du wirst viel gewinnen! Wie du vom Improvisieren zum Komponieren kommst, erfährst du <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p>Wenn du weitere Tipps zum <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Einstieg ins Improvisieren</a> mit deinem Musikinstrument kennst, dann erzähl mir davon im Kommentar!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/"><strong>So übst du für eine Jam Session!</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Über Variationen spielerisch improvisieren lernen: Improvisierte Musik über einen empirischen Weg ohne Theorie</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Deine erste eigene Komposition: Vom Improvisieren zum Komponieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2018 12:41:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
		<category><![CDATA[komponieren]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein eigenes Musikstück komponieren. Für viele Musiker ein Traum. Aber wie fängt man am besten an? Der Weg vom Improvisieren zum Komponieren ist gar nicht so weit. Lass dich an die Hand nehmen und lerne, ein erstes eigenes Stück zu komponieren. Komponieren lernen Eine eigene Komposition ist einfach toll. Darauf kannst du zu Recht stolz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/">Deine erste eigene Komposition: Vom Improvisieren zum Komponieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein eigenes Musikstück komponieren. Für viele Musiker ein Traum. Aber wie fängt man am besten an? Der Weg vom Improvisieren zum Komponieren ist gar nicht so weit. Lass dich an die Hand nehmen und lerne, ein erstes eigenes Stück zu komponieren.</p>
<p><span id="more-3510"></span></p>
<h2>Komponieren lernen</h2>
<p>Eine eigene Komposition ist einfach toll. Darauf kannst du zu Recht stolz sein. Du wirst sie noch nach Jahren gelegentlich spielen, wenn sie dir in die Hände fällt. Auch wenn man beim Komponieren oft zuallererst an namhafte Komponisten wie etwa Mozart oder Beethoven denkt, darfst du dich ohne Angst selbst ans Komponieren wagen. Es muss ja nicht gleich eine ganze Sinfonie sein!</p>
<p>Trotzdem fragen sich viele, wie sie beim Komponieren anfangen sollen. Nimm dir für den Anfang erst einmal nicht zu viel vor. Etwa eine halbe bis zwei Seiten reichen völlig aus. Deine Komposition muss nicht lang werden. Achte vielmehr darauf, dass sie eingängig ist, einen schönen Höhepunkt und Schluss hat.</p>
<p>Das klingt nun fast ein bisschen nach einer Erlebniserzählung, die jeder von uns sicherlich in der Schule geschrieben hat. Aber letztlich ist ein Musikstück ja etwas Vergleichbares. Auch ohne Text erzählt ein Musikstück etwas. Und die Geschichte sollte auf keinen Fall langweilig sein!</p>
<p>Falls du mein <a href="https://musikbegeisterung.de/notenbuch-gefuehle/">Noten-E-Book</a> kennst, wirst du auch hier diesen Aufbau wiederfinden.</p>
<p>Im Folgenden findest du eine Anleitung mit Anregungen und Tipps, wie du eine kleine, aber feine eigene Komposition ausarbeiten kannst. Natürlich gibt es verschiedene Wege. Hier erläutere ich dir eine mögliche Vorgehensweise, mit der du als Anfänger zu einer guten Komposition kommen kannst.</p>
<h2>Eine erste Idee durch Improvisation</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/komponieren/komponieren-anfang.jpg" alt="Komponieren für Anfänger: Erste Ideen" width="236" height="354">Eine Komposition entwickelst du am besten aus einer Improvisation. Denn durch Improvisieren sammelst du jede Menge Ideen. Und bestimmt ist auch mindestens eine dabei, die es sich lohnt aufzuschreiben oder genauer auszuarbeiten. Falls du noch nie improvisiert hast, solltest du dir erst einmal Zeit zum <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Improvisieren</a> nehmen.</p>
<p>Du kannst mit dem Improvisieren völlig spontan loslegen und dir eine Harmoniefolge und eine Melodie parallel überlegen. Oder du suchst dir erst eine bestimmte Akkordfolge, über die du dann in Endlosschleife improvisierst, und sammelst auf diese Weise Ideen für die Melodie. <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> findest du ein Beispiel für eine Akkordfolge, die ich schon für zahlreiche Improvisationen und letztlich auch für eine Komposition genutzt habe.</p>
<p>Fang möglichst unverkrampft an und mach dir keinen Druck wegen deiner Absicht des Komponierens. Denn das ist in den meisten Fällen kontraproduktiv für kreative Ideen!</p>
<p>Es ist grundsätzlich sinnvoll, Improvisationsideen aufzunehmen. Erst recht, wenn du merkst, dass du langsam in Fahrt kommst, viele <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ideen</a> hast, aber noch nicht wirklich zufrieden damit bist. Meistens kann man beim späteren Anhören besser beurteilen, welcher Abschnitt der Improvisation für eine Komposition lohnenswert ist.</p>
<p>Aber auch wenn du schon eine zweifelsfrei tolle Idee hattest, ist eine Aufnahme natürlich gut. Denn so wirst du deine Idee nicht wieder vergessen. Du kannst sorgenfrei Pause machen und später damit weiterarbeiten. Eine Aufnahme mit einem Smartphone ist für das Festhalten von Ideen auch schon völlig ausreichend.</p>
<h2>Deine Idee(n) konkretisieren</h2>
<p>Wenn du ein Motiv gefunden hast, das Teil deiner Komposition sein soll, dann arbeite es zu einem Thema aus. Vielleicht hast du auch bereits aus deiner anfänglichen Improvisation ein Thema aus mehreren Takten, das du für deine Komposition verwenden möchtest. Deine Anfangsidee kannst du jetzt, wenn nötig, konkretisieren.</p>
<p>Überlege, ob du Änderungen, z.&nbsp;B. von einzelnen Noten in Tonhöhe oder Notenwert, vornehmen möchtest, um deine Ursprungsidee weiter aufzupolieren! Es kann aber auch gut sein, dass deine ursprüngliche Idee schon sehr natürlich und eingängig klingt. Versuche nicht, krampfhaft daran zu feilen! Dadurch wird es nicht immer besser!</p>
<p>Sobald du dir über Einzelheiten deiner Komposition Gedanken machst, lohnt es sich unbedingt, Noten aufzuschreiben. Am besten geht das, wenn du von Anfang an eine Notationssoftware verwendest.</p>
<h2>Die Komposition weiterentwickeln</h2>
<p>Nun hast du schon ein paar Takte beisammen, aber für eine Komposition ist es vermutlich noch etwas wenig. Vielleicht findest du in deinen Improvisationsideen noch ein zweites schönes Motiv, das du ausarbeiten kannst. Oder du startest eine zweite Improvisationsrunde, um weitere Ideen zu kreieren.</p>
<p>Du kannst auch ausgehend von deinen ersten Takten Variationen entwickeln. Diese fügen sich oft gut an den Anfang an. Dadurch kommst du mit wenig Aufwand in deiner Komposition gleich ein großes Stück weiter. Variationen sind ähnlich wie eine Wiederholung, bieten im Gegensatz dazu aber die eine oder andere Überraschung.</p>
<h2>Komponieren mit Konzept</h2>
<p>Spätestens wenn du bereits eine oder zwei Ideen für deine Komposition entwickelt hast, solltest du über das Konzept deiner Komposition nachdenken. Denn die meisten guten Kompositionen steuern auf einen Höhepunkt zu und finden letztlich auch einen schönen Abschluss. Oft sind diese beiden Punkte schwieriger, als einen Anfang zu finden!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/komponieren/komponieren-konzept.jpg" alt="Komponieren lernen und ein Konzept entwickeln." width="498" height="332">Plane also beispielsweise ein, dass du für einen Höhepunkt etwas Neues bringen möchtest und du danach mit dem Anfangsthema zum Abschluss überleiten willst. Was auch immer dein Konzept ist, behalte es beim weiteren Komponieren im Auge. Sonst verzettelst du dich und bringst das Stück nicht zu Ende. Oder es dümpelt so vor sich hin und wird beim Spielen oder Hören schnell langweilig. Und das ist bestimmt nicht dein Ziel!</p>
<h2>Der Höhepunkt deiner Komposition</h2>
<p>Der Höhepunkt soll zum Anfang des Stückes passen, aber sich trotzdem von der restlichen Komposition unterscheiden. Überleg dir dafür also etwas Neues, um den Hörer zu überraschen! Beispielsweise kannst du für den Höhepunkt höhere Töne wählen, schräge Töne einbauen oder zur Abwechslung Triolen verwenden. Das sind aber nur Anregungen. Am besten lässt du deiner spontanen Kreativität freien Lauf!</p>
<h2>Das Anfangsthema wiederaufgreifen</h2>
<p>Zwei bis drei Ideen reichen für eine kleine, aber feine Komposition völlig aus. Wenn du schon so weit gekommen bist, brauchst du es dir nicht mehr unnötig schwer machen. Eine Wiederholung des Anfangsthemas zum Ende eines Stückes ist oft eine sehr gute Wahl! Denn unsere Ohren empfinden es durchaus als angenehm, wenn etwas bereits Bekanntes wiederkehrt.</p>
<h2>Der Abschluss deiner Komposition</h2>
<p>Den Abschluss finden. Nicht nur im Fußball ist das eine Herausforderung, die gemeistert werden will. Auch beim Komponieren. Oft hilft es, das letzte Thema der Komposition einfach noch einmal zu spielen, mit der Absicht, das Stück ausklingen zu lassen. Mach das ein paar Mal und vertraue auf deine spontane Kreativität.</p>
<p>Du könntest beispielsweise das Thema bei der letzten Wiederholung in deiner Komposition leicht verändern. Oder du fügst im Anschluss daran noch eine Phrase hinzu. Je nach Komposition kann diese eher ruhig und unkompliziert oder aber auch witzig sein, z. B. mit gezielt gesetzten Pausen. Oder du zögerst den zu erwartenden abschließenden Grundton hinaus, indem du ihn erst einmal mit anderen Tönen umspielst. Von den Harmonien her kann der Akkord mit Quarte statt Terz gut zum abschließenden Grundakkord überleiten, indem die Quarte schließlich zur Terz aufgelöst wird.</p>
<p>Aber bevor du zu viel denkst, rate ich dir, den Abschluss zuallererst durch Improvisation zu finden. Gerade wenn du schon länger Musik machst oder auch nur hörst, schlummern durch deine Hörerfahrung viele Ideen in dir. Hole sie aus dir heraus und bringe deine Komposition zu Ende! Und denke außerdem daran: Jetzt noch aufzugeben wäre definitiv die schlechteste Alternative.</p>
<h2>Beim Komponieren Pausen einlegen</h2>
<p>Komponieren fordert dich. Erst recht, wenn es für dich nicht dein Tagesgeschäft ist. Die meisten Menschen haben Phasen, in denen sie sehr kreativ und dann wieder weniger kreativ sind. Sei also geduldig mit dir selbst!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/komponieren/komponieren-pause.jpg" alt="Wie anfangen beim Komponieren?" width="362" height="241">Vielleicht hast du einige Ideen, aber dir fehlt die Beurteilungskraft, was nun für deine Komposition taugt. Meistens hilft es hier, wenn du eine Pause machst. Halte deine Ideen als Aufnahme oder auf Papier fest und lege sie dann beiseite. Wenn du deine Ideen am nächsten Tag oder mehrere Tage später wieder anschaust oder ‑hörst, wirst du besser entscheiden können, wie du mit deiner Komposition weitermachen willst.</p>
<p>Ebenso kann es sein, dass du mit deiner Komposition eigentlich schon fertig bist, aber vielleicht selbst nicht mehr überzeugt davon. Irgendwie unzufrieden. Auch hier helfen Zeit, Geduld und Gelassenheit. Wenn du deine Komposition nach ein paar Tagen wieder spielst und sie dir (immer noch) gefällt, ist das ein sehr gutes Zeichen.</p>
<p>Vielleicht hast du auch einfach nur eine oder zwei Stellen im Stück, die dir nicht gefallen. Dann kannst du speziell diese Stellen umschreiben. So etwas geht aber am besten mit etwas zeitlichem Abstand. Nimm dir also Zeit für Pausen! Sie werden dir und deiner Komposition guttun.</p>
<h2>Notationssoftware für deine fertige Komposition</h2>
<p>Dein Stück ist fertig komponiert? Wie sieht dein Notenbild aus? Hast du handschriftlich gearbeitet oder hast du die Noten parallel zum Komponieren in eine Notationssoftware eingetragen?</p>
<p>Spielen kannst du natürlich beides. Trotzdem wirst du vermutlich ein kleines bisschen mehr stolz darauf sein, wenn deine Komposition in einem professionellen Notenbild existiert. Außerdem wirst du dich dann auch leichter trauen, deine Komposition jemand anderem zum Spielen zu geben. Bei einer Notationssoftware kannst du deine aufgeschriebenen Noten auch anhören, um zu überprüfen, ob du alles richtig notiert hast.</p>
<p>Als Notationssoftware eignen sich zum Beispiel <a href="https://klemm-music.de/finale-2/" target="_blank" rel="noopener">Finale</a> oder <a href="https://www.avid.com/de/sibelius" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sibelius</a>. Mit <a href="https://www.finalemusic.com/products/notepad/" target="_blank" rel="noopener">Finale NotePad</a> und <a href="https://www.avid.com/de/sibelius-first" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sibelius First</a> gibt es davon für den Einstieg auch kostenlose Varianten. Über das Dateiformat MusicXML ist auch ein Austausch der Noten zwischen verschiedenen Programmen möglich.</p>
<p>Sehr zu empfehlen und noch dazu komplett kostenlos ist <a href="https://musescore.org/de" target="_blank" rel="noopener">Musescore</a>, mein derzeitiger Favorit!</p>
<p>Komplett kostenlos ist außerdem <a href="http://lilypond.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LilyPond</a>. Hierbei handelt es sich um ein textbasiertes Notationsprogramm, d.&nbsp;h. die Noten werden hier nicht grafisch gesetzt, wie etwa bei Sibelius oder Finale. Bei LilyPond wird der Notensatz als Skript aufgeschrieben, das dann durch das Programm kompiliert wird.</p>
<h2>Du hast es geschafft!</h2>
<p>Wie du siehst, erfordert das Komponieren bis hin zu den fertig aufgeschriebenen Noten einige Schritte. Wenn du diese aber nacheinander gehst, ist es gar nicht so schwer und auch für Hobbymusiker gut machbar. Wenn du bis zum Ende durchgehalten hast, hältst du nun deine (erste) eigene Komposition in Händen! Herzlichen Glückwunsch!</p>
<p>Falls du Beispiele für kleine, aber feine Kompositionen suchst, empfehle ich dir mein <a href="https://musikbegeisterung.de/notenbuch-gefuehle/">Noten-E-Book</a>. Vielleicht kannst du dich von meinen Stücken für deine Kompositionsversuche inspirieren lassen.</p>
<p>Ich freue mich, wenn du mir von deinen ersten Erfahrungen beim Komponieren im Kommentar berichtest. Wenn du erst noch mehr Übung im Improvisieren bekommen möchtest, dann lies <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">hier</a> weiter.</p>
<p>Wenn du deine Improvisationen weiter aufpeppen willst, schau dir meine <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Tipps und Tricks</a> an, um deine Improvisationen zu bereichern und auf das nächste Level zu bringen. Wusstest du eigentlich, dass man auch <a href="https://musikbegeisterung.de/kreativ-komposition-workshop-elbphilharmonie/">mit Geräuschen komponieren</a> kann?</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/"><strong>10 Tipps für mehr Spaß und Abwechslung beim Musizieren</strong></a></p>
<p class="copyrightangabe">Titelfoto: bearbeitetes Notenblatt aus FinaleNotepad</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/">Deine erste eigene Komposition: Vom Improvisieren zum Komponieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Über eine einfache Akkordfolge improvisieren: Experimentieren in Endlosschleife</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2018 14:10:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Liedbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps fürs Musikmachen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein paar wenige Akkorde am Klavier aneinanderreihen und diese in einem fort wiederholen. Auf dieser Grundlage spielst du spontan eine schöne Melodie. Und schon hast du eine kleine musikalische Improvisation geschaffen. In diesem Artikel stelle ich dir eine schöne, einfache Akkordfolge vor. Außerdem finden Anfänger Tipps und Grundlagen, um darüber zu improvisieren. Dabei ist egal, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Über eine einfache Akkordfolge improvisieren: Experimentieren in Endlosschleife</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar wenige Akkorde am Klavier aneinanderreihen und diese in einem fort wiederholen. Auf dieser Grundlage spielst du spontan eine schöne Melodie. Und schon hast du eine kleine musikalische Improvisation geschaffen. In diesem Artikel stelle ich dir eine schöne, einfache Akkordfolge vor. Außerdem finden Anfänger Tipps und Grundlagen, um darüber zu improvisieren. <span id="more-9955"></span>Dabei ist egal, welches Musikinstrument du spielst.</p>
<h2>Improvisation in der Musik</h2>
<p>Improvisieren mit einem Musikinstrument ist eine tolle Möglichkeit, sich musikalisch auszudrücken und kreativ zu sein. Es ist etwas ganz Persönliches, denn du spielst deine eigenen Ideen! Am Klavier, auf der Gitarrre, Geige, Querflöte oder jedem anderen Instrument. Improvisieren ist außerdem äußerst nützlich, wenn du bei einer <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Jam Session</a> mitspielen möchtest.</p>
<p>Musikalisches Improvisieren macht sehr viel Spaß, wenn du dich darauf einlässt. Du solltest es unbedingt ausprobieren! Es ist gar nicht so schwer, wie Anfänger im Vornhinein oft denken. Eine Improvisation zu Musik ist kein Hexenwerk. Aber du brauchst Mut und ein wenig Geduld zum Experimentieren!</p>
<p>Dieser Artikel richtet sich vorwiegend an Improvisationsanfänger. Wenn du schon ein wenig Übung hast und auf der Suche nach neuen Inspirationen bist, kannst du deine Improvisationen mit meinen <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Tipps und Tricks</a> weiterentwickeln und bereichern.</p>
<h2>Die Grundlage deiner Improvisation mit einem Musikinstrument</h2>
<p>Eine einfache, wiederkehrende Akkordfolge bietet eine gute Grundlage zum Entwickeln einer eigenen Improvisation. Je nach Instrument kannst du die Harmonien und die Melodie gleichzeitig spielen. Oder du verwendest für die Harmonien eine Aufnahme, die du beispielsweise mit einer <a href="http://www.loopstation.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Loop-Station</a> selbst machen kannst. Außerdem bietet sich die Playalong-App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iReal Pro</a> an, die ich insbesondere Melodieinstrumenten für die Begleitung sehr empfehle.</p>
<p>Eine Akkordfolge bildet dieB Basis für deine Improvisation. Durch Wiederholung der Akkordfolge in einer Endlosschleife kannst du dich improvisatorisch austoben und Verschiedenes ausprobieren. Eine tolle Sache!</p>
<p>Die Möglichkeiten an schönen Akkordfolgen sind endlos. Du kannst dir raussuchen, was dir gefällt. Oder auch selbst experimentieren. Selbstverständlich kannst du auch über die Akkordfolge eines bestimmten Songs improvisieren. Für den Anfang ist aber eine einfache, überschaubare Akkordfolge gar nicht schlecht.</p>
<p>Häufig wird das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">12-Takt-Bluesschema</a> gespielt. Aber es geht auch noch unkomplizierter. Heute stelle ich dir eine Akkordfolge aus vier Akkorden vor. Diese werden ohne weiteres Schema immer in der gleichen Reihenfolge aneinandergereiht. Klingt hier als Texterklärung bestimmt langweilig. Aber gespielt lassen sich schöne Sachen daraus machen!</p>
<h2>Über die Akkordfolge I‑VI-IV‑V improvisieren</h2>
<p>Die Akkordfolge bespielt die Stufen I‑VI-IV‑V einer Tonleiter. Es handelt sich hierbei um die Tonika, deren Parallele, die Subdominante und schließlich die Dominante, die meist als Septakkord gespielt wird und wieder zur Tonika überleitet.</p>
<p>In C‑Dur wäre das also: <span style="color: #1e943d;"><strong>C Am F G<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>In F‑Dur: <span style="color: #1e943d;"><strong>F Dm B♭ C<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>In G‑Dur: <strong><span style="color: #1e943d;">G Em C D<sup>7</sup></span></strong></p>
<p>Eine Übertragung ist natürlich in alle Tonarten möglich. Auch in Moll kannst du die Folge I‑VI-IV‑V spielen.</p>
<p>In A‑Moll bedeutet das: <strong><span style="color: #1e943d;">Am F Dm E<sup>7</sup></span></strong></p>
<p>In D‑Moll: <span style="color: #1e943d;"><strong>Dm B♭ Gm A<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>In E‑Moll: <span style="color: #1e943d;"><strong>Em C Am H<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>Hier kannst du dir die Akkordfolge anhören. Die Audios stammen aus der Playalong-App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iReal Pro</a>.</p>
<p>In C‑Dur:</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-9955-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/wav" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-c-dur-irealpro.wav?_=1"><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-c-dur-irealpro.wav">https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-c-dur-irealpro.wav</a></audio>
<p>&nbsp;</p>
<p>In A‑Moll:</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-9955-2" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/wav" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-a-moll-irealpro.wav?_=2"><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-a-moll-irealpro.wav">https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-a-moll-irealpro.wav</a></audio>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/improvisieren-musik/akkordfolge-improvisation.jpg" alt="Improvisation am Klavier mit einer einfachen Akkordfolge für Anfänger." width="800" height="533"></p>
<h2>Die Akkordfolge kennenlernen durch Hören</h2>
<p>Am Anfang ist es hilfreich, die Akkordfolge erst einmal zu verinnerlichen. Spiele oder höre dich ein, bis du sie im Ohr hast. Das kannst du gut testen, indem du versuchst, eine Melodie mitzusummen. Und zwar entschlossen ab der Eins, also nicht durch Vorhören des jeweiligen Akkordes! Wenn dir hier die Orientierung fehlt, kennst du die Akkordfolge noch nicht gut genug.</p>
<p>Falls du an dieser Stelle den Geheimtipp zwischen den Zeilen nicht gelesen hast: Falls dir einmal beim Improvisieren in der Tat die Orientierung fehlt, kannst du dich oft retten, indem du auf die Eins den Akkord hörst und auf die Zwei oder gar Drei erst mit deiner Improvisation startest. Aber das nur am Rande. Falls du jetzt verwirrt sein solltest, dann denke darüber besser nicht mehr nach!</p>
<p>Kehren wir zurück zu einem strukturierten Vorgehen, Schritt für Schritt, um erst einmal Orientierung zu schaffen: Dafür empfehle ich dir sehr, die Akkordfolge gut zu verinnerlichen, was letztlich die Grundlage für eine kreative, nichtverkopfte Improvisation ist.</p>
<p>Du bist so weit und kannst zur Akkordfolge, über die du mit deinem Musikinstrument improvisieren möchtest, gut mitsummen und die Melodie auch variieren? Dann ist es gar nicht mehr weit bis zu einer einfachen Improvisation!</p>
<h2>Ein Minimum Theorie für Improvisationsanfänger</h2>
<p>Mach dir klar, welche Vorzeichen die Tonart hat, in der du improvisieren möchtest. Denn mit den Tönen der jeweiligen Tonleiter hast du eine gute Grundlage für passende Töne. Noch sicherer und an jeder Stelle im Takt anwendbar sind natürlich die Töne des jeweiligen Akkordes.</p>
<p>Bei Desorientierung kannst du zum Grundton zurückkehren. Von dort aus kannst du dich wieder weiter vortasten. Mit dem Grundton des jeweiligen Akkordes kannst du auch ganz einfach einsteigen. Spiele den Grundton als einen langen Ton. Oder wenn du magst, wiederhole ihn in einem bestimmten Rhythmus.</p>
<h2>Musik improvisieren durch Experimentieren</h2>
<p>Bevor du dich aber zu sehr in Theorie verstrickst, empfehle ich dir, zu experimentieren. So fällt der Einstieg in die Improvisation oft leichter und macht vor allem auch <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mehr Spaß</a>. Mit mehr Theorie kannst du dich auch später noch beschäftigen, um beispielsweise mit deiner Improvisation neue Akzente zu setzen.</p>
<p>Improvisiere zu dieser Akkordfolge in Endlosschleife. Bestimmt ist dein erster Durchgang nicht der beste! Aber durch zahlreiche Wiederholungen wirst du dich gut hineinfinden und merken, was funktioniert und was nicht.</p>
<p>Es kann gut sein, dass du aufgrund deiner Hörerfahrung vieles automatisch richtig machst. Lange Analysen und Erklärungen halten dich dann eher auf, als dass sie dich weiterbringen.</p>
<p>Natürlich hängt es davon ab, welcher Spieltyp du bist. Wenn du ernsthaft das Gefühl hast, dass dich fundierte Theorie weiterbringt, dann beschäftige dich damit! Aber mach es nicht aus dem Grund, weil dir irgendein Lehrbuch es so beibringen will oder dir der Mut zum Ausprobieren fehlt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3318" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren.png" alt="Musikalisches Improvisieren lernen durch Experimentieren und Hören." width="158" height="258" srcset="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren.png 786w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-184x300.png 184w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-768x1251.png 768w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-629x1024.png 629w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-600x977.png 600w" sizes="auto, (max-width: 158px) 100vw, 158px">Mein Rat zu Beginn des Improvisierens ist ganz klar das <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hören</a> und Ausprobieren. Schließlich möchtest du Musik machen! Kreativ sein und spielen, was dir gerade einfällt und gefällt. Mit Aktion und Reaktion auf dein eigenes Spiel.</p>
<p>Hierbei lernst du sehr viel. Und es wird dir für alle deine künftigen Improvisationen mehr Sicherheit geben, wenn du bei einem unbeabsichtigten Ton nicht aufschreckst, sondern die Melodie fortführen kannst!</p>
<p>Die schönsten Improvisationen habe ich immer dann hinbekommen, wenn mir gut bekannt war, wie die Akkordfolge klingt. Auf dieser Grundlage kannst du mit Spaß loslegen und ausprobieren. Falls es für dich so nicht klappen sollte, kannst du immer noch einen anderen (theoretischeren) Ansatz wählen.</p>
<h2>Imp<span style="color: #000000;">rovisieren beginnen mit kleinem Tonvorrat­­­­­ für eine Tonart</span></h2>
<p><span style="color: #000000;">Mach es dir zu Beginn einfach! Wähle erst einmal nur eine Tonart für die Akkordfolge für dich aus. Dazu suchst du dann eine Melodie. </span><span style="color: #000000;">Ein bis zwei Töne pro Takt bzw. Akkord sind erst einmal völlig ausreichend für eine schön improvisierte Melodie. Gib dir Zeit, passende Töne zu finden. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">So sehr viele verschiedene wirst du gar nicht brauchen. Vielleicht findest du 3 oder 4 verschiedene Töne, die gut funktionieren. Ein kleiner Tonvorrat ist oft schon völlig ausreichend – und Gold wert! Merke dir diesen, denn daraus kannst du dann ohne nachzudenken schöpfen. Außerdem schaffst du dir damit die Grundlage für alles Weitere. Für mehr Variation in den Tönen und im Rhythmus. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Denke auch daran, dass du Töne ganz einfach wiederholen kannst, was dein Spiel rhythmisch abwechslungsreicher gestaltet. Und nach und nach kannst du weitere Töne mit dazunehmen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Das Allerwichtigste ist, dass du dabei immer in der Akkordabfolge bleibst.</span></p>
<h2><span style="color: #000000;">Improvisieren über die Akkordfolge in weiteren Tonarten</span></h2>
<p><span style="color: #000000;">Du hast eine Tonart bereits gemeistert? Dann probiere es als nächstes mit einer weiteren Tonart. Hierfür wiederholst du dein Vorgehen wie bei der ersten Tonart. Oder du überträgst deinen gefundenen Tonvorrat in die neue Tonart. Beides ist möglich und ein guter Weg.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mach es also ruhig so, wie es für dich am leichtesten ist.</span></p>
<h2>Ein Tipp für musikalisches Improvisieren zum Schluss</h2>
<p>Natürlich kannst du es beim Improvisieren auf die Spitze treiben. Wie beim Darbieten von aufgeschriebenen Stücken sind dir auch hier keine Grenzen gesetzt. Aber lass dich davon nicht entmutigen. Auch eine ganz einfache Improvisation ist eine Improvisation. Und sie ist wertvoll, sobald sie dir <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">in irgendeiner Weise etwas gibt</a>.</p>
<p>Du darfst deine Kreativität ausleben! Du spielst frei und klebst nicht am Notenblatt! Du erschaffst etwas für den Moment, etwas Einmaliges, was beim nächsten Mal wieder anders ist. Deine geschaffene Musik ist vergänglich. Aber dafür ist es umso reizvoller, immer wieder etwas Neues zu kreieren. Du weißt selbst nicht, was als nächstes kommt und <a href="https://musikbegeisterung.de/neues-erleben-musik/">erlebst Überraschungen</a>!</p>
<p>Du wirst es nicht bereuen.</p>
<p>Genug geschrieben! Ran an dein Instrument. Nimm die von mir oben beschriebene Akkordfolge oder irgendeine andere und wage dich an eine Improvisation! Ich wünsche dir Mut für Experimente! Viel Spaß beim Improvisieren!</p>
<h2>Weitere Informationen zum Improvisieren von Musik</h2>
<p>Falls du möchtest, kannst du deine Improvisation am Ende auch <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/">zu einer Komposition ausarbeiten</a>. Wenn du deine Improvisationen&nbsp; mit neuen Ideen auf das nächste Level heben willst, dann lies <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">hier</a> weiter.</p>
<p>Außerdem kannst du dich über die Melodie eines Songs und Variationen davon super <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Schritt für Schritt ans Improvisieren herantasten</a>, was ich dir aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann. Es macht richtig viel Spaß!</p>
<p>Du spielst Klavier? <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">In diesem Artikel</a> erfährst du, warum es sich unbedingt lohnt, <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Akkorde auf dem Klavier</a> zu spielen.</p>
<h2>Bluesimprovisation am Klavier</h2>
<p>Wenn du dich für Bluespiano interessierst, schau dir zwei meiner <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Lieblingsakkordfolgen für Bluessongs</a> an. Anhand von Beispielsongs kannst du damit Bluesimprovisation üben. Ein Muss für alle, die Blues lieben!</p>
<p>Allen Klavierspielern, die noch mehr Herausforderungen suchen und einen kreativen bluestypischen Spielstil entwickeln möchten, empfehle ich meine <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Tipps für Blues am Klavier</a>.</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/online-klavier-lernen-freiklavierspielen-erfahrungen/"><strong>Lerne Akkorde am Klavier online bei Freiklavierspielen.com!</strong></a></p>
<p class="copyrightangabe">Audios: aus der App iReal Pro (<a href="https://irealpro.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">irealpro.com</a>)</p>
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		<title>Klavier und Gesang: Warum du zu deiner Klavierbegleitung singen solltest!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 Mar 2018 15:34:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Klavier]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Liedbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Singen]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Klavier singen ist eine wunderschöne und einfache Möglichkeit, Musik zu machen. Hast du es schon einmal probiert mit Gesang zu deiner Klavierbegleitung? Es lohnt sich sehr, der Kombination aus Klavier und Gesang eine Chance zu geben. Warum genau, das erfährst du jetzt! Klavier und Gesang Warst du schon einmal hin und weg von einem [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">Klavier und Gesang: Warum du zu deiner Klavierbegleitung singen solltest!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Klavier singen ist eine wunderschöne und einfache Möglichkeit, Musik zu machen. Hast du es schon einmal probiert mit Gesang zu deiner Klavierbegleitung? Es lohnt sich sehr, der Kombination aus Klavier und Gesang eine Chance zu geben. Warum genau, das erfährst du jetzt!</p>
<p><span id="more-2791"></span></p>
<h2>Klavier und Gesang</h2>
<p>Warst du schon einmal hin und weg von einem lässig singenden Klavierspieler? Klavier spielen und singen ist etwas Wunderbares. Nicht nur für andere Menschen, die mit Respekt und Bewunderung zuhören. Sondern auch für dich selbst. Aber was genau ist so toll daran, wenn du Klavier spielst und dazu singst?</p>
<p>Warum das Klavier ein super Musikinstrument ist, erfährst du in einem <a href="https://musikbegeisterung.de/warum-klavier-lernen/">gesonderten Artikel</a>.</p>
<h2>Deinen Gesang am Klavier begleiten</h2>
<p>Im Folgenden werde ich dir 10 unschlagbare Vorteile der Klavierbegleitung mit eigenem Gesang vorstellen. Also Achtung: Das Lesen meines Artikels birgt die Gefahr, dass bei dir zum Klavierspielen ein weiteres lautes Hobby hinzukommt!</p>
<h2>1. Zusammenspiel, ohne dass du jemand anderen dafür brauchst</h2>
<p>Wenn du Klavier spielst und selbst dazu singst, hast du immer einen Begleitpartner! Also jemanden, den du auf dem Klavier begleiten darfst und jemanden, der dich beim Singen begleitet. Du brauchst dafür niemand anderen, der vielleicht wieder einmal keine Zeit hat. Sobald <em>du</em> Zeit hast, reicht das! Und auf ein Playalong bist du auch nicht angewiesen. Klingt das nicht toll? Ist es auch! Kein anderer Spielpartner wird so flexibel sein wie du selbst.</p>
<p>Was am Anfang vielleicht eher eine Zweckgemeinschaft ist, wirst du bald sehr schätzen und nicht mehr hergeben wollen! Wenn du dann mal erkältet bist und auf das Singen verzichtest, wirst du als Klavierspieler dich als Sänger vermissen.</p>
<h2>2. Freiheit und spontane Experimente beim Zusammenspiel</h2>
<p>Wenn du dich selbst begleitest, brauchst du dich nicht absprechen. Du musst am Anfang nicht einzählen, wiederholst, sooft du willst, und hörst auf, wann du willst. Gesangs- und Pianosoli kommen völlig spontan. Und du darfst sogar ganz unvermittelt die Lautstärke variieren und experimentieren. Du darfst im Tempo anziehen oder ein Ritardando einlegen, ohne dass du jemanden aus dem Takt bringst. Das bietet dir eine enorme Freiheit, Spontanität und ein Ausleben deiner Kreativität.</p>
<p>Schöpfe aus dem Vollen! Und das Gute daran ist, du kannst ganz ohne Hemmungen üben, ausprobieren und im Zusammenspiel experimentieren. Niemand wird ungeduldig, weil du ihn aufhältst!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/klavier-spielen-singen/klavier-spielen-gesang.jpg" alt="Klavier und Gesang: Zur eigenen Klavierbegleitung singen macht dich flexibel." width="600" height="400"></p>
<h2>3. Klavier und eigener Gesang — Du bist immer dran!</h2>
<p>Wenn du selbst mit dir und nicht <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mit jemand anderem zusammen spielst</a>, musst du nie warten, bis du dran bist. Du kannst dich mit deiner Stimme und am Klavier austoben so lange du möchtest und musst nicht warten, bis du mit deinem Solo an der Reihe bist. Du bist immer dran!</p>
<h2>4. Entlastung für das Klavierspielen</h2>
<p>Wenn du die Melodie singst, brauchst du sie nicht auf dem Klavier spielen. Du kannst dich mit deinem Klavierspiel also ganz auf die Begleitung konzentrieren. Die Melodie, oft sogar das Schwierigste bei einem Song, fällt am Klavier weg. Du spielst einfach nur die <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Akkorde</a>.</p>
<p>Das ist eine große Erleichterung für dich. So wirst du dir Songs viel schneller erarbeiten oder sogar spontan spielen können. Wenn du zu deiner Klavierbegleitung singst, ist das die einfachste Variante, einen Song zu spielen!</p>
<h2>5. Neue musikalische Herausforderungen beim Singen mit Klavierbegleitung</h2>
<p>Bei aller Vereinfachung, die du dir beim Singen zur Klavierbegleitung gerne erlauben darfst, findest du hier aber auch genügend spannende Herausforderungen. Wenn du also die Begleitung und das Singen gut hinbekommst und Lust auf mehr hast, dann darfst du dein Spiel gerne aufpeppen und kreativer gestalten.</p>
<p>Du kannst an deiner Klavierbegleitung arbeiten, indem du beispielsweise den Bass als Oktave greifst. Oder du spielst auf dem Klavier abschnittsweise eine zweite Melodielinie dazu. Oder du gestaltest dein Begleitmuster individueller, je nachdem, was für eine bestimmte Stelle des Stückes gerade passt.</p>
<p>Du kannst ganz bewusst auf das Wechselspiel zwischen Gesang und Begleitung achten. Bei langen Noten oder Pausen ist es schön, mit dem Klavier etwas mehr zu spielen, Zwischenmelodien hinzuzufügen oder die Akkorde etwas voller zu spielen. Wenn dagegen in der Melodiestimme viel passiert, dann ist es gut, wenn du die Klavierbegleitung etwas sparsamer gestaltest.</p>
<p>Deine Klavierbegleitung kannst du auch einmal so weit reduzieren, dass du fast gar nichts mehr spielst. Nur noch in den Pausen etwas mehr. So rückst du deine Stimme in den Vordergrund. Experimente wie dieses hüllen einen Song in ein völlig neues Gewand. Ich bin selbst immer wieder beeindruckt, dass so viele unterschiedliche Varianten eines Songs ihren ganz eigenen Zauber haben. Und dass eine minimalistische Begleitung, wenn sie mit Bedacht eingesetzt wird, oft völlig ausreicht.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/klavier-spielen-singen/klavierbegleitung-singen-vorteile.jpg" alt="Klavier spielen und singen mit neuen musikalischen Herausforderungen." width="600" height="400"></p>
<p>Auch wenn es dir vielleicht am Anfang schwer fällt, kreativ zu werden und zu interagieren: Mit der Zeit wirst du ein Gefühl dafür bekommen. Du wirst es richtig genießen, das Zusammenspiel so zu gestalten, wie es dir im jetzigen Moment gerade gefällt.</p>
<p>Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und das ist einfach toll. Es gibt genügend Herausforderungen, denen du dich annehmen kannst, wenn du das möchtest. Du musst aber nicht. Eine einfache Variante der Klavierbegleitung ist völlig okay! Wenn du noch ganz am Anfang stehst, erkläre ich dir in <a href="https://musikbegeisterung.de/klavier-spielen-singen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesem Artikel, was du grundlegend tun kannst</a>.</p>
<h2>6. Deine Stimme entdecken</h2>
<p>Wenn du zum Klavierspielen singst, ist das eine hervorragende Möglichkeit, deine Stimme zu entdecken. Mit Begleitung macht das <a href="https://musikbegeisterung.de/stimme-singen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Singen</a> einfach viel mehr Spaß. Eine einzelne Melodie wird doch schnell zu einer trockenen Angelegenheit. Wenn du singen möchtest und bereits Klavier spielen kannst, darfst du dich sehr glücklich schätzen!</p>
<p>Am Klavier kannst du dir zur Hilfestellung Töne vorgeben, an denen du dich festhalten kannst. Du kannst dich freier singen lassen, aber dir auch wieder mehr Unterstützung geben, sobald du sie brauchst. Und das alles ohne Hemmungen, ganz in Ruhe nur mit dir selbst.</p>
<p>Du wirst dich viel sicherer fühlen, wenn du am Klavier singst und nicht einzeln dastehst. Ich selbst habe die Erfahrung gemacht, dass ich am Klavier viel kräftiger und selbstbewusster, auch selbstverständlicher singe, als wenn ich nicht am Klavier sitze. Und das haben mir auch schon andere Klavierspieler berichtet!</p>
<h2>7. Singen zur eigenen Klavierbegleitung tut gut</h2>
<p>Klavier spielen und dazu zu singen tut einfach gut. Dazu tragen die vielen verschiedenen Aspekte bei, die ich in diesem Artikel bereits erklärt habe. Wenn du zu deiner eigenen Klavierbegleitung singst, bist du frei und unabhängig. Du spielst alleine, aber dir fehlt nichts. Weder die Begleitung zum Gesang noch die Melodie zur Begleitung.</p>
<p>Was du tust, ist ja auch schon ein Zusammenspiel. Eben mit dir selbst. Das ist eine äußerst wertvolle Interaktion, die dir vielfältige Möglichkeiten bietet. Du kannst es ganz einfach halten, aber ebenso Herausforderungen finden und experimentieren.</p>
<p>Wenn du Klavier spielst und dazu singst, hast du alles selbst im Griff. Darauf darfst du stolz sein.</p>
<h2>8. Singende Klavierspieler erhalten Komplimente und Anerkennung</h2>
<p>Es hat einfach Stil, wenn du dich selbst am Klavier begleitest. Ein singender Klavierspieler birgt großes Potential für einen Wow-Effekt!</p>
<p>Wenn du ganz lässig am Klavier singst, macht das einfach Eindruck. Bei deinem Nachbarn auf der anderen Seite der Wand einen schlechten. Der rauft sich nämlich die Haare, weil er neben dem Klavier jetzt auch noch deine Stimme mithören muss. Aber bei allen anderen Menschen einen guten! Sogar einen sehr guten, gar bewundernden!</p>
<p>Auch wenn das nicht der Grund sein sollte, weshalb du damit anfängst, zum Klavierspielen zu singen: Ehrliche Komplimente darfst du trotzdem dankbar annehmen! Du darfst dich ruhig darüber freuen, wenn dir Respekt, Bewunderung und Anerkennung entgegengebracht werden. Ein zusätzlicher positiver Effekt, der dir eine Extraportion Motivation gibt, ist das allemal!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/klavier-spielen-singen/singen-klavierbegleitung.jpg" alt="Gesang und Klavier: Anerkennung für singende Klavierspieler." width="600" height="400"></p>
<h2>9. Übung für die Begleitung anderer Solisten</h2>
<p>Vielleicht möchtest du auch irgendwann einmal zusammen mit anderen Musikern spielen. Wenn du dich selbst auf dem Klavier begleitest, ist das eine super Übung dafür.</p>
<p>Natürlich kannst du auch die Begleitung üben, ohne dazu zu singen. Aber es macht einfach nicht so viel Spaß. Außerdem läufst du Gefahr, dass du auf dem Klavier zu viel spielst. Dass du meinst, du müsstest die Melodie mitspielen. Oder dass du dem Sänger zu wenig Raum lässt, weil du das Wechselspiel von Melodiestimme und Begleitung nicht gewohnt bist.</p>
<h2>10. Interaktion von Gesang und Klavierbegleitung bringt zusätzlichen Spaß</h2>
<p>Klavierspielen macht Spaß. Du darfst mit deinen Händen Tasten drücken und einen Song kreativ gestalten. <a href="https://musikbegeisterung.de/stimme-singen/">Singen macht auch Spaß</a>. Du spürst, wie die Töne direkt in deinem Körper erzeugt werden. Klavierspielen und Singen zusammen macht noch mehr Spaß! Die Interaktion zwischen der Klavierbegleitung und dem Singen ist ein tolles Erlebnis, sorgt für frischen Wind und neue Herausforderungen für dich.</p>
<p>Jetzt brauchst du nur noch <a href="https://musikbegeisterung.de/instrument-musik-finden/">Songs, auf die du richtig große Lust hast</a>, und dann kann es losgehen. Wenn du zu deiner Klavierbegleitung singen möchtest, es aber noch nicht richtig klappt, dann empfehle ich dir <a href="https://musikbegeisterung.de/klavier-spielen-singen/">diesen Artikel</a>. Und falls du bei deiner Klavierbegleitung an die Hand genommen werden möchtest, schau dir die <strong><a href="https://www.freiklavierspielen.com/produkte/?ref=4&amp;campaign=klavierbegleitung" target="_blank" rel="nofollow noopener">Onlinekurse von Freiklavierspielen</a></strong> mit Daniel Hunziker an!</p>
<p>👉 <a href="https://www.freiklavierspielen.com/der-pianoclub/?ref=4&amp;campaign=klavierbegleitung" target="_blank" rel="nofollow noopener"><strong>Zum Pianoclub von Freiklavierspielen!</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/vorteile-klavier-singen/">Klavier und Gesang: Warum du zu deiner Klavierbegleitung singen solltest!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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