Test: Welches Instrument passt zu mir: Tasten-, Saiten- oder Blasinstrument?
Ein Musikinstrument spielen

Welches Instrument passt zu mir?

22. August 2017

Sich für ein Musikinstrument zu entscheiden ist oft gar nicht so einfach. Die Auswahl an Instrumenten ist groß und so fragst du dich zu Recht, welches Musikinstrument zu dir passt. Welches Instrument möchtest du lernen? Finde anhand von 10 Fragen in meinem Artikel heraus, welches Instrument zu dir passt!

Auch ich wollte vor gar nicht so langer Zeit ein neues Musikinstrument lernen, weil ich Lust auf neue Erlebnisse und Erfahrungen hatte. Nur welches?

Vielleicht stellst auch du dir diese Frage: Welches Instrument passt zu mir? Falls du beim gewählten Instrument bleibst, prägt dich diese Entscheidung möglicherweise ein Leben lang. Trotzdem ist es jedoch keine Entscheidung, die nicht rückgängig zu machen wäre. Also keine Angst! Los geht’s!

10 Fragen werde ich dir als Entscheidungshilfe an die Hand geben. Dadurch wirst du für dich herauszufinden, was DU möchtest. Und was DIR wichtig ist. Also sei hier bitte wirklich ehrlich zu dir selbst. Lass dir von niemandem einreden, dass du ein bestimmtes Musikinstrument spielen SOLLST. Auch von mir nicht!

Meine Artikel ist eine Anleitung, wie du das passende Instrument für dich findest. Er heißt nicht ohne Grund „Welches Instrument passt zu mir?“. Und nicht „Welches Instrument soll ich lernen?“!

Vielleicht hast du vom Gefühl her schon längst eine Entscheidung getroffen und dir fehlt lediglich ein letzter Impuls, um sie schließlich in die Tat umzusetzen. Kleiner Tipp: In diesem Fall ist vermutlich schon Frage Nummer 1 ausreichend, um dir deiner Entscheidung sicher zu werden.

1. Gibt es ein Instrument, das du schon immer spielen wolltest? Oder auf das du spontan Lust hast?

Falls du diese Frage mit „Ja“ beantwortest: Herzlichen Glückwunsch! Dann hast du dein Musikinstrument schon gefunden. Das gilt auch, wenn dein „Ja“ noch einen Zusatz hat! Wie „Ja, eigentlich schon“ oder ein „Ja, aber…“?
Vielleicht denkst du dir:

Ja, aber

…dieses Musikinstrument ist viel zu schwierig zu erlernen.

…als Erwachsener ist das nicht mehr so einfach.

…ich bin doch schon zu alt dafür.

…ich bin nicht musikalisch genug.

…ich habe nicht so viel Zeit oder Geduld.

Vergiss es! Wenn du schon immer einmal ein Instrument lernen wolltest, dann pack die Sache an. Und wenn du schon immer Geige spielen wolltest, dann lerne Geige und nicht Trompete! Wenn es dich fasziniert, unter den vielen Klaviertasten diejenigen zu finden und zu kombinieren, die deinen Lieblingssong ergeben, dann lerne Klavier. Und nicht Gitarre, weil dir womöglich alle sagen, dass das leichter ist.

Du tust dir keinen Gefallen, wenn du irgendwelchen Ausreden Recht gibst und dich für irgendein anderes Instrument entscheidest. Oder wenn du aus viel zu vielen Zweifeln heraus mit gar keinem Instrument anfängst. Probiere auf jeden Fall dein favorisiertes Instrument aus! Wenigstens für einige Wochen oder ein paar Monate. Und dann schau weiter.

Höchstwahrscheinlich würdest du es bereuen, wenn du das Musikinstrument, das du am allerliebsten spielen möchtest, nicht wenigstens ausprobiert hast! Mach aus deinem „Ja, aber…“ ein eindeutiges „Ja“. Ohne Wenn und Aber. Ein „Ja, ich will“! Nur Mut, du stehst dabei ja schließlich nicht vor dem Traualtar!

Vielleicht beantwortest du die obige Frage aber auch klar mit „Nein“? Hast du kein Instrument, das ganz spontan dein Favorit ist? Dann lohnt es sich in der Tat, wenn du bei der zweiten Frage weiterliest und dir noch ein paar mehr Fragen stellst.

2. Welcher Sound gefällt dir?

Test: Welches Instrument passt zu mir? Gefällt dir der Sound von Saxophonen in einer Bigband?Du solltest dich mit deinem Musikinstrument auch gerne hören wollen! Wenn du dir also die Frage stellst, welches Instrument zu dir passt, überlege unbedingt, welcher Sound dir gefällt! Welches Musikinstrument klingt für dich gut? Löst Begeisterung oder Faszination in dir aus?

Falls du hier spontan keine Idee hast, dann pass auf, wenn du Musik hörst. Welcher Klang berührt dich von allen Instrumenten am meisten? Bei welchem Musikinstrument hörst du ganz besonders gerne hin?

Mach dir auch klar, bei welchen Musikinstrumenten dir der Sound nicht so gut gefällt. Dann kannst du diese bereits für dich ausschließen. Hier kannst du übrigens E‑Gitarre, E‑Bass und Akustikgitarre online probehören.

Welches Musikinstrument spielt an der Lieblingsstelle deines aktuellen Lieblingssongs? Ist es ein E‑Gitarren-, Schlagzeug- oder Saxophonsolo? Oder womöglich ein Xylophon, das da spielt?

Was empfindest du, wenn jemand singt und sich selbst am Klavier begleitet? Wie zum Beispiel hier:

Kannst du dich damit identifizieren? Oder findest du es mit einer Gitarre viel reizvoller?

Vielleicht ist auch der Gesang deine erste Wahl?

Höre ganz bewusst Musik und achte auf die unterschiedlichen Instrumente eines klassischen Orchesters, einer Bigband oder einer Rockband.

In diesem Beitrag einer Gypsy Jazz Band kannst du beispielsweise Gitarren, Klarinetten, eine Geige und einen Kontrabass hören:

Und hier gibt es Klavier und Mandoline:

Höre aufmerksam verschiedene Musik. Höre unbedingt ganz bewusst hin!

3. Wie möchtest du deinen Körper ins Spiel involvieren? Wie soll deine Körperhaltung aussehen?

Vielleicht klingt es banal, aber denk ruhig auch einmal daran, was du bei den einzelnen Instrumenten mit deinen Händen tun würdest. Würdest du beispielsweise lieber Tasten drücken oder Saiten greifen? Wer sich mit extrem kurz geschnittenen Fingernägeln unwohl fühlt, sollte sich nicht gerade ein Saiteninstrument aussuchen.

Kirchenorgel lernen: Hier darfst du auch mit den Füßen spielen.Möchtest du auch deine Füße einsetzen? Beim Klavier darfst du dein Spiel der Hände mit den Füßen unterstützen, bei der Orgel darfst du über das Pedal sogar Töne spielen. Vielleicht möchtest du über ein Instrument Töne durch die Luft aus deinem Körper erzeugen? Oder willst du lieber deinen Mund zum Singen frei haben?

Hättest du etwas dagegen, dir ein schweres Blasinstrument um den Hals zu hängen oder die anfangs ungewohnte Nacken- und Armhaltung eines Violinisten einzunehmen?

Ist es für dich wichtig, ob du im Stehen oder Sitzen spielst? Oder ob du dich vielleicht sogar mit deinem Musikinstrument fortbewegen kannst? Viele Instrumente sind flexibel. Für Klavier, Orgel oder Harfe solltest du dich aber definitiv lieber hinsetzen.

4. Möchtest du singen? Oder andere begleiten? Songs schreiben?

Dann rate ich dir zu einem Harmonieinstrument, damit du mehrere Töne gleichzeitig spielen kannst. Also beispielsweise ein Tasteninstrument wie Klavier, Keyboard, Akkordeon oder Orgel. Oder Gitarre.

Sicherlich gibt es auch komponierende Klarinettisten, aber es wird für dich mit Gitarre oder Klavier von großem Vorteil sein, ins Songwriting einzusteigen. Außerdem kannst du dann auch zu deiner eigenen Begleitung singen, was ich dir sehr empfehle.

Das Klavier ist ein echter Allrounder unter den Musikinstrumenten. Hier kannst du gleichzeitig Melodie und Akkorde spielen. Ganz leise. Oder laut, um damit auch ein Saxophon begleiten zu können.

Letzteres könnte ohne Verstärker bei einer akustischen Gitarre schwierig werden. Dafür wird sie dich jedoch nicht so schnell vor ein Transportproblem stellen.

5. Möchtest du am Lagerfeuer spielen? Oder Seemannslieder auf einem Schiff?

Test für Erwachsene: Welches Musikinstrument passt zu mir? Gitarre am Lagerfeuer?Der Klassiker für das Lagerfeuer ist nach wie vor die Gitarre. Hier ist der Gitarrist dem Pianisten eindeutig überlegen! Die Gitarre verstärkt den Romantikfaktor am Lagerfeuer wie kein anderes Instrument.

Das Akkordeon wäre eine Alternative, wenn es zu Stimmung passt und dir der Sound gefällt. Trotzdem ist es gut möglich, dass du bei Gitarristenkonkurrenz am Lagerfeuer den Kürzeren ziehst!

Dagegen bist du mit dem Akkordeon auf volkstümlichen Festen oder bei Seemannsliedern auf einer Bootstour definitiv die erste Wahl! Und auch wenn du dieser Art von Musik einfach nur gerne zuhörst, ist das ein Anhaltspunkt für deine Vorlieben und die Wahl deines Musikinstrumentes.

Aber verstehe mich nicht falsch: Der Umkehrschluss gilt nicht! Nur weil du KEINE Seemannslieder spielen willst, heißt das nicht automatisch, dass das Akkordeon das falsche Instrument für dich ist! Das Akkordeon hat seinen festen Platz in ganz vielen Musikrichtungen. Von Klassik bis Western Swing!

6. Welche Musikrichtung gefällt dir? Klassisches Orchester, Rockband oder Bigband?

Für welche Musik begeisterst du dich ganz besonders? Klassik, Jazz, Pop, Rock? Oder Musik aus der römischen Antike, dem Mittelalter oder aus anderen Epochen oder Kulturen der Welt? Vom Dudelsack bis zum Didgeridoo kannst du alles in deine Überlegungen einbeziehen!

Teste dich! Geiger in einem klassischen Orchester: Möchtest du Violine lernen?Zu welchen Konzerten gehst du am liebsten? In welcher Band oder in welchem Orchester möchtest du am liebsten mitspielen?

Mit welcher Instrumentengruppe sympathisierst du am meisten? Wo findest du dich wieder? Kannst du dich eher mit dem Schlagzeuger oder dem Gitarristen einer Rockband identifizieren? Oder siehst du dich vielmehr als Alleinunterhalter?

Welches Instrument möchtest du am liebsten spielen, wenn du Teil einer Bigband wärst? Mich haben in einer Bigband schon immer die Saxophone am meisten fasziniert. Nicht die Trompeten oder die Posaunen! Wie ist es bei dir?

Wenn dich ein bestimmter Musikstil beflügelt und inspiriert, fördert das ungemein deine Motivation, diese Musik auch selbst zu spielen. Beispielsweise begeistere ich mich sehr für Jazz, insbesondere Swingmusik. Und ich habe begonnen, Saxophon zu lernen, um diese Musik selbst auf dem Saxophon spielen zu können. Wenn ich Saxophon mit dem Hauptziel, klassische Stücke zu spielen, angefangen hätte, hätte mich das nie in gleicher Weise beflügelt.

Du hilfst dir also sehr, wenn du deine Lieblingsmusikrichtung in deine Instrumentenwahl einbeziehst. Sei hier ehrlich zu dir selbst und mach keine Kompromisse!

7. Wie mobil soll dein Musikinstrument sein?

Welches Musikinstrument passt zu mir? Teste dich!Ein Kontrabass füllt mühelos einen Kleinwagen. Klavier und Harfe trägst du besser nicht ständig durch die Gegend. Für eine große Pfeifenorgel kommt ein Ortswechsel sowieso nicht in Frage. Immerhin musst du zu einem solchen Musikinstrument nur deine Noten zum Spielen mitbringen, weil das Instrument bereits vor Ort ist.

Bei den meisten anderen Instrumenten musst du dich um den Transport kümmern. Und dabei sind Querflöte oder Klarinette noch einfach zu transportieren im Vergleich zu manch anderem Blasinstrument. Mit einem Altsaxophon trägst du volumenmäßig schon einen etwas größeren Rucksack am Rücken. Mit einem Tenor- oder Baritonsaxophon ist es entsprechend mehr Volumen und Gewicht. Mit einer Tuba erst Recht.

Wer sowieso mit dem eigenen Auto unterwegs ist, für den wird es keine Rolle spielen, ob er ein Altsaxophon oder eine Tuba transportiert. Für einen Radfahrer oder Nutzer der öffentlichen Verkehrsmittel dagegen schon!

Dieses Argument sollte zwar nicht das wichtigste bei der Wahl deines Instrumentes sein, aber einen kurzen Gedanken würde ich an deiner Stelle schon darauf verwenden. Einfach damit dein Musikinstrument praktisch für dich ist und sich in deinen Alltag gut integrieren lässt.

8. Wieviel Zeit und Geduld hast du?

Hast du nur wenig Zeit oder Geduld und schätzt es, relativ schnell Songs spielen können? Oder bist du ein ausdauernder Typ und liebst größere Herausforderungen?

Auch wenn jedes Musikinstrument seine individuellen Schwierigkeiten hat: Bei manchen Instrumenten ist der Einstieg leichter als bei anderen. Du denkst jetzt an die Blockflöte? Zum Beispiel. Vielleicht wünschst du dir jedoch einen kräftigeren Sound und ein prachtvolleres Instrument? Du könntest Saxophon oder Querflöte lernen.

Ein tolles, sehr leicht zu erlernendes Instrument ist die Veeh-Harfe! Hier werden spezielle Notenblätter hinter die Saiten geschoben. So musst zu beim Spielen lediglich einer Linie mit Punkten folgen und jeweils die mit einem Punkt hinterlegte Saite zupfen. Auf einer Veeh-Harfe kannst du ohne große Vorbereitung oder viel Übung sofort loslegen und eine Melodie spielen!

Klavier verlangt ein hohes Maß an Koordination. Schließlich sollen hier beide Hände unabhängig voneinander agieren und viele Töne gleichzeitig spielen. An der Orgel kanst du diese Herausforderung an Koordination noch überbieten: Hier dürfen auch deine Füße mitspielen! Du hast dann nicht nur zwei, sondern drei Notenzeilen auf einmal zu lesen. Aber lass dich nicht abschrecken. Alles ist möglich, wenn du es willst!

Wichtig dabei ist, dass du dir nicht durch zu hohe Ansprüche den Spaß verdirbst. Ganz genau: Das hast du selbst in der Hand! Mit einer gelassenen Einstellung und überschaubaren Etappenzielen wirst du unabhängig von deinem Spielniveau Erfolgserlebnisse erzielen und Spaß haben. Egal, wie kompliziert das von dir gewählte Musikinstrument auch sein mag.

9. Suchst du nach einem Musikinstrument mit kostengünstigen Anschaffungskosten?

Musikinstrumente kosten Geld und nicht jeder kann sich das leisten. Je nach Instrument kannst du aber die Anschaffungskosten minimieren. Oder ganz darauf verzichten.

Günstig kannst du beispielsweise eine Blockflöte bekommen. Obwohl dieser zwar häufig ein kindliches Image anhaftet, solltest du bedenken, dass du darauf auch virtuos spielen kannst. Wenn du dazu bereit bist.

Oder möchtest du eher ein ungewöhnlicheres Instrument? Wie wäre es beispielsweise mit einem kleinen Bambussaxophon?

Eine Mundharmonika ist ein kostengünstiges Instrument, aber nicht das einzige.Darüber hinaus gibt es aber auch für viele andere Musikinstrumente kostengünstige Möglichkeiten. Auch abseits der Mundharmonika! Viele Instrumente können bei Musikschulen oder in Musikfachgeschäften für den Anfang oder teilweise auch für länger gemietet statt gekauft werden.

Ein schöne und wunderbar preiswerte Alternative ist auch das Orgelspielen. Wenn du in einer Kirchengemeinde Kirchenorgel lernst, darfst du mit hoher Wahrscheinlichkeit auch umsonst darauf üben. Und es sei hinzugefügt, dass du darauf nicht nur Kirchenlieder spielen kannst!

Vielleicht ist Singen etwas für dich? Das Instrument dafür befindet sich bereits in dir. Anschaffungskosten gleich Null.

10. Spielst du schon ein Instrument? Möchtest du bei deinem nächsten Instrument etwas Ähnliches oder völlig Neues?

Vielleicht spielst du bereits ein Musikinstrument und bist auf der Suche nach mehr. Selbst wenn es „nur“ die Blockflöte aus dem Kindesalter ist. Jetzt interessierst du dich für ein Zweitinstrument.

Mach dir klar, ob du eher ein ähnliches Instrument oder ein völlig neues lernen möchtest! Eines kann ich dir zur Beruhigung aber vorneweg sagen: Neue Erfahrungen wirst du mit jedem Musikinstrument sammeln. Nur eben bei dem einen etwas mehr und bei dem anderen ein bisschen weniger.

Wenn du ein ähnliches Musikinstrument wählst, baust du auf dem auf, was du schon kannst. Der Einstieg wird dir dadurch deutlich leichter fallen. Wenn du beispielsweise nach der Gitarre Ukulele lernst oder dich als Klavierspieler an die Orgel wagst.

Auch bei der Blockflöte findest du gute Anknüpfungspunkte für weitere Instrumente: Du könntest auf deinem bisherigen Können mit der Querflöte aufbauen.

Und was viele nicht glauben: Auch das Saxophon hat einiges mit der Blockflöte gemeinsam. Viele Griffe sind gleich. Insofern profitiert jeder Saxophonanfänger davon, (als Kind) einmal Blockflöte gespielt zu haben. Mit der Blockflöte trainierst du im Übrigen auch das Spielen mit Zungenstoß, was dir auch für andere Blasinstrumente hilft.

Oder möchtest du lieber ein völlig neues Musikinstrument lernen und möglichst viele, völlig neue Erfahrungen und Erlebnisse genießen? Dann empfehle ich dir, die Instrumentengruppe zu wechseln.

Wähle nach einem Tasteninstrument ein Blasinstrument, nach einem Blasinstrument ein Schlag- oder Saiteninstrument. Und nach einem Saiteninstrument dann ein Tasteninstrument. Je nachdem, welche(s) Musikinstrument(e) du schon kannst und was für dich als nächstes am spannendsten ist.

Teste Musikinstrumente, um herauszufinden, welches Instrument du lernen möchtest!

Probiere verschiedene Musikinstrumente unbedingt aus, wenn du die Gelegenheit dazu hast. Oft bieten Musikschulen einen „Tag der offenen Tür“ an, bei dem du die verschiedensten Musikinstrumente unter fachkundiger Anleitung testen kannst. Oder du vereinbarst alternativ eine Schnupperstunde.

Auch in Musikfachgeschäften darfst du die Instrumente in die Hand nehmen und probespielen. Wenn du im Verwandten- oder Bekanntenkreis Instrumentenspieler hast, frage, ob du das Musikinstrument ausprobieren darfst. Ein Probespielen bringt im Normalfall sehr viel Klarheit bei der Instrumentenwahl.

Welches Instrument lernen: Saiten-, Tasten-, Schlag- oder Blasinstrument?

Fazit: Welches Musikinstrument passt zu dir?

Wenn du schon immer ein ganz bestimmtes Musikinstrument lernen wolltest, dann probiere dieses Instrument aus und kein anderes. Wenn das nicht der Fall ist, frag dich, welcher Sound und welche Musikrichtung dir gefallen und stell dir vor, mit welcher Körperhaltung du das Instrument spielen würdest und wie du die Töne erzeugen würdest.

Überlege dir unbedingt auch, wie du dir dein Musikmachen im größeren Zusammenhang vorstellst. Möchtest du Singen, Songs schreiben, in einer Band oder einem Orchester einer bestimmten Musikrichtung mitspielen oder am liebsten einfach nur am Lagerfeuer spielen? Und probiere verschiedene Musikinstrumente aus, um mehr Klarheit zu bekommen!

Welches Musikinstrument passt zu dir? Nimm dir ausreichend Zeit, um dich mit dieser spannenden Frage auseinanderzusetzen. Finde für dich heraus, was dir hierbei wirklich wichtig ist!

Lass dir von niemandem einreden, dass du es aus 61 oder wie vielen schlechten Gründen auch immer lassen solltest. Auch von dir selbst bitte nicht. Du brauchst kein musikalisches Genie sein, um ein Instrument zu lernen!

Wenn du Lust hast, dann entscheide dich und fang an! Eine komplett falsche Entscheidung gibt es hier nicht. Denn jedes Musikinstrument hat seine Faszination und bietet ganz eigene neue Erfahrungen.

Auch wenn dir die Wahl eines Musikinstrumentes vielleicht gerade unangenehmes Kopfzerbrechen bereitet: Triff eine Entscheidung und starte unverkrampft und neugierig! Es ist ein wunderbares Hobby, ein Musikinstrument zu lernen. Dein Wohlgefühl und deinen Spaß dabei solltest du an erste Stelle setzen.

Viel Spaß mit deinem Instrument!

Für welches Instrument hast du dich entschieden? Ich würde mich freuen, im Kommentar davon zu lesen!

Kommentare

  1. Einfach eine Entscheidung treffen und dann anfangen ist wirklich der beste Tipp. Ich habe es damals mit der Ukulele so gemacht (ist auch ein günstiger Einstieg, upgraden kann man ja immer noch, wenn man merkt, dass es passt) und bin bis heute dabei geblieben!

  2. Hallo Katharina,
    zufällig bin ich bei der Suche nach Kirchenorgel lernen, auf Deine Webseite gestoßen. Die luftige und inspirierende Art der Gestaltung Deiner Webseite gefällt mir sehr. Ich selbst habe im Alter von ca. 7 Jahren mit dem Akkordeonunterricht begonnen. Zum Leidwesen waren die ersten 1 1/2 Jahre vertan, da mein Akkordeonlehrer schon sehr alt war, die wichtigen Dinge wie Fingersatz und Spieltechnik vernachlässigte. Nach dessen Tod wechselte ich zu einer Akkordeonlehrerin, die sehr professionell war und eine gehörige Anzahl von Haaren auf den Zähnen hatte. Beim ersten Vorspielen schlug sie die Hände über dem Kopf zusammen und die ersten Jahre waren geprägt von müßigem Lernen und Üben. Am Schluss war ich soweit vorangeschritten, dass ich im Akkordeonesemble an Konzerten teilnahm. Zu der Zeit war ich noch ein Teenager, jetzt bin ich mittlerweile 59 Jahre und weiß, dass der Kirchenorgel mein Herz gehört.
    Ich liebe die Musik von Johann Sebastian Bach und vieler alten Meister.
    Wenn es möglich wäre, würde ich es versuchen im Selbststudium das Orgelspiel zu lernen, aber wie Du in Deiner Webseite ist dieses nur mit einem erfahrenen Organisten möglich und der setzt mit Sicherheit fundierte Kenntnis am Klavier voraus und da ist Spiel auf dem Basspedal noch nicht Gegenstand.

    Mit freundlichen Grüßen

    Norbert Lenz

    1. Hallo Norbert,
      gerade am Anfang wird es dir sehr helfen, wenn du einen Orgellehrer hast. Aber du kannst ja selbst entscheiden, wie häufig du Orgelunterricht nehmen möchtest. Beispielsweise könntest du nur alle paar Wochen Unterricht nehmen. Dazwischen hättest du dann genügend Zeit zum Selbststudium.

      Oft wird das Klavierspielen als notwendige Voraussetzung für das Orgelspielen gesehen. Mein Orgellehrer sieht das allerdings nicht so. Wenn du wirklich Orgel lernen möchtest, und danach hört es sich bei dir an, dann würde ich es einfach einmal ausprobieren. Am aufschlussreichsten ist in der Regel eine Schnupperstunde an der Orgel. Das hilft sehr bei Zweifeln und Unsicherheit.

      Liebe Grüße,
      Katharina

  3. Hallo Katharina,

    ich habe bis etwa 2 Jahren sehr gerne elektronische Musik am PC gemacht. Also instrumentale Lieder komponiert. Das hat mir viel Spaß gemacht.

    Vor einem Jahr oder so bin ich bei YouTube auf Ivan Hajek gestoßen, der meine Sicht über das Akkordeon geändet hat. Ich habe den Klang früher z.B. mit den Alpen verbunden. Doch dann hab ich mich gefragt, ob man nicht das Einmannorchester mit elektronischer Musik, die mir gefällt, kombinieren kann. Die Idee fand ich faszinierend. Gibt ja auch Digitalakkordeons, hab ich heute grad gesehen (und gehört).

    Leider hab ich seit 2 Jahren einen anderen Fokus im Leben und nehme mir dadurch keine (oder nicht wirklich) Zeit um zu musizieren (bzw. das auzuprobieren).

    Das sollte sich in Zukunft aber wieder ändern. Hoffe ich.

    1. Hallo Chris,

      schön, dass du von der Änderung deiner Sichtweise bezüglich des Akkordeons berichtest. Mir ging es mit dem Akkordeon ähnlich. Wenn das Akkordeon beispielsweise im Gypsy Jazz gespielt wird, gefällt es mir richtig gut!

      Oft ist einfach nicht bekannt, wie vielfältig ein Instrument eingesetzt werden kann. Auch hätte ich nie gedacht, wie toll Jazz auf einer Kirchenorgel klingt!

      Liebe Grüße,
      Katharina

  4. Die 2. Frage ist unglaublich gut!

    „Welches Instrument spielt an der Lieblingsstelle deines derzeitigen Lieblingssongs?“

    So hab ich die Auswahl noch nicht betrachtet. Ich höre seit Jahren sehr gerne Musik, nur hab ich nie drauf geachtet, welches Instrument mir „am besten“ gefällt.

    Ich hatte zwar schon mit Klavier / Keyboard angefangen, höre auch gerne Cover an, aber das spielen war irgendwie nicht drin.
    Außerem wollte ich Mobiler sein

    Darauf hin versuchte ich es mit einer E Gitarre. (vorher nie die Idee gehabt) Ich habs Stundenlang gespielt, nur der Miese Verstärker den ich nutzte verdarb mir irgendwann den Spaß.

    Die E Gitarre möchte ich auch anfangen zu lernen, ABER

    Die Richtige Antwort auf die 2. Frage lautet: Gesang! Ich hab Jahrelang den Gesang genossen.
    Ich höre Anfängerfehler schnell raus, kenne mich in der Theorie gut aus und ich höre die perfekte Tonlagen für den Gesang raus.
    Als Kind war ich sehr schüchtern, etwas immer noch.
    In der Schule hab ich auch nicht gern gesungen und bin zurückhaltend.
    Ich wäre auch nie auf die Idee gekommen, aber sollte ich trotz meiner Schüchternheit es versuchen? Ist es einfach nur eine Blockade oder nicht das Richtige? Irgendwie kann ich mir es nicht vorstellen, aber anderseits mag ich Gesang und dazu hab ich ein Ohr dafür?

    Vielleicht hat ja jemand Erfahrung..?

    1. Lieber Batuhan,

      wenn ich die Schilderung deiner Situation lese, würde ich sagen, du hast wirklich Lust auf Singen oder zumindest eine gewisse Neugierde. Genau das ist wichtige Grundvoraussetzung, um Spaß daran zu haben. Probiere dich und deine Stimme doch einfach aus!

      Ein zurückhaltendes Wesen sehe ich in keiner Weise als Hinderungsgrund. Sing doch einfach erstmal zu Hause, lerne deine Gesangsstimme kennen, spüre, wie es sich anfühlt und ob du deine eigene Gesangsstimme gerne hörst. Geh nach deinem Gefühl und schenke deinem eventuell kritischen Verstand nicht so viel Beachtung. Deine Begeisterung ist viel wichtiger als dein anfängliches Können.

      Wenn du dich zu Hause erst einmal mit dem Singen ein wenig vertraut gemacht hast, wirst du dich schon etwas sicherer fühlen, wenn andere mithören. Wenn du also beispielsweise zum ersten Mal im Gesangsunterricht singst, zu deiner ersten Chorprobe gehst oder dich von Musikern beim Singen begleiten lässt.

      Vielleicht ist es bei dir aber auch gerade umgekehrt, dass dir eher ein eigener Start Kopfzerbrechen bereitet und du dich lieber mit einer vorgegebenen Struktur ausprobierst. Dann fällt es dir vermutlich leichter, direkt mit einer Chorprobe oder einer Gesangsschnupperstunde zu starten.

      Grundsätzlich wird es dir helfen, wenn du dir klar machst, wovor genau du beim Singen Angst hast. Nehmen wir einmal an, du denkst mit Kopfschmerzen daran, dass du als Sänger in einer Band auf der Bühne immer im Mittelpunkt stehen wirst. Auf dich trifft dann einer der beiden Fälle zu:

      1. Obwohl du Angst davor hast, möchtest du es trotzdem unbedingt schaffen und letztlich auch stolz darauf sein. Dann kannst du mit der Zeit in diese Rolle hineinwachsen und dein Ziel erreichen.

      2. Du meinst, du musst als Sänger der Mittelpunkt einer Bühne sein, aber eigentlich ist das gar nicht dein persönliches Ziel. Du willst das eigentlich gar nicht. Dann musst du das auch nicht tun! Du wirst abseits einer Bühne viel mehr Spaß am Singen haben!

      Als Hobbysänger hast du nichts zu befürchten, wenn du für dich und deine Bedürfnisse einstehst und dich von niemandem zu etwas überreden lässt, was du nicht möchtest. Du darfst dir selbst raussuchen, in welcher Form du singen möchtest und in welcher nicht. Statt Auftritten mit Publikum kannst du beispielsweise auch einfach privat mit anderen zusammen jammen oder aber dich zwar vielleicht nicht als Leadsänger, aber in einem Chor auf die Bühne wagen. Vielleicht möchtest du auch einfach nur im Gesangsunterricht und zu Hause singen. Oder auch nur für dich alleine zu Hause. Hier sind die verschiedensten Varianten möglich. Such dir raus, was für dich passend ist! Natürlich kannst du auch verschiedene Varianten ausprobieren, um dich so besser kennenzulernen.

      Probiere das Singen nach deinen eigenen Vorstellungen aus! Wenn du merkst, dass es dir nicht gefällt, kannst du wieder damit aufhören und hast immerhin die Erfahrung gesammelt, dass es nichts für dich ist. Vielleicht entwickelst du aber auch eine wunderbare Begeisterung für das Singen und es wäre doch sehr schade, wenn du diese nicht entdeckst! In der Schule hat es dir vielleicht einfach deshalb keinen Spaß gemacht, weil deine Bedürfnisse, z. B. deine Musikvorlieben, nicht berücksichtigt wurden.

      Meiner Meinung nach macht Singen übrigens sogar selbstbewusster und mutiger. Um diesen und noch weitere Vorzüge des Singens geht es auch in meinem Artikel Mit deiner Stimme singen. Falls es dich interessiert, schau doch mal rein.

      Alles Gute,
      Katharina

  5. Ist es auch gut Instrumente zu spielen wenn man keine Ahnung von den Noten hat bzw. Keine guten Noten in dem Fach Musik?
    Ich interssiere mich nämlich schon lange für das Akkordeon und eben Seemannsmusik und weiss eben nicht ob es geht wenn man von den Musiknoten keine Ahnung hat. Ich bin 16 und finde es auch ein wenig komisch wenn ganz viele Gitarre spielen und ich der einzige der Seemannslieder liebt, Akkordeon spielt

    1. Hallo Joel,
      du musst keine Noten lesen können, um mit einem Instrument zu beginnen. Das wirst du nach und nach lernen. Die Noten sind dann auch keine trockene Theorie mehr für dich, sondern vielmehr ein tolles Hilfsmittel, um ein Stück spielen zu können! Mit einem konkreten, schönen Song als Ziel lernst du die Noten praxisbezogen und spielerisch. Davor brauchst du keine Angst zu haben!

      Wenn es dir liegt, kannst du natürlich auch nur nach Gehör spielen. Ich empfehle dir, beides auszuprobieren! Beim Akkordeon bietet es sich natürlich sehr an, nur die Melodielinie nach Noten zu spielen und die Begleitung dann nach Akkordsymbolen. In diesem Fall bleibt das Notenlesen dann auch sehr überschaubar. Insbesondere, wenn du Lieder spielst, die dir vom Hören her gut bekannt sind.

      Instrumentalunterricht würde ich mit dem Fach Musik in der Schule nicht vergleichen. Im Normalfall wird bei letzterem viel Musikgeschichte und Musiktheorie unterrichtet, die du für das Lernen eines Musikinstrumentes entweder nicht brauchst oder erst dann verstehst, wenn du das Wissen mit deinem Instrument ganz konkret anwendest.

      Wenn du dich für Seemannsmusik und Akkordeon interessierst, dann lerne genau das! Du zeigst Charakter, wenn du das machst, wofür du dich begeisterst, und nicht irgendwas, weil es die Masse macht. Wer zu sich und seinen Vorlieben steht, der ist authentisch, ausgeglichener und fröhlicher und wird das auch ausstrahlen. Go for it!

      Liebe Grüße,
      Katharina

  6. Ja dieser Block ist das was ich gesucht habe ‚ich bin 56 Jahre und habe angefangen mit Blockflöte ‚wegen der Noten ‚da kann man richtig gut und einfach Noten lernen ‚das hat aber nicht gereicht nun spiele ich seid 6Monaten Keyboard das tut mich mehr fordern ‚es macht spaß und das Notenlesen fällt mir nicht so schwer und ich kann dann noch in ein anderes Instrument z.B. Klavier übergehen.
    jemand zu finden der da mitmacht ist nicht so einfach leider .

    1. Lieber Lothar,

      schön, dass du das Musizieren für dich entdeckt hast! In der Tat ist es oft gar nicht so einfach, Gleichgesinnte zu finden, wenn sich im bisherigen Bekanntenkreis keine Instrumentenspieler befinden. Du könntest beispielsweise einen Aushang in einer Musikschule, einem Musikfachgeschäft oder einer Musikbibliothek machen. Vielleicht gibt es in deiner Stadt auch einen Piano Club?

      Aber darüber hinaus ist Klavier bzw. Keyboard auch eines der besten Instrumente, um alleine zu spielen, da du von Melodie bis Begleitung und Bass alles selbst spielen kannt! Vielleicht hast du ja auch Lust, zu singen und dich auf dem Keyboard zu begleiten. Mehr dazu habe ich in diesem Artikel geschrieben.

      Ich wünsche dir weiterhin viel Freude an meinem Blog und am Musizieren!

      Viele liebe Grüße,
      Katharina

  7. Ich wünsche mir, hätte ich schon als Kind gelernt, ein Instrument spielen! Jetzt dass ich etwas in die Jahre gekommen bin, gebe ich trotzdem nicht auf und möchte das mal ausprobieren. Ein genaues Instrument habe ich nicht im Kopf aber die Querflöte scheint für mich sehr geeignet zu sein, da es relativ einfach und sehr leicht zu tragen ist. Vielen Dank für den tollen Beitrag!

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