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	<title>Improvisieren, Jammen, Noten vom Blatt - Fähigkeiten entwickeln</title>
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	<title>Improvisieren, Jammen, Noten vom Blatt - Fähigkeiten entwickeln</title>
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		<title>Nach Gehör spielen: Lerne in 2 Schritten, worauf es ankommt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Jan 2022 22:35:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
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		<category><![CDATA[Tipps fürs Musikmachen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es macht großen Spaß, einen Song, den du gehört hast, selbst nachzuspielen. Und das ohne Noten, die du womöglich sowieso nur mit Mühe richtig lesen könntest. Außerdem ist es, gerade wenn du bisher nur nach Noten gespielt hast, eine tolle Erfahrung, dass es auch ohne geht. Aber wie nach Gehör spielen? Es ist einfach faszinierend, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Es macht großen Spaß, einen Song, den du gehört hast, selbst nachzuspielen. Und das ohne Noten, die du womöglich sowieso nur mit Mühe richtig lesen könntest. Außerdem ist es, gerade wenn du bisher nur nach Noten gespielt hast, eine tolle Erfahrung, dass es auch ohne geht. Aber wie nach Gehör spielen? <span id="more-9400"></span></p>
<p>Es ist einfach faszinierend, wenn die Hände, ohne dass du groß anfängst zu denken, die Melodie wie von selbst finden. Bei manchen Songs klappt das nach Gehör Spielen ganz gut, bei anderen irgendwie gar nicht. Und ich habe lange nicht verstanden, woran das eigentlich liegt. Vielleicht geht es dir ähnlich?</p>
<p>Es lohnt sich sehr, der Sache auf den Grund zu gehen. Worauf kommt es also an, wenn du nach Gehör spielen möchtest?</p>
<p>Dafür gibt es <strong>zwei wichtige Voraussetzungen</strong>, die ich dir erklären möchte:</p>
<p>Erstens, du musst die Melodie im Ohr haben. Und zweitens, du musst in der Lage sein, diese auf dein Musikinstrument zu übertragen.</p>
<p>Wenn eine der beiden Voraussetzungen nicht erfüllt ist, funktioniert es nicht. Lange habe ich nicht erkannt, wie essentiell wichtig gerade der erste Punkt ist.</p>
<h2>1. Die Melodie kennen, und zwar so richtig</h2>
<p>Dieser Punkt mag dir auf den ersten Blick vielleicht als selbstverständlich erscheinen. Natürlich kannst du eine Melodie nur nachspielen, wenn du sie auch kennst!</p>
<p>Das Problem ist nur, dass wir manchmal denken, wir wüssten die Melodie. In Wirklichkeit wissen wir sie oft aber nur so ungefähr!</p>
<p>So wirst du einen Song nie nachspielen können. Oder es wird immer an der Stelle, die du nicht richtig kennst, nicht mehr funktionieren. So einfach ist das.</p>
<p>Eine Melodie nachzuspielen, die du nicht im Ohr hast, funktioniert nicht. Genauso wenig, wie eine Kopie von einem Text zu machen, für den du keine Vorlage für das Kopiergerät hast.</p>
<h3>Mach den Test: Singe!</h3>
<p>Ob du die Melodie im Ohr hast, kannst du leicht testen: Versuche, die Melodie zu singen oder zu summen.</p>
<p>Wenn du das kannst, hast du die Melodie im Ohr. Deine Vorlage zum Wiedergeben auf deinem Musikinstrument ist also vorhanden. Damit ist die erste Voraussetzung zum Spielen auf deinem Musikinstrument erfüllt.</p>
<p>Wenn du aber beim Singen merkst, dass du manchmal nicht weißt, welcher Ton genau eigentlich als nächstes kommt, dann brauchst du gar nicht erst probieren, die Melodie mit deinem Musikinstrument zu spielen.</p>
<p>Selbst wenn du die Übertragung der Töne auf dein Instrument perfekt beherrschst, wirst du die Melodie nicht nachspielen können, weil die Vorlage in dir nicht vorhanden ist.</p>
<h3>Lerne die Melodie kennen</h3>
<p>Wenn du die Melodie teilweise im Ohr hast, kannst du zwischendrin <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">improvisieren</a> und den Song ungefähr hinbekommen, was dir manchmal vielleicht schon reicht.</p>
<p>Aber wenn du einen vollständigen Song nach Gehör spielen möchtest, musst du daran arbeiten, die Melodie besser ins Ohr zu bekommen.</p>
<p>Also hör dir den Song öfter an, höre bewusst zu, versuche mitzusingen oder zu summen und starte dann einen neuen Versuch, die Melodie ohne gleichzeitiges Anhören zu singen. Du kannst, auch während du spielst und die nächsten Töne suchst, mitsummen, damit du weißt, wo du mit der Melodie hinwillst.</p>
<p>Natürlich eignen sich hierfür am besten Musikinstrumente, bei denen du den Mund nicht zum Spielen brauchst. Aber auch für Bläser ist das am Anfang keine schlechte Variante. Mach einfach zum Lernen der Melodie zwischendrin Pausen.</p>
<p>Erst wenn du die Melodie wirklich verinnerlicht hast, hast du eine Chance, sie auf dein Instrument zu übertragen.</p>
<h2>2. Die Übertragung auf dein Musikinstrument</h2>
<p>Du weißt vielleicht ganz genau, wie der Song klingt, kannst ihn auch singen, aber wenn du dein Musikinstrument in die Hand nimmst, bekommst du den Song irgendwie nicht hin.</p>
<p>Das ist am Anfang ganz normal und die gute Nachricht ist, du kannst es ändern! Nach Gehör spielen kannst üben.</p>
<p>Und ich finde es sehr sinnvoll, das von Anfang an parallel zum Notenlesen auch zu tun. Im Musikunterricht wird das oft vernachlässigt. Allerdings kannst du nach Gehör spielen auch sehr gut für dich alleine üben.</p>
<h3>Nach Gehör spielen ausprobieren</h3>
<p>Nimm dir also einen Song, der dir gefällt und den du gut kennst, und fang einfach einmal an, die Melodie zu spielen. Du darfst hier ruhig nach dem Prinzip „Trial and Error“ arbeiten. Also leg einfach los und fang an, auszuprobieren.</p>
<p>Hier geht es (noch) nicht um das fehlerlose Nachspielen eines kompletten Songs. Wenn es dir schwer fällt, probiere Ton für Ton aus, welcher als nächstes kommt.</p>
<p>Große Intervalle werden dir schwerer fallen, als kleine. Das ist ganz normal. Aus falschen Tönen lernst du die richtigen zu finden.</p>
<p>Wenn du kurze Phrasen auf deinem Instrument gefunden hast, wiederhole sie so oft, bis sie dir leicht fallen. Vielleicht hast du bald schon die Melodie der Strophe zusammen. Mit dem Refrain machst du es dann genauso. Bald wirst du eine zusammenhängende Melodie ohne Noten spielen können.</p>
<h3>Nicht zu viel denken</h3>
<p>Wenn du nach Gehör spielen möchtest, ist es wichtig, dass du nicht zu viel dabei denkst. Versuche auf keinen Fall dir im Kopf Noten oder Griffe vorzustellen!</p>
<p>Die Übertragung einer Melodie geht direkt in die Motorik, in deine Finger. Der Weg über das Denken ist zu lang und eignet sich höchstens für einen einzelnen Ton, z.&nbsp;B. bei einem sehr großen Intervall, wenn du diesen Ton wiederholt unsicher spielst.</p>
<p>Was du spielst ist nicht vor dir, sondern in dir! Nach Gehör spielen ist eine tolle Erfahrung und ich empfehle jedem, der bisher nur nach Noten gespielt hat, das einfach einmal auszuprobieren.</p>
<h2>Nach Gehör spielen üben – immer und immer wieder!</h2>
<p>Beim Spielen nach Gehör ist es genauso wie bei anderen Dingen im Leben, die du lernen möchtest. Du musst es immer und immer wieder üben, um besser darin zu werden. Am Anfang kann es wirklich hart sein. Denn du denkst vielleicht, du kannst schon ganz gut spielen. Aber es geht eben nur mit Noten.</p>
<p>Ohne Noten fühlst du dich dann plötzlich wie ein absoluter Nichtskönner. Äußerst verständlich, dass das nicht gerade Laune macht.</p>
<p>Du solltest dir aber bewusst machen, dass das ganz normal ist, wenn du am Anfang von etwas Neuem stehst. Das Spielen nach Gehör ist eine eigene Disziplin, die du erst erlernen musst. Genauso, wie du vielleicht lernen musstest, nach Noten zu spielen.</p>
<p>Und wenn dir das klar ist und du dein Ziel vor Augen hast und weißt, warum du dorthin kommen möchtest, befeuert das deine Motivation!</p>
<p>Zur Aufmunterung hier außerdem noch ein weiterer kleiner Hinweis: Auch wenn der Zugang zum Musikmachen beim Spielen nach Gehör ein völlig anderer ist, hilft es dir, wenn du dein Musikinstrument prinzipiell beherrschst. Denn die technischen Grundlagen zum Spielen deines Instrumentes benötigst du immer, egal ob mit Noten oder ohne. Du fängst also in keinem Fall bei Null an!</p>
<h2>Lass das Nach-Gehör-Spielen zur Routine werden!</h2>
<p>Lass das Spielen nach Gehör zu deiner Routine werden, indem du es in dein regelmäßiges Übeprogramm integrierst. &nbsp;</p>
<p>Ja, ich weiß, wenn man ein Stück nach Noten von vorne bis hinten geübt hat, vielleicht über mehrere Seiten hinweg, dann ist das Geübte klar sichtbar.</p>
<p>Beim Üben des Nach-Gehör-Spiels siehst du nicht, was du gespielt und geübt hast. Allerdings solltest du für dich anerkennen, dass du dabei nicht weniger geleistet hast.</p>
<p>Und zweitens weiß ich auch, dass man oft die Stücke spielt, die gerade dastehen. Die Notenblätter. Es ist manchmal wie eine Erinnerung, wenn da noch die Noten von gestern stehen. Und wie eine Aufforderung, sie einfach wieder zu spielen.</p>
<p>Vielleicht hilft es dir, so eine Erinnerung auch für das Spielen nach Gehör zu hinterlassen. Vielleicht ein Blatt, auf das du <em>Nach Gehör spielen</em> schreibst, vielleicht noch mit ein paar Songvorschlägen.</p>
<p>Beim Klavier sind Chordsheets eine wunderbare Einladung, die Melodie zu den Akkorden nach Gehör zu finden. So habe ich sozusagen nebenbei und aus der Not der fehlenden Noten heraus die Melodiefindung nach Gehör trainiert.</p>
<p>Bei Melodieinstrumenten kann es helfen, sich schöne Aufnahmen bestimmter Songs rauszusuchen und die Melodie mitzuspielen. Das macht oft mehr Spaß und ist ein größerer Ansporn, als wenn du ohne Begleitung spielst. Falls du natürlich einen anderen Musiker hast, der dich begleitet, umso besser!</p>
<h2>Deine Vorteile beim Spielen nach Gehör</h2>
<h3>Faszinierender Lernprozess und ein lohnendes Ziel</h3>
<p>Wenn du das Spielen nach Gehör trainierst, lernst du viel über dich, deine Musikalität und deine Beziehung zu deinem Musikinstrument. Durch diese Fähigkeit verbindest du dich stärker mit deinem Instrument und ebnest dir einen direkteren Zugang zur Musik, bei dem keine Noten dazwischenstehen.</p>
<p>Da entwickelt sich etwas in dir, was sich ein wenig wie Magie anfühlt. Ich kann dir nur empfehlen, dich auf diese spannende Reise zu begeben.</p>
<p>Es ist einfach ein tolles Gefühl, eine Melodie, die du gehört hast, eben einmal auf deinem Instrument nachzuspielen. Einfach so, weil sie dir in den Sinn gekommen ist und du gerade Lust darauf hast. Das ist ein Stück Freiheit!</p>
<h3>Deine Rettung bei fehlender Notengrundlage!</h3>
<p>Sich Noten zu beschaffen zu einem bestimmten Song ist manchmal gar nicht so einfach. Ab und zu auch unmöglich. Manchmal gibt es einfach nichts. Vielleicht möchtest du aber trotzdem so unglaublich gerne genau diesen einen tollen Song spielen?</p>
<p>Mit dem Spielen nach Gehör kannst du dir diesen Wunsch erfüllen!</p>
<p>Äußerst nützlich ist ein gutes Nach-Gehör-Spiel auch für das Mitspielen bei <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Jam Sessions</a>. Eine Notengrundlage ist hier nicht selbstverständlich. Oder es gibt zwar eine ausnotierte Melodielinie, aber vielleicht nicht für dein <a href="https://musikbegeisterung.de/transponierende-instrumente/">transponierendes Instrument</a>. Wenn du gut im Spielen nach Gehör bist, kannst du die Melodie eines bekannten Songs trotzdem spielen.</p>
<p>Das Spielen nach Gehör macht dich in den verschiedensten Situationen zu einem flexibleren Musiker!</p>
<h3>Nach-Gehör-Spiel macht dich zu einem besseren Musiker</h3>
<p>Das Spielen nach Gehör macht dich ganz generell du einem besseren Musiker an deinem Instrument. Die Fähigkeiten, die du dir dabei aneignest, helfen dir auch für andere Disziplinen.</p>
<p>Auf jeden Fall für die eng verwandte Disziplin des Improvisierens. Mit einem besseren Nach-Gehör-Spiel gibst du auch selbstkreierte Melodien leichter auf deinem Instrument wieder.</p>
<p>Und selbst für das Notenlesen verschafft dir ein gutes Nach-Gehör-Spiel einen Vorteil. Denn auch hier trägt deine Hörerwartung zum Finden der entsprechenden Töne bei!</p>
<p>Wie du also siehst, lohnt es sich gleich in mehrfacher Hinsicht, das Spielen nach Gehör zu trainieren! Worauf wartest du also noch?</p>
<p>Lass mich wissen, welche Erfahrungen du zum Spielen nach Gehör gemacht hast. Möchtest du weitere <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">musikalische Experimente</a> wagen? Vielleicht <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Songbegleitung mit Akkorden</a> auf dem Klavier? <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">Hier</a> findest du noch mehr spannende <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">Tipps zum Ausprobieren</a>.</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/"><strong>So spielst du mit mehr Spaß!</strong></a></p>
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		<title>Musik jammen: Was jammen bedeutet und was du kurzfristig für eine Musiksession üben kannst!</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Dec 2020 21:23:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
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		<category><![CDATA[vom Blatt spielen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Jammen bei einer Jazz Session, Blues Session, Bluegrass Session, Pop Session – welche Musiksession auch immer. Du willst mitspielen, aber die Jam Session findet schon in ein paar Tagen statt? Trotzdem kannst du noch dafür üben, um etwas besser auf das gemeinsame Jammen vorbereitet zu sein. Hier erfährst du, was kurz vorher noch sinnvoll ist. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">Musik jammen: Was jammen bedeutet und was du kurzfristig für eine Musiksession üben kannst!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Jammen bei einer Jazz Session, Blues Session, Bluegrass Session, Pop Session – welche Musiksession auch immer. Du willst mitspielen, aber die Jam Session findet schon in ein paar Tagen statt? Trotzdem kannst du noch dafür üben, um etwas besser auf das gemeinsame Jammen vorbereitet zu sein. Hier erfährst du, was kurz vorher noch sinnvoll ist.</p>
<p><span id="more-8288"></span></p>
<h2>Was bedeutet Jammen in der Musik?</h2>
<p>Jammen ist das spontane Zusammenspiel von Musikern. Mitspieler sind bei einer Jam Session herzlich willkommen. Wenn du mehr über mögliche Ausprägungen und Abläufe von Jam Sessions wissen möchtest, lies <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">diesen Artikel</a>. Falls du überlegst, was du für eine Jam Session üben kannst, bleib im Folgenden dran!</p>
<h2>Jammen bei einer Musiksession: Hilfreiche Fähigkeiten</h2>
<p>Prinzipiell solltest du dich mit deinem Musikinstrument im Hinblick auf Jam Sessions besonders den Fähigkeiten widmen, die für ein spontanes Spiel hilfreich sind. Also Spielen nach Gehör, vom Blatt, Improvisieren und mit einem Harmonieinstrument natürlich ganz klar das Spielen nach <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Akkorden</a>.</p>
<p>Wenn du hier kontinuierlich dranbleibst, wirst du dich nach und nach zu einem besseren Musiker und Jammer entwickeln. Wie du dein Ziel Jammen langfristig und nachhaltig erreichst, erfährst du in meinem ausführlichen <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Artikel zur längerfristigen Vorbereitung auf Jam Sessions</a>. Hier am Ball zu bleiben und immer wieder die grundsätzlichen Anforderungen des Jammens zu trainieren, ist meine ganz klare Empfehlung.</p>
<h2>Jammen kurzfristig üben?</h2>
<p>Trotzdem kannst du auch durch kurzfristige, teils konkrete Vorbereitung oft noch ein paar Trümpfe aus dem Ärmel ziehen. Auch wenn die nächste Musiksession also schon in einer Woche oder in ein paar Tagen stattfindet, kannst du noch ein paar sehr lohnenswerte Sachen zur Vorbereitung tun. Bereit? Legen wir los!</p>
<h2>Konkrete Songs für eine Jam Session üben</h2>
<p>Nicht jede Jam Session ist völlig frei und spontan. Häufig gibt es bereits eine gewisse Auswahl an möglichen Songs. Das solltest du unbedingt für dich nutzen!</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jammen-ueben/jammen-information.jpg" alt="Jazz Jam Session: Informiere dich vor dem Zusammenspielen!" width="600" height="400"></p>
<h3>Playlist, Notenmaterial oder Chordsheets</h3>
<p>Information ist alles. Nutze Wissen zu deinem Vorteil, indem du nachfragst, ob es ein bestimmtes Repertoire gibt. Oder ob für diesen Abend ganz bestimmte Songs geplant sind.</p>
<p>Häufig werden einige Songs bei einer regelmäßig stattfindenden Jam Session immer und immer wieder gespielt. Vielleicht steht dafür sogar eine Sammlung aus Noten oder Chordsheets zur Verfügung. Wenn du dir diese organisieren kannst, hast du eine sehr gute Grundlage, um diese Songs im Vorfeld durchzuspielen und zu üben.</p>
<p>Falls die Sammlung von Songs sehr groß oder die angekündigte Playlist sehr lang ist, dann such dir zwei bis drei Songs raus und bereite diese gut vor. Einen davon darfst du dir dann sicherlich wünschen. Mindestens! So gehst du sicher, dass – sollte dir alles andere spontan zu schwer sein – du wenigstens bei diesem einen Song mitspielen kannst.</p>
<p>Ähnlich funktioniert das auch, wenn keine Playlist bekannt ist und du (als Neuling) zu einer Jam Session gehst. Bring dann einfach selbst einen Song mit und vergiss nicht, ein paar Blätter für die anderen dabeizuhaben. Selbstverständlich solltest du diesen Song dann auch sehr gut spielen können!</p>
<h3>Spontanität beim Jammen trotz Üben</h3>
<p>Bitte geniere dich nicht, nach einer Playlist zu fragen und im Vorfeld zu üben. Auch wenn eine Jam Session ein spontanes Format sein soll!</p>
<p>Indem du dich im Vorfeld damit befasst, zeigst du, dass dir das Jammen wichtig ist und dass du besser werden willst. Gerade am Anfang bringt das dich und auch die anderen Musiker viel weiter, als wenn du eisern an 100 % spontan festhältst.</p>
<p>Deshalb nutze die Möglichkeit, die Songs zu üben oder wenigstens mal kurz durchzuspielen, wenn sich dir die Gelegenheit dazu bietet und du ein wenig Zeit findest! Und in Sachen Spontanität kann ich dir versichern: Selbst wenn du es schaffst, alles zu Hause bestens zu üben, wird beim gemeinsamen Zusammenspiel noch genügend Raum für Spontanität sein!</p>
<h3>Songs der Playlist anhören</h3>
<p>Wenn du die Playlist der Session kennst, ist es außerdem sehr hilfreich, wenn du dir die Songs anhörst und ein wenig ins Ohr bekommst. Allein das ist eine wunderbare Vorbereitung auf eine Jam Session. Denn es ist ein großer Unterschied, ob du völlig neue Songs zum allerersten Mal spielst oder du die Melodie und Harmoniefolge schon kennst.</p>
<p>Verschaffe dir einen Hörvorsprung und nutze ihn für dich! Es wird dir sehr helfen, egal ob für das Spielen vom Blatt, nach Gehör oder zum völlig freien Improvisieren.</p>
<h2>Jamme besser durch das Auffrischen deiner Fähigkeiten!</h2>
<p>Eine weitere, etwas unkonkretere, aber dennoch oft erstaunlich effektive Übetechnik ist das Wiederholen grundsätzlicher Fähigkeiten, die du für eine Jam Session brauchst.</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jammen-ueben/jazz-jam-session-reaktivieren.jpg" alt="Musik jammen üben: Wiederholen vor einer Musiksession" width="600" height="400"></p>
<h3>Vorbereitung der Musiksession bei unbekannter Playlist</h3>
<p>Du weißt nicht, welche Songs gespielt werden? Selbst wenn du keine Playlist hast, kannst du dir ein paar Tage vor einer Musiksession noch einmal einen Push geben. Das funktioniert aber nur, wenn du schon eine solide Basis hast im Improvisieren, Spielen nach Gehör, vom Blatt und bei der Begleitung mit Akkorden.</p>
<p>Ausgehend von diesen Grundlagen kannst du kurzfristig ein paar generelle Auffrischungsübungen machen. So kannst du zu deiner Topform zurückfinden. <a href="https://musikbegeisterung.de/verlernen-musizieren/">Frustrierend</a> kann es nämlich sonst schnell sein, wenn du deine Fähigkeiten, die du schon einmal draufhattest, nicht mehr abrufen kannst.</p>
<p>Reaktiviere deine Fähigkeiten, die fürs gemeinsame Jammen essentiell sind, durch ein paar ganz grundsätzliche Übungen. Rufe dir die Abläufe in dein (motorisches) Gedächtnis zurück.</p>
<p>Aber ich betone es noch einmal: Wiederholung und Wiederauffrischung innerhalb kurzer Zeit sind nur dann möglich, wenn etwas vorher schon gut eingeübt wurde! Wenn das bei dir der Fall ist, dann helfen dir die folgenden Übungen für die kurzfristige Vorbereitung auf eine Jam Session.</p>
<h3>Noten und Akkorde vom Blatt trainieren für das Jammen von Musik</h3>
<p>Egal welche Songs es sind, nimm einfach welche, die dir weniger bekannt oder sogar völlig neu für dich sind. Und dann spielst du die Songs runter. Mit einem Melodieinstrument die Melodie, mit einem Harmonieinstrument die Akkorde oder beides. So, wie du vorhast, dich beim Jammen zusammen mit anderen Musikern zu beteiligen.</p>
<p>Halte dich nicht lange bei einem Song auf, sondern spiele ihn <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/">vom Blatt</a> runter, als hättest du nur diese eine Chance. Und dann auf zum nächsten. Auf diese Weise gewöhnst du dich an das, was dich bei einer Jam Session erwartet. Kein ausgiebiges Wiederholen wie du es vermutlich zu Hause sonst sehr oft machst, sondern stets neues Material umsetzen.</p>
<h3>Improvisieren über einen Song oder eine Akkordfolge</h3>
<p>Auch deinen Improvisationsfähigkeiten kannst du kurzfristig auf die Sprünge helfen. Nimm Leadsheets, Chordsheets oder nur eine Aufnahme zum Hören und Mitspielen – je nachdem, was du bei deiner nächsten Jam Session erwartest – und <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">improvisiere</a> dazu.</p>
<p>Stell dir vor, der Song geht los und du musst irgendwas spielen. Jetzt. Zur Begleitung. Oder als Solo. Mach es nicht zu kompliziert, aber versuche dennoch, eine solide und kreative Improvisation zu spielen.</p>
<p>Simuliere die Situation einer Jam Session. Heißt also: Du übst nicht ewig, sondern improvisierst, was eben gerade geht. Halte es so einfach, dass es für dich komfortabel ist. Weniger ist mehr!</p>
<p>An Stelle eines konkreten Songs kannst du dir auch einfach eine <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Akkordfolge</a> schnappen und darüber improvisieren. Wichtig ist, dass du das Zuhören und freie Spielen vor der Session noch einmal gut verinnerlichst, denn du wirst es brauchen!</p>
<p>Ganz generell empfehle ich dir sehr, zumindest das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">12-Takt-Bluesschema</a> parat zu haben. Wenigstens in C‑, F- und G‑Dur (gerne natürlich auch in weiteren Tonarten!). Und für transponierende Instrumente die jeweils entsprechenden Tonarten.</p>
<p>Wenn du nur ein einziges Akkordschema kennst, dann sollte es dieses sein! Du findest es in ganz vielen Songs unterschiedlicher Genres. Bei Jazz Sessions, <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Blues</a> Sessions, aber auch bei Pop Sessions könnte das für dich sehr hilfreich sein.</p>
<h3>Nach Gehör spielen für besseres Jammen bei Musiksessions</h3>
<p>Außerdem lohnt es sich, wenn du das Spielen <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/">nach Gehör</a> vertiefst. Insbesondere für die Melodielinie oder Variationen über die Melodie ist das äußerst vorteilhaft. Darüber hinaus macht es dich auch zu einem besseren Improvisator, was ich <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/#nach-gehoer-improvisieren">hier</a> genauer beschrieben habe. Spiele also ein paar Melodien, die dir in den Sinn kommen, nach Gehör nach!</p>
<p><img decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jammen-ueben/jam-session-simulieren.jpg" alt="Musiksession simulieren: Zusammen jammen " width="600" height="400"></p>
<h2>Aktiviere deinen Notfallplan für das gemeinsame Jammen</h2>
<p>Wenn du meinen <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Artikel zu längerfristigen Vorbereitungsmethoden</a> für Jam Sessions schon gelesen hast, weißt du, dass ich dir empfehle, einen Notfallplan vorzubereiten. Hast du dich schon damit befasst?</p>
<p>Kurz zusammengefasst solltest du damit in der Lage sein, bei einem Song, in den du nicht so richtig reinfindest, trotzdem mitspielen zu können. Und zwar in einer minimierten Variante. Damit du möglichst nicht ganz aussteigen musst. <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/#notfallplan">Hier</a> kannst du das ausführlicher nachlesen.</p>
<p>Deinen Notfallplan solltest du dir ein paar Tage vor der geplanten Jam Session ins Gedächtnis zurückrufen und an einzelnen Songs testen. Wenn du dich beim Jammen noch nicht so sicher fühlst, gibt dir das Vertrauen, Sicherheit und Ruhe, was du beim Jammen dringend brauchst!</p>
<p>Nebenbei bewahrst du dich auch vor möglicherweise großen Enttäuschungen. Tauschen wir diese also lieber gegen eine raffinierte Rettungsaktion, bei der du dich am Ende über dein zähes und kreatives Durchhaltevermögen freuen wirst.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jammen-ueben/gemeinsam-jammen-notfallplan.jpg" alt="Jam Session vorbereiten: Notfallplan" width="600" height="400"></p>
<h2>Kenne die vielfältigen Möglichkeiten für das Mitspielen bei Jam Sessions</h2>
<p>Anhand der beschriebenen Vorbereitungsmöglichkeiten siehst du, dass eine Jam Session dir einen bunten Blumenstrauß an Mitspielvarianten bietet. Mache sie dir bewusst und baue deine Fähigkeiten entsprechend aus! Dann kannst du flexibel entscheiden, wie du dich im konkreten Fall einbringen möchtest.</p>
<p>Keiner schreibt dir vor, in welcher Form du zu einer Jam Session beizutragen hast. Nur weil du die Melodielinie als Noten bekommst, heißt das nicht, dass du diese (genau so) spielen musst. Nur weil ihr einen dir unbekannten Song nach Chordsheet spielt, heißt das nicht, dass du mit einem Melodieinstrument ohne Melodienoten raus bist.</p>
<p>Du kannst mit einem Solo im Vordergrund glänzen, dich aber auch notfallplanmäßig oder absichtlich ganz bewusst im Hintergrund halten. Wie du magst und wie es dir möglich ist.</p>
<h3>Jammen mit Plan B und deinen Stärken</h3>
<p>Es gibt immer einen Plan B. Sorge dafür, dass auch du einen hast! Baue dafür deine Fähigkeiten in einer breiten Vielfalt auf. Vergiss aber auch nicht deine Stärken und scheue dich nicht, im entscheidenden Fall darauf zu setzen.</p>
<p>Wenn die genaue Melodie vom Blatt eine große Herausforderung für dich darstellt, halte nicht zwanghaft an jeder einzelnen Note fest. Gehe lieber ins freiere Spiel durch <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Variationen</a> und <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Improvisation</a> über, wenn dir das (generell oder vielleicht auch nur beim konkreten Song) leichter fällt.</p>
<h3>Motivation für Musiksessions durch Erfolgserlebnisse</h3>
<p>Wagnisse sind wichtig und müssen auch manchmal sein, damit du weiterkommst. Aber <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">Erfolgserlebnisse</a> sind ebenso essentiell. Denn sie fördern deine Begeisterung und <a href="https://musikbegeisterung.de/motivation-musikinstrument-lernkurve-flacht-ab/">motivieren</a> dich, dranzubleiben. Behalte diesen Spagat also im Hinterkopf, wenn du überlegst, wie weit du dich (am Anfang) beim Jammen aus dem Fenster lehnen möchtest.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jammen-ueben/musiksession-jammen-vielfalt.jpg" alt="Zusammen jammen bei einer Jazz Session: Nutze die Vielfalt" width="600" height="400"></p>
<h2>Gemeinsam Jammen mit mehr Sicherheit und Gelassenheit</h2>
<p>Alle in diesem Artikel beschriebenen Methoden geben dir noch ganz kurzfristig einen Schub für eine schon bald anstehende Jam Session. Sie helfen dir, dass du deine Fähigkeiten dann auch wirklich abrufen kannst. Aber nicht nur das. Sie geben dir auch Sicherheit.</p>
<p>Du gehst im Kopf die Situation einer Jam Session durch und machst sie dir vertraut. Und du weißt, dass du eine Menge an Möglichkeiten hast, die du nutzen kannst. Inklusive starker Vereinfachungen für den Notfall. Somit wird eine Totalenttäuschung – du warst da, konntest aber total überfordert kaum mitspielen – ziemlich unwahrscheinlich.</p>
<p>Und mit jedem Song, den du mitspielen kannst, wächst dein Vertrauen und dein <a href="https://musikbegeisterung.de/freude-beim-erlernen-eines-musikinstrumentes/">Spaß</a> daran. Aufregung und irgendwelche Befürchtungen nehmen ab, was dein gelassenes und kreatives Spiel definitiv fördert. Einen konkreten Tipp, wie du mit deutlich mehr Begeisterung und Genuss spielst, findest du übrigens <a href="https://musikbegeisterung.de/laecheln-musikmachen-gluecklich/">hier</a>.</p>
<p>Ganz viel Spaß bei deiner nächsten Jam Session!</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil 3 meiner Artikelserie zu Jam Sessions. Wenn du noch mehr zum Thema Jam Sessions erfahren möchtest, lies hier weiter:</p>
<p>👉 <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/"><strong>Teil 1: Wie läuft eine Jam Session ab?</strong></a><br>
👉 <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/"><strong>Teil 2: Wie kannst du dich langfristig auf Jam Sessions vorbereiten?</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">Musik jammen: Was jammen bedeutet und was du kurzfristig für eine Musiksession üben kannst!</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Jam Session Vorbereitung: Wie du Jammen mit deinem Musikinstrument nachhaltig übst</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Oct 2020 21:05:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Band]]></category>
		<category><![CDATA[Emotionen]]></category>
		<category><![CDATA[Liedbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Musik hören]]></category>
		<category><![CDATA[nach Gehör spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Noten lesen]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Playalong]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf eine Jam Session vorbereiten. Jammen lernen. Mit anderen zusammen spontan Musik machen. Ein Traum! Aber wie geht das? Welche Methoden helfen dir zur Vorbereitung? Was kannst du für eine Jam Session üben? Das erfährst du jetzt! Vielleicht hast du in meinem ersten Artikel zu Jam Sessions, in dem ich das Mitspielen bei einer Jam [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Jam Session Vorbereitung: Wie du Jammen mit deinem Musikinstrument nachhaltig übst</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Auf eine Jam Session vorbereiten. Jammen lernen. Mit anderen zusammen spontan Musik machen. Ein Traum! Aber wie geht das? Welche Methoden helfen dir zur Vorbereitung? Was kannst du für eine Jam Session üben? Das erfährst du jetzt!</p>
<p><span id="more-7924"></span></p>
<p>Vielleicht hast du in meinem <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/"><strong>ersten Artikel zu Jam Sessions</strong></a>, in dem ich das Mitspielen bei einer Jam Session genauer beschreibe, bereits eine erste Idee davon bekommen, wie du dich darauf vorbereiten kannst. Jetzt liest du ausführlich, welche Fähigkeiten dich beim Jammen weiterbringen.</p>
<h2>Bei einer Jam Session Musik machen: Spielst du mit?</h2>
<p>Demnächst findet wieder eine Jam Session statt. Und du möchtest endlich einmal mitspielen. Oder auch einfach besser mitkommen. Dich souverän beteiligen. Mehr mitspielen als verzweifelt Pause zu machen. Verständlich.</p>
<p>Jetzt überlegst du, was du tun kannst und wie du dich auf deine nächste Jam Session vorbereiten kannst. Oder noch besser, wie du dich <em>generell</em> besser für Jam Sessions wappnen kannst.</p>
<p>Was kannst du also mit deinem Musikinstrument üben, um jammen zu lernen? Wie kannst du dich auf das gemeinsame Jammen vorbereiten? Oder besser zuerst noch gefragt: Kann man für eine doch recht spontane Jam Session überhaupt üben?</p>
<p>Eine berechtigte Frage. Egal, ob es deine allererste Jam Session ist oder du schon einige Sessions gespielt hast – eine Jam Session ist jedes Mal anders. Immer eine Herausforderung. Das liegt im Wesen des Jammens. Zusammenspielen. Und zwar <em>spontan</em>.</p>
<h2>Spontan Jammen – Vorbereiten möglich?</h2>
<p>Sich vorbereiten, aber gleichzeitig spontan spielen. Passt das überhaupt zusammen?</p>
<p>Für viele nicht. Aber das sind oft diejenigen, die sich gar nicht vorbereiten <em>wollen</em>. Die eine gute Ausrede suchen, um die eigene Ohnmacht dieser diffusen Aufgabe gegenüber zu rechtfertigen.</p>
<p>Und dann gibt es tatsächlich noch die, die sich nicht vorbereiten <em>müssen</em>. Das sind äußerst erfahrene Spieler, die eine Jam Session quasi mit links spielen. Eine immense Spiel- und Improvisationserfahrung, exzellentes Spielen nach Gehör und eine gute Songkenntnis machen es möglich.</p>
<p>Falls du dich zur Gruppe der höchst erfahrenen Spieler zählst, brauchst du nicht mehr weiterlesen. Wenn nicht, dann pass jetzt gut auf!</p>
<h2>Für Jam Sessions üben lohnt sich!</h2>
<p>Also nochmal: Vorbereiten auf eine Jam Session? Geht das?</p>
<p>Ich finde, das geht. Meistens nur nicht so zielgenau. Es ist ein wenig wie bei einer Prüfung. Da weißt du auch nicht, was kommt. Vielleicht kommt genau das dran, worauf du dich vorbereitet hast. Aber vielleicht eben auch nicht.</p>
<p>Es kann also gut sein, dass deine Vorbereitung am Ende nicht die Effizienz hat, die du dir gewünscht hättest. Allerdings waren deine Übungen dann trotzdem für dich selbst sinnvoll und langfristig nützlich. Auch wenn du vieles bei dieser einen Jam Session nicht konkret umsetzen durftest.</p>
<p>Ja, ich gebe es zu, die Vorbereitung auf Jam Sessions ist eher komplex. Es gibt <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/"><strong>kurzfristige Methoden</strong></a>, zugeschnitten auf eine ganz bestimmte, demnächst anstehende Session. Und langfristige für all diejenigen, die der Ungewissheit einer Jam Session mit breit wirksamen Mitteln begegnen möchten. Und sich das (bessere) Mitspielen bei Jam Sessions als langfristiges Ziel setzen möchten.</p>
<p>Wenn deine langfristige Vorbereitung sich noch nicht auf bestens routiniertem Niveau befindet, rate ich dir, sowohl langfristige als auch kurzfristige Übungen zu nutzen. Kurzfristig kannst du z. B. ganz bestimmte Songs üben, falls du weißt, welche Songs ihr sehr wahrscheinlich spielt. Darum und um viele weitere Übetipps geht es <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">in diesem Artikel</a>.</p>
<p>Je weiter fortgeschritten du bist, desto schneller hast du die kurzfristige Vorbereitung abgehandelt oder kannst sie dir am Ende ganz sparen. Aber bevor du so weit bist, schöpfe die Vielfalt der Möglichkeiten voll aus. Denn dann kannst du bei der nächsten Jam Session auch möglichst viel mitspielen.</p>
<p>In diesem Artikel geht es nun um <strong>langfristige Methoden</strong>, mit denen du bei Jam Sessions nachhaltig besser mitspielen kannst. Legen wir los!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-vorbereitung/jam-session-ueben-methoden.jpg" alt="Jam Session Vorbereitung: Für Jam Sessions üben lohnt sich!" width="600" height="401"></p>
<h2>Improvisieren üben: Goldwert für Jam Sessions</h2>
<p>Ihr spielt einen Song, aber Noten gibt es nicht. Spiele, was dir gerade einfällt. Improvisiere!</p>
<p>Wenn du den Song immerhin kennst, hast du einen guten Hörvorsprung. Aber selbst wenn nicht, hast du gute Chancen, durch aufmerksames Zuhören und Improvisieren in den Song einzusteigen. Indem du Improvisieren trainierst, mobilisierst du eine Allzweckwaffe für Jam Sessions. Also: Übe, auf der <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Grundlage von Akkorden zu improvisieren</a>.</p>
<p>Trainiere anhand von verschiedenen Songs oder Akkordfolgen und spiele unbedingt auch viele verschiedene Tonarten. Als Basis für den Anfang kannst du beispielsweise das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">12-Takt-Bluesschema</a> nehmen und in allen Tonarten ausprobieren. Auch <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">8‑Takt-Bluesschemata</a> bieten sich an.</p>
<p>Mit einem Melodieinstrument solltest du unbedingt auf Playalongs zurückgreifen. Die <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/">App iReal Pro</a> bietet hier tolle Möglichkeiten. Oder du nimmst vollständige Songaufnahmen deiner Lieblingsband und versuchst, da einfach mal mitzuspielen.</p>
<p>In anderen Artikeln erkläre ich dir genauer, wie du dich ans <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Improvisieren</a> wagst. Und welche <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Tipps und Tricks</a> es gibt, wenn du dabei etwas kreativer werden willst.</p>
<p>Improvisieren geht teilweise Hand in Hand mit der nächsten hilfreichen Fähigkeit für Jam Sessions, dem Spielen nach Gehör. Dazu gleich mehr im nächsten Abschnitt.</p>
<h2>Nach Gehör spielen: Jammen auf dem nächsten Level</h2>
<p>Bei einer Jam Session hilft es dir sehr, wenn du gut nach Gehör spielen kannst. Vielleicht spielt ihr einen Song, den du kennst, aber es gibt nur Chordsheets? Also nur die Akkordfolge, aber keine Noten für die Melodie?</p>
<p>Kein Problem, wenn du gut nach Gehör spielen kannst! Deshalb übe immer und immer wieder, nach Gehör zu spielen. Worauf es beim Spielen nach Gehör ankommt, erkläre ich dir ausführlich in einem <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/">anderen Artikel</a>.</p>
<p>Als guter Nach-Gehör-Spieler kannst du eine dir bekannte Songmelodie spontan ohne Noten wiedergeben. Aber das ist gar nicht das alleinige und eher auch nicht das erste Ziel dabei. Auch fürs Improvisieren ist es äußerst nützlich, wenn du gut darin bist, nach Gehör zu spielen.</p>
<div class="wp_b_box" style="margin-bottom: 40px;">
<p><strong><span id="nach-gehoer-improvisieren" style="text-decoration: underline;">Kleiner Exkurs:</span></strong></p>
<p><strong>Wie das Spielen nach Gehör dein Improvisieren fördert</strong></p>
<p>Welche Rolle spielt das Nach-Gehör-Spiel beim Improvisieren? Pass gut auf, denn das erkläre ich dir jetzt.</p>
<p>Beim Improvisieren spielst du, was du dir gerade ausgedacht hast. Sozusagen will eine spontane Kompositionsidee aus deinem Kopf zu Gehör gebracht werden. Erst existiert die Spielidee, dann kommt das Spielen. Es passiert zwar unmittelbar nacheinander, oft auf der Skala von Bruchteilen einer Sekunde, aber doch in dieser Reihenfolge. Jedenfalls wäre es so optimal.</p>
<p>Ja aber was wäre noch möglich, aber nicht ganz so optimal? Erst spielen und hören, dann mit einer Spielidee reagieren. Nach dem Trial-and-Error-Prinzip. Du spielst also einen Ton und schaust, ob er passt. Und entscheidest dann, wie du weiterspielst, um eine gegebenenfalls missliche Lage zu retten. Trotzdem können selbstverständlich auch hier grandiose klangliche Überraschungen entstehen.</p>
<p>Jetzt aber zurück zum optimalen, musikalisch meist fruchtbareren Weg: Bei einer Improvisation entsteht eine Tonfolge in deinem Kopf und du überträgst diese unmittelbar auf dein Instrument. Also wie beim Spielen nach Gehör: Du hast eine Melodie im Kopf, die du spielen möchtest.</p>
<p>Ob du dir diese gerade eben selbst ausgedacht hast oder du sie bei jemand anderem gehört hast, ist für diesen Prozess an sich völlig egal. Du versuchst in beiden Fällen, eine Melodie, die in deinem Kopf vorhanden ist, mit deinem Musikinstrument wiederzugeben, also nach Gehör zu spielen.</p>
</div>
<p>Nach Gehör spielen fördert dein Improvisieren ungemein. Im Grunde ist das Nach-Gehör-Spielen ein wichtiger Bestandteil des Improvisierens. Für eine Jam Session sehr, sehr wertvoll!</p>
<h2>Vom Blatt spielen: Die Melodie gehört dir!</h2>
<p>Es kann sein, dass dir bei einer Jam Session Leadsheets zur Verfügung stehen. Also Noten für die Melodie und dazu Akkordsymbole. Gerade mit einem Melodieinstrument ist es dann sehr nützlich, wenn du eine dir unbekannte Melodie spontan nach Noten spielen kannst. Trainiere also das Vom-Blatt-Spiel!</p>
<p>Nimm dir Noten und spiel drauf los. Wenn einfache Songs dir keine Probleme mehr bereiten, dann nimm ein wenig kompliziertere. Auch Songs mit mehreren Vorzeichen.</p>
<p>Lies die Noten, als würdest du ein Buch lesen. In der ersten Klasse hat dir das sicherlich noch Probleme bereitet. Jetzt, wo du schon so viel Text gelesen hast, ist das nicht mehr schwer für dich. Genauso ist es auch mit Noten.</p>
<p>Spiel mit deinem Musikinstrument immer wieder spontan nach Noten. Dann wird dir das allmählich leichter fallen. Weitere Tipps, um das Vom-Blatt-Spiel zu üben, findest du <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/">hier</a>.</p>
<h2>Nach Akkorden spielen: Ein Muss für Harmonieinstrumente!</h2>
<p>Bei Harmonieinstrumenten wie Gitarre, Banjo, Klavier, Keyboard, Akkordeon oder <a href="https://musikbegeisterung.de/melodica-lernen/">Melodica</a> ist es unerlässlich, dass du einen Song frei nach <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Akkorden</a> begleiten kannst. Du musst wissen, was die Akkordsymbole bedeuten und solltest sie auch spontan auf deinem Instrument wiedergeben können. Übe also exzessiv das Spielen von Akkorden!</p>
<h3>Akkorde anhand verschiedener Songs üben</h3>
<p>Schnapp dir ein paar Songs, die du gerne magst, und spiele die Akkordfolge. Mach aus den einzelnen Akkordangaben eine inspirierende Songbegleitung. Die Playalong-App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/">iReal Pro</a> bietet eine riesige Bibliothek an Chordsheets. Da hast du mehr Übematerial, als du je spielen kannst! Auf verschiedenen Plattformen im Internet findest du außerdem kostenlos ganz viele Songs mit Lyrics (Songtexten) und Akkorden.</p>
<p>An dieser Stelle möchte ich dir sehr ans Herz legen, Zeit und Energie in die <a href="https://musikbegeisterung.de/instrument-musik-finden/">Songauswahl</a> zu stecken. Denn wenn dir Songs richtig gut gefallen, wirst du sie ganz von selbst in Dauerschleife und am nächsten Tag gleich wieder spielen wollen. Tolle Songs beflügeln deine Motivation und bereiten dir um ein Vielfaches mehr Freude!</p>
<h3>Baue dein Akkordrepertoire aus</h3>
<p>Trainiere das Greifen von Akkorden und Akkordwechsel, bis dir das flüssig von der Hand geht. Denke auch unbedingt daran, verschiedene Tonarten zu üben. Es ist völlig okay, wenn dir Songs mit 5 oder 6 Vorzeichen noch schwer fallen. Aber nur C‑, G- und F‑Dur reichen auf keinen Fall, wenn du flexibel mitspielen magst! Wage dich also unbedingt auch an 2, 3 oder 4 Vorzeichen.</p>
<p>Du kannst schon Dur- und Molldreiklänge in allen Tonarten gut spielen? Super! Dennoch darfst du dich aber noch lange nicht auf deinen Lorbeeren ausruhen. Es gibt noch viel mehr Akkorde, die du unbedingt können solltest, wenn du nicht in den Kinderschuhen der Songbegleitung stecken bleiben möchtest. Neben Dreiklängen auch verschiedene Vierklänge.</p>
<p>Übe unbedingt Septakkorde mit kleiner (7) und großer Septime (maj7), verminderte (°), halb verminderte (<sup>ø</sup> oder m7♭5), Vorhalte (sus2, sus4), Akkorde mit erhöhter Quinte (♯5, +, aug) oder zusätzlicher Sexte (6). Ja, da kommt ganz schön was zusammen. Aber wenn du nicht nach einem einfachst gestrickten Song gleich wieder kapitulieren möchtest, benötigst du das in deinem Akkordrepertoire!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-vorbereitung/jam-session-vorbereiten-akkordrepertoire.jpg" alt="Musik bei Jam Sessions: Ist dein Akkordrepertoire groß genug?" width="600" height="401"></p>
<p>Für Harmonieinstrumente ist freie Songbegleitung nach Akkorden das A und O. Wenn du vielleicht sonst gar nichts hast, so stehen dir – außer bei allgemein bekannten Akkordschemen wie dem <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">Bluesschema</a> – im Normalfall immerhin Akkorde zur Verfügung. Und wenn nicht, kannst du sie dir oft gut über die bei vielen Musikern beliebte App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/">iReal Pro</a> besorgen.</p>
<h3>Mit Akkorden routiniert und kreativ Songs gestalten</h3>
<p>Neben dem zügigen Finden der entsprechenden Akkorde auf deinem Musikinstrument solltest du außerdem üben, deine Songbegleitung musikalisch kreativ auszugestalten. Experimentiere mit spannenden Rhythmen und Akzenten und mach aus einer Begleitung eine wahre Wohltat für die Ohren!</p>
<p>Wenn du beim Erlernen der freien Songbegleitung mit Akkorden an die Hand genommen werden möchtest, lass dir von einem Lehrer helfen. Kurse dazu gibt es übrigens auch online. Den Online Klavierunterricht für freie Klavierbegleitung von <a href="https://www.freiklavierspielen.com/?ref=4&amp;campaign=jamsessionvorbereitung" target="_blank" rel="nofollow noopener noreferrer">Daniel Hunziker</a> stelle ich dir <a href="https://musikbegeisterung.de/online-klavier-lernen-freiklavierspielen-erfahrungen/">hier</a> genauer vor.</p>
<p>Auch mit einem Melodieinstrument kannst du dich auf die Akkorde konzentrieren und Arpeggios üben. Oder zum Start erstmal wenigstens die Basstöne der Harmonien spielen.</p>
<p>Je nachdem, welcher Spieltyp du bist, kann es aber gut sein, dass du mit anderen Methoden wie Improvisieren und Spielen nach Gehör erfolgreicher bist. Für Melodieinstrumente ist das Spielen nach Akkorden bei einer Jam Session kein zwingendes Muss, für Harmonieinstrumente dagegen ganz klar schon!</p>
<h2>Zuhören üben: Vorbereitung auf Jam Sessions ohne Musikinstrument</h2>
<p>Übe dich im Zuhören. Bei einer Jam Session ist es essentiell wichtig, dass du auch bislang unbekannte Songs mitspielen kannst. Mit Noten. Oder auch ohne Noten! Je schneller du die <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Harmoniefolge</a> ins Ohr bekommst, desto früher hast du Kapazitäten für eine kreative Begleitung oder eine frech improvisierte Melodie.</p>
<p>Mit einem Melodieinstrument bist du ohne Noten für die Melodie ganz besonders darauf angewiesen, den Song durch Zuhören zu erfassen. Ganz besonders häufig betrifft das transponierende Instrumente wie Saxophon oder Klarinette. Denn es kann gut sein, dass Noten oder Chordsheets zwar vorhanden sind, allerdings nur für C‑Instrumente. Dann ist Zuhören deine einzige Chance!</p>
<p>Prinzipiell sind aktives Zuhören und eine gute Hörerfahrung aber für alle Instrumente von Vorteil. Um das zu üben, musst du nicht einmal dein Musikinstrument zur Hand nehmen. Wie geht das?</p>
<p>Höre dir Songs an und versuche, eine Melodie dazu zu finden. Nur in deinem Kopf. Oder durch Summen. Eine Art Zweitstimme, mit der du hier mit deinem Instrument mitspielen könntest.</p>
<p>Du kannst einfacherweise zunächst mit Songs starten, die du schon kennst. Wage dich dann aber auch an völlig unbekannte Songs.</p>
<p>Bei einfach strukturierten Songs hast du dich vielleicht schon nach ein paar Takten eingehört. Bei komplizierteren Akkordfolgen und Songstrukturen ist der Song für dich hingegen nicht so gut vorhersehbar.</p>
<p>Sammle Hörerfahrung und trainiere, Improvisationsideen dazu in deinem Kopf zu kreieren. Damit hast du den ersten von zwei Schritten als Voraussetzung fürs Mitspielen schon geschafft! Im zweiten Schritt musst du dann deine Ideen möglichst gut auf dein Instrument übertragen.</p>
<p>Wie du siehst, kannst du also auch für eine Jam Session üben, ohne dass du dein Musikinstrument in die Hand nimmst!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-vorbereitung/jam-session-mitspielen-zuhoeren.jpg" alt="Gemeinsam jammen: Manchmal ist Zuhören deine einzige Chance" width="600" height="401"></p>
<h2>Vereinfachen: Dein Trumpf für gejammte Musik!</h2>
<p>Die meisten Songs kann man sehr kompliziert spielen. Oder auch sehr simpel. Du musst nur wissen, wie! Wenn du einen Song vereinfachen kannst, ist das dein Trumpf!</p>
<h3>Melodie reduzieren</h3>
<p>Falls dir die Melodie viel zu schwer ist, beschränke dich auf ein paar Töne daraus. Auf schnelle Läufe darfst du getrost verzichten. Kniffelige Stellen solltest du nicht gerade bei einer Jam Session versuchen zu entschlüsseln! Wirf alles raus, was dir Probleme macht.</p>
<p>Spiele ein Grundgerüst. Nur ein paar wenige Töne. Auch selbstgemachte Pausen in der Melodie sind erlaubt. Häufig funktioniert eine Kombination aus Vereinfachung und Eigenimprovisation über <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Variationen</a> sehr gut.</p>
<p>Auch wenn du gerade zu Hause übst und die Zeit hättest, dich ausführlicher mit dem Song zu beschäftigen: Stell dir trotzdem vor, du wärst bei einer Jam Session und bereits der erste Durchlauf des Songs soll einigermaßen was werden. Spiele also den Song in einer Form, in der du auf Anhieb gut mitkommst.</p>
<h3>Akkorde vereinfachen</h3>
<p>Wenn dir die Akkorde zu schwer sind, spiele nur wenige Töne davon. Die Minimalversion wären nur die Basstöne. Sexten (6) und Nonen (9) kannst du auch einfach weglassen, Undezimen (11) und Tredezimen (13) erst recht. Die Septime eines Septakkords klingt echt gut und ist in der Harmoniefolge oft nützlich. Aber vielleicht spielt sie ja jemand anderes in eurer Runde!</p>
<p>Bei verminderten (°) oder halb verminderten (<sup>ø</sup>) Akkorden solltest du jedoch gut aufpassen. Der verminderte Akkord C° oder Cdim hat mit einem normalen C‑Dur-Akkord außer dem Grundton keine gemeinsamen Töne!</p>
<p>Auch wenn du nicht alle Akkorde spontan greifen kannst, solltest du immerhin wissen, was sie bedeuten. Denn nur so weißt du, wie du die Töne reduzieren und die Akkorde vereinfachen kannst. Ob beispielsweise ein einfacher Dur- oder Moll-Dreiklang passt. Oder ob du dich damit gehörig in die Nesseln setzt.</p>
<p>Wer noch stärkere Vereinfachungen braucht, wird im nächsten Abschnitt fündig.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-vorbereitung/gemeinsam-jammen-musik-simpel.jpg" alt="Auf eine Jam Session vorbereiten: Mach es simpel!" width="600" height="401"></p>
<h2 id="notfallplan">Minimalversion und Notfallplan für Jam Sessions überlegen</h2>
<p>Sei vorbereitet auf Situationen, in denen du nicht so gut reinfindest in einen Song. Stets ein brillantes Solo abzuliefern, ist (noch) nicht das Ziel. Es geht jetzt erst einmal darum, überhaupt ein wenig mitspielen zu können. Lass jeglichen Anspruch auf die Vollständigkeit irgendwelcher Töne los!</p>
<p>Was kannst du also tun, wenn ihr gerade einen Song spielt, der dich nicht sofort zu ausgelassenem Improvisieren inspiriert? Oder alternativ formuliert: einen Song, bei dem du gerade gar keinen Plan hast, was du spielen könntest?</p>
<h3>Spiele wenig verschiedene Töne</h3>
<p>Besinne dich auf ein Minimalprogramm. Finde wenige Töne, die passen, z. B. Grundton und Terz der Grundtonart. Spiele diese Töne immer wieder. Wenn Akkordsymbole für dein Instrument zur Verfügung stehen, könntest du auch z. B. immer den Grundton des jeweiligen Akkordes spielen.</p>
<p>Oder noch simpler: Spiele immer wieder den Grundton der Tonart, in der ihr den Song spielt. Seid ihr in A‑Dur, spielst du einfach über den Song verteilt immer wieder ein A. Sehr häufig wird das passen. Oder beim nächsten Akkordwechsel wieder passen. Und du hast wenigstens einen passenden Schlusston.</p>
<p>Langweilig? Vielleicht. Aber es kann für dich ein Türöffner für mehr sein. Von diesem einen Ton aus kannst du dich dann weiter vortasten. Vielleicht findest du noch ein oder zwei häufig passende Töne, die du dann im Wechsel spielen kannst. So schaffst du dir eine ganz einfache, zumindest minimale Mitspielbasis. Zwar mit viel Luft nach oben, aber es ist immerhin ein Anfang!</p>
<p>Und es macht dir Mut, mit deinem Musikinstrument einzusteigen. Auch wenn du dich mit dem aktuellen Song ganz und gar nicht sicher fühlst. Und selbst wenn der eine oder andere ungünstig klingende Ton dabei herauskommt: Besser mutig experimentieren, als gleich zu kapitulieren!</p>
<h3>Mit Gelassenheit und Selbstvertrauen jammen</h3>
<p>Wenn du einen Notfallplan hast, auf den du zurückgreifen kannst, wirst du viel gelassener an die Sache rangehen. Du gewinnst Sicherheit und Selbstvertrauen für weitere Songs und Jam Sessions. Deshalb entwickle für dich auf jeden Fall einen solchen Notfallplan und teste zu Hause auch anhand von immer komplizierteren Songs, wann du damit an deine Grenzen stößt. Und wie weit du dich damit über Wasser halten kannst.</p>
<p>Beachte aber bitte unbedingt, dass nicht jeder Tag gleich ist. Gerade wenn du noch sehr beim Ausprobieren und Experimentieren bist, ist es völlig normal, dass es an einem Tag schon ganz gut funktioniert und an einem anderen Tag gar nicht so recht klappt. Lass dich davon auf keinen Fall entmutigen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-vorbereitung/musik-session-jammen-geduld-erfolg.jpg" alt="Musikalische Jam Session: Mit Geduld, Ausdauer und Entschlossenheit zum Erfolg" width="600" height="401"></p>
<h2>Besser Jammen lernen mit Geduld</h2>
<p>Wenn du in meinem Artikel bis hierhin durchgehalten hast, bist du echt gewillt, dein Mitspielen bei einer Jam Session nachhaltig und langfristig zu verbessern. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Ausdauer und Entschlossenheit. Für dein Vorhaben wünsche ich dir ganz viel Spaß, Erfolg und Geduld!</p>
<p>Ja, etwas Geduld brauchst du definitiv. Das gebe ich ganz offen zu. Aber es lohnt sich, diesen Weg zu gehen. Denn dann wirst du mit wunderbaren Jam Sessions belohnt. Jam Sessions, bei denen du nicht einfach nur zuhörst. Oder die meiste Zeit nur wartest. Nein, du gestaltest die Mehrzahl der Songs aktiv mit!</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil 2 zum Thema Jam Sessions. Wenn du noch mehr über Jam Sessions erfahren möchtest, lies unbedingt, <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">wie eine Jam Session abläuft und was dich erwartet</a></strong> und wie du auch ein paar Tage vor einer Jam Session noch <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/"><strong>kurzfristig sinnvoll üben</strong></a> kannst.</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/"><strong>Teil 1: Was dich bei einer Jam Session erwartet</strong></a><br>
👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">Teil 3: Wie du kurzfristig noch jammen üben kannst</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Jam Session Vorbereitung: Wie du Jammen mit deinem Musikinstrument nachhaltig übst</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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			</item>
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		<title>Jam Session für Anfänger: Warum du dich trauen solltest und was du dabei lernst</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Feb 2020 23:09:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
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		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Hast du schon einmal bei einer Jam Session mitgespielt? Oder wenigstens bei einer Jam Session zugehört? Musiker treffen sich und spielen spontan, worauf sie gerade Lust haben. Der Gedanke, mitzuspielen zaubert dir ein sehnsüchtiges Lächeln ins Gesicht? Mit diesem Artikel möchte ich dich ermutigen, dich zu trauen! Du erfährst, warum es sich definitiv lohnt, bei [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session für Anfänger: Warum du dich trauen solltest und was du dabei lernst</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Hast du schon einmal bei einer Jam Session mitgespielt? Oder wenigstens bei einer Jam Session zugehört? Musiker treffen sich und spielen spontan, worauf sie gerade Lust haben. Der Gedanke, mitzuspielen zaubert dir ein sehnsüchtiges Lächeln ins Gesicht? Mit diesem Artikel möchte ich dich ermutigen, dich zu trauen!<span id="more-5061"></span></p>
<p>Du erfährst, warum es sich definitiv lohnt, bei einer Jam Session mitzuspielen. Außerdem zeige ich dir, welche wertvollen Erfahrungen du dabei sammeln kannst. Was genau du für Jam Sessions nachhaltig üben kannst, erfährst du ausführlich <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">in diesem Artikel</a>. Darüber hinaus habe ich auch ein paar <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">kurzfristige Übetipps</a> für dich.</p>
<p>Es wird sich auf einen Song geeinigt, Tonart und Tempo abgestimmt und dann geht es auch schon los. Soli werden reihum gespielt oder wer gerade Lust hat, spielt spontan eines. Wie viele Durchläufe es gibt und wann ihr den Song beendet – das steht noch nicht fest. Lass dich auf die Musik ein, höre zu und spiele mit!</p>
<h2>Was ist eine Jam Session?</h2>
<p>Vielleicht fragst du dich, was genau eine Jam Session ausmacht? Musiker treffen sich und spielen (mehr oder weniger) spontan zusammen. Manchmal ist ein Notenrepertoire zur Auswahl von Songs vorhanden. Manchmal nicht. Eine Jam Session kann öffentlich oder privat stattfinden. Mit oder ohne Publikum. Auf Profi- oder Hobbyniveau.</p>
<p>Wie du siehst, können die Rahmenbedingungen einer Jam Session ganz unterschiedlich sein. Doch eines ist bei aller Vielfalt gleich: Der Grundgedanke, beim lockeren Zusammentreffen und gemeinsamen Musizieren ganz ungezwungen Spaß miteinander zu haben.</p>
<p>Vielleicht hast du schon einmal bei einer Jam Session zugehört und der Spaß, den die Musiker untereinander hatten, die Spontanität und Lockerheit haben dich sofort angesteckt?</p>
<p>Die Grenze zwischen Bühne und Publikum wird verwischt. Die Mitspielenden wechseln sich ab, wer nicht mehr auf die Bühne passt, spielt einfach vom Publikum aus mit. Immer wieder kommen weitere Gäste mit auffällig geformten Taschen herein, bei denen die Spannung steigt, welches Instrument hier ausgepackt wird.</p>
<p>Und du träumst davon, auch einmal bei einer Jam Session mitzuspielen? Das solltest du. Definitiv. Eine Jam Session ist lustig, inspirierend und lehrreich zugleich. Am Anfang brauchst du etwas Mut, aber es lohnt sich sehr, wenn du dich traust! Im Folgenden erkläre ich dir, warum.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-lustig-inspirierend-lehrreich.jpg" alt="Bei einer Jam Session mitspielen: lustig, inspirierend, lehrreich" width="650" height="433"></p>
<h2>Warum solltest du bei einer Jam Session mitspielen?</h2>
<p>Dafür nenne ich dir <strong>4 gute Gründe</strong>:</p>
<h3>1. Vielfältige Überraschungen für dich</h3>
<p>Eine Jam Session ist eine Wundertüte. Immer eine Überraschung. Die Musiker spielen spontan zusammen und du weißt nie genau, was dich eigentlich erwartet. Welche Songs werden gespielt? Wer kommt? Welche Ideen haben die anderen Musiker? Was fällt dir selbst zum Spielen ein? Du darfst bei einer Jam Session auf jeden Fall gespannt sein.</p>
<p>Falls du dich noch nicht so sicher fühlst, würdest du vielleicht genau auf diese Unvorhersehbarkeit lieber verzichten. Doch das spontane Zusammenspiel hat einen ganz besonderen Reiz, den du vielleicht erst einmal für dich entdecken musst!</p>
<p>Wenn du mit einer entspannten Erwartungshaltung hingehst und zunächst nicht den Anspruch einer konzertreifen Vorstellung erhebst, wird es dir deutlich leichter fallen, das ungezwungene Zusammenspiel zu genießen und an der spontanen Spielfreude teilzuhaben. Sei gespannt, was dich an diesem Abend erwartet. Auf alle Fälle ist dir eines sicher: Du wirst viele neue, wertvolle Eindrücke und Erfahrungen gewinnen.</p>
<h3>2. Ungezwungenes gemeinsames Musizieren</h3>
<p>Eine Jam Session bietet dir die Gelegenheit, ungezwungen und ohne weitere Verpflichtung mit anderen zusammen Musik zu machen. Ziel ist hier nicht, für einen Auftritt zu proben, sondern einfach das gemeinsame Musizieren im Hier und Jetzt zu genießen und die Kreativität und Spielfreude gemeinsam auszuleben.</p>
<p>Du darfst dafür <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">üben</a>, wenn du möchtest. Aber du musst nicht. Du trägst bei, was du kannst. Aber du musst keine vorgegebene Leistung erbringen. Eine regelmäßige Probe‑, Konzert- und Übeverpflichtung gibt es nicht. Wer also ohne jeglichen Druck gemeinsam mit anderen musizieren möchte, ist bei einer Jam Session genau richtig.</p>
<p>Einen ganzen Abend lang gibt es Livemusik, die du selbst mitgestalten darfst! Das ist einfach großartig. Ihr inspiriert euch gegenseitig und reagiert auf eure Spielideen. Zusammen kreiert ihr eure ganz eigene Version eines Songs – genau so, wie er euch gerade gefällt. Auch wenn sicherlich nicht jeder Song und jedes Solo gleichermaßen gelungen ist – zauberhafte Momente wird es für dich bestimmt geben!</p>
<h3><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-spielen-barbesuch.jpg" alt="Eine Jam Session stellt einen normalen Barbesuch in den Schatten." width="650" height="433"></h3>
<h3>3. Geselliges Treffen mit Gleichgesinnten</h3>
<p>Dich mit anderen Musikern auf ein paar Songs zu treffen und einen geselligen Abend verbringen – was will man mehr? Wer Musik liebt und selbst Musik macht, bei dem stellt eine Jam Session einen normalen Barbesuch schnell in den Schatten.</p>
<p>Gute Musik trägt ganz erheblich zu guter Laune bei und erzeugt Glücksgefühle. Selbst musikalisch mitzuwirken, ist eine Herausforderung und verlangt Konzentration. Es ist also nicht die bequemste Variante, aber definitiv die inspirierendste und intensivste Art, Musik zu erleben.</p>
<p>Wenn du deine Leidenschaft mit anderen teilen kannst, ist das etwas Wunderbares. Bei einer Jam Session triffst du Gleichgesinnte, die fürs Musizieren genauso brennen wie du. Freu dich darauf, deine Mitmusiker kennen zu lernen und dich mit ihnen auszutauschen. Sowohl musikalisch beim gemeinsamen Spielen als auch bei unterhaltsamen – häufig musikspezifischen – Gesprächen am Rande der Session. Genieße einen inspirierenden und geselligen Abend zusammen mit anderen Musikbegeisterten!</p>
<h3>4. Lehrreiche Weiterentwicklung für dich</h3>
<p>Bei einer Jam Session kannst du einiges lernen. In vielerlei Hinsicht! Ganz besonders am Anfang, wenn das Spielen von Jam Sessions noch nicht zu deinem routinierten Tagesgeschäft gehört.</p>
<p>Du übst das Zusammenspiel mit anderen – mit allem, was dazugehört. Vom Einzählen bis zum gemeinsamen Abschluss. Du verbesserst das Spiel mit deinem Instrument, entwickelst dich musikalisch weiter, wirst mit der Zeit kreativer und mutiger. Nebenbei schulst du auch dein Gehör. Im <a href="#lernen">zweiten Abschnitt</a> dieses Artikels erfährst du ausführlich, was du bei einer Jam Session alles lernst.</p>
<p>Ein wesentlicher und unglaublich wertvoller Punkt ist auch, dass du merkst, welche Fähigkeiten für eine Jam Session erforderlich sind. Welche du bereits hast. Und welche du noch ausbauen solltest.</p>
<p>Aber bitte fühl dich auf keinen Fall schlecht dabei, wenn du dir deine Defizite bewusst machst. Ganz im Gegenteil: Es ist sehr hilfreich zu wissen, wo du mit deinem Musikinstrument hinmöchtest und eine Idee bekommst, was du dafür tun kannst.</p>
<p>Hierbei solltest du unbedingt kreativ werden und alle möglichen Lösungen in Betracht ziehen. Bei einer ungezwungenen Jam Session gibt es nämlich meistens <strong>viele verschiedene Möglichkeiten</strong>, einem Problem zu begegnen. Auch jede Menge wunderbar unkonventionelle, die aber keineswegs weniger zielführend sind.</p>
<h4><span style="text-decoration: underline;">Hierzu ein Beispiel:</span></h4>
<p>Ihr habt Noten für die Melodie, du spielst ein Melodieinstrument, aber was da steht, ist für dich zu kompliziert. Du hast das Gefühl, dass deine Fähigkeiten hierfür nicht ausreichen. Was kannst du tun, um trotzdem mitspielen zu können?</p>
<h4>1. Du übst das Stück zu Hause</h4>
<p>Wenn du das Stück zu Hause übst, bis du es kannst, bist du beim nächsten Mal gut vorbereitet. Keine schlechte Idee. Auch beim Format einer Jam Session ist es vorteilhaft, Fleiß zu zeigen.</p>
<p>Das Problem ist allerdings: Dir hilft das zwar bei diesem einen Stück, aber beim nächsten, das ihr spontan spielen wollt, hast du das gleiche Problem wieder.</p>
<h4>2. Du übst, besser vom Blatt zu spielen</h4>
<p>Eine sehr gute Idee, die du unbedingt langfristig verfolgen solltest! Wie du hier am besten vorgehst, erkläre ich dir in einem <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/">anderen Artikel</a>. Kurzfristig bringt dich diese Strategie leider nicht weiter.</p>
<h4>3. Du improvisierst völlig frei</h4>
<p>Bei einer Jam Session ist Improvisieren immer gut! Du musst nicht die Melodie spielen. Vielleicht kann sie ja jemand anderes. Höre zu und spiele, was dir einfällt.</p>
<p>Falls du noch keinerlei Erfahrung im Improvisieren hast, wäre auch das eine Fähigkeit, die es lohnt, sich langfristig anzueignen. Wie du dich hier am besten herantastest, erfährst du in <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">diesem Artikel</a>.</p>
<h4>4. Du vereinfachst die Melodie</h4>
<p>Bei einer Jam Session musst du nicht genau das spielen, was notiert steht. Lass komplizierte Details weg und vereinfache die Melodie so weit, dass du gut mitkommst. Eine gute Lösung für alle, die sich im völlig freien Improvisieren noch nicht so sicher fühlen und sich gerne <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">an einem Notengerüst orientieren</a>. Kurzfristig umsetzbar!</p>
<h4>Wähle deinen Weg!</h4>
<p>Wie du siehst, kannst du dich der Fragestellung mit ganz unterschiedlichen Ansätzen nähern. Bei einer Jam Session bekommst du nichts vorgeschrieben. Du darfst selbst entscheiden, in welcher Form du zu einem Song beitragen möchtest. Einen Königsweg gibt es nicht.</p>
<p>Verschiedene Optionen im Repertoire zu haben, ist definitiv von Vorteil. Es lohnt sich für dich, wenn du dich aus deiner Komfortzone zu wagst und dich austestest. Genauso okay ist es aber, (erstmal) den Weg zu wählen, mit dem du dich gerade am wohlsten fühlst und am einfachsten mitspielen kannst.</p>
<p>Und ganz egal, ob du konkret bestimmte Fähigkeiten weiterentwickelst oder sie anders ausgleichst: Sei raffiniert, steh mit Humor zu deinem (nicht) vorhandenen Können und hab Spaß!</p>
<p>Jedes Mal aufs Neue kannst du beim Spielen einer Jam Session vielfältige Eindrücke und Erfahrungen sammeln. Welche das im Einzelnen sind, erfährst du jetzt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-mitspielen-wundertuete.jpg" alt="Eine Jam Session ist eine Wundertüte!" width="650" height="433"></p>
<h2 id="lernen">Was lernst du bei einer Jam Session?</h2>
<h3>Der Einstieg in einen Song: Tempo finden und einzählen</h3>
<p>One –, two –, one, two, three, four – und los geht’s! Einer übernimmt das Einzählen. Meistens der Perkussionist, wenn ihr einen habt. Sonst jemand anderes.</p>
<p>Vielleicht bist auch du es! Um ein passendes Tempo zu wählen, kann es sehr hilfreich sein, den Verse oder Chorus durchzugehen und dir zu überlegen, wie schnell du hier spielen willst. Beim häufig weniger bekannten Intro vergreift man sich sonst oft bei der Tempovorgabe. Außerdem kannst du dich – wenn vorhanden – an der Tempoangabe am Chord- oder Leadsheet orientieren oder dich mit deinen Mitmusikern abstimmen und nach Vorschlägen und Wünschen fragen.</p>
<p>Prinzipiell kann aber auch nicht so viel schief gehen, da ein Song in vielen verschiedenen Tempi gespielt werden und so seinen ganz eigenen Reiz bekommen kann. Im schlechtesten Fall groovt es nicht so richtig oder es hört sich etwas durchgehetzt an. Aber das alles ist nicht schlimm. Nicht bei einer Jam Session.</p>
<p>Wenn jemand anderes das Einzählen übernimmt, reicht es, wenn du aufmerksam auf das vorgegebene Tempo achtest und deinen Einsatz nicht verpasst. Falls du einen Auftakt spielen möchtest, gib ganz besonders Acht – denn wie du dir denken kannst, beginnst du, noch bevor one, two, three, four zu Ende gezählt ist. Du wärst aber auch nicht der erste, der den Auftakt vergeigt.</p>
<h3>Aufmerksam zuhören</h3>
<p>So aufmerksam wie bei meiner letzten Jam Session mit meinem Saxophon habe ich lange nirgendwo mehr zugehört! Gerade wenn du mit einem Melodieinstrument ohne Noten spielst und den Song noch nicht einmal kennst, bist du schlichtweg darauf angewiesen, den Song oder wenigstens dessen Harmoniefolge möglichst schnell zu erfassen, um selbst einsteigen zu können.</p>
<p>Harmonieinstrumente sind bei vorhandenen Chordsheets nicht ganz so stark auf das Hören angewiesen. Trotzdem fördert es euer Zusammenspiel enorm, wenn du dich nicht nur auf dich konzentrierst, sondern auch den anderen Instrumenten zuhörst. So könnt ihr besser interagieren und kreiert leichter gemeinsame Genussmomente.</p>
<p>Grundsätzlich hilft aufmerksames Zuhören auch zur Orientierung, wo ihr euch in der Struktur des Songs befindet. Ob der Chorus gerade nochmal dran ist oder schon wieder der Verse. Nur, falls du dir mal nicht sicher bist. Darf ja vorkommen!</p>
<h3>Dein Solo: Ergreife die Gelegenheit!</h3>
<p>Wann spielst du dein Solo? Wenn keine Reihenfolge festgelegt ist, fragst du dich das ganz zu Recht. Kein Wunder. Schließlich wird uns von klein auf beigebracht, den Finger zu heben, wenn wir etwas sagen wollen. Oder dass wir uns in einer Reihe anstellen und warten sollen, bis wir dran sind. Bei einer Jam Session kann es aber gut sein, dass es anders läuft!</p>
<p>Wenn ihr nichts abgemacht habt und auch keine gegenseitige Aufforderung durch Augenkontakt, Gesten oder Zuruf erfolgt, dann musst du dich selbst darum kümmern, dass du zu deinem Solo kommst. Das braucht am Anfang Entscheidungskraft und Mut. Zögere aber nicht zu lange, sonst wartest du womöglich, bis der Song vorbei ist!</p>
<p>Vielleicht willst du mit deinem Solo starten, bist dir aber nicht 100&nbsp;%ig sicher, ob nochmal der A‑Teil oder schon der B‑Teil kommt. Egal, trau dich trotzdem! Wenn du dich getäuscht hast, kannst du dein Spiel immer noch anpassen.</p>
<p>Vielleicht rechnest du damit, dass gleich jemand anderes sein Solo spielen will und startest deshalb nicht durch. Tu das nicht! Ohne dass jemand schon deutlich darauf hinspielt, kannst du das gar nicht wissen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Mein Tipp:</strong></span> Wie wäre es im Übrigen, wenn du selbst dein Solo rechtzeitig in die Hand nimmst? Kündige dich im letzten oder in den letzten beiden Takten durch dominantes Spielen an! Meistens schafft das viel Klarheit, wer dran ist, was ich dir sehr empfehle!</p>
<p>Vielleicht setzen trotzdem zwei Spieler gleichzeitig zum Solo an und das lautere Instrument gewinnt. Der zweite hat dann aber dafür bereits Anspruch auf sein Solo in der nächsten Runde erhoben. Das ist also kein Beinbruch, sondern sorgt eher für wohlwollendes Schmunzeln in der Runde.</p>
<p>Es ist völlig normal, wenn diese Spontanität bei dir zu Beginn Unsicherheit hervorruft. Sicherlich brauchst du anfangs Mut, Selbstvertrauen und vielleicht auch Durchsetzungsstärke beim Ergreifen des Solos. Schließlich ist es aber auch ein tolles Gefühl, wenn du dich dann tatsächlich getraut hat.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-spielen-reiz.jpg" alt="Spontan gemeinesam zu musizieren hat einen ganz besonderen Reiz zu entdecken." width="650" height="433"></p>
<h3>Gestalte dein Solo!</h3>
<p>Jetzt hast du es also geschafft und du setzt zum Solo an. Aber was spielst du? Die Melodie, eine <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Variation</a> davon, eine völlig freie Improvisation – das darfst du selbst entscheiden! <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Tipps zum Improvisieren</a> findest du in einem anderen Artikel.</p>
<p>Nimm dir gerne die Freiheit, nur wenige Töne zu spielen. Mach es simpel. Einfache Phrasen und Wiederholungen fördern oft sogar den Hörgenuss! Mach dir also auf keinen Fall Druck, hier etwas Außergewöhnliches zu Ohren bringen zu müssen. Versuche, dich mehr auf deine Musikalität zu verlassen und dich weniger auf deinen Kopf zu konzentrieren.</p>
<p>Zeige außerdem Mut für falsche Töne. Nur so kannst du selbstsicher und gelassen ein Solo spielen. Häufig fallen vermeintliche Fehler dir von allen Anwesenden am meisten auf.</p>
<p>Oft kannst du unerwünschte Töne durch dein nachfolgendes Spiel sogar wieder ausbügeln. Und falls doch einmal alle dein ungünstiges Spiel mitbekommen, ist dir das bei einer Jam Session mit willkommener Experimentierfreude durchaus vergönnt.</p>
<h3>Was spielst du, wenn andere ihr Solo spielen?</h3>
<p>Was, wie viel und wie laut spielst du, wenn andere ihr Solo spielen? Das ist ganz individuell, abhängig von eurer Besetzung, deinem Musikinstrument und dem jeweils solierenden Instrument. Du wirst beim Spielen ein Gefühl dafür entwickeln, wenn du auf die anderen Instrumente hörst.</p>
<p>Spielt der Bass ein Solo, sollten sich alle stark zurückhalten. Soliert dagegen die Trompete, darf sich die Rhythmusgruppe trotzdem ins Zeug legen. Als weiteres Melodieinstrument solltest du dich sicherlich nicht in den Vordergrund drängen. Trotzdem musst du nicht immer vollständig pausieren.</p>
<p>Eine Stimme im Hintergrund oder im Wechselspiel zum Soloinstrument kann euer Spiel sehr bereichern. Wenn du dich in der Lautstärke zurücknimmst, kürzere oder weniger auffällige Phrasen bzw. nur ab und zu ein paar Töne spielst, kann das sehr gut passen.</p>
<p>Testet euch aus und finde deine Position im gemeinsamen Zusammenspiel. Füge dich flexibel in das musikalische Gesamtgeflecht ein, aber zeige trotzdem mutig deinen individuellen Spielstil!</p>
<h3>Profitiere bei einer Jam Session von deinen Mitmusikern!</h3>
<p>Die anderen Musiker haben vielleicht schon etwas mehr Erfahrung als du oder einfach andere Ideen. Nutze die Chance einer Jam Session, um von ihnen zu profitieren.</p>
<p>Es kann die Herangehensweise an einen neuen Song sein oder die Art, wie deine Mitmusiker den Charakter eines Songs gestalten. Lass dich von deren Kreativität bei den Soli, der Begleitung, von Ideen zur Interaktion oder auch einfach deren Selbstvertrauen anstecken und inspirieren! Du wirst Erfahrungen sammeln, die oft über diese eine Jam Session hinausreichen und dein Spiel langfristig bereichern.</p>
<h3>Das Ende eines Songs: Gemeinsam einen gelungenen Abschluss finden</h3>
<p>Alleine einen Song zu Ende zu bringen, ist nicht so schwierig. Ein gemeinsames Ende zu finden, ist schon etwas anspruchsvoller. Und ja, wenn ihr noch keine Profis seid, kann es leicht sein, dass sich euer Ende im Vergleich zum restlichen Song ziemlich bescheiden anhört. Aber das macht erstmal nichts.</p>
<p>Dass das Ende naht, sollte einer der Musiker entscheiden und ankündigen. Verbal, mit Mimik und Gestik oder musikalisch. Bei letzterem hat jemand aus der Rhythmusgruppe sicherlich mehr Möglichkeiten als ein Melodieinstrument. Vielleicht habt ihr ja sowieso einen Session Leader, der sich darum kümmert.</p>
<p>Falls du den Abschluss nicht selbst initiierst, gilt es für dich lediglich, aufmerksam zu sein. Achte gut auf die anderen Musiker und reagiere entsprechend mit deinem Spiel. Der Schlusspunkt bietet häufig noch Überraschungen und viele Möglichkeiten, den Song auf die letzten Meter zu vergeigen.</p>
<p>Aber hab keine Angst davor, sonst verkrampfst du und das Vergeigen ist vorprogrammiert. Bleib bis zum Schluss konzentriert, aber auch gelassen und nimm, egal was kommt, mit Humor!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/jam-session-mitspielen/jam-session-spielen-abenteuer.jpg" alt="Mit deinem Musikinstrument an einer Jam Session teilnehmen: Vielleicht dein nächstes Abenteuer?" width="650" height="433"></p>
<h2>Bei einer Jam Session mitspielen: Vielleicht dein nächstes Abenteuer?</h2>
<p>Eine Jam Session ist eine ganz besonders faszinierende Art des Musikmachens. Sicherlich ist sie nicht jedermanns Sache. Aber falls deine Augen beim Gedanken, einmal bei einer Jam Session mitzuspielen, leuchten, dann trau dich! Fang mit einer nicht öffentlichen Session an und spiele zusammen mit anderen Hobbymusikern.</p>
<p>Möchtest du wissen, was du üben kannst, um bei Jam Sessions besser mitspielen zu können? In meinem Artikel zur <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Vorbereitung auf Jam Sessions</a> findest du jede Menge Tipps dazu. Für euer Jammen zu üben lohnt sich mit einigen Methoden auch noch <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">kurzfristig</a>.</p>
<p>Es kann gut sein, dass du mit deinem Musikinstrument gefordert bist. Aber so entwickelst du dich weiter. Ich habe bei Jam Sessions schon zahlreiche wunderbare Eindrücke und Erfahrungen gesammelt, die ich nicht missen möchte. Wie sieht es bei dir aus?</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil 1 meiner Artikelserie zum Thema Jam Sessions. Wenn du noch mehr wissen möchtest, empfehle ich dir folgende Artikel:</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/"><strong>Jam Sessions Teil 2: So jammst du nachhaltig besser</strong></a><br>
👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">Jam Sessions Teil 3: Kurzfristige Übetipps</a></strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session für Anfänger: Warum du dich trauen solltest und was du dabei lernst</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Über Variationen spielerisch improvisieren lernen: Improvisierte Musik über einen empirischen Weg ohne Theorie</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/</link>
					<comments>https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Oct 2018 13:12:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[als Erwachsener ein Musikinstrument lernen]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://musikbegeisterung.de/?p=3693</guid>

					<description><![CDATA[<p>Wie kannst du mit deinem Instrument improvisieren lernen? Wer bisher immer nach Noten gespielt hat, für den hat Improvisieren oft etwas Mysteriöses, Unerreichbares an sich. Tatsächlich kann aber jeder relativ einfach improvisieren lernen. Wie? Das erfährst du jetzt! Trockene Theorie wird ersetzt durch spontane Variationen der Melodie und musikalische Experimentierfreude. Von Noten zur Improvisation ohne [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Über Variationen spielerisch improvisieren lernen: Improvisierte Musik über einen empirischen Weg ohne Theorie</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie kannst du mit deinem Instrument improvisieren lernen? Wer bisher immer nach Noten gespielt hat, für den hat Improvisieren oft etwas Mysteriöses, Unerreichbares an sich. Tatsächlich kann aber jeder relativ einfach improvisieren lernen. Wie? Das erfährst du jetzt! Trockene Theorie wird ersetzt durch spontane Variationen der Melodie und musikalische Experimentierfreude.</p>
<p><span id="more-3693"></span></p>
<h2>Von Noten zur Improvisation ohne Noten</h2>
<p>Es ist eine Kunst, Noten exakt so zu spielen, wie sie notiert sind. Sehr wahrscheinlich übst du genau das im Musikunterricht am allermeisten. Das <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Notenlesen</a> hat auch seine Berechtigung. Denn durch das Aufschreiben von Noten können musikalische Ideen über Jahre und Jahrhunderte bewahrt und wiedergegeben werden. Auch für dich ist das ohne Zweifel sinnvoll!</p>
<p>Trotzdem soll es darum heute nicht gehen. Oder vielleicht nur als Ausgangspunkt, von dem wir uns ganz bewusst wegbewegen wollen. Denn genauso wichtig, wie das Notenlesen, ist es, sich davon lösen zu können. Eine Melodie zu variieren und letztlich über einen Song zu improvisieren.</p>
<p>Vorneweg muss ich dich allerdings warnen: Wenn du ein sturer Theoriefuchs bist, wird dich dieser Artikel nicht weiterbringen!</p>
<p>Wenn du stattdessen gerne ohne Theorie, dafür aber experimentierfreudig ins Improvisieren einsteigen möchtest, dann bist du hier genau richtig!</p>
<p>Wer mit den Grundlagen musikalischer Improvisation bereits vertraut ist, kann sich in <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">diesem Artikel</a> mit weiterführenden Tipps und Tricks inspirieren lassen.</p>
<h2>Wie kann man improvisieren lernen?</h2>
<p>Es gibt viele Wege, sich mit Klavier, Gitarre, Geige, Saxophon oder welchem Musikinstrument auch immer dem Improvisieren zu nähern. In diesem Artikel stelle ich dir eine praktische Methode vor, die den Fokus auf das <strong>Improvisieren einer Melodie</strong> legt.</p>
<p>Der Vorteil hierbei ist, dass du Schritt für Schritt vorgehen kannst. Die Vorgehensweise ist außerdem leicht umzusetzen und macht von Anfang an Spaß. Wenn du also improvisieren lernen möchtest, solltest du diesen Weg, der über Variationen der Melodie führt, unbedingt ausprobieren! Perfekt geeignet für alle Anfänger beim Improvisieren oder Spieler, die den Zugang zum Improvisieren über andere Wege noch nicht gefunden haben.</p>
<h2>Variation im Unterschied zur Improvisation in der Musik</h2>
<p>Was unterscheidet eine musikalische Variation von einer Improvisation? Manch einer mag es bereits Improvisation nennen, sobald man sich nur ein wenig von der ursprünglichen Melodie eines Songs wegbewegt. In diesem Artikel bezeichne ich eine sehr melodienahe Improvisation aber als Variation. Die ursprüngliche Melodie wird hier nur ein wenig abgeändert.</p>
<p>Den Begriff Improvisation verwende ich, wenn sich das Spiel weiter von der ursprünglichen Melodie wegbewegt. Eine völlig freie Improvisation orientiert sich fast nur noch an der Harmoniefolge und die ursprüngliche Melodie ist nicht mehr zu erkennen. Der Übergang von einer Variation zu einer Improvisation ist aber selbstverständlich fließend.</p>
<p>Über das Variieren einer Melodie kannst du dir sehr gut den Weg zum Improvisieren bahnen. Verändere die Melodie Schritt für Schritt und entferne dich immer weiter davon.</p>
<p>Et voilà: Ehe du dich versiehst, bist du bei einer Improvisation angelangt, die für dich am Anfang vielleicht noch unendlich weit weg und unglaublich schwierig erschien. Aber eines nach dem anderen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/variationen-spielen/melodie-variieren.jpg" alt="Variationen und Improvisationen in der Musik." width="749" height="499"></p>
<h2>Der Nutzen von Variationen in der Musik</h2>
<p>Variationen mit deinem Musikinstrument bringen Abwechslung und eine persönliche Note in dein Spiel. Du änderst einen Song ein wenig ab und spielst ihn so, wie du ihn gerade hören möchtest. Du spielst spontan, was du fühlst. Auch wenn es beim exakten Notenspiel durchaus auch Möglichkeiten für eine individuelle musikalische Gestaltung gibt, so sind diese doch begrenzt.</p>
<p>Anders bei Variationen. Hier gehst du bewusst einen Schritt weiter und nimmst dir beim Spielen deutlich mehr Freiheiten. Du darfst kreativer sein und deine ganz persönliche Variante des Songs spielen. Genau das ist beim Covern eines Songs üblich.</p>
<p>Probiere es doch selbst einmal aus! Damit kannst du dem ursprünglichen Song ein schickes neues Gewand verpassen oder tolle neue Akzente setzen. Alles ganz nach deinem eigenen Geschmack!</p>
<h2>Wie funktioniert improvisieren? — Variationen zur Improvisation weiterentwickeln</h2>
<p>Wie oben bereits erwähnt, hat das Spielen von Variationen noch einen weiteren fantastischen Nutzen. Denn du kannst mit deinen Variationen auch Stück für Stück mehr wagen und dich auf diese Weise ans Improvisieren herantasten. Es ist ein sehr <strong>wirkungsvoller Weg zur Improvisation</strong>.</p>
<p>Das Grandiose daran ist, dass es spielerisch passiert. Du musst dafür keine Theoriebücher wälzen und keine Tonleitern üben, sondern lernst empirisch. Also durch Ausprobieren und deine dabei gemachten Erfahrungen. Und außerdem anhand eines <a href="https://musikbegeisterung.de/instrument-musik-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Songs, den du gerne magst</a>!</p>
<p>Nutze Variationen als Wegbereiter zu einer freien Improvisation! Klingt das für dich spannend? Im Folgenden erkläre ich dir, was du dafür brauchst und wie du es schaffst.</p>
<h3>1. Grundlage für deine Improvisation: Einen Song wählen, der dir gut gefällt</h3>
<p>Zuerst brauchst du einen Song. Und zwar einen, der dir persönlich richtig gut gefällt. Denn so wirst du automatisch viel ausdauernder experimentieren. Und genau das ist hier auch dringend erforderlich. Deshalb lohnt es sich definitiv, einige Energie in die Songsuche zu stecken. Da ich dieses Thema so unglaublich wichtig finde, habe ich sogar einen eigenen <a href="https://musikbegeisterung.de/instrument-musik-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Artikel</a> dazu geschrieben.</p>
<p>Wähle für das erste Ausprobieren von Variationen und Improvisationen einen Song, der dir leichtfällt. Du solltest die Melodie entsprechend den aufgeschriebenen Noten (oder <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach Gehör</a>) ohne große Anstrengung spielen können.</p>
<p>Falls dir die Melodie Mühe bereitet, spiele sie einige Male durch, bis du sie gut spielen kannst. Oder wähle einen anderen Song, bei dem du mit der Melodie besser zurechtkommst.</p>
<p>Außerdem solltest du den Song vom Hören her gut kennen. Wenn du direkt auf einen deiner Lieblingssongs zurückgreifen kannst, wird das kein Problem sein. Falls das nicht so ist, mach dich mit der Melodie gut vertraut. Durch eigenes Spielen oder durch Anhören einer Aufnahme. Denn wenn du einen Song im Ohr hast, werden dir auch das Variieren und Improvisieren viel leichter von der Hand gehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/variationen-spielen/variieren-improvisieren.jpg" alt="Improvisieren lernen durch Variationen einer Melodie." width="750" height="500"></p>
<h3>2. Von der Melodie zur Variation</h3>
<p>Jetzt wagst du dich ans Variieren. Spiele zunächst (noch einmal) die ursprüngliche Melodie. Beim nächsten Durchgang spielst du die Melodie dann etwas freier. Baue kleine Änderungen ein, vielleicht erst im Rhythmus der Melodie, später dann auch in den Tonhöhen.</p>
<p>Du darfst Töne auslassen und kannst das auch nutzen, um schwierige Stellen zu vereinfachen. Stell dir einfach vor, du spielst mit anderen Musikern auf einer <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session</a>. Hier geht es vorrangig nicht um jeden einzelnen Ton, sondern darum, dass die Musik im Fluss bleibt.</p>
<p>Du darfst die Melodie auch anders als aufgeschrieben fortführen. Ob bewusst oder aus der Not heraus, ist völlig egal! Für ein mehr oder weniger spontanes <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Zusammenspiel</a> ist diese Fähigkeit eine der wichtigsten überhaupt.</p>
<p>Vielleicht ist dir die Melodie aber auch zu langweilig oder eintönig. Dann kannst du sie durch zusätzliche Verzierungen <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">aufpeppen</a>. Nimm dir die Freiheit, den Song nach deinen Vorstellungen zu verändern! Vielleicht brauchst du einige Anläufe, bis du deine Kreativität voll entfaltest. Das ist am Anfang aber völlig normal.</p>
<h3>3. Zeit für viele Durchgänge und Ideen mit deinem Instrument</h3>
<p>Nimm dir Zeit! Gerade wenn du mit Variationen und Improvisationen noch nicht so vertraut bist. Wenn du nur noch 10 Minuten hast, bevor du außer Haus musst oder Besuch bekommst, wird es schwierig, einen Song mit Kreativität und einer gelassenen Mentalität des Ausprobierens zu entwickeln.</p>
<p>Lass dich ohne Zeit- und Erfolgsdruck auf den Song ein. Wenn du neu an einem Song arbeitest, spiele einfach ein paar mehr Durchgänge hintereinander. Nur so kannst du <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschiedene Ideen</a> ausprobieren, hören und daraus lernen.</p>
<p>Dabei können durchaus 10 oder mehr Durchgänge zusammenkommen. Selbstverständlich darfst du dir auch 20, 30 oder wie viele auch immer gönnen! Unzählige eben. Und am besten ungezählt. Du solltest dir nach oben keine Grenze setzen.</p>
<p>Spiele, solange es dir gefällt oder bis dir die Ideen ausgehen! Neue Inspirationen zum Improvisieren findest du übrigens <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a>.</p>
<h3>4. Mit Mut für Experimente Fortschritte hin zum Improvisieren machen</h3>
<p>Fasse Mut für Experimente! Probiere aus, was geht und was nicht. Auf diese Weise lernst du unglaublich viel. Und das Schöne ist, du lernst es spielerisch. Direkt durch das Anwenden.</p>
<p>Wenn du beim Musizieren aus deinen eigenen Erfahrungen lernst, verankerst du das Gelernte in deiner Motorik und in deinem Hören. Du musst also kein theoretisches Wissen später mühsam zur Anwendung bringen.</p>
<p>Wage dich immer wieder neu aus deiner Komfortzone und probiere Neues aus. Wer hier nichts wagt, kann auch nichts gewinnen. Mit Sicherheit werden nicht alle deine Ideen funktionieren. Aber wenn du vorankommen willst, musst du sie ausprobieren!</p>
<p>Misslungene Experimente gehören dazu. Du solltest sie tolerant in Kauf nehmen und dich über die daraus gewonnene Erkenntnis freuen.</p>
<p>Falls du weitere Ideen für dein Spiel brauchst, dann höre dir verschiedene Aufnahmen des von dir gewählten Songs an und lass dich davon inspirieren!</p>
<p>Vielleicht findest du auch gecoverte Versionen, die weiter vom Original entfernt sind. Oder vielleicht gibt es Aufnahmen, bei denen verschiedene Instrumente Improvisationssoli spielen. Das ist eine großartige Möglichkeit, um <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">neue Ideen</a> für deine eigene Interpretation zu gewinnen.</p>
<h3>5. Von der Variation zur Improvisation und zurück</h3>
<p>Wenn du ein gutes Gefühl für Variationen deines Songs gewonnen hast, kannst du dich einen Schritt weiter Richtung Improvisation wagen. Lass dir nach wie vor viel Zeit und plane beliebig viele Durchläufe des Songs ein. Wage nach und nach immer mehr. Bewege dich weiter weg von der Melodie.</p>
<p>Bring deine eigenen Ideen voll und ganz ein, auch wenn sie völlig losgelöst von der Melodie sind. Entferne dich am besten so weit von der ursprünglichen Melodie, bis diese nicht mehr zu erkennen ist und du im Grunde nur noch der Akkordfolge folgst.</p>
<p>Für Zuhörer ist es oft angenehmer, wenn noch Reste der Melodie vorhanden sind und der Charakter des Stückes erhalten bleibt. Aus dieser Sicht ist deshalb zu empfehlen, letztlich etwas mehr als die bloße <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Akkordfolge</a> in die Improvisation einzubeziehen.</p>
<p>Trotzdem ist aber natürlich alles möglich und du solltest es auch ausprobieren! Denn es wird dich sehr weiterbringen, wenn du die gesamte Bandbreite an Variationen und Improvisationen beherrschst. Dann kannst du später ganz bewusst wählen, wie frei deine Variante werden soll.</p>
<p>Und wenn du es erst einmal bis zu einer völlig freien Improvisation geschafft hast, wird das Zurückkehren zu einer melodienäheren Variante ein Leichtes für dich sein.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/variationen-spielen/variation-musikinstrument.jpg" alt="Eine Melodie variieren hilft beim musikalischen Improvisieren." width="749" height="499"></p>
<h2>Mutiger improvisieren: Tipp zum Loslassen der aufgeschriebenen Noten</h2>
<p>Die Noten loszulassen ist manchmal gar nicht so einfach. Du bewegst dich von sicheren Tönen weg ins Ungewisse! Deshalb gebe ich dir zum Schluss noch einen praktischen Tipp dafür.</p>
<p>Hast du bereits einige Durchläufe gespielt? Und dich mit ersten Variationen von den aufgeschriebenen Noten weggewagt? Gut.</p>
<p>Dann schau jetzt einfach einmal nicht mehr auf die Noten. Beim Klavier vielleicht in die Luft. Bei anderen, mobileren Musikinstrumenten dreh dich von den Noten weg, schau zum Fenster hinaus oder geh mit deinem Instrument ein paar Schritte spazieren.</p>
<p>Oft ist das sehr hilfreich, um sich besser und mutiger von der Melodie zu lösen. Die Aufmerksamkeit richtet sich dadurch weg vom visuellen Notenlesen hin zum Hören und zu deinen Fingerbewegungen. Du fokussierst dich auf den Spielvorgang und baust eine stärkere Verbindung zu deinem Instrument auf.</p>
<p>Du hörst dir selbst besser zu. Achtest viel stärker auf die erklingende Musik und kommst in einen Spielfluss. Spielst ohne nachzudenken spontan, was aus dir herauskommt. Und du wirst deine eigenen Experimente aufmerksamer beurteilen. Du wirst ganz klar merken, was dir gefällt. Was wiederholenswert ist und was nicht.</p>
<p>Ganz nebenbei ist es natürlich auch einfach ein tolles Gefühl, keine Noten zu benötigen!</p>
<p>Wage dich an <a href="https://musikbegeisterung.de/kreativ-komposition-workshop-elbphilharmonie/">Experimente</a>, variiere und <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">improvisiere</a> mutig und <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">gelassen</a> und du wirst viel gewinnen! Wie du vom Improvisieren zum Komponieren kommst, erfährst du <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/" rel="noopener">hier</a>.</p>
<p>Wenn du weitere Tipps zum <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Einstieg ins Improvisieren</a> mit deinem Musikinstrument kennst, dann erzähl mir davon im Kommentar!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/"><strong>So übst du für eine Jam Session!</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Über Variationen spielerisch improvisieren lernen: Improvisierte Musik über einen empirischen Weg ohne Theorie</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Abwechslungsreich improvisieren: Inspirationen für eine gelungene Improvisation</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Sep 2018 13:20:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<category><![CDATA[Rhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps fürs Musikmachen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Improvisieren macht Spaß. Aber dafür brauchst du auch Ideen. Hören sich deine musikalischen Improvisationen immer wieder sehr ähnlich an? Dir fällt nichts wirklich Neues mehr ein? Vielleicht bist du an einem Punkt angelangt, an dem dir neue Ideen fehlen. Hier habe ich einige Tipps und Tricks für dich, mit denen du deine Improvisationen auffrischen kannst. [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Abwechslungsreich improvisieren: Inspirationen für eine gelungene Improvisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Improvisieren macht Spaß. Aber dafür brauchst du auch Ideen. Hören sich deine musikalischen Improvisationen immer wieder sehr ähnlich an? Dir fällt nichts wirklich Neues mehr ein? Vielleicht bist du an einem Punkt angelangt, an dem dir neue Ideen fehlen. Hier habe ich einige Tipps und Tricks für dich, mit denen du deine Improvisationen auffrischen kannst.</p>
<p><span id="more-3400"></span></p>
<h2>Improvisation – Musik mit maximaler Freiheit</h2>
<p>Herzlichen Glückwunsch, dass du auf meinem Artikel gelandet bist! Denn das heißt, du möchtest dich mit deinem Musikinstrument dem Improvisieren widmen und das ist eine sehr gute Idee. Es macht dich zu einem freieren, flexibleren und letztlich zufriedeneren und glücklicheren Musiker!</p>
<p>Falls du derzeit noch keine weitergehenden Impulse benötigst, aber dennoch improvisieren lernen und weiter üben möchtest, dann empfehle ich dir erst einmal den Artikel <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/"><em>Über eine einfache Akkordfolge improvisieren</em></a>.</p>
<p>Außerdem bekommst du in meinem Artikel <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/"><em>Über Variationen spielerisch improvisieren lernen</em></a> eine Anleitung, wie du ohne Theorie über einen Song improvisierst.</p>
<h2>Improvisieren üben und verbessern – Techniken zur Gestaltung</h2>
<p>Als bereits geübter Improvisationsanfänger findest du im Folgenden konkrete Spieltipps zum kreativen Gestalten deiner musikalischen Improvisation.</p>
<h3>Improvisation mit Auftakt, auf die Eins oder verspätet beginnen</h3>
<p>Auf welche Zählzeit beginnst du mit deiner Improvisation?</p>
<p>Es prägt den Charakter eines Stückes maßgeblich, ob die Melodie mit Auftakt beginnt oder nicht. Oder erst verspätet, also erst nach der Eins eines Taktes. Oft zieht sich dieses Merkmal durch das ganze Stück, dass beispielsweise alle Phrasen auftaktig beginnen. Probiere alle drei Varianten aus. Du wirst sehen, dass du damit deiner Improvisation jeweils einen ganz anderen Charakter verleihen kannst.</p>
<h3>Verschiedene Taktarten und Rhythmus</h3>
<p>Probiere verschiedene Taktarten aus! Gerade Taktarten, aber auch ungerade. Spiele nicht immer nur einen 4/4‑Takt, sondern auch einmal einen 3/4‑, 6/8- oder 12/8‑Takt.</p>
<p>Wenn du die Taktart und damit den Begleitrhythmus wechselst, wird dich das auch zu neuen Improvisationen in der Melodie inspirieren. Wenn dir der Begleitrhythmus einen Tango vorgibt, wirst du dazu automatisch anders spielen, als wenn es Reggae oder Swing ist.</p>
<p>Natürlich kannst du deine Improvisation auch zum Schwingen bringen und gerade Achtel durch Swing-Achtel ersetzen!</p>
<h3>Wagemutige Töne beim Improvisieren spielen</h3>
<p>Klar, an den Akkordtönen kannst du dich festhalten. Die passen immer. Aber wage dich ruhig auch einmal aus deiner Komfortzone und spiele Töne, von denen du nicht unbedingt denkst, dass sie passen. In vielen Fällen lassen diese sich gut auflösen! Oder du hältst den Ton und wartest auf einen Akkordwechsel, bis der Ton wieder passt. Hier ist vieles möglich!</p>
<p>Wenn du Erfahrungen im Umgang mit wagemutigen Tönen sammelst, nimmst du dir die Angst vor unerwartet unpassenden Tönen. Tatsächlich kannst du in einer Improvisation nahezu jeden Ton unterbringen, wenn du nur auf eine wohlklingende Art und Weise wieder davon wegkommst!</p>
<p>Glaubst du das nicht? Dann probiere aus, was geht und was nicht!</p>
<p>Experimentiere mit unerwarteten Tönen! Du wirst merken, dass du damit tolle Effekte erzeugen und Spannung aufbauen kannst. Probiere unbedingt auch einmal aus, mit dem Wechsel zwischen Dur- und Mollterz zu spielen!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/improvisieren-musik/improvisieren-lernen.jpg" alt="Improvisationen in der Musik lernen: Neue Ideen und Inspirationen" width="626" height="417"></p>
<h3>Minimalistisches Improvisieren</h3>
<p>Oft meint der Improvisierende, möglichst viele Töne spielen zu müssen. Aber nicht selten ist beim Improvisieren, wie auch anderswo, weniger sogar mehr. Beweise Mut für Pausen und setze diese wirkungsvoll ein!</p>
<p>Es ist eine gute Übung, auch einmal bewusst minimalistische Improvisationsdurchläufe zu starten. Also ausreichend Pausen lassen oder Töne länger aushalten. Oder aber die Melodie wie einen singenden Vogel spielen, der nur ab und zu einmal hineinzwitschert. So merkst du, dass du eigentlich gar nicht viel für eine schöne Improvisation brauchst.</p>
<h3>Vorschläge und Triller</h3>
<p>Du kannst deine Improvisation schön gestalten, indem du Töne über einen Vorschlag anspielst. Über einen Halb- oder Ganzton von oben oder unten. Denke außerdem daran, dass du Triller spielen kannst. Kurze Triller, die deine Melodie verzieren. Oder aber längere Triller, die für sich stehen und sogar über Akkordwechsel hinweg gespielt werden können.</p>
<h3>Triolen</h3>
<p>Triolen sind eine super Abwechslung in deinen Improvisationen und können wirkungsvoll Spannung aufbauen. Du kannst für die Triolen verschiedene Notenwerte wählen, beispielsweise Achteltriolen oder Vierteltriolen. So beschleunigst du entweder oder du ziehst die Melodie wie Kaugummi auseinander.</p>
<p>In jedem Fall erzeugst du damit eine spannungsvolle rhythmische Verschiebung. Ich setze sehr gerne Triolen beim Improvisieren ein. Es ist ein einfaches, aber äußerst effektvolles Gestaltungsmittel.</p>
<h3>Bekannte Melodiestücke in die Improvisation einbauen</h3>
<p>Kurzerhand borgst du dir ein kurzes Stück einer allseits bekannten Melodie und baust es in deine Improvisation ein. Damit bringst du nicht nur dich selbst zum Schmunzeln. Der Wiedererkennungs- und Überraschungseffekt wird auch bei deinen Zuhörern seine Wirkung entfalten!</p>
<p>Wenn dir beim Improvisieren gerade die Melodie eines anderen Songs einfällt, darfst du das gerne zum Ausdruck bringen! So erklingen vielleicht plötzlich ein paar Takte Jingle Bells in deiner Improvisation über einen ganz anderen Song.</p>
<p>Im folgenden Video spielt beispielsweise der Posaunist plötzlich einen kurzen Melodieausschnitt aus Maurice Ravels weltbekanntem Boléro (bei 3:02)!</p>
<p><iframe loading="lazy" src="https://www.youtube-nocookie.com/embed/juQYgKb9RnU" allowfullscreen="allowfullscreen" width="840" height="472.5" frameborder="0"></iframe></p>
<h2>Deine Improvisation bereichern durch Inspiration anderer Musiker</h2>
<p>Beim Improvisieren ist deine ganz persönliche Kreativität gefragt. Dennoch heißt das nicht, dass du dir bei anderen Musikern nicht Ideen und Inspiration holen darfst. Ganz im Gegenteil. Das sollst du sogar! Lass dich inspirieren und nimm gerne alles, was dir ganz besonders gut gefällt, in dein Improvisationsrepertoire auf.</p>
<p>Geniale Licks, Bassgänge, überraschende Rhythmik oder genial schräge Töne. Egal, ob von deinen Mitmusikern, deinem Musiklehrer oder direkt von den besten Musikern dieser Welt. Schau dir von anderen was ab! Denn das bringt dich ein immenses Stück weiter und kann gut und gerne gerade für <em>den</em> entscheidenden Unterschied sorgen, der aus einer soliden Improvisation einen genussvollen Ohrenschmaus allerhöchster Güte macht.</p>
<p>Auf welchen Wegen kannst du dir solche wertvollen Inspirationen holen? Es gibt mehrere. Im Folgenden stelle ich sie dir vor.</p>
<h3>Improvisationsideen durch Hören</h3>
<p>Am einfachsten zu beschaffen sind Ideen aus Songs, die du dir anhörst. Jedenfalls, wenn du sowieso regelmäßig Musik hörst.</p>
<p>Am besten wirst du durch wiederholtes Hören von Songs auf inspirierende Stellen aufmerksam. Wenn du dich in einen Song gut eingehört hast, richtest du deinen Fokus viel mehr auf musikalische Details – hier eine Verzierung, da eine raffinierte Zwischenmelodie oder ein nachahmenswerter Bassgang. Nach und nach bekommst du solche kleinen, aber feinen Gestaltungen gut ins Ohr. Fehlt nur noch das Nachspielen mit deinem Instrument nach deinem Gehör!</p>
<p>Wenn du mehr Musik, vielleicht ganze Alben von einem Künstler hörst, wirst du auch Licks identifizieren können, die für einen Künstler typisch sind. Du wirst merken, dass die Künstler bestimmte Phrasen nicht nur in einem Song, sondern immer und immer wieder anwenden. Wenn du Licks identifizierst, die du einfach klasse findest, dann integriere sie unbedingt in dein Improvisationsrepertoire!</p>
<p>Du kannst solche Improvisationsbausteine gut üben und verinnerlichen, wenn du sie anfangs ganz bewusst in Songs, die du spielst, einbaust. Vielleicht immer an einer bestimmten Stelle eines konkreten Songs. Wenn du das dann oft genug so gespielt hast, hast du diese Improvisationsidee gut im Ohr und auch in deinen Fingern, sodass du sie bald in dein Standardrepertoire integriert hast und ganz automatisch auch in anderen Songs und Improvisationen spielen wirst.</p>
<p>Es ist wie ein neuer Satz, den ein Kind lernt und nachplappert. Oder eine bestimmte sportliche Übung, die Koordination erfordert, du aber nach einigen Wiederholungen ohne Probleme in einen beliebigen Bewegungsablauf einbauen kannst.</p>
<p>Manchmal ist es aber auch ganz schön mühsam, Licks nach Gehör zu identifizieren und nachzuspielen. Ganz besonders, wenn du dich mit Noten sicherer fühlst als beim <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/">Spielen nach Gehör</a>.</p>
<p>Trotzdem empfehle ich dir, immer wieder einmal zu versuchen, etwas rauszuhören und nachzuspielen, denn es ist eine wunderbare Übetechnik für das Spielen nach Gehör.</p>
<p>Aber es gibt auch noch einige andere Möglichkeiten, mit denen du dir neue Improvisationsideen beschaffen und erarbeiten kannst.</p>
<h3>Improvisieren lernen durch Tutorials bei YouTube oder Musikunterricht</h3>
<p>Vielleicht hast du Musikunterricht, machst einen Onlinekurs oder schnappst dir gerne mal ein Videotutorial auf YouTube? Hier kannst du dir Licks und andere Improvisationsideen Schritt für Schritt erklären lassen. Pass aber auf, dass du das Gelernte oft genug wiederholst. Weniger ist mehr. Wichtig ist, dass du die Inhalte wirklich gut einübst, damit du sie in dein Improvisationsrepertoire integrieren kannst.</p>
<h3>Noten zum Entdecken und Verinnerlichen von Improvisationen</h3>
<p>Dein Improvisationsrepertoire kannst du auch über Notenmaterial mit neuen Spielideen versorgen. Noten lesen und improvisieren – klingt doch irgendwie nach einem Widerspruch, oder?</p>
<p>Nicht unbedingt. Denn wenn du ein Stück oft genug nach Noten gespielt hast, verselbstständigen sich deine Finger irgendwann. Du wirst nicht mehr jede einzelne Note lesen müssen, vielleicht kannst du das Stück oder einzelne Stellen auch schon ganz auswendig.</p>
<p>Die Spielideen aus den Noten verinnerlichen deine Finger und du kannst sie dann auch an anderer Stelle – in deinen Improvisationen – einsetzen. Außerdem erweiterst du deine Hörerfahrung. Bestimmte Rhythmen und Gestaltungsmöglichkeiten (wie oben beschrieben) werden dir geläufig und bereichern deinen musikalischen Hörschatz.</p>
<p>Das geht natürlich auch über bloßes Musikhören. Aufmerksamer, intensiver und nachhaltiger verinnerlichst du die Musik aber, wenn du sie selbst spielst.</p>
<p>Nimm dir also ruhig komponierte Noten. Am besten kreativ ausgestaltete, die auch eine spontane Improvisation sein könnten. Mit inspirierenden Rhythmen in der Melodie, Vorschlägen oder Trillern. Im Jazz sind solche Arrangements beispielsweise in Notenheften für Bigband-Musik ausnotiert.</p>
<p>Aus kreativen Arrangements kannst du sehr viel für dein Improvisieren mitnehmen.</p>
<h3>Besser improvisieren durch Transkriptionen</h3>
<p>Was war zuerst da, Noten oder das gespielte Stück? Tja, manchmal ist die Musik auch <em>vor</em> der Notation da. Um die Improvisation besser nachspielen zu können, wurde sie von anderen nachträglich Note für Note aufgeschrieben.</p>
<p>Solche Transkriptionen sind häufig wahre Goldgruben für Improvisationsideen. Wenn du auf fertige Transkriptionen zurückgreifst, enthüllt sich dir eine kompliziert raffinierte Improvisation eines genialen Künstlers vielleicht schon nach kurzer Zeit.</p>
<p>So einige betörende Soli oder Aufnahmen ganzer Stücke gehen in die Geschichte ein und üben auf zahlreiche Musiker einen großen Reiz aus. Vielleicht auch auf dich?</p>
<p>Pianisten können sich beispielsweise einem transkribierten Pianosolo von <em><a href="http://pop-sheet-music.com/Files/54ef1c9676b80fa605054a9125316d78.pdf" target="_blank" rel="noopener">Hymn to Freedom</a></em> des großen Jazzpianisten Oscar Peterson widmen. Auf der Website von Tenorsaxophonist <a href="http://www.adamrobertsmusic.com/transcriptions/" target="_blank" rel="noopener">Adam Roberts</a> gibt es einige Transkriptionen von Saxophonsoli. Begib dich je nach deinem Instrument und gewünschtem Stück oder Solo online auf die Suche!</p>
<p>Jedes beliebige Stück kannst du prinzipiell auch transkribieren lassen. Im Grunde sind viele Songbooks bekannter Künstler letztlich (vereinfachte) Transkriptionen. Hier kannst du dann so manche geniale Improvisationsidee schwarz auf weiß nachlesen und nachspielen.</p>
<p>Das Studieren und Spielen von Transkriptionen macht dich zu einem besseren Improvisator, also nutze diese Chance!</p>
<h2>Neue Improvisationsideen ausprobieren</h2>
<p>Jetzt hast du einen Fundus an Ideen, die du ausprobieren kannst. Und das solltest du auch tun. Denn <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Ausprobieren</a> ist beim Improvisieren letztlich das Wichtigste. Nur so kannst du theoretische Ideen später auch intuitiv umsetzen.</p>
<p><a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Hier findest du eine einfache Akkordfolge</a>, mit der du nach Herzenslust in Endlosschleife das Improvisieren üben kannst. Eine Alternative wäre beispielsweise auch das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">12-Takt-Bluesschema</a>. Bluesfans werden außerdem <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">diese 8‑Takt-Akkordfolgen</a> lieben. Oder du <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">improvisierst über die Melodie eines Songs</a>, der dir gut gefällt.</p>
<p>Gehe Schritt für Schritt vor und teste. Es kann gut sein, dass nicht alle meine Ideen deinem Geschmack entsprechen. Das ist völlig okay. Such dir raus, was dir gefällt! Wenn auch nur eine Sache dabei ist, die dich beim Improvisieren weiterbringt und vielleicht deine nächste <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session</a> bereichert, dann ist das ein großer Gewinn für dich. Und nebenbei bemerkt auch für mich. Denn ich freue mich sehr, wenn ich dir mit meinem Artikel weiterhelfen kann!</p>
<p>Dein Ziel ist es, bei Jam Sessions mitzuspielen? Was du neben Improvisieren dafür üben kannst, erfährst du <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">hier</a>.</p>
<p>Was sind deine Erfahrungen und Tipps, um neu inspirierte Improvisationen zu spielen? Ich freue mich, wenn du mir im Kommentar davon berichtest.</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/stimme-singen/"><strong>Warum du singen solltest!</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Abwechslungsreich improvisieren: Inspirationen für eine gelungene Improvisation</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Deine erste eigene Komposition: Vom Improvisieren zum Komponieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jul 2018 12:41:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
		<category><![CDATA[komponieren]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[Songwriting]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein eigenes Musikstück komponieren. Für viele Musiker ein Traum. Aber wie fängt man am besten an? Der Weg vom Improvisieren zum Komponieren ist gar nicht so weit. Lass dich an die Hand nehmen und lerne, ein erstes eigenes Stück zu komponieren. Komponieren lernen Eine eigene Komposition ist einfach toll. Darauf kannst du zu Recht stolz [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/">Deine erste eigene Komposition: Vom Improvisieren zum Komponieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein eigenes Musikstück komponieren. Für viele Musiker ein Traum. Aber wie fängt man am besten an? Der Weg vom Improvisieren zum Komponieren ist gar nicht so weit. Lass dich an die Hand nehmen und lerne, ein erstes eigenes Stück zu komponieren.</p>
<p><span id="more-3510"></span></p>
<h2>Komponieren lernen</h2>
<p>Eine eigene Komposition ist einfach toll. Darauf kannst du zu Recht stolz sein. Du wirst sie noch nach Jahren gelegentlich spielen, wenn sie dir in die Hände fällt. Auch wenn man beim Komponieren oft zuallererst an namhafte Komponisten wie etwa Mozart oder Beethoven denkt, darfst du dich ohne Angst selbst ans Komponieren wagen. Es muss ja nicht gleich eine ganze Sinfonie sein!</p>
<p>Trotzdem fragen sich viele, wie sie beim Komponieren anfangen sollen. Nimm dir für den Anfang erst einmal nicht zu viel vor. Etwa eine halbe bis zwei Seiten reichen völlig aus. Deine Komposition muss nicht lang werden. Achte vielmehr darauf, dass sie eingängig ist, einen schönen Höhepunkt und Schluss hat.</p>
<p>Das klingt nun fast ein bisschen nach einer Erlebniserzählung, die jeder von uns sicherlich in der Schule geschrieben hat. Aber letztlich ist ein Musikstück ja etwas Vergleichbares. Auch ohne Text erzählt ein Musikstück etwas. Und die Geschichte sollte auf keinen Fall langweilig sein!</p>
<p>Falls du mein <a href="https://musikbegeisterung.de/notenbuch-gefuehle/">Noten-E-Book</a> kennst, wirst du auch hier diesen Aufbau wiederfinden.</p>
<p>Im Folgenden findest du eine Anleitung mit Anregungen und Tipps, wie du eine kleine, aber feine eigene Komposition ausarbeiten kannst. Natürlich gibt es verschiedene Wege. Hier erläutere ich dir eine mögliche Vorgehensweise, mit der du als Anfänger zu einer guten Komposition kommen kannst.</p>
<h2>Eine erste Idee durch Improvisation</h2>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignleft" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/komponieren/komponieren-anfang.jpg" alt="Komponieren für Anfänger: Erste Ideen" width="236" height="354">Eine Komposition entwickelst du am besten aus einer Improvisation. Denn durch Improvisieren sammelst du jede Menge Ideen. Und bestimmt ist auch mindestens eine dabei, die es sich lohnt aufzuschreiben oder genauer auszuarbeiten. Falls du noch nie improvisiert hast, solltest du dir erst einmal Zeit zum <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Improvisieren</a> nehmen.</p>
<p>Du kannst mit dem Improvisieren völlig spontan loslegen und dir eine Harmoniefolge und eine Melodie parallel überlegen. Oder du suchst dir erst eine bestimmte Akkordfolge, über die du dann in Endlosschleife improvisierst, und sammelst auf diese Weise Ideen für die Melodie. <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hier</a> findest du ein Beispiel für eine Akkordfolge, die ich schon für zahlreiche Improvisationen und letztlich auch für eine Komposition genutzt habe.</p>
<p>Fang möglichst unverkrampft an und mach dir keinen Druck wegen deiner Absicht des Komponierens. Denn das ist in den meisten Fällen kontraproduktiv für kreative Ideen!</p>
<p>Es ist grundsätzlich sinnvoll, Improvisationsideen aufzunehmen. Erst recht, wenn du merkst, dass du langsam in Fahrt kommst, viele <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ideen</a> hast, aber noch nicht wirklich zufrieden damit bist. Meistens kann man beim späteren Anhören besser beurteilen, welcher Abschnitt der Improvisation für eine Komposition lohnenswert ist.</p>
<p>Aber auch wenn du schon eine zweifelsfrei tolle Idee hattest, ist eine Aufnahme natürlich gut. Denn so wirst du deine Idee nicht wieder vergessen. Du kannst sorgenfrei Pause machen und später damit weiterarbeiten. Eine Aufnahme mit einem Smartphone ist für das Festhalten von Ideen auch schon völlig ausreichend.</p>
<h2>Deine Idee(n) konkretisieren</h2>
<p>Wenn du ein Motiv gefunden hast, das Teil deiner Komposition sein soll, dann arbeite es zu einem Thema aus. Vielleicht hast du auch bereits aus deiner anfänglichen Improvisation ein Thema aus mehreren Takten, das du für deine Komposition verwenden möchtest. Deine Anfangsidee kannst du jetzt, wenn nötig, konkretisieren.</p>
<p>Überlege, ob du Änderungen, z.&nbsp;B. von einzelnen Noten in Tonhöhe oder Notenwert, vornehmen möchtest, um deine Ursprungsidee weiter aufzupolieren! Es kann aber auch gut sein, dass deine ursprüngliche Idee schon sehr natürlich und eingängig klingt. Versuche nicht, krampfhaft daran zu feilen! Dadurch wird es nicht immer besser!</p>
<p>Sobald du dir über Einzelheiten deiner Komposition Gedanken machst, lohnt es sich unbedingt, Noten aufzuschreiben. Am besten geht das, wenn du von Anfang an eine Notationssoftware verwendest.</p>
<h2>Die Komposition weiterentwickeln</h2>
<p>Nun hast du schon ein paar Takte beisammen, aber für eine Komposition ist es vermutlich noch etwas wenig. Vielleicht findest du in deinen Improvisationsideen noch ein zweites schönes Motiv, das du ausarbeiten kannst. Oder du startest eine zweite Improvisationsrunde, um weitere Ideen zu kreieren.</p>
<p>Du kannst auch ausgehend von deinen ersten Takten Variationen entwickeln. Diese fügen sich oft gut an den Anfang an. Dadurch kommst du mit wenig Aufwand in deiner Komposition gleich ein großes Stück weiter. Variationen sind ähnlich wie eine Wiederholung, bieten im Gegensatz dazu aber die eine oder andere Überraschung.</p>
<h2>Komponieren mit Konzept</h2>
<p>Spätestens wenn du bereits eine oder zwei Ideen für deine Komposition entwickelt hast, solltest du über das Konzept deiner Komposition nachdenken. Denn die meisten guten Kompositionen steuern auf einen Höhepunkt zu und finden letztlich auch einen schönen Abschluss. Oft sind diese beiden Punkte schwieriger, als einen Anfang zu finden!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/komponieren/komponieren-konzept.jpg" alt="Komponieren lernen und ein Konzept entwickeln." width="498" height="332">Plane also beispielsweise ein, dass du für einen Höhepunkt etwas Neues bringen möchtest und du danach mit dem Anfangsthema zum Abschluss überleiten willst. Was auch immer dein Konzept ist, behalte es beim weiteren Komponieren im Auge. Sonst verzettelst du dich und bringst das Stück nicht zu Ende. Oder es dümpelt so vor sich hin und wird beim Spielen oder Hören schnell langweilig. Und das ist bestimmt nicht dein Ziel!</p>
<h2>Der Höhepunkt deiner Komposition</h2>
<p>Der Höhepunkt soll zum Anfang des Stückes passen, aber sich trotzdem von der restlichen Komposition unterscheiden. Überleg dir dafür also etwas Neues, um den Hörer zu überraschen! Beispielsweise kannst du für den Höhepunkt höhere Töne wählen, schräge Töne einbauen oder zur Abwechslung Triolen verwenden. Das sind aber nur Anregungen. Am besten lässt du deiner spontanen Kreativität freien Lauf!</p>
<h2>Das Anfangsthema wiederaufgreifen</h2>
<p>Zwei bis drei Ideen reichen für eine kleine, aber feine Komposition völlig aus. Wenn du schon so weit gekommen bist, brauchst du es dir nicht mehr unnötig schwer machen. Eine Wiederholung des Anfangsthemas zum Ende eines Stückes ist oft eine sehr gute Wahl! Denn unsere Ohren empfinden es durchaus als angenehm, wenn etwas bereits Bekanntes wiederkehrt.</p>
<h2>Der Abschluss deiner Komposition</h2>
<p>Den Abschluss finden. Nicht nur im Fußball ist das eine Herausforderung, die gemeistert werden will. Auch beim Komponieren. Oft hilft es, das letzte Thema der Komposition einfach noch einmal zu spielen, mit der Absicht, das Stück ausklingen zu lassen. Mach das ein paar Mal und vertraue auf deine spontane Kreativität.</p>
<p>Du könntest beispielsweise das Thema bei der letzten Wiederholung in deiner Komposition leicht verändern. Oder du fügst im Anschluss daran noch eine Phrase hinzu. Je nach Komposition kann diese eher ruhig und unkompliziert oder aber auch witzig sein, z. B. mit gezielt gesetzten Pausen. Oder du zögerst den zu erwartenden abschließenden Grundton hinaus, indem du ihn erst einmal mit anderen Tönen umspielst. Von den Harmonien her kann der Akkord mit Quarte statt Terz gut zum abschließenden Grundakkord überleiten, indem die Quarte schließlich zur Terz aufgelöst wird.</p>
<p>Aber bevor du zu viel denkst, rate ich dir, den Abschluss zuallererst durch Improvisation zu finden. Gerade wenn du schon länger Musik machst oder auch nur hörst, schlummern durch deine Hörerfahrung viele Ideen in dir. Hole sie aus dir heraus und bringe deine Komposition zu Ende! Und denke außerdem daran: Jetzt noch aufzugeben wäre definitiv die schlechteste Alternative.</p>
<h2>Beim Komponieren Pausen einlegen</h2>
<p>Komponieren fordert dich. Erst recht, wenn es für dich nicht dein Tagesgeschäft ist. Die meisten Menschen haben Phasen, in denen sie sehr kreativ und dann wieder weniger kreativ sind. Sei also geduldig mit dir selbst!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none alignright" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/komponieren/komponieren-pause.jpg" alt="Wie anfangen beim Komponieren?" width="362" height="241">Vielleicht hast du einige Ideen, aber dir fehlt die Beurteilungskraft, was nun für deine Komposition taugt. Meistens hilft es hier, wenn du eine Pause machst. Halte deine Ideen als Aufnahme oder auf Papier fest und lege sie dann beiseite. Wenn du deine Ideen am nächsten Tag oder mehrere Tage später wieder anschaust oder ‑hörst, wirst du besser entscheiden können, wie du mit deiner Komposition weitermachen willst.</p>
<p>Ebenso kann es sein, dass du mit deiner Komposition eigentlich schon fertig bist, aber vielleicht selbst nicht mehr überzeugt davon. Irgendwie unzufrieden. Auch hier helfen Zeit, Geduld und Gelassenheit. Wenn du deine Komposition nach ein paar Tagen wieder spielst und sie dir (immer noch) gefällt, ist das ein sehr gutes Zeichen.</p>
<p>Vielleicht hast du auch einfach nur eine oder zwei Stellen im Stück, die dir nicht gefallen. Dann kannst du speziell diese Stellen umschreiben. So etwas geht aber am besten mit etwas zeitlichem Abstand. Nimm dir also Zeit für Pausen! Sie werden dir und deiner Komposition guttun.</p>
<h2>Notationssoftware für deine fertige Komposition</h2>
<p>Dein Stück ist fertig komponiert? Wie sieht dein Notenbild aus? Hast du handschriftlich gearbeitet oder hast du die Noten parallel zum Komponieren in eine Notationssoftware eingetragen?</p>
<p>Spielen kannst du natürlich beides. Trotzdem wirst du vermutlich ein kleines bisschen mehr stolz darauf sein, wenn deine Komposition in einem professionellen Notenbild existiert. Außerdem wirst du dich dann auch leichter trauen, deine Komposition jemand anderem zum Spielen zu geben. Bei einer Notationssoftware kannst du deine aufgeschriebenen Noten auch anhören, um zu überprüfen, ob du alles richtig notiert hast.</p>
<p>Als Notationssoftware eignen sich zum Beispiel <a href="https://klemm-music.de/finale-2/" target="_blank" rel="noopener">Finale</a> oder <a href="https://www.avid.com/de/sibelius" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sibelius</a>. Mit <a href="https://www.finalemusic.com/products/notepad/" target="_blank" rel="noopener">Finale NotePad</a> und <a href="https://www.avid.com/de/sibelius-first" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Sibelius First</a> gibt es davon für den Einstieg auch kostenlose Varianten. Über das Dateiformat MusicXML ist auch ein Austausch der Noten zwischen verschiedenen Programmen möglich.</p>
<p>Sehr zu empfehlen und noch dazu komplett kostenlos ist <a href="https://musescore.org/de" target="_blank" rel="noopener">Musescore</a>, mein derzeitiger Favorit!</p>
<p>Komplett kostenlos ist außerdem <a href="http://lilypond.org/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">LilyPond</a>. Hierbei handelt es sich um ein textbasiertes Notationsprogramm, d.&nbsp;h. die Noten werden hier nicht grafisch gesetzt, wie etwa bei Sibelius oder Finale. Bei LilyPond wird der Notensatz als Skript aufgeschrieben, das dann durch das Programm kompiliert wird.</p>
<h2>Du hast es geschafft!</h2>
<p>Wie du siehst, erfordert das Komponieren bis hin zu den fertig aufgeschriebenen Noten einige Schritte. Wenn du diese aber nacheinander gehst, ist es gar nicht so schwer und auch für Hobbymusiker gut machbar. Wenn du bis zum Ende durchgehalten hast, hältst du nun deine (erste) eigene Komposition in Händen! Herzlichen Glückwunsch!</p>
<p>Falls du Beispiele für kleine, aber feine Kompositionen suchst, empfehle ich dir mein <a href="https://musikbegeisterung.de/notenbuch-gefuehle/">Noten-E-Book</a>. Vielleicht kannst du dich von meinen Stücken für deine Kompositionsversuche inspirieren lassen.</p>
<p>Ich freue mich, wenn du mir von deinen ersten Erfahrungen beim Komponieren im Kommentar berichtest. Wenn du erst noch mehr Übung im Improvisieren bekommen möchtest, dann lies <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">hier</a> weiter.</p>
<p>Wenn du deine Improvisationen weiter aufpeppen willst, schau dir meine <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Tipps und Tricks</a> an, um deine Improvisationen zu bereichern und auf das nächste Level zu bringen. Wusstest du eigentlich, dass man auch <a href="https://musikbegeisterung.de/kreativ-komposition-workshop-elbphilharmonie/">mit Geräuschen komponieren</a> kann?</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/"><strong>10 Tipps für mehr Spaß und Abwechslung beim Musizieren</strong></a></p>
<p class="copyrightangabe">Titelfoto: bearbeitetes Notenblatt aus FinaleNotepad</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/">Deine erste eigene Komposition: Vom Improvisieren zum Komponieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Über eine einfache Akkordfolge improvisieren: Experimentieren in Endlosschleife</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 May 2018 14:10:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Anfänger]]></category>
		<category><![CDATA[freies Klavierspiel]]></category>
		<category><![CDATA[Improvisation]]></category>
		<category><![CDATA[Kreativität]]></category>
		<category><![CDATA[Liedbegleitung]]></category>
		<category><![CDATA[Musikalische Experimente]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[ohne Noten]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<category><![CDATA[Tipps fürs Musikmachen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein paar wenige Akkorde am Klavier aneinanderreihen und diese in einem fort wiederholen. Auf dieser Grundlage spielst du spontan eine schöne Melodie. Und schon hast du eine kleine musikalische Improvisation geschaffen. In diesem Artikel stelle ich dir eine schöne, einfache Akkordfolge vor. Außerdem finden Anfänger Tipps und Grundlagen, um darüber zu improvisieren. Dabei ist egal, [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Über eine einfache Akkordfolge improvisieren: Experimentieren in Endlosschleife</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Ein paar wenige Akkorde am Klavier aneinanderreihen und diese in einem fort wiederholen. Auf dieser Grundlage spielst du spontan eine schöne Melodie. Und schon hast du eine kleine musikalische Improvisation geschaffen. In diesem Artikel stelle ich dir eine schöne, einfache Akkordfolge vor. Außerdem finden Anfänger Tipps und Grundlagen, um darüber zu improvisieren. <span id="more-9955"></span>Dabei ist egal, welches Musikinstrument du spielst.</p>
<h2>Improvisation in der Musik</h2>
<p>Improvisieren mit einem Musikinstrument ist eine tolle Möglichkeit, sich musikalisch auszudrücken und kreativ zu sein. Es ist etwas ganz Persönliches, denn du spielst deine eigenen Ideen! Am Klavier, auf der Gitarrre, Geige, Querflöte oder jedem anderen Instrument. Improvisieren ist außerdem äußerst nützlich, wenn du bei einer <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">Jam Session</a> mitspielen möchtest.</p>
<p>Musikalisches Improvisieren macht sehr viel Spaß, wenn du dich darauf einlässt. Du solltest es unbedingt ausprobieren! Es ist gar nicht so schwer, wie Anfänger im Vornhinein oft denken. Eine Improvisation zu Musik ist kein Hexenwerk. Aber du brauchst Mut und ein wenig Geduld zum Experimentieren!</p>
<p>Dieser Artikel richtet sich vorwiegend an Improvisationsanfänger. Wenn du schon ein wenig Übung hast und auf der Suche nach neuen Inspirationen bist, kannst du deine Improvisationen mit meinen <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Tipps und Tricks</a> weiterentwickeln und bereichern.</p>
<h2>Die Grundlage deiner Improvisation mit einem Musikinstrument</h2>
<p>Eine einfache, wiederkehrende Akkordfolge bietet eine gute Grundlage zum Entwickeln einer eigenen Improvisation. Je nach Instrument kannst du die Harmonien und die Melodie gleichzeitig spielen. Oder du verwendest für die Harmonien eine Aufnahme, die du beispielsweise mit einer <a href="http://www.loopstation.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Loop-Station</a> selbst machen kannst. Außerdem bietet sich die Playalong-App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iReal Pro</a> an, die ich insbesondere Melodieinstrumenten für die Begleitung sehr empfehle.</p>
<p>Eine Akkordfolge bildet dieB Basis für deine Improvisation. Durch Wiederholung der Akkordfolge in einer Endlosschleife kannst du dich improvisatorisch austoben und Verschiedenes ausprobieren. Eine tolle Sache!</p>
<p>Die Möglichkeiten an schönen Akkordfolgen sind endlos. Du kannst dir raussuchen, was dir gefällt. Oder auch selbst experimentieren. Selbstverständlich kannst du auch über die Akkordfolge eines bestimmten Songs improvisieren. Für den Anfang ist aber eine einfache, überschaubare Akkordfolge gar nicht schlecht.</p>
<p>Häufig wird das <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/#kostenlosenoten">12-Takt-Bluesschema</a> gespielt. Aber es geht auch noch unkomplizierter. Heute stelle ich dir eine Akkordfolge aus vier Akkorden vor. Diese werden ohne weiteres Schema immer in der gleichen Reihenfolge aneinandergereiht. Klingt hier als Texterklärung bestimmt langweilig. Aber gespielt lassen sich schöne Sachen daraus machen!</p>
<h2>Über die Akkordfolge I‑VI-IV‑V improvisieren</h2>
<p>Die Akkordfolge bespielt die Stufen I‑VI-IV‑V einer Tonleiter. Es handelt sich hierbei um die Tonika, deren Parallele, die Subdominante und schließlich die Dominante, die meist als Septakkord gespielt wird und wieder zur Tonika überleitet.</p>
<p>In C‑Dur wäre das also: <span style="color: #1e943d;"><strong>C Am F G<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>In F‑Dur: <span style="color: #1e943d;"><strong>F Dm B♭ C<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>In G‑Dur: <strong><span style="color: #1e943d;">G Em C D<sup>7</sup></span></strong></p>
<p>Eine Übertragung ist natürlich in alle Tonarten möglich. Auch in Moll kannst du die Folge I‑VI-IV‑V spielen.</p>
<p>In A‑Moll bedeutet das: <strong><span style="color: #1e943d;">Am F Dm E<sup>7</sup></span></strong></p>
<p>In D‑Moll: <span style="color: #1e943d;"><strong>Dm B♭ Gm A<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>In E‑Moll: <span style="color: #1e943d;"><strong>Em C Am H<sup>7</sup></strong></span></p>
<p>Hier kannst du dir die Akkordfolge anhören. Die Audios stammen aus der Playalong-App <a href="https://musikbegeisterung.de/ireal-pro-bewertung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">iReal Pro</a>.</p>
<p>In C‑Dur:</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-9955-1" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/wav" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-c-dur-irealpro.wav?_=1"><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-c-dur-irealpro.wav">https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-c-dur-irealpro.wav</a></audio>
<p>&nbsp;</p>
<p>In A‑Moll:</p>
<audio class="wp-audio-shortcode" id="audio-9955-2" preload="none" style="width: 100%;" controls="controls"><source type="audio/wav" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-a-moll-irealpro.wav?_=2"><a href="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-a-moll-irealpro.wav">https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/akkordfolge-a-moll-irealpro.wav</a></audio>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/improvisieren-musik/akkordfolge-improvisation.jpg" alt="Improvisation am Klavier mit einer einfachen Akkordfolge für Anfänger." width="800" height="533"></p>
<h2>Die Akkordfolge kennenlernen durch Hören</h2>
<p>Am Anfang ist es hilfreich, die Akkordfolge erst einmal zu verinnerlichen. Spiele oder höre dich ein, bis du sie im Ohr hast. Das kannst du gut testen, indem du versuchst, eine Melodie mitzusummen. Und zwar entschlossen ab der Eins, also nicht durch Vorhören des jeweiligen Akkordes! Wenn dir hier die Orientierung fehlt, kennst du die Akkordfolge noch nicht gut genug.</p>
<p>Falls du an dieser Stelle den Geheimtipp zwischen den Zeilen nicht gelesen hast: Falls dir einmal beim Improvisieren in der Tat die Orientierung fehlt, kannst du dich oft retten, indem du auf die Eins den Akkord hörst und auf die Zwei oder gar Drei erst mit deiner Improvisation startest. Aber das nur am Rande. Falls du jetzt verwirrt sein solltest, dann denke darüber besser nicht mehr nach!</p>
<p>Kehren wir zurück zu einem strukturierten Vorgehen, Schritt für Schritt, um erst einmal Orientierung zu schaffen: Dafür empfehle ich dir sehr, die Akkordfolge gut zu verinnerlichen, was letztlich die Grundlage für eine kreative, nichtverkopfte Improvisation ist.</p>
<p>Du bist so weit und kannst zur Akkordfolge, über die du mit deinem Musikinstrument improvisieren möchtest, gut mitsummen und die Melodie auch variieren? Dann ist es gar nicht mehr weit bis zu einer einfachen Improvisation!</p>
<h2>Ein Minimum Theorie für Improvisationsanfänger</h2>
<p>Mach dir klar, welche Vorzeichen die Tonart hat, in der du improvisieren möchtest. Denn mit den Tönen der jeweiligen Tonleiter hast du eine gute Grundlage für passende Töne. Noch sicherer und an jeder Stelle im Takt anwendbar sind natürlich die Töne des jeweiligen Akkordes.</p>
<p>Bei Desorientierung kannst du zum Grundton zurückkehren. Von dort aus kannst du dich wieder weiter vortasten. Mit dem Grundton des jeweiligen Akkordes kannst du auch ganz einfach einsteigen. Spiele den Grundton als einen langen Ton. Oder wenn du magst, wiederhole ihn in einem bestimmten Rhythmus.</p>
<h2>Musik improvisieren durch Experimentieren</h2>
<p>Bevor du dich aber zu sehr in Theorie verstrickst, empfehle ich dir, zu experimentieren. So fällt der Einstieg in die Improvisation oft leichter und macht vor allem auch <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mehr Spaß</a>. Mit mehr Theorie kannst du dich auch später noch beschäftigen, um beispielsweise mit deiner Improvisation neue Akzente zu setzen.</p>
<p>Improvisiere zu dieser Akkordfolge in Endlosschleife. Bestimmt ist dein erster Durchgang nicht der beste! Aber durch zahlreiche Wiederholungen wirst du dich gut hineinfinden und merken, was funktioniert und was nicht.</p>
<p>Es kann gut sein, dass du aufgrund deiner Hörerfahrung vieles automatisch richtig machst. Lange Analysen und Erklärungen halten dich dann eher auf, als dass sie dich weiterbringen.</p>
<p>Natürlich hängt es davon ab, welcher Spieltyp du bist. Wenn du ernsthaft das Gefühl hast, dass dich fundierte Theorie weiterbringt, dann beschäftige dich damit! Aber mach es nicht aus dem Grund, weil dir irgendein Lehrbuch es so beibringen will oder dir der Mut zum Ausprobieren fehlt!</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-3318" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren.png" alt="Musikalisches Improvisieren lernen durch Experimentieren und Hören." width="158" height="258" srcset="https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren.png 786w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-184x300.png 184w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-768x1251.png 768w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-629x1024.png 629w, https://musikbegeisterung.de/wp-content/uploads/2018/05/improvisieren-hoeren-600x977.png 600w" sizes="auto, (max-width: 158px) 100vw, 158px">Mein Rat zu Beginn des Improvisierens ist ganz klar das <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Hören</a> und Ausprobieren. Schließlich möchtest du Musik machen! Kreativ sein und spielen, was dir gerade einfällt und gefällt. Mit Aktion und Reaktion auf dein eigenes Spiel.</p>
<p>Hierbei lernst du sehr viel. Und es wird dir für alle deine künftigen Improvisationen mehr Sicherheit geben, wenn du bei einem unbeabsichtigten Ton nicht aufschreckst, sondern die Melodie fortführen kannst!</p>
<p>Die schönsten Improvisationen habe ich immer dann hinbekommen, wenn mir gut bekannt war, wie die Akkordfolge klingt. Auf dieser Grundlage kannst du mit Spaß loslegen und ausprobieren. Falls es für dich so nicht klappen sollte, kannst du immer noch einen anderen (theoretischeren) Ansatz wählen.</p>
<h2>Imp<span style="color: #000000;">rovisieren beginnen mit kleinem Tonvorrat­­­­­ für eine Tonart</span></h2>
<p><span style="color: #000000;">Mach es dir zu Beginn einfach! Wähle erst einmal nur eine Tonart für die Akkordfolge für dich aus. Dazu suchst du dann eine Melodie. </span><span style="color: #000000;">Ein bis zwei Töne pro Takt bzw. Akkord sind erst einmal völlig ausreichend für eine schön improvisierte Melodie. Gib dir Zeit, passende Töne zu finden. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">So sehr viele verschiedene wirst du gar nicht brauchen. Vielleicht findest du 3 oder 4 verschiedene Töne, die gut funktionieren. Ein kleiner Tonvorrat ist oft schon völlig ausreichend – und Gold wert! Merke dir diesen, denn daraus kannst du dann ohne nachzudenken schöpfen. Außerdem schaffst du dir damit die Grundlage für alles Weitere. Für mehr Variation in den Tönen und im Rhythmus. </span></p>
<p><span style="color: #000000;">Denke auch daran, dass du Töne ganz einfach wiederholen kannst, was dein Spiel rhythmisch abwechslungsreicher gestaltet. Und nach und nach kannst du weitere Töne mit dazunehmen.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Das Allerwichtigste ist, dass du dabei immer in der Akkordabfolge bleibst.</span></p>
<h2><span style="color: #000000;">Improvisieren über die Akkordfolge in weiteren Tonarten</span></h2>
<p><span style="color: #000000;">Du hast eine Tonart bereits gemeistert? Dann probiere es als nächstes mit einer weiteren Tonart. Hierfür wiederholst du dein Vorgehen wie bei der ersten Tonart. Oder du überträgst deinen gefundenen Tonvorrat in die neue Tonart. Beides ist möglich und ein guter Weg.</span></p>
<p><span style="color: #000000;">Mach es also ruhig so, wie es für dich am leichtesten ist.</span></p>
<h2>Ein Tipp für musikalisches Improvisieren zum Schluss</h2>
<p>Natürlich kannst du es beim Improvisieren auf die Spitze treiben. Wie beim Darbieten von aufgeschriebenen Stücken sind dir auch hier keine Grenzen gesetzt. Aber lass dich davon nicht entmutigen. Auch eine ganz einfache Improvisation ist eine Improvisation. Und sie ist wertvoll, sobald sie dir <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">in irgendeiner Weise etwas gibt</a>.</p>
<p>Du darfst deine Kreativität ausleben! Du spielst frei und klebst nicht am Notenblatt! Du erschaffst etwas für den Moment, etwas Einmaliges, was beim nächsten Mal wieder anders ist. Deine geschaffene Musik ist vergänglich. Aber dafür ist es umso reizvoller, immer wieder etwas Neues zu kreieren. Du weißt selbst nicht, was als nächstes kommt und <a href="https://musikbegeisterung.de/neues-erleben-musik/">erlebst Überraschungen</a>!</p>
<p>Du wirst es nicht bereuen.</p>
<p>Genug geschrieben! Ran an dein Instrument. Nimm die von mir oben beschriebene Akkordfolge oder irgendeine andere und wage dich an eine Improvisation! Ich wünsche dir Mut für Experimente! Viel Spaß beim Improvisieren!</p>
<h2>Weitere Informationen zum Improvisieren von Musik</h2>
<p>Falls du möchtest, kannst du deine Improvisation am Ende auch <a href="https://musikbegeisterung.de/erste-eigene-komposition/">zu einer Komposition ausarbeiten</a>. Wenn du deine Improvisationen&nbsp; mit neuen Ideen auf das nächste Level heben willst, dann lies <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">hier</a> weiter.</p>
<p>Außerdem kannst du dich über die Melodie eines Songs und Variationen davon super <a href="https://musikbegeisterung.de/variationen-improvisieren/">Schritt für Schritt ans Improvisieren herantasten</a>, was ich dir aus eigener Erfahrung sehr empfehlen kann. Es macht richtig viel Spaß!</p>
<p>Du spielst Klavier? <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">In diesem Artikel</a> erfährst du, warum es sich unbedingt lohnt, <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/">Akkorde auf dem Klavier</a> zu spielen.</p>
<h2>Bluesimprovisation am Klavier</h2>
<p>Wenn du dich für Bluespiano interessierst, schau dir zwei meiner <a href="https://musikbegeisterung.de/blues-akkordfolgen-klavier/">Lieblingsakkordfolgen für Bluessongs</a> an. Anhand von Beispielsongs kannst du damit Bluesimprovisation üben. Ein Muss für alle, die Blues lieben!</p>
<p>Allen Klavierspielern, die noch mehr Herausforderungen suchen und einen kreativen bluestypischen Spielstil entwickeln möchten, empfehle ich meine <a href="https://musikbegeisterung.de/bluespiano-lernen/">Tipps für Blues am Klavier</a>.</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/online-klavier-lernen-freiklavierspielen-erfahrungen/"><strong>Lerne Akkorde am Klavier online bei Freiklavierspielen.com!</strong></a></p>
<p class="copyrightangabe">Audios: aus der App iReal Pro (<a href="https://irealpro.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">irealpro.com</a>)</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/">Über eine einfache Akkordfolge improvisieren: Experimentieren in Endlosschleife</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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		<title>Gemeinsam Musik machen: Verschiedene Formationen und viele Entdeckungen beim gemeinsamen Musizieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Apr 2018 11:52:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Horizont erweitern]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
		<category><![CDATA[Motivation]]></category>
		<category><![CDATA[Neues ausprobieren]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[Zusammenspiel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gemeinsam musizieren macht einfach Spaß! Es gibt viele verschiedene Varianten des inspirierenden gemeinsamen Musizierens. Wenn auch du gemeinsam mit anderen Menschen Musik machen möchtest, dann lies weiter. Finde jetzt heraus, wie du am liebsten mit anderen zusammen musizieren möchtest! Jeder kann prinzipiell für sich alleine musizieren oder auch Playalongs zur Unterstützung verwenden und allein damit [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/gemeinsam-musik-machen/">Gemeinsam Musik machen: Verschiedene Formationen und viele Entdeckungen beim gemeinsamen Musizieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam musizieren macht einfach Spaß! Es gibt viele verschiedene Varianten des inspirierenden gemeinsamen Musizierens. Wenn auch du gemeinsam mit anderen Menschen Musik machen möchtest, dann lies weiter. Finde jetzt heraus, wie du am liebsten mit anderen zusammen musizieren möchtest!</p>
<p><span id="more-3033"></span></p>
<p>Jeder kann prinzipiell für sich alleine musizieren oder auch Playalongs zur Unterstützung verwenden und allein damit seinen Spaß haben. Aber vielleicht reizt es dich trotzdem, einmal mit anderen zusammen zu spielen?</p>
<p>Hier erfährst du, welche vielfältigen Möglichkeiten es gibt und was genau das Schöne daran ist, mit anderen zusammen Musik zu machen und welche grundsätzlichen Fähigkeiten dafür nützlich sind. Bist du dabei?</p>
<h2>Verschiedene Formationen beim gemeinsamen Musizieren</h2>
<h3>Zu zweit zusammen musizieren</h3>
<p>Du kannst mit jemand anderem zu zweit spielen. Zweistimmig mit zwei Melodieinstrumenten, vierhändig am Klavier oder ein Melodieinstrument mit Begleitung. Das ist eine gute Variante für den Einstieg ins gemeinsame Musizieren. Hier müsst nur ihr beide in eurem Spiel zusammenfinden. Ihr könnt viel Rücksicht aufeinander nehmen. Außerdem musst du dich mit nur einer Person zeitlich, in der Stückauswahl und in euren Ambitionen abstimmen.</p>
<h3>Musikschulensemble oder ‑band</h3>
<p>Wenn du in einer Musikschule spielst, so wird dort für verschiedene Instrumente meist auch ein Ensemblespiel oder eine Musikschulband angeboten. Oft kostet es nicht einmal zusätzlich Geld oder nur einen geringen Zuschlag, wenn du dort schon regulär Unterricht hast. Ein Proberaum und ein fachkundiger Lehrer stehen euch von der Musikschule aus zur Verfügung. Hier kannst du in einer überschaubaren Gruppe unter Anleitung gemeinsam spielen und auftreten.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/gemeinsam-musizieren/zusammen-musizieren.jpg" alt="Gemeinsames Musizieren in einem Musikschulensemble oder einer Band." width="665" height="443"></p>
<p>Dein Musiklehrer oder deine ‑lehrerin kann im Normalfall gut einschätzen, ob das jeweilige Ensemble deinem Spiellevel entspricht. Allein dadurch ist eine mögliche Hemmschwelle beim Einstieg niedriger. Zudem ist die Gruppe meist noch klein genug, um auf einzelne Teilnehmer Rücksicht nehmen zu können. Wenn du dich also mit deinem Instrument noch nicht so sicher fühlst oder Zweifel hast, ob du gut genug spielst, ist das ein guter Einstieg, um erste Erfahrungen im Zusammenspiel zu sammeln.</p>
<p>Da das Ensemblespiel wie auch eine Musikschulband in der Regel von der Musikschule gefördert werden, werden <a href="https://musikbegeisterung.de/vorspielen-musikinstrument/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorspiele</a> in der Musikschule, auch etwa zu bestimmten feierlichen Anlässen, erwartet. Wenn du diesbezüglich frei sein möchtest, solltest du eine unabhängige Variante des gemeinsamen Musizierens wählen.</p>
<p>Eine ganz ähnliche Variante wie ein Musikschulensemble wäre übrigens beispielsweise ein kirchlicher Posaunenchor.</p>
<h3>Orchester</h3>
<p>Wenn du in einem Orchester, einer Blaskapelle oder einer Bigband spielst, hast du eine größere Anzahl von Mitspielern. Auf den einzelnen Spieler kann hier wenig Rücksicht genommen werden. Du solltest deinen Spielpart also gut beherrschen, um die anderen nicht aufzuhalten.</p>
<p>In einem Orchester hast du außerdem wenig Mitsprache bei der Stückauswahl. Hier ist die Gruppe einfach schon so groß, dass nicht alle Wünsche der Mitspielenden berücksichtigt werden können.</p>
<p>Allerdings ist es auch ein tolles Erlebnis, mit so vielen anderen Musikern zusammen zu spielen, häufig sogar mit ganz vielen verschiedenen Instrumenten. Es ist schön, wenn daraus ein großes Ganzes entsteht.</p>
<p>Die Musiker zusammenzubringen und die Stücke gemeinsam einzustudieren, das ist Aufgabe des Orchesterleiters. Bei Hobbyorchestern übernimmt dieser meist nicht nur die musikalische Leitung sondern auch die organisatorische.</p>
<p>Organisatorische Dinge wie das Finden eines Proberaumes, die Festlegung von Probe- und Auftrittsterminen oder die Beschaffung von Noten werden dir hier abgenommen. Du konzentrierst dich ganz auf den musikalischen Teil, hast allerdings auch weniger Möglichkeiten, deine eigenen Vorstellungen einzubringen. Da ein Orchester immer auch auf einen Auftritt hinarbeitet, solltest du hier (halbwegs) regelmäßig an den Proben teilnehmen.</p>
<h3>Band in fester Besetzung</h3>
<p>In einem Ensemble oder einer Band außerhalb der Musikschule müsst ihr auf die Infrastruktur einer Musikschule verzichten, euch also z.&nbsp;B. selbst einen Proberaum suchen. Auch um die Noten müsst ihr euch selbst kümmern. Oder aber <em>dürft</em> ihr euch selbst kümmern.</p>
<p>Eure Vorteile sind Unabhängigkeit und Freiheit. Ihr müsst mehr organisieren, lernt aber auch viel dabei und schaut über den Rand eurer Notenzeile hinaus. Ihr bekommt nichts vorgesetzt, müsst an keinem <a href="https://musikbegeisterung.de/vorspielen-musikinstrument/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorspiel</a> teilnehmen, wenn ihr nicht wollt, müsst euch aber auch Konzerttermine selbst organisieren, wenn ihr auftreten wollt.</p>
<p>In einer Band ist Eigeninitiative gefragt. Eine Beteiligung am Songwriting ist beispielsweise häufig willkommen. Einzelne Bandmitglieder bringen sich hier stärker ein als etwa in einem Orchester. Allerdings kann es auch manchmal schwierig sein, sich bei unterschiedlichen Vorstellungen zu einigen.</p>
<p>Ganz wichtig ist, dass eure Ambitionen gut übereinstimmen. Wenn der eine nur zum Spaß spielen möchte, der andere aber eine überzeugende Bühnenperformance ausarbeiten will, dann wird das nicht lange gutgehen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="ngg-singlepic ngg-none aligncenter" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/gemeinsam-musizieren/gemeinsam-musizieren-band.jpg" alt="Gemeinsam musizieren: Bühne für das gemeinsame Auftreten in einer Band." width="570" height="380"></p>
<h3>Gelegentliches Jammen</h3>
<p>Um mit anderen gemeinsam musizieren zu können, musst du nicht festes Mitglied einer Band oder eines Orchesters sein. Musiker können sich auch einfach gelegentlich zu einer <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-mitspielen-anfaenger/">Jam Session</a> treffen. Das Mitspielen ist völlig unverbindlich. Du gehst keine weiteren Verpflichtungen ein. Bei einer offenen Jam Session spielt mit, wer kommt. Es geht hier in erster Linie nicht um das Einüben bestimmter Stücke, sondern einfach darum, spontan Musik zu machen und währenddessen <a href="https://musikbegeisterung.de/freude-beim-erlernen-eines-musikinstrumentes/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spaß</a> zu haben.</p>
<p>Das spontane Spielen kann einem weniger geübten Musiker im Vorfeld durchaus Kopfzerbrechen bereiten. Das ist völlig verständlich! Schließlich ist es beim ersten Mal in der Tat schwierig, einzuschätzen, auf welchem Level die anderen spielen und wie schwer die Stücke für dich sind.</p>
<p>Zwar gibt es auch bei Jam Sessions meist ein bestimmtes Repertoire an Stücken, aber diese werden normalerweise nicht nach und nach geübt, sondern es wird drauflos gespielt. Selbst wenn du vorab einen Blick in die Notensammlung werfen darfst, weißt du letztlich nicht, welche Stücke dann tatsächlich gespielt werden, außer du wünschst dir eines!</p>
<p>Die beste Vorbereitung für eine Jam Session ist es, das <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vom-Blatt-Spiel</a> zu üben oder aber das <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spielen nach Gehör</a> und <a href="https://musikbegeisterung.de/improvisieren-inspirationen/">Improvisieren</a> zu verbessern. Mit einem Begleitinstrument werden dir gute Fähigkeiten in der <a href="https://musikbegeisterung.de/akkorde-klavier-liedbegleitung/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">freien Liedbegleitung</a> mit Akkorden weiterhelfen. In anderen Artikeln beschreibe ich ausführlich, wie du <a href="https://musikbegeisterung.de/jam-session-vorbereitung/">längerfristig und nachhaltig</a>, aber auch <a href="https://musikbegeisterung.de/jammen-ueben/">kurzfristig</a> noch für eine Jam Session üben kannst.</p>
<p>Jam Sessions können mit und ohne Publikum stattfinden. Je nachdem, wozu du dich in der Lage fühlst, kannst du dir raussuchen, was für dich passt. Leider sind Jam Sessions ohne Publikum naturgemäß weniger bekannt und oft gar nicht so leicht zu finden. Wenn du keine passende Jam Session für dich findest, kannst du natürlich auch selbst eine organisieren!</p>
<p>Auch Musikertreffen wie beispielsweise ein <a href="https://musikbegeisterung.de/piano-club-hamburg/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Piano Club</a> ermöglichen ein zwangloses gemeinsames Musizieren. Über das überaus amüsante sechs- und achthändige Klavierspiel berichte ich in einem <a href="https://musikbegeisterung.de/sechs-achthaendiges-klavierspiel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">gesonderten Artikel</a>.</p>
<h2>Was musst du für ein gemeinsames Musizieren können?</h2>
<p>Es ist die Frage, die Hobbymusiker in der Regel am meisten beschäftigt, aber gleichzeitig auch die schwierigste. Wie viel du können musst, um mit anderen gemeinsam musizieren zu können, lässt sich nicht pauschal sagen.</p>
<p>Grundsätzlich ist es aber bereits als Anfänger möglich, sobald du einfache Stücke hinbekommst. Es kommt ganz klar auf deine Mitspieler an. Ihr könnt auch auf niedrigem Level miteinander musizieren und Spaß dabei haben. Gerade wenn es sich nicht gleich um ein Orchester handelt, sondern beispielsweise lediglich um ein Spielen zu zweit, dann kannst du hier gut schon mit wenig Kenntnissen auf deinem Instrument loslegen.</p>
<p>Wenn du dir nicht sicher bist, ob du in einem bereits bestehenden Orchester oder einer Band mithalten kannst, dann musst du es einfach ausprobieren. Ganz wichtig: Trau dich, geh hin und spiele einmal mit! Du kannst dich natürlich im Vorfeld informieren, aber letztlich führt kein Weg daran vorbei, dass du hingehst und mitspielst. Nur so wirst du wirklich merken, ob es zu schwer für dich ist oder ob du dich langweilst und ob es dir Spaß macht.</p>
<p>Um dir, wo auch immer, ein spontanes Mitspielen zu erleichtern, hilft es dir sehr, wenn du gut <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">vom Blatt spielen</a> kannst. Oder bei Jam Sessions, wenn du Variationen spielen kannst, <a href="https://musikbegeisterung.de/akkordfolge-improvisieren/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">improvisieren</a> oder <a href="https://musikbegeisterung.de/nach-gehoer-spielen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nach Gehör spielen</a> kannst.</p>
<p>Auch falls du im Vorfeld Noten zum Üben bekommst, lohnt es sich, grundlegende Fähigkeiten für ein spontanes Spiel zu trainieren. Selbst wenn ihr schon länger zusammen spielt und bereits ein Repertoire habt. Denn wenn plötzlich jemand mit einem neuen Stück ankommt und das spontan ausprobieren möchte, bist du nicht völlig verloren! Das gibt dir einfach mehr Sicherheit.</p>
<h2>Warum solltest du zusammen mit anderen musizieren?</h2>
<h3>Gegenseitige Inspiration und Interaktion</h3>
<p>Beim gemeinsamen Musizieren kannst du viele schöne Erfahrungen sammeln und deinen <a href="https://musikbegeisterung.de/neues-erleben-musik/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Horizont erweitern</a>. Es ist toll, mit anderen musikalisch zu interagieren. Du kannst dich von deinen Mitspielern inspirieren lassen, sei es vom Sound, von gespielten Verzierungen, Begleitmustern oder improvisierten Phrasen, die du wiederholen und variieren kannst.</p>
<p>Du lernst, auf die anderen Stimmen zu achten, gemeinsam loszulegen und ein Ende zu finden. Ja tatsächlich, manchmal ist ein schöner gemeinsamer Abschluss schwieriger als das Stück an sich!</p>
<p>Wenn du dich mit deinen Mitspielern gut verstehst und ihr einen wohlwollenden Umgang miteinander pflegt, könnt ihr euch gegenseitig Anerkennung und Lob schenken, euch anspornen, aber auch ein nicht perfektes Spiel mit Humor nehmen.</p>
<p>Musikmachen zusammen mit anderen ist voller Überraschungen. Gerade beim Jammen weißt du nicht, was die anderen als nächstes spielen werden. Du wirst viele Überraschungen erleben und auch du darfst deine Mitspieler mit deinem Spiel überraschen.</p>
<h3>Das Spiel anderer Musiker kennenlernen</h3>
<p>Beim gemeinsamen Musizieren lernst du andere Musiker kennen. Und zwar ganz direkt von ihrer musikalischen Seite. Du merkst, welchen Zugang sie zur Musik haben und welches Rhythmusgefühl, wie kreativ sie sind, was ihnen schwer oder leicht fällt. Das alles erfährst du über ihre Spielweise und in Randgesprächen.</p>
<p>Dadurch merkst du, dass auch die anderen ihre Schwächen und Herausforderungen beim Musikmachen haben. Und du merkst, dass längst nicht jeder nach dem gleichen System musiziert. Für den einen ist beispielsweise die Theorie sehr wichtig, der andere geht im Wesentlichen danach, wie es sich anhört. Der eine schaut nur auf die Akkordsymbole, der andere auf die ausgeschriebenen Noten. Jeder hat seine eigene Herangehensweise, Musik zu verstehen und umzusetzen.</p>
<p>Es ist spannend, diese Unterschiede in der Praxis kennenzulernen. Viel zu oft denken wir fälschlicherweise, alle anderen hätten die gleiche Herangehensweise wie wir selbst!</p>
<h2>Mach dir klar, was du beim gemeinsamen Musikmachen suchst!</h2>
<p>Natürlich brauchst du zum gemeinsamen Musizieren zuallererst andere Musiker. Oft ist es nicht gerade einfach, diese zu finden. Schließlich sollen es Gleichgesinnte sein, die mit dir in Musikrichtung, Zielen und Ambitionen gut übereinstimmen. Dafür solltest du dir erst einmal klar darüber werden, was <em>du</em> möchtest. Also überlege dir:</p>
<p>1. Welche Musikrichtung(en) möchtest du spielen?</p>
<p>2. Möchtest du gerne <a href="https://musikbegeisterung.de/vorspielen-musikinstrument/">auftreten</a> oder nicht?</p>
<p>3. Wie viel Zeit möchtest du in das gemeinsame Musizieren investieren?</p>
<p>4. Hast du Ziele wie Wettbewerbe oder (semi-)professionelle Konzerte oder möchtest du nur <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">zum Spaß spielen</a>?</p>
<h2>Trau dich! Musiziere gemeinsam mit anderen!</h2>
<p>Wenn du gerne mit anderen zusammen musizieren möchtest, dann mach es, probiere es aus! Auch wenn es dich am Anfang vielleicht etwas Überwindung kostet, weil du Zweifel hast, ob du gut genug spielst. Ich wünsche dir Mut und viel Erfolg für dein gemeinsames Musizieren!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <strong><a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">Das solltest du mit deinem Musikinstrument ausprobieren! — Tipps für mehr Spaß und Abwechslung</a></strong></p>
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		<title>Noten vom Blatt spielen: Werde flexibler und spontaner</title>
		<link>https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Katharina &#124; Musikbegeisterung]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 01 Jul 2017 14:47:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Ein Musikinstrument spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Fähigkeiten]]></category>
		<category><![CDATA[Konzentration]]></category>
		<category><![CDATA[Noten lesen]]></category>
		<category><![CDATA[Praktische Spieltipps]]></category>
		<category><![CDATA[Rhythmus]]></category>
		<category><![CDATA[Taktart]]></category>
		<category><![CDATA[vom Blatt spielen]]></category>
		<category><![CDATA[Vorzeichen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noten hinstellen und los geht’s. Leider ist das für viele nur ein Traum. Und nicht nur für Anfänger! Du kannst nur etwas spielen, wenn du es ausgiebig geübt hast. Aber auch vom Blatt spielen lässt sich trainieren! Du musst es einfach immer wieder tun. Und es wird dir helfen, wenn du ein paar Dinge beachtest. [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Noten hinstellen und los geht’s. Leider ist das für viele nur ein Traum. Und nicht nur für Anfänger! Du kannst nur etwas spielen, wenn du es ausgiebig geübt hast. Aber auch vom Blatt spielen lässt sich trainieren! Du musst es einfach immer wieder tun. Und es wird dir helfen, wenn du ein paar Dinge beachtest.<span id="more-566"></span></p>
<p>Du möchtest ein Stück spielen, auf das du jetzt gerade Lust hast? Ganz spontan? Nicht nur das, was du seit Wochen übst? Lerne, besser vom Blatt zu spielen!</p>
<p>Es ist zugegeben am Anfang nicht leicht. Und auf dem Klavier noch viel schwieriger als beispielsweise auf einem Blasinstrument, mit dem du „nur“ eine Melodie spielst. Aber es ist auch kein Hexenwerk, sondern Übungssache. In diesem Artikel gebe ich dir Tipps, wie du besser Noten spontan vom Blatt spielst.</p>
<p>Den Ansporn für das vom Blatt Spielen hat mir meine Klavierlehrerin gegeben, die ich für ihr exzellentes vom Blatt Spielen sehr bewundere. Sie hat mein vom Blatt Spielen gefördert, indem ich jede Woche ein neues Stück zu Hause ein- bis zweimal durchspielen sollte. Dann habe ich es im Unterricht gespielt. Wenn das Stück im Groben, eben vom Blatt, okay war, wurde es abgehakt.</p>
<p>Diesen Ansporn und die Ratschläge, die ich selbst bekommen habe, möchte ich in diesem Artikel gerne mit dir teilen.</p>
<h2>Auswahl von Noten für das Vom-Blatt-Spiel</h2>
<p>Für das vom Blatt Spielen suchst du dir Stücke, die nicht zu schwer sind. Am spannendsten ist das vom Blatt Spielen natürlich bei einem völlig unbekannten Stück. Um es für dich leichter zu machen, kannst du aber auch für den Anfang ein Stück nehmen, das du schon vom Hören her (ein bisschen) kennst.</p>
<p>Du kannst auch überlegen, was du vor ein paar Jahren geübt hast und welchem Schwierigkeitsgrad das entsprochen hat. Oder wenn du erst seit ein paar Monaten spielst, was du ganz am Anfang gespielt hast. Such dir für den Anfang etwas Leichtes. Aber denk auch dran, dass du eine kleine Herausforderung brauchst! So wirst du auch die besten Fortschritte beim vom Blatt Spielen machen.</p>
<p>Falls du keinen Plan hast, welches Stück du nehmen sollst, dann nimm irgendwas. Das Wichtigste ist hier wie immer: Trau dich, probier es aus! Und du wirst sehr schnell merken, ob du was Leichteres oder Schwereres brauchst oder ob es passt.</p>
<p>Ich habe beispielsweise auf dem Klavier das Buch <a href="https://amzn.to/42NiNVm"><em><strong>Romantic Pop Piano</strong></em> (* bei Amazon)</a> von Hans-Günter Heumann vom Blatt durchgespielt. Das Notenbuch kann ich allen empfehlen, die nicht nur Klassik spielen wollen. Das Buch enthält bekannte Stücke wie <em>Let it be</em> oder <em>Bridge over troubled water</em>, aber auch Eigenkompositionen von Hans-Günter Heumann. Ein schöne Mischung also, um das Vom-Blatt-Spiel zu üben. Die Stücke sind einfach arrangiert, aber trotzdem nicht langweilig, sodass ich das Buch bis heute immer wieder gerne aufschlage.</p>
<h2>Bevor du loslegst: Schau die Noten an</h2>
<p>Grundsätzlich rate ich dir, das Stück kurz anzuschauen, bevor du anfängst zu spielen. Das wird dir sehr helfen. Achte besonders auf folgende Punkte:</p>
<p><strong>Am Anfang der ersten Notenzeile:</strong></p>
<ul>
<li>Taktart</li>
<li>Vorzeichen</li>
</ul>
<p>&nbsp;<br>
<strong>Innerhalb des Stückes bis zum Ende:</strong></p>
<ul>
<li>Änderungen in Taktart oder Vorzeichen</li>
<li>Wiederholungen, auch in Verbindung mit Klammern, Da Capo, Coda etc.</li>
<li>Weitere Vorzeichen bei einzelnen Noten</li>
</ul>
<p>&nbsp;<br>
<img decoding="async" class="ngg-single" src="https://musikbegeisterung.de/wp-content/gallery/noten/noten-dal-segno-al-Coda.jpg" alt="noten-dal-segno-al-Coda"></p>
<p>Damit verschaffst du dir einen Überblick und kannst dich nun auf das Spielen der Noten konzentrieren.</p>
<div class="wp_b_box" style="margin-bottom: 40px;">
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Kleiner Exkurs:</span></strong></p>
<h2>Taktarten und Vorzeichen für Anfänger</h2>
<h3>Taktart</h3>
<p>Wenn du anfängst, vom Blatt zu spielen, empfehlen sich erstmal Taktarten, die du gut gewohnt bist. In der Regel werden das 4/4 und 3/4‑Takte sein, bald evtl. auch 6/8. Andere Taktarten, z.&nbsp;B. 12/8, 5/4 oder auch 2/2 sind meist schwieriger oder einfach nur ungewohnter. Deshalb würde ich damit erst weitermachen, wenn du neue Herausforderungen suchst.</p>
<h3>Vorzeichen</h3>
<p>Für den Anfang solltest du die Zahl der Vorzeichen so wählen, dass es dir leicht fällt und du dafür nicht zu viel Konzentration brauchst. Kein oder nur ein Vorzeichen sind völlig in Ordnung und ausreichend. Natürlich mit der Option zur Steigerung. Wichtig ist nur, dass du weißt, welche Vorzeichen du spielen musst.</p>
<p><strong>Für die Kreuze hast du folgende Reihe:</strong> <strong><span style="color: #ff9900;">fis, cis, gis, dis, ais, eis, his</span></strong></p>
<p><strong>Für die B‑Vorzeichen diese Reihenfolge:</strong> <strong><span style="color: #ff9900;">b, es, as, des, ges, ces, fes</span></strong></p>
<p>Falls du die Reihen noch nicht auswendig kennst, dann sage sie dir immer wieder vor. Verinnerliche sie! Dann kannst du durch Abzählen in der jeweiligen Reihe schnell deine Vorzeichen ermitteln.</p>
<p>Bei 4 Kreuzen gehst du also in der Kreuz-Reihe bis zum vierten Vorzeichen (dis) und spielst fis, cis, gis und dis.</p>
<h3>Spieltipps für Vorzeichen</h3>
<p>Jetzt weißt du, WELCHE Vorzeichen du spielen musst. Weißt du deshalb auch schon automatisch, WIE du sie spielst? Falls nicht, gehe die jeweiligen Noten durch, die durch Vorzeichen erhöht oder erniedrigt werden. Mach dir klar, welche Griffe oder Tasten du vorzeichenbedingt brauchst.</p>
<p>Am Klavier macht es Sinn, wenn du dir anschaust, welche schwarzen Tasten du zu spielen hast. Oder bei sehr vielen Vorzeichen, welche weißen Tasten eigentlich übrig bleiben.</p>
<p>Auf einem Blasinstrument kannst du die durch Vorzeichen bedingten Griffe durchgehen. Werde dir auch bewusst, dass die Vorzeichen für die entsprechenden Noten in allen Oktaven gelten! Mach dir klar, wie die Note geschrieben aussieht und welchen Griff du dafür brauchst.</p>
</div>
<h2>Leg los</h2>
<p>Und dann fang einfach einmal an. Spiele nicht zu schnell. So wie es für dich angenehm ist. Du darfst beim vom Blatt Spielen den Zählimpuls vernachlässigen. Warte, wenn du gerade nicht weiter weißt. Bessere Fehler nicht aus, sondern spiele darüber hinweg.</p>
<p>Wenn du es schaffst, den groben Überblick über die Takte mit den betonten und unbetonten Zeiten zu behalten, ist allein das schon sehr gut. Aber auch wenn das nicht immer klappt, lernst du etwas dabei. Denn du spielst immerhin noch die Tonhöhen der Noten, auch wenn die Notenlängen und der Rhythmus nicht mehr stimmen.</p>
<p>Sollte dein Experiment in Desorientierung enden, ist auch das nicht schlimm. Wenn du die Übung immer wieder machst, wird es dir mit der Zeit viel leichter fallen, vom Blatt zu spielen.</p>
<p>Für viele ist die Hemmschwelle groß, spontan loszulegen. Sich nicht von dem beirren zu lassen, was rauskommt. Dabei kann dir gar nichts passieren! Es kann durchaus sein, dass du irgendetwas Komisches zusammenspielst. Aber hey, das ist nicht schlimm. Nimm es mit Humor!</p>
<p>Was ich nicht alles auf meinem Klavier gespielt habe, einfach so, Augen auf und durch! Und es hat mich weitergebracht. Stück für Stück. Heute kann ich viel besser Noten vom Blatt spielen. Oder mir ein Stück relativ schnell erarbeiten.</p>
<h2>Rhythmen kennenlernen für besseres vom Blatt Spiel</h2>
<p>Rhythmen wiederholen sich und das ist dein Vorteil! Wenn du einmal verstanden hast, wie Triolen gespielt werden und vor allem verinnerlicht hast, wie sie sich anhören und welches Notenbild dazugehört, dann kannst du sie auch im nächsten Stück problemlos spielen. Genauso verinnerlichst du auch, wie sich ein Auftakt anhört oder wie du Synkopen spielst.</p>
<p>Wenn du bisher hauptsächlich Klassik gespielt hast, wird es dir vermutlich schwerfallen, Swing-Achtel zu spielen. Aber auch das kannst du ganz gezielt trainieren. Setze dich mit ein paar Swing-Stücken intensiver auseinander. Verinnerliche, wie Swing-Achtel im Vergleich zu geraden gespielt werden. Und so hast du wieder einen Stolperstein aus dem Weg geräumt.</p>
<p>Dann hast du auch Swing-Achtel in deinem Repertoire. Und du wirst sie auch bald wie selbstverständlich vom Blatt spielen. Es kommt also auch sehr darauf an, ob ein bestimmter Stil für dich völlig fremd ist oder ob du ihn gewohnt bist.</p>
<h2>Verbessere dein Rhythmuslesen</h2>
<p>Bei mir war es beim vom Blatt Spielen auf dem Klavier am Anfang so, dass ich zwar die Tonhöhen mit den Tasten schon ganz gut im Griff hatte. Aber der Rhythmus ist mir spontan vom Blatt sehr schwer gefallen.</p>
<p>Ohne Rhythmus fehlt sozusagen das Gerüst des Stückes, d.&nbsp;h. es ist schnell nicht mehr zu erkennen. Umgekehrt, wenn der Rhythmus richtig ist, aber immer wieder Tonhöhen falsch, bleibt das Stück aufgrund des charakteristischen Rhythmus trotzdem gut erkennbar.</p>
<p>Das wirst du auch merken, wenn du anfängst zu improvisieren. Wenn du den Rhythmus der Originalmelodie beibehältst, hört es sich noch sehr nach dem Original an. Selbst wenn du bei jeder Note die Tonhöhe änderst!</p>
<p>Wo hakt es bei dir? Wenn es bei dir ebenfalls der Rhythmus ist, dann schau dir die Noten an. Geh den Rhythmus im Kopf durch, gib ihn mit deiner Stimme wieder oder klopfe ihn. Dann kannst du dich ganz auf den Rhythmus konzentrieren.</p>
<p>Wenn du den Rhythmus verstanden hast, wirst du das Stück auch viel leichter auf deinem Musikinstrument spielen können. Mit der „Klopfübung“ kannst du für dich sehr gut überprüfen, welche rhythmischen Figuren du bereits automatisiert hast und welche dir noch schwerfallen.</p>
<p>Übrigens eignen sich <a href="https://musikbegeisterung.de/ragtimes-spielen-lernen/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Ragtimes</a> sehr gut, um das Spielen von Synkopen zu verinnerlichen!</p>
<h2>Konzentration beim vom Blatt Spielen</h2>
<p>Vom Blatt spielen ist anstrengend, keine Frage. Es erfordert viel Konzentration. Viel mehr, als wenn du ein eingeübtes Stück spielst. Also spiele nicht zu lange am Stück vom Blatt. Sondern immer wieder einmal. Und mach rechtzeitig Pause oder entspanne dich mit einem bekannten Stück!</p>
<h2>Mehr Freiheit und Flexibilität bei deiner Stückauswahl</h2>
<p>Du wirst es langsam immer besser in den Griff bekommen, Noten spontan vom Blatt zu spielen. Das ist eine sehr schöne Erfahrung. Du merkst, wie du dich weiterentwickelst. Wie du Fortschritte machst.</p>
<p>Und du gewinnst mehr Freiheit bei der <a href="https://musikbegeisterung.de/kostenlos-noten-finden/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Auswahl deiner Stücke</a> und Songs. Du bist flexibler. Du kannst viel leichter das spielen, worauf du jetzt im Moment so richtig Lust hast. Was zu deiner jetzigen Stimmung passt. Und gerade das tut so gut!</p>
<p>Wenn du es also satt hast, nur lang geübte Stücke spielen zu können und frischen Wind brauchst: Fang an spontan vom Blatt zu spielen! Mit der richtigen <a href="https://musikbegeisterung.de/mit-freude-als-erwachsener-ein-musikinstrument-lernen/">Einstellung</a> wirst du selbst dann Spaß haben, wenn beim ersten Versuch das eigentliche Stück gar nicht wiederzuerkennen ist!</p>
<p>Was hilft dir beim spontanen Vom-Blatt-Spiel? Erzähl mir von deinen Erfahrungen im Kommentar!</p>
<p>Und vergiss nicht, deine <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-zusammenkleben/">Noten zusammenzukleben</a>! Weitere, teils unkonventionelle und auf jeden Fall Spaß bringende <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">Inspirationen</a> für das Spielen eines Musikinstrumentes findest du <a href="https://musikbegeisterung.de/10-praktische-tipps-fuer-mehr-spass-und-abwechslung-beim-musikmachen/">hier</a>.</p>
<p>Wenn du Klavierspieler bist, solltest du unbedingt meinen Artikel zum <a href="https://musikbegeisterung.de/sechs-achthaendiges-klavierspiel/">sechs- und achthändigen Klavierspiel</a> lesen. Auch hier ist ein gutes Vom-Blatt-Spiel von Vorteil!</p>
<p>👉 Weiterlesen: <a href="https://musikbegeisterung.de/vorspielen-musikinstrument/"><strong>Vorspielen: Ja oder nein?</strong></a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://musikbegeisterung.de/noten-vom-blatt-spielen/">Noten vom Blatt spielen: Werde flexibler und spontaner</a> erschien zuerst auf <a href="https://musikbegeisterung.de">Musikbegeisterung</a>.</p>
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